Offener Brief an alle „ich-bin-ja-für-Toleranz-aber“s

Es ist für mich schwer zu glauben, aber offenbar gibt es unter den Campact-Aktiven tatsächlich Einzelne, die den homophoben Aufruf "Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens" unterstützen. Ich empfehle diesen Menschen Nachdenklichkeit - und Scham. Denn die Petition auf openPetition ist im Geist der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit geschrieben, auch wenn im Text Gegenteiliges behauptet…

von  266 Kommentare

Es ist für mich schwer zu glauben, aber offenbar gibt es unter den Campact-Aktiven tatsächlich Einzelne, die den homophoben Aufruf „Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens“ unterstützen. Ich empfehle diesen Menschen Nachdenklichkeit – und Scham.

Denn die Petition auf openPetition ist im Geist der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit geschrieben, auch wenn im Text Gegenteiliges behauptet wird. Das ist insbesondere im ursprünglichen Petitionstext zu sehen, der von der Redaktion von openPetition abgelehnt wurde, weil er gegen die Nutzungsbedingungen des Petitionsportals verstieß. Auch dass die Petition auf rechten Plattformen im Internet wie „Politically Incorrect“ intensiv beworben wird ist ein deutliches Indiz für ihren Charakter. Ohne den Hintergrund einer diskriminierenden Einstellung macht die Petition auch keinen Sinn, wie ein kleines Gedankenexperiment zeigt.

Sexuelle Orientierung ist nicht anders zu werten als die Frage, ob ich mit meiner linken oder mit meiner rechten Hand schreibe. Die meisten schreiben mit Rechts, einige mit Links, was soll’s, es funktioniert beides. Es wäre doch völlig hirnrissig, von Linkshändern zu verlangen, ihre natürliche Präferenz abzulegen oder zu verbergen. Es würde ihr Menschenrecht verletzen, ihre Hände nicht so benutzen zu dürfen wie es ihrer Natur entspricht.

Früher hat man versucht, aus Linkshändern Rechtshänder zu machen. Kinder wurden mit Schlägen und Strafen umtrainiert. Linkshänder blieben sie trotzdem. Die Erkenntnis, dass die Neigung mit links zu schreiben völlig natürlich und gesund ist, hat viel unnötigem Leid ein Ende gemacht. Nehmen wir also einmal an, in unserer Gesellschaft wären Vorurteile gegen Linkshänder weit verbreitet. Kinder würden deshalb gehänselt und von Lehrern zurechtgewiesen. Wäre da ein Bildungsplan, der darüber aufklärt dass das Schreiben mit Links genauso gut funktioniert wie mit Rechts nicht eine prima Sache?

Die Diskriminierung, die Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erleiden müssen ist immer noch sehr weit verbreitet. Nicht nur in Russland, auch bei uns ist sie leider Alltag. Sie ist als demütigendes „Schwulenklatschen“ geradezu ein Hobby für manche Menschen, die für ihre Aggressivität ein Ventil suchen. Doch die Ablehnung im Familien-, Freundes- oder Kollegenkreis ist nicht minder verletzend. Es fühlt sich furchtbar an, den Menschen verleugnen zu müssen, den man liebt – weil sonst Anfeindung, Gewalt oder Verlust des Arbeitsplatzes die Folge wären. Ich kenne dieses Gefühl und wünsche es niemandem.

Der Bildungsplan 2015 des Landes Baden-Württemberg will unter anderem junge Menschen zur Toleranz für die unterschiedlichsten Lebensformen erziehen. Damit wirkt er Gewalt und seelischen Verletzungen entgegen und fördert ein positives Klima an der Schule. Das nützt allen. Deshalb unterstützen wir ihn.

Den Bildungplan als „Ideologie“ oder „Indoktrinierung“ zu bezeichnen ist eine Verunglimpfung. Denn genau darum geht es in diesem Teilaspekt des Bildungsplans nicht. Es geht um Aufklärung, die ein Teil der Erziehung im Sinne der Grund- und Menschenrechte ist.

Das kann nur als „Ideologie“ verurteilen, wer dem Geist gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit verhaftet ist. Diesen Geist benennen wir klar als das, was er ist: rückschrittlich, unfair, unsolidarisch, intolerant.

Eine solche Haltung wird auch nicht besser, wenn ihr formelhaft der berühmte Halbsatz vorangestellt wird: „ich bin ja für Toleranz, aber“. Wer Toleranz sagt, und diese gleich wieder einschränkt, kann sich die Mühe sparen. Tut mir leid, ich muss das so klar sagen: Nach meiner Lebenserfahrung sind fast alle Sätze die so beginnen von vorne bis hinten verlogen.

Wer Schwule, Lesben und Menschen mit einer Identität zwischen den Geschlechtern nicht als gleichwertige und willkommene Mitglieder unserer Campact-Gemeinschaft akzeptieren kann sollte sich überlegen, ob er oder sie bei uns richtig aufgehoben ist. Ich zitiere aus den Campact-Positionen:

Nach Artikel 3 des Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Campact setzt sich dafür ein, dass dieser Anspruch umgesetzt wird. Kein Mensch darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen und politischen Anschauungen, seiner sexuellen Orientierung oder seiner Behinderung benachteiligt werden.

Das Versprechen des Grundgesetzes ist bisher nur zum Teil zur Realität unserer Gesellschaft geworden. Frauen werden immer noch beim Zugang zum Arbeitsmarkt und bei der Entlohnung benachteiligt. Familie und Beruf müssen endlich für alle Eltern vereinbar werden. Gravierende Rechteverletzungen sieht Campact auch bei in Deutschland und Europa schutzsuchenden Flüchtlingen. Auch bei der Gleichberechtigung gleichgeschlechtlicher Paare besteht Handlungsbedarf.

Es ist Ihre Entscheidung. Wofür stehen Sie?

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266 Kommentare

  • von Harry G

    Schade, dass über dieses Thema von beiden Seiten nicht offen und tolerant diskutiert werden kann – denn Toleranz sollte nicht nur gegenüber verschiedenen sexuellen Orientierungen gelten, sondern auch gegenüber anderen Meinungen. Leider hat sich die Petition mit ihrem aggressiven Ursprungstext da auch nicht mit Ruhm bekleckert. Die Gegenpetition von Campact allerdings hat dagegen keinen eigenen Inhalt zu bieten und die Kommentare von Fr. Strasser zeigen auch nur, dass jede gleichberechtigte Diskussion unterdrückt werden soll.
    Es scheint, jegliche Kritik am Bildungsplan ist ein Tabubruch, als ob man keinerlei Kritik im Zusammenhang mit homosexuellen oder LSBTTI Menschen äußern darf?
    Dabei gibt es durchaus objektive Kritikpunkte, wie etwa warum hier eine von vielen Minderheiten so extrem überbetont wird – warum steht nichts im Bildungsplan über andere Minderheiten?
    Die Meisten Gegner der Petition scheinen den Bildungsplan und den Petitionstext gar nicht gelesen zu haben (vielleicht auch Fr. Strasser?), sondern klicken nur aus Emotionen.
    Sonst müssten sie zugeben, dass im Bildungsplan manches merkwürdig überbetont erscheint, wie etwa dass man Musik, Kunst und Literatur von LSBTTI im Unterricht behandeln soll. Warum nicht auch Musik, Kunst, … von behinderten, anderen Religionen etc.? Und ist es nicht sogar diskriminierend im Unterricht darzustellen: schaut mal, solche Musik, Kunst, .. machen die Schwulen? Wollen die LSBTTI-Menschen überhaupt so überbetont werden?
    Vielleicht war es von den Verfassern des Bildungsplans auch gar nicht so gemeint, sondern es geht, wie immer wieder von der Landesregierung betont wird, wirklich nur um Toleranz – aber auch gerade dann ist doch eine offene Diskussion über eine Überarbeitung sinnvoll! Ein missverständlicher Bildungsplan hilft uns doch auch nicht.
    Daher habe ich – als Linker, Umweltaktivist und schon immer Grünen-Stammwähler – die Petition unterzeichnet, da meiner Meinung nach eine Diskussion über und Überarbeitung des Bildungsplans stattfinden muss.
    Ich glaube nicht, dass ich damit wie von Fr. Strasser behauptet, nur zu wenigen Einzelnen gehöre. Kontroverse Diskussionen und Meinungen beleben unsere Demokratie. Die Welt ist nicht so einfach.
    Vollends unverfroren wird es, wenn Fr. Strasser empfiehlt, sich für die Unterzeichnung zu schämen. Das ist undemokratisch und intolerant, daher muss ich leider die Einladung zur Abmeldung von Campact annehmen und auch weiterempfehlen.

    • von Maritta Strasser

      Wenn Sie sich den Entwurfstext zum Bildungsplan durchgelesen haben (denn der Bildungsplan selbst ist ja noch im Prozess der Erarbeitung), dann kann von einer „extremen Überbetonung“ anderer Lebensweisen als der Heterosexuellen keine Rede sein. Wenn Sie schon die Tatsache, diesen selbstverständlichen Teil des Alltags im Schulalltag mit zur Kenntnis zu nehmen als „Überbetonung“ werten, dann ist dies keine Toleranz, sonder Abwehr.
      Man kann als homosexueller Mensch nicht nicht schwul sein, so wie man als Farbiger nicht nicht schwarz sein kann. Es gehört zu einem wie die Hautfarbe, es ist angeboren, es bleibt Tatsache ob man es will oder nicht. Es ist zwar möglich, sich zu verstellen und zu verstecken, aber dies bringt viel persönliches Leid mit sich. Deshalb ist es eine Zumutung, zu sagen: „Verschone mich mit Deinem Schwulsein, ich will nichts davon wahrnehmen.“ Das ist ein Akt der Aggression.

    • von Harry G

      Na, da sind wir uns ja eigentlich einig – falls der fertige Bildungsplan wirklich so ausgerichtet ist, wie Sie es beschreiben. Der Entwurf liest sich für mich aber wie gesagt ganz anders. Selbst wenn er nur unabsichtlich überbetont geschrieben ist, zeigen die heftigen Reaktionen ja, dass ein kontroverser Diskurs nötig ist – ohne die jeweils andere Meinung als homophob oder indoktrinierend zu diffamieren. Dies hat die Petition angestoßen. Zugegebenermaßen auch etwas provozierend, aber das ist ja legitim, um erst einmal Aufmerksamkeit zu erregen, solange man im Rahmen bleibt (nicht wie der untragbare erste Entwurf). Sehen Sie sich dagegen Ihren Aufruf an: „Der Mob ist los“ und „rechte Kreise trommeln“. Das war schon eine sehr pauschale Vorverurteilung.

    • von Maritta Strasser

      Nehmen Sie bitte auch zur Kenntnis, dass die überwiegende Zahl der Menschen mit dem Bildungsplan-Entwurf kein Problem hatte.

  • von Lupus

    Sehr gehrte Frau Strasser,

    dass Sie die Unterschiede in der Sexualität zwischen Homo und Hetero so lapidar mit dem Problem zwischen dem Schreiben mit der rechten oder linken Hand vergleichen, zeigt, dass Sie das Thema sehr oberflächlich behandeln und es Ihnen nicht um eine wirkliche Auseinandersetzung mit dem Thema geht, sondern nur um eine Darstellung ihrer selbst.

    Zum Gruße

    • von Maritta Strasser

      Es ist so lapidar und so alltäglich. Es ist wirklich rein gar nichts dabei, hetero zu sein. Oder homo.

    • von Felix Renner

      Hallo Maritta,
      die Meldung „Dass mein Kommentar in Moderation ist“, habe ich bei meinem ersten Kommentar nicht erhalten, ist er dann gar nicht bei Euch angekommen? Ich habe zwar in den Folgetagen beim Weiterlesen im Blog gemerkt, dass er nicht abgedruckt wurde, obwohl ich mit Sicherheit keine Diffamierungen drin habe, aber das kann ja auch andere Gründe haben. Da er aber zum Verständnis der gerade gesendeten Mail wichtig ist, habe ich ihn sicherheitshalber nochmals angehängt. Auch wenn Du ihn nicht abdrucken willst, dann lies ihn bitte vor dem gerade gesendeten zweiten Kommentar.
      Liebe Grüße
      Felix

    • von Maritta Strasser

      Die Kommentarfunktion von WordPress läuft nicht rund. Manchmal gehen Kommentare verloren, wenn ich Links folge, die diese enthalten – um die Links zu überprüfen. Der Techniker arbeitet daran.

  • von Lupus

    Bei diesem Thema sollte man die Entwicklung von Kindern berücksichtigen. Kinder sollten erstmal ihre eigene Sexualität entdecken und nicht, bevor sie soweit sind, schon mit sexuellen Themen indoktriniert werden. Wenn Kinder mit diesen Themen zu früh so massiv konfrontiert werden, wie es vorgesehen ist, dann werden die Kinder in ihrer freien und vom eigenen Ich bestimmten Entwicklung gestört. Das ist nicht der Sinn und Zweck der Schule.

    Deshalb habe ich die Petition gegen den Bildungsplan unterschrieben und wenn ich hier die überheblichen, selbstgefälligen und selbstgerechten Kommentare der Kritiker der Petition lese, dann weiß ich, dass ich richtig gehandelt habe.

    • von Maritta Strasser

      Es geht bei dem Bildungsplan nicht um Indoktrinierung. Es geht noch nicht einmal in erster Linie um Sexualität. Es geht um unterschiedliche Arten und Weisen, als Familie zu leben (Mann-Frau, zwei Männer, zwei Frauen, das alles mit und ohne Kinder). Es geht um unterschiedliche Art und Weisen, männlich oder weiblich zu sein, oder etwas dazwischen. Es geht auch nicht primär um die jüngsten SchülerInnen. In die Schule gehen Jugendliche schließlich bis zu einem Alter, in dem sie schon als junge Erwachsene gelten können.

    • von anna
    • von Maritta Strasser

      Na ja, nicht wirklich zum Thema. Es geht nicht um Baden-Württemberg und es geht um Sexualkunde, nicht um allgemeine Bildungsziele.

    • von bpunkt

      Aber es war in Baden-Württhemberg, in einer Schule mit dem Bildungsauftag der Landeregierung.

    • von Lupus

      Das ist schon lustig Frau Strasser. Natürlich geht es bei dem Thema um Sexualität. Entschuldigen Sie bitte, aber Ihre Antwort ist dumm.

    • von Maritta Strasser

      Nein, die Antwort ist lebenserfahren. Beziehungen, vor allem langjährige, bestehen nur zu einem geringen Teil aus Sexualität.

  • von Andreas

    Hallo Compact,
    ich habe mit voller Überzeugung die Petition gegen das Freihandelsabkommen (TTIP) unterschrieben, weil ich auf diese aufmerksam wurde, weil ich zuvor die des Realschullehrers unterschrieben habe – und das auch wenn ich einige Homosexuell orientierte Freunde und Bekannte habe und auch einen Transvestiten der sich mit einer Bekannten ein Paar wurde, gelernt habe Respekt zu haben vor der Liebe und dem Verlangen welche(s) diese Mitmenschen für Ihre Partner oder auch Verliebtheits-Wunsch-Partner entwickelt haben. Dieser Respekt geht über Toleranz (Duldung) hinaus.

    Siehe Wikipedia:
    Toleranz, auch Duldsamkeit,[1] ist allgemein ein Geltenlassen und Gewährenlassen fremder Überzeugungen, Handlungsweisen und Sitten.[2] Umgangssprachlich ist damit heute häufig auch die Anerkennung einer Gleichberechtigung gemeint, die jedoch über den eigentlichen Begriff („Duldung“) hinausgeht.[3]

    Das zugrundeliegende Verb tolerieren wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen tolerare („erdulden“, „ertragen“) entlehnt.[4] Das Adjektiv tolerant in der Bedeutung „duldsam, nachsichtig, großzügig, weitherzig“ ist seit dem 18. Jahrhundert, der Zeit der Aufklärung, belegt.[5] Ebenso die Gegenbildung intolerant, als „unduldsam, keine andere Meinung oder Weltanschauung gelten lassend als die eigene“.[5]

    Weniger Respekt, aber umso mehr Toleranz muss ich üben mit den Mitmenschen die Dogmatisch behaupten es wäre total „normal“ Homosexuell zu empfinden und entsprechend orientiert zu sein. Ebenso übe ich Toleranz zu den Mitmenschen, die glauben Empfindungen die vom Biologischen Geschlecht abweichen seien „Normal“. Und wenn Lehrer dazu verpflichten bzw. gezwungen werden sollen, gegen ihre Überzeugung dies zu unterrichten – dann will ich diese Mitmenschen nicht kommentarlos gewähren lassen sondern dazu Position beziehen mit dem Ziel das diese Form des Zwangs.

    In so fern bitte ich Sie um Verständnis, dass ich Ihre Petition gegen TTIP unterschrieben habe, mich dennoch nicht dafür schäme die Petition gegen den Bildungsplan unterzeichnet zu haben und mich darüber hinaus als Tolleranten Menschen verstehe.

    • von Maritta Strasser

      Sie sind ziemlich widersprüchlich. Wären Sie wirklich ein toleranter Mensch, hätten Sie die Petition nicht unterschrieben.

  • von Kopfschütteln

    Erstmal ein großes Lob an Frau Strasser, dass sie sich diesem Stuss aussetzt und auch noch den größten Blödsinn beantwortet. Ich habe mittlerweile auf dieses hohle Gekeife keine Lust mehr. Und ja, auch wer eine Bibel schwenkt kann Faschist sein – und ist es sehr oft auch, wie man hier und anderswo lesen kann. Zumindest schämt man sich „im Namen Gottes“ offensichtlich nicht mit Neonazis zu paktieren. Nächstenliebe in action sozusagen…

    Den Unterzeichnern, die sich hier ausweinen, man habe sie ja mit den bösen Rechten in eine Schublade gesteckt – was haben Sie denn erwartet? Wer eine rechtsradikale Petition unterschreibt, die auf wissenschaftlich falschen Annahmen beruht und im Klartext eigentlich meint, eine sexuelle Identität wäre erlernbar, der muss sich eben nicht wundern. Wer eine Petition unterschreibt, die auf hetzerischen Plattformen wie „Politically Incorrect“ beworben und als „Verschwulung“ bezeichnet wird, der muss sich erst recht nicht wundern. Schade, dass man es nicht früher versteht, aber ja: Sie vertreten extremistisches Gedankengut. Und weil Ihnen das jetzt jemand sagt, sind nicht Sie selbst Schuld, sondern der oder die, der Ihnen den Spiegel vorhält?! Komisches Weltbild, aber ich erwarte wohl auch etwas viel…

    Wer übrigens meint, gleichgeschlechtliche Partnerschaften dürften keine staatliche Förderung erhalten, mit dem (dümmlichen) Argument, sie würden ja keine Kinder hervorbringen, der meint nichts anderes als Adolf Hitler, der Homosexuelle als „Volksschädlinge“ ausgrenzte und dann ermorden ließ. Dass jemand dies möchte, unterstelle ich nicht, ich finde aber diese „Wir vergasen Euch nicht mehr, jetzt seid gefälligst dankbar und haltet den Mund“-Haltung zum – Entschuldigung – Kotzen. Demokratie offensichtlich nicht ganz verstanden…

    Die größte intellektuelle Fehlleistung radikaler Spinner sei nun noch einmal erklärt: Es kann keine Toleranz für Intoleranz geben. So funktioniert das logischerweise nicht. Wer andere Menschen herabsetzt, Unwahrheiten und Hass verbreitet, der wird nun mal keine Toleranz erfahren. Sondern Gegenwehr von denen, die dagegen sind, dass Menschen ausgegrenzt, diskriminiert und herabgewürdigt werden. Jeder Unterzeichner dieser fundamentalistischen Petition hat dies getan und ich schäme mich für jeden von ihnen.

    • von Maritta Strasser

      Trotz des Lobes an meine Adresse, hier melde ich Widerspruch an. Auch wenn viele der pietistisch angehauchten Kommentare hier schwer erträglich sind, würde ich doch noch einen gewaltigen Unterschied machen zwischen manchen – auch der von mir gelöschten – Kommentaren und Adolf Hitler.
      Hitler-Vergleiche gehen selten gut. Meistens schaden sie nicht dem Adressaten, sondern dem Absender.

    • von Kopfschütteln

      Schaden will ich auch niemandem, nur deutlich machen, dass das Gedankengut, welches von den Urhebern der Petition vertreten wird und auch hier Einzug hielt, eben nicht so weit von dem entfernt ist, was damals in Gesetzen festgeschrieben wurde und Menschen ihr Leben kostete. Homosexuellen wurde vorgeworfen die öffentliche Moral zu zerrütten und den Fortbestand des deutschen Volkes zu gefährden. Das hab ich hier so eins zu eins schon genauso gelesen.

      Ersetzen Sie Adolf Hitler durch “Gesetzgebung der Nationalsozialisten”, wenn sich das schöner anhört. Und was hilft es denn, wenn jemand seinen Mitmenschen nicht mehr abschlachten will, ihn aber trotzdem weiterhin als minderwertig ansieht? Das man das erste nicht tut, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und das letztere ist weiterhin inakzeptabel. Würden es Zeitgeist und Gesetz erlauben, weiß ich nicht, wie weit manche, die die Petition unterzeichnet haben, gehen würden… Und den Schuh können die Herrschaften sich jetzt anziehen oder auch nicht…

    • von anna

      Zu obigem Beitrag ( Kopfschütteln)
      „Ich lösche alles, was diffamierend ist“ – das schreiben Sie, Frau Strasser am 17.1.14
      Ich hoffe, die Zensur gilt nicht nur für Ihre Gegenseite wenn sie denn schon existiert!

    • von Maritta Strasser

      Bislang sind hier noch keine militanten Hetero-Hasser-Kommentare aufgeschlagen, die ich löschen musste. Warum eigentlich nicht?

    • von anna

      Sind Ihnen hier vielleicht schon militante Homo-Hasser-Kommentare aufgefallen?
      Dieser obige ist aber eindeutig diffamierend.

    • von Maritta Strasser

      Ich habe das Gröbste gelöscht. Zum Beispiel einige infame Behauptungen, die unser Thema in einen Zusammenhang mit dem sexuellen Missbrauch von Kindern stellen. Das ist Stimmungsmache der übelsten Art und gehört hier nicht her.

    • von anna

      Hier wird mit zweierlei Mass gemessen!

    • von Kopfschütteln

      Ich sagte ja schon – wer sich den Schuh anziehen möchte, kann das gerne tun. Wer sowieso nicht gemeint ist, der könnte sich doch theoretisch zurücklehnen, oder? Sie vertreten extremistisches Gedankengut indem Sie diese Petition mittragen, dafür kann aber ich nichts, sondern nur Sie selbst.

      Was Ihr Problem überhaupt ist, verstehe ich sowieso nicht: Angeblich sind Sie doch so tolerant und so offen mit Ihren Kindern – da tut denen das auch nichts mehr, wenn sie in der Schule erfahren, dass man Gleichaltrige eben nicht diskriminiert und wie aussätzig behandelt, nur weil sie eben das gleiche Geschlecht mögen. Das wüssten die doch dann schon längst, wenn Sie ihnen das beibringen… Darum geht es nämlich eigentlich, falls Sie das aus den Augen verloren haben sollten – oder vielleicht auch noch gar nicht wussten.

      Vielleicht interessiert Sie das alles aber auch erst, sollte eines Ihrer Kinder homosexuell sein (Kommt ja schließlich in den besten Familien vor…) und sich dann auf Grund des Mobbings von Mitschülern und Gleichaltrigen aus dem Fenster stürzen, weil er oder sie es nicht mehr aushält. Ich hoffe, dann denken Sie ganz fest nochmal an all das, was Sie hier vom Stapel gelassen haben. Und nein, ich wünsche Ihnen (und vor allem Ihren Kindern) das nicht, nein.

  • von anna

    Liebe Frau Strasser,
    dass Sie mir den Antwort-link gestrichen haben, finde ich nun bezeichnend.
    Das mit den Grundrechten kann man so ja auch nicht stehen lassen. Ich beziehe mich also auf Ihre AW vom 20.01.16.39 Uhr.
    Es bedarf nämlich eines schwerwiegenden Grundes, ein Grundrecht zu beschneiden.Sagen Sie mir doch bitte mal, wie das Grundrecht des Kindes in diesem Fall heisst, das es erlaubt, dasjenige der Eltern zu beschneiden, also mir die Erziehung in wichtigen Dingen aus der Hand zu nehmen…Stehen jetzt alle Eltern unter Generalverdacht, das bei ihren Kindern nicht geregelt zu bekommen?
    Sinnvollerweise sieht daher auch unsere Rechtsprechung vor, dass “ Kindeswohl “ nicht bedeutet “ dass jedes Versagen oder jede Nachlässigkeit den Staat berechtigt, die Eltern von der Pflege und der Erziehung auszuschalten oder gar selbst diese Aufgabe zu übernehmen; vielmehr MUSS ER STETS DEM GRUNDSÄTZLICHEN VORRANG DER ELTERN Rechnung tragen.“
    Diese Verfassungsbestimmung soll in bewusster Absage an die Neigung totalitärer Staaten verhindern, dass den Eltern die Erziehung ihrer Kinder entzogen oder IM WESENSGEHALT GESCHMÄLERT WIRD!
    Eltern stehen also unter Generalverdacht. Also übernimmt der Staat. Das ist totalitär. Weil Eltern dazu GEZWUNGEN werden, ihre Kinder am Sexualkundeunterricht teilnehmen zu lassen. Als ANGEBOT wäre das zu tolerieren ( vermutl. würde das eh die Mehrheit in Anspruch nehmen ), aber nicht als ZWANG.
    Was die Vielfalt, betrifft: Art.6 GG besagt, dass Ehe und Familie unter dem BESONDEREN Schutz des Staates stehen. In der Praxis aber werden sie als veraltetes Auslaufmodell dargestellt. Das kann so sehen, wer es so sehen WILL. Aber ich bestehe auf meinem Recht der MEINUNGSFREIHEIT ( jawohl, Frau Roth!!), das anders zu sehen. Und ich bestehe auf dem Recht, meinen Kindern die Familie als Wert auch vermitteln zu dürfen.
    Ergo gehöre ich zu jenen „Ich -bin-ja-für-Toleranz, aber`s….“, die andere Lebensentwürfe AKZEPTIEREN, ABER nicht VORGESCHRIEBEN bekommen wollen, ob ich etwas (egal, was!!! – Familie, Wirtschaft, Aussenpolitik, Essen, Freizeit ) gut oder schlecht finden soll!! Denn das IST Indoktriation! DDR lässt grüssen.
    WAS BITTE IST FALSCH DARAN, wenn ich jeden so leben lasse, wie er will, niemanden deswegen schlecht mache oder benachteilige, das auch meinen Kinder so beibringe und freie Meinung einfordere? Wer mir das nicht zugesteht, der ist definitiv intolerant.
    Ich zwinge niemanden, das Christentum oder irgendeine andere Religion gut oder richtig zu finden, aber ich möchte mich auch nicht zwingen lassen, andere Lebensentwürfe gut oder richtig zu finden. Ich RESPEKTIERE diese. Mehr nicht. Und mehr tun Sie, Frau Strasser, mit den Christen übrigens auch nicht!!!
    Sie werfen „MFleming“ in Ihrer AW vor, seine ( oder Ihre) „andere Meinung über Homophilie“ sei ein Angriff, obwohl klar gesagt wird, dass Andersdenkende akzeptiert sind. Das finde ich hammerhart. Sie gestehen Andersdenkenden einfach nicht zu, ihre eigene Meinung zu haben, und wenn diese tausend mal betonen, niemanden auszugrenzen. Toleranz ist anders!
    Wenn diese Menschen IHNEN mal Scham empfehlen würden, so wie Sie das vehement tun, wären Sie auf`s höchste empört.
    Sie schreiben an „Unterzeichner“, dass Sie dann Respekt vor Ihm als konservativen Christen haben, wenn er „akzeptieren und ertragen kann, dass “ SEINE MAßSTÄBE KEIN IMPERATIV FÜR ANDERE MENSCHEN SIND „.Das möchte ich zu 100% an Sie zurückgeben!
    Sie ertragen es nämlich nicht.
    Wenn sich ALLE daran halten, dann kann das Zusammenleben funktionieren.
    Bin ich auch von Campact ausgeladen oder ist es willkommen, wenn ich mich an anderen Abstimmungen weiter beteilige?

    • von Maritta Strasser

      Ich lade niemanden von Campact aus. Sie natürlich auch nicht. Ich mache nur deutlich, wie Campact wirklich ist.

    • von Kopfschütteln

      Schaden will ich auch niemandem, nur deutlich machen, dass das Gedankengut, welches von den Urhebern der Petition vertreten wird und auch hier Einzug hielt, eben nicht so weit von dem entfernt ist, was damals in Gesetzen festgeschrieben wurde und Menschen ihr Leben kostete. Homosexuellen wurde vorgeworfen die öffentliche Moral zu zerrütten und den Fortbestand des deutschen Volkes zu gefährden. Das hab ich hier so eins zu eins schon genauso gelesen.

      Ersetzen Sie Adolf Hitler durch „Gesetzgebung der Nationalsozialisten“, wenn sich das schöner anhört. Und was hilft es denn, wenn jemand seinen Mitmenschen nicht mehr abschlachten will, ihn aber trotzdem weiterhin als minderwertig ansieht? Das man das erste nicht tut, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit und das letztere ist weiterhin inakzeptabel. Würden es Zeitgeist und Gesetz erlauben, weiß ich nicht, wie weit manche, die die Petition unterzeichnet haben, gehen würden… Und den Schuh können die Herrschaften sich jetzt anziehen oder auch nicht…

    • von Kopfschütteln

      Huch! Der Kommentar sollte hier nicht hin, falls Sie möchten, löschen Sie ihn gerne.

    • von Maritta Strasser

      Ich bin grad unsicher, welchen Kommentar Sie meinen und lösche lieber erstmal nichts.

    • von Kopfschütteln

      Alle Posts unter der Litanei von anna sollten hier nicht hin, ich weiß auch nicht wieso das plötzlich so gekommen ist, sorry.

    • von Harald Hallmeier

      Liebe Anna,
      lass uns doch eine Initiative Gründen gegen religiöse Indoktrination und damit zusammenhängende Grausamkeiten.
      Danke

  • von MFlemming

    Schade, liebe Maritta Strasser, Oliver Moldenhauer und Christoph Bautz, ich war bisher gern bei Campact dabei. Aber das wird wohl in Zukunft nicht mehr möglich sein.
    Denn: „Wer Schwule, Lesben und Menschen mit einer Identität zwischen den Geschlechtern nicht als gleichwertige und willkommene Mitglieder unserer Campact-Gemeinschaft akzeptieren kann sollte sich überlegen, ob er oder sie bei uns richtig aufgehoben ist.“ Ihr suggeriert mit dieser „Ausladung“, dass alle Unterzeichner der Petition gegen den Bildungsplan derartig „nicht-akzeptierend“ denken. Was aber gar nicht der Fall ist, jedenfalls nicht bei mir. Man kann nämlich durchaus über eine Sache eine differierende Meinung haben und den Andersdenkenden dennoch als gleichwertig und willkommen akzeptieren. Ich jedenfalls tue das. Da ich aber die Petition gegen den Bildungsplan unterstütze, bin ich nun wohl ausgeladen aus Campact! Das habt ihr ja nun deutlich genug gesagt.
    „Es ist für mich schwer zu glauben, aber offenbar gibt es unter den Campact-Aktiven tatsächlich Einzelne, die den homophoben Aufruf ‚Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens‘ unterstützen. Ich empfehle diesen Menschen Nachdenklichkeit – und Scham.“ Da ich zu diesen Einzelnen gehöre, soll ich mich also eurer Meinung nach für meine Meinung schämen. Wiederum bin ich ausgeladen aus Campact! Ihr behandelt mich genauso, wie ihr den Petitionsbefürwortern vorhaltet, Homophile (u. Ä.) zu behandeln, nämlich ausgrenzend und ablehnend.
    Der Begriff „homophob“ ist wertend und suggeriert, dass jemand, der eine andere Meinung über Homophilie (u. Ä.) hat, zu dieser nicht aufgrund von Nachdenken gekommen ist, sondern aufgrund von Vorurteilen und unbegründeten Ängsten etc. Dies ist aber nicht der Fall, jedenfalls nicht bei mir. Den Unterzeichnern der Petition pauschal Homophobie zu unterstellen, ist diffamierend und diskriminierend, und das ist nun wirklich des Schämens wert.
    Warum sagt ihr nicht einfach, dass ihr aus den und den Gründen anderer Ansicht über sexualethische Fragen seid als die Petitionsunterzeichner – ohne diesen deswegen gleich „gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit“ und eine „diskriminierende Einstellung“ zu unterstellen???
    „… dass die Petition auf rechten Plattformen ………. intensiv beworben wird ist ein deutliches Indiz für ihren Charakter,“ behauptet ihr. Dabei hat sich Herr Stängle deutlich dazu geäußert: „Wir distanzieren uns zum wiederholten Mal ausdrücklich von jeglichen rechtsradikalen und sonstigen diskriminierenden Kommentaren und Stellungnahmen.“ Warum ignoriert ihr das? Die Rechten vertreten doch ein völlig anderes Welt- und Menschenbild als Herr Stängle, – warum nehmt ihr das nicht zur Kenntnis?
    „Diesen Geist [nämlich hinter dem Bildungsplan eine bestimmte Ideologie zu vermuten] benennen wir klar als das, was er ist: rückschrittlich, unfair, unsolidarisch, intolerant.“ Falsch, – er ist einfach nur ANDERS! Aus eurer Sicht mag er rückschrittlich sein; diese Sichtweise sei euch zugestanden. Aber er ist nicht „unfair, unsolidarisch, intolerant.“ Man darf gerne eine bestimmte Denk- und Sichtweise ablehnen, aber man darf sie nicht mit unzutreffenden Adjektiven betiteln, nur um die eigene, entgegengesetzte Position emotional zu verstärken und seine Empörung und Verachtung zum Ausdruck zu bringen. Genau das ist nämlich tatsächlich „unfair“ – und sehr, sehr ungerecht!
    Die „Diskriminierung, die Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung erleiden müssen,“ lehnen natürlich auch wir Petitionsunterzeichner GANZ KLAR ab, – ich jedenfalls tue das. In diesem Punkt sind wir und ihr im Grunde genommen TOTAl d’accord. Aber das nehmt ihr uns ja einfach nicht ab. Schade, wirklich sehr schade!

    • von Maritta Strasser

      Zwei Dinge hierzu: Erstens, wir können keinen Anstieg von Abmeldungen aus dem Newsletter-Bezug oder von Kündigungen der Fördermitgliedschaft feststellen. Im Gegenteil. Campact wächst kontinuierlich weiter. Wahrnehmungen wie die Ihre sind definitiv eine seltene Ausnahme.
      Zweitens: Ich bleibe bei jedem einzelnen Wort, das ich geschrieben habe, und ich bleibe auch dabei, Ihnen Scham zu empfehlen. Ihre „andere Meinung über Homophilie“, die Sie wohlweislich nicht näher beschreiben, ist nicht einfach eine Meinung wie jede andere auch. Sie ist ein Angriff.

      Ich zitiere Claudia Roth: „Denn selbst, wenn es nur eine Minderheit ist, die sich gegen die Gleichstellung wehrt: Indem diese ihre irrationale Angst vor dem eigenen Statusverlust mit vorgeschobenen Argumenten wie dem vermeintlichen Kinderschutz oder mit einem Ausdruck von „Wir sind ja tolerant, aber nun ist auch mal wieder gut!“ verschleiert, drohen ihre Forderungen nach Ausgrenzung und Herabsetzung ebenfalls „hoffähig“ zu werden. Die Gegner der Gleichstellung versuchen, Diskriminierung zur reinen Meinungsäußerung zu verharmlosen, der man im Sinne der Meinungsfreiheit ruhig zustimmen darf.
      Deshalb sprechen sie auch von homosexueller Propaganda und Ideologie. Ausgrenzung und Herabsetzung einer Gruppe soll als legitime Position im Meinungsstreit daherkommen. Doch in Wirklichkeit geht es um die Verweigerung von Menschenrechten. Das darf in einer Demokratie niemals legitim sein.“
      Quelle: http://www.zeit.de/gesellschaft/2014-01/homosexualitaet-gleichstellung-gesellschaft-claudia-roth

    • von MFlemming

      Liebe Frau Strasser,
      nett, dass Sie extra betonen (mit anderen Worten), von Ihrer Meinung nicht einen Millimeter weichen zu wollen; das habe ich mir schon gedacht, nachdem ich mir die anderen 198 Blogeinträge (und Ihre Antworten dazu) angeschaut habe ;-). Nun ja, ich halte es damit ganz ähnlich, wobei das (wahrscheinlich) schon alle unsere Gemeinsamkeiten sind.
      Gestatten Sie mir nun einige rhetorische Fragen zu Ihrer Antwort, für die mich ansonsten aufrichtig bedanke. (Auch wenn Sie nicht wirklich auf meine Argumente und Fragen eingegangen sind, aber das kann ich wohl auch nicht erwarten, weil es vermutlich diesen Rahmen sprengen würde.)
      1) Da Sie „keinen Anstieg von Abmeldungen aus dem Newsletter-Bezug oder von Kündigungen der Fördermitgliedschaft feststellen“ können, können Sie wohl beruhigt sein?
      2) Da ich offenbar mit meiner „Wahrnehmung“ eine ganz große Ausnahme bin: Kann ich damit rechnen, dass Sie mich als Mitglied einer Minorität besonders achten und schützen werden, sich für meine Rechte in der Gesellschaft einsetzen und mich gegebenenfalls gegen Unterdrückung, Intoleranz und Ausgrenzung verteidigen werden?
      3) Dass Sie sich durch meine „‚andere Meinung über Homophilie‘, die Sie wohlweislich nicht näher beschreiben“ offenbar angegriffen fühlen („Sie ist ein Angriff“) tut mir leid; ich wollte nicht Sie, sondern Ihre Meinung angreifen. Ich dachte bisher immer, so etwas sei in einer Demokratie etwas völlig Normales, sprich zu Tolerierendes. Irre ich mich da etwa?
      4) Irgendwie fühle ich mich ja geehrt, dass Ihrer Meinung nach meine Meinung „nicht einfach eine Meinung wie jede andere auch“ ist. Aber können Sie mir erklären, wieso meine Meinung so anders sein soll als andere Meinungen? Anders ist sie doch nur in der Hinsicht, dass sie zu anderen im Widerspruch steht, oder?
      5) Mein Beitrag war doch recht ausführlich, nicht wahr? Hätte ich noch weiter ausholen sollen? Oder wie soll ich es sonst verstehen, dass Sie behaupten, ich hätte meine Meinung „wohlweislich [???] nicht näher beschrieben“? Wäre das denn AN DIESER STELLE tatsächlich erforderlich gewesen???
      6) Dass ich nicht die Grünen wähle, dessen war ich mir schon sicher, bevor Sie mir dieses Zitat Ihrer Parteigenossin zukommen ließen. Zum Glück darf man ja in unserer Demokratie die Farbe seiner parteipolitischen Gesinnung frei wählen. Nur wenn’s ZU schwarz oder ZU rot wird, toleriert das der Staat nicht mehr, weil ja bei Verfassungsfeindlichkeit, Volksverhetzung, Terrorismus etc. der Spaß aufhört – zu Recht! Wenn nun aber die „Gegner der Gleichstellung“ (Frau Roths Meinung nach) Menschenrechtsverletzung betreiben, wieso hat die dann der Staat nicht längst eingesperrt? Denn Menschenrechtsverletzungen sind natürlich nicht „legitim“ – wie Frau Roth richtig feststellt -, genau genommen sind sie sogar nicht legal! Warum also werden dann diese „menschenrechtsverletzenden Gleichstellungsgegner“ nicht vor Gericht gestellt?
      7) Es ist doch richtig, dass Campact parteipolitisch neutral ist, oder? Oder habe ich da was nicht mitgekriegt?
      Nun eine gute Nacht

    • von Maritta Strasser

      Sie haben richtig festgestellt, dass es mir nicht möglich ist, auf alles zu antworten. Ich würdige also Ihre Punkte 1-3 mit einer Antwort, weil ich davon ausgehe, dass sie an die erste Stelle setzen, was ihnen am Wichtigsten ist.
      1) ja
      2) Ich setze mich für die Meinungsfreiheit meiner Gegner ein. Würde diese unterdrückt (was in diesem Fall nicht gegeben ist), würde ich handeln.
      3) Sie sind mir ausgewichen. Was ist denn nun ihre „andere Meinung“?

    • von MFlemming

      Hallo Frau Strasser,
      Danke für Ihre Antwort. Die Reihenfolge meiner Fragen entsprach lediglich der Reihenfolge Ihrer Antworten auf meine vorherigen Fragen/Anmerkungen. Aber egal…
      Haben Sie bedacht, dass es sich bei meinen sieben Fragen explizit um rhetorische Fragen gehandelt hat? (Ich bin mir dessen aufgrund Ihrer Reaktion nicht ganz sicher, deshalb frage ich.)
      Zu 1) erübrigt sich natürlich ein Kommentar. (ABER bedenken Sie: Nur weil man in der Mehrheit ist, muss man noch lange nicht recht haben!)
      Zu 2) Das ist doch mal ein Wort. (Und das meine ich jetzt nicht sarkastisch! Ich finde es wichtig, dass Sie das mal so klar und deutlich gesagt haben. Nicht alle Ihre Äußerungen in diesem Blog sind so – wie sag ich das jetzt bloß, ohne missverstanden zu werden? – sagen wir mal, so „entgegenkommend“.)
      Zu 3) Ausgewichen bin ich m. E. nicht, denn es ging ja an dieser Stelle gar nicht um den INHALT meiner Meinung, sondern darum, ob (m)eine „andere Meinung über Homophilie“ denn überhaupt eine legitime Meinungsäußerung darstellt, oder ob sie nicht vielmehr ein „Angriff“ ist, quasi eine Art Menschenrechtsverletzung, – die es zu ächten gilt, weil sie „keine „Meinung wie jede andere“ ist. Siehe dazu meine „Frage“ Nr. 5: „Wäre das denn AN DIESER STELLE tatsächlich erforderlich gewesen???“
      Nun, Ihr Kommentar zu dieser meiner „anderen Meinung“ setzt ja voraus, dass Sie zu wissen glauben, was das für eine Meinung ist, – sonst hätten Sie sie ja nicht beurteilen und entsprechend einschätzen können!
      Ergo: Sie wissen also doch nicht so ganz genau, was meine Meinung ist. (Und Sie fragen mich ja nun auch ganz direkt danach.) Wieso aber haben Sie sich dann wertend über diese meine Meinung geäußert???
      (Das war jetzt recht geschickt von mir, mit einer GEGENFRAGE zu kontern, gell?)
      Aber jetzt im Ernst: Natürlich haben Sie von meiner Meinung über Homophilie ein gewisses Bild, schließlich habe ich bei “Kein Bildungsplan 2015 unter der Ideologie des Regenbogens” unterschrieben, da kann man sich schon ein Bild machen, wie so jemand tickt… Es ist für mich okay, dass Sie sich ein Bild gemacht haben, und es stimmt ja auch: Ich persönlich lehne praktizierte Homophilie ab. (Das haben Sie sich gedacht, gell?) So, da haben Sie jetzt die gewünschte Antwort – ganz ohne Ausweichen! Ich möchte aber ergänzen: Praktizierende Homophile lehne ich NICHT ab! (Na ja, das müsste ich jetzt erläutern… Und natülich die GRÜNDE für meine Haltung anführen, – aber das erwarten Sie HIER jetzt nicht wirklich von mir, oder?)
      Egal, was ich da jetzt schreiben würde (geht jetzt eh nicht, muss ins Bett…), – es wäre zu kurz und könnte daher missverstanden werden und dann hilft es KEINEM.
      ABER: Wenn es Sie WIRKLICH näher interessiert, WARUM ich praktizierte Homophilie ablehne, dann wäre mir eine Diskussion darüber durchaus recht. Echt! Per Telefon oder skype zum Beispiel – oder Sie kommen mal vorbei, zum Kaffee/Tee/Saft etc.! (Die Einladung ist ernst gemeint, ich wohne allerdings in Bayern. Susanne Fricke hat meine Daten, siehe Anfrage #14122) Na ja, ich könnte auch zu Ihnen kommen – wenn Sie mich einladen nach Verden (und mir die Fahrt bezahlen, denn dafür reicht HartzIV leider nicht)…
      Jetzt wünsche ich eine gute Nacht – Ihnen und allen anderen Blog-Lesern und -Schreibern!
      Michael Flemming

    • von Maritta Strasser

      Sie haben wieder einmal sehr viel geredet und nicht gesagt, was denn eine andere Haltung zur Homophilie oder Homosexualität sein soll. Wohlgemerkt: eine andere Haltung als die der Akzeptanz, dass diese Lebensform absolut gleichberechtigt ist. Wenn nicht Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit – was dann?

    • von MFlemming

      Zu Ihrer Nachricht vom 23.1.13: (dort leider kein „Antworten“-Button)
      Haben Sie nicht gelesen, dass ich geschrieben habe, dass ich persönlich praktizierte Homophilie ablehne? Erst fordern Sie mich zu einer Antwort heraus und dann behaupten Sie, ich hätte keine gegeben. *kopfschüttel*
      Über Gleichberechtigung kann man VIEL sagen (aber dann schimpfen Sie mich wieder…). Also kurz und bündig meine Meinung dazu: (Sie können auch gleich zu Punkt 4 springen, dann geht’s noch schneller ;-))
      1) Ja, Homophilie i s t gleichberechtigt im Rahmen der Freiheit der Meinung und der Freiheit des Individuums und der Freiheit der Persönlichkeitsentfaltung. Der Staat darf dem Einzelnen nicht vorschreiben, wie, wo, wann und mit wem dieser (freiwillig!) Sex hat, – da haben wir vermutlich dieselbe Ansicht.
      2) Nein, Homophilie ist k e i n gleichberechtigtes Leitbild, das auf dieselbe Ebene gestellt werden darf wie das christlich-konservative Leitbild Ehe/Familie, – da haben Sie eine andere Ansicht, ist schon klar.
      Falls Sie noch einen dritten Punkt verkraften:
      3) Die logische Konsequenz ist: Wer sich einer christlich-konservativen Ethik verpflichtet fühlt – wie z. B. ich -, muss Bauchschmerzen kriegen beim Lesen des Entwurfs des neuen Bildungsplans und wird sich – auch politisch, z. B. mit einer Petition – dagegen wehren, weil er nämlich nicht will, dass das privat Erlaubte gleichzeitig als das pädagogisch Empfehlenswerte zu gelten hat.
      4) SUMMA: Homophilie als Privatsache geht keinen was an, Homophilie als neben Ehe/Familie gleichberechtigtes Leitbild in Gesellschaft, Staat (und Schule!) lehne ich ab.

    • von Maritta Strasser

      Wie gut, dass das, was Sie als christlich-konservativ beschreiben, bei uns eine Minderheitsmeinung ist!

  • von Unterzeichner

    Sehr geehrte Frau Strasser,

    einige Anmerkungen:

    -Ich habe Herrn Stängles Petition unterzeichnet und das ist auch gut so! Grund zur Scham besteht für mich nicht. Ich sehe mich als Demokraten an, der sowohl wertkonservative (gesellschaftspolitisch) als auch durchaus linke Positionen (wirtschaftspolitisch) vertritt. Zwar hätte ich die Petition etwas anders formuliert, aber letztlich kann man ja keine 100 gleichförmige Petitionen losschicken. Im Kern ist sie richtig und wichtig, da eine sachliche Diskussion über Homosexualität & Co. in einem Land, das sich demokratisch nennt, möglich sein muss. Hier (und auch beim Thema Lebensschutz) wurde das politische Klima in den letzten 10,15 Jahren massiv vergiftet, konservative Positionen werden immer mehr diffamiert.

    >Auch dass die Petition auf rechten Plattformen im Internet wie „Politically Incorrect“ intensiv beworben wird ist ein deutliches Indiz für ihren Charakter.

    Typisches Totschlagargument. Nur weil man mit einer Gruppierung zufällig einer Meinung ist muss man sie noch nicht als Ganzes gut finden. Trittbrettfahrer sind nie zu vermeiden. Der Großteil der Unterzeichner sind engagierte Bürgerinnen und Bürger aus der Mitte der Gesellschaft, die sich schlicht und einfach Sorgen machen, dass hier etwas aus dem Ruder läuft.

    > Den Bildungplan als “Ideologie” oder “Indoktrinierung” zu bezeichnen ist eine Verunglimpfung. Denn genau darum geht es in diesem Teilaspekt des Bildungsplans nicht. Es geht um Aufklärung, die ein Teil der Erziehung im Sinne der Grund- und Menschenrechte ist.

    Der Bildungsplan selbst ist keine Ideologie, aber auch ideologisch motiviert, da er von den diskriminierten Gruppen die sexueller Orientierung berücksichtigt. An unseren Schulen haben es auch Dicke, Brillenträger, Behinderte, Migranten und stark religiös geprägte Menschen nicht gerade leicht. Diese Gruppen werden im Bildungsplan mit keinem Wort erwähnt. Toleranzerziehung muss gruppenneutral gestaltet werden, Homosexualität darf selbstverständlich vorkommen, aber nicht ausschließlich.

    >Eine solche Haltung wird auch nicht besser, wenn ihr formelhaft der berühmte Halbsatz vorangestellt wird: “ich bin ja für Toleranz, aber”. Wer Toleranz sagt, und diese gleich wieder einschränkt, kann sich die Mühe sparen.

    Ersetzen Sie das Wort „Toleranz“ durch „Meinungsfreiheit“ und Sie wissen, warum ich ich mit Ihrer Gegenpetition Probleme habe.

    >Wer Schwule, Lesben und Menschen mit einer Identität zwischen den Geschlechtern nicht als gleichwertige und willkommene Mitglieder unserer Campact-Gemeinschaft akzeptieren kann sollte sich überlegen, ob er oder sie bei uns richtig aufgehoben ist.

    Können Sie z. B. konservative Christen als gleichwertige und willkommene Mitglieder der Campact-Gemeinschaft begrüßen? Zumal? Was hat die Unterzeichnung der Petition mit der Haltung zu Campact an sich zu tun. Allenfalls tun Sie gerade viel dafür, diese ins Negative gleiten zu lassen. Schade eigentlich, denn viele Ihrer sonstigen Initiativen lesen sich richtig gut!

    >Nach Artikel 3 des Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Campact setzt sich dafür ein, dass dieser Anspruch umgesetzt wird. Kein Mensch darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen und politischen Anschauungen, seiner sexuellen Orientierung oder seiner Behinderung benachteiligt werden.

    Hier stehen einige Dinge gleichwertig nebeneinander. Offensichtlich machen Sie aber Unterschiede. Gegenüber christlichen Positionen haben Sie meinem Eindruck nach in dieser ommentarleiste bisher nicht sonderlich viel Respekt gezeigt. Denken Sie mal darüber nach! Und bitte keine Sprüche à la „keine Toleranz den Intoleranten“, eine derartige Toleranz ist armselig und geht sogar hinter Rosa Luxemburg oder Voltaire zurück.

    • von Maritta Strasser

      Ich habe dann Respekt vor ihnen als konservativer Christ, wenn Sie akzeptieren und ertragen können, dass Ihre Maßstäbe kein Imperativ für andere Menschen sind. Ihre ganz spezielle Bibel-Auslegung ist nicht verbindlich für andere. Und mehr noch: Niemand, der nicht an die Offenbarung glaubt, ist an die Bibel gebunden.

    • von Unterzeichner

      Jeder muss mit sich selbst ausmachen, inwieweit er sein Leben nach der Bibel ausrichtet oder nicht. Einen Gottesstaat möchte auch ich nicht, aber Meinungsfreiheit ist mir sehr wichtig, auch und gerade für Andersdenkende. Das vermisse ich in den letzten Jahren insbesondere bei den eher links gerichteten Parteien, wenn es um den Themenkreis Homosexualität geht. Schon vorsichtige Kritik wird öfters mit der Homophobiekeule beantwortet. Das ist einer Demokratie unwürdig. Dabei rede ich keiner Schmähkritik das Wort, die finde ich nie gut, weder von Linken noch von Konservativen. Eine Petition gegen Shitstorming täte auch mal ganz gut.

    • von Maritta Strasser

      Was Sie fordern ist nicht Meinungsfreiheit sondern Kritikfreiheit. Sie wollen ihre Haltung gegen die Gleichberechtigung Homosexueller und anderer Lebensweisen äußern können, ohne dafür kritisiert zu werden.
      Träumen Sie weiter.

    • von anna

      So ein Quatsch.Kritik ist o.k.
      Die Diffamierungskeule nicht.

    • von Maritta Strasser

      Ich übe Kritik. Das ist also ok.

    • von JBi

      Die Diffamierung des Andersdenkenden unter dem Motto „der Mob ist los“ entspricht in keiner Weise dem Toleranzgedanken von Campact. Bitte bedenken Sie auch, dass diese Andersdenkenden auf dem Boden der bestehenden Gesetze und der Verfassung argumentieren. Wenn Sie sich aus persönlicher Überzeugung und Betroffenheit gegen die bestehenden Gesetze und gesellschaftlich vereinbarten Normen stellen und diese ändern wollen, ist das Ihr Recht, als Privatperson, nicht aber im Namen aller Campactmitglieder. Campact darf nicht diffamieren, wie Sie es tun. Im Augenblick missbrauchen Sie diese Plattform, um persönliche Ziele durchzusetzen. Ich bitte Sie, daran zu denken ,dass Toleranz immer Toleranz gegenüber dem Andersdenkenden ist, so schwer Ihnen das im Augenblick auch fällt. Ich werde jede Petition gegen Diskriminierung und zum berechtigten Schutz von Minderheiten unterstützen, nicht aber in dieser diffamierenden Form.

    • von Maritta Strasser

      Was Sie wünschen ist nicht Toleranz, sondern Kritiklosigkeit. Dafür ist Campact nicht da. Im Gegenteil.

  • von Jürgen Wutsch

    Wer selbst tolerant ist hat alle Berechtigung intolerant zu sein – gegenüber Intoleranz.
    Logischerweise.

    • Nur wer selbst aus Berechtigung intolerant ist, kann nicht tolerant sein. Man kann nicht den Kreis quadrieren und einen logischen Widerspruch zu etwas anderem machen. Entweder man ist tolerant, und zwar mit allen Konsequenzen oder man ist es nicht. Und wenn man tolerant ist, wird man wohl oder übel auch diejenigen tolerieren müssen, die sich gegen den Bildungsplan 2015 ausgesprochen haben, ansonsten ist man intolerant und auf einer Stufe mit denen, denen man doch Intoleranz vorwerfen will.

      Es gibt in der Logig des Satz des Ausgeschlossenen Dritten: Den empfehle ich allen, die hier über Toleranz schwadronieren und denke, man könne etwas von anderen fordern, was man selbst nicht zu geben bereit ist.

    • von Maritta Strasser

      Wie gut, dass hier die Logig noch hoch gehalten wird!

  • von anna

    Hallo Frau Strasser,
    am 13.1. um 18.18Uhr schreiben Sie, dass in unserem Land sowohl Menschen mit verschiedenen Religionen als auch ohne Religion GLEICHBERECHTIGT leben und das sei auch gut so.
    Wie sehen Sie die ELTERNRECHTE derjenigen (vermtl.überwiegend christl.) Eltern, die ihre Kinder selbst an den sensiblen Bereich Sexualität heranführen möchten und die man ZWINGT, ihre Kinder am Sexualkundeunterricht teinehmen zu lassen?
    GLEICHberechtigunng?
    Warum kann man den Kindern nicht Toleranz für verschiedene Lebensentwürfe – gerne auch, wie im neuen Bildungsplan vorgesehen, fächerübergreifend – beibringen, und dennoch die Sexualerziehung den Eltern überlassen – zumindest denjenigen, die dies ausdrücklich wünschen. Das ist aber jetzt schon nicht gegeben. So hätte jeder das Seine und Toleranz für alle.

    • von Maritta Strasser

      Sexualkundeunterricht ist nichts schlechtes oder gefährliches, vor dem man die Kinder schützen müsste. Im Gegenteil: Jugendliche, die wegen bestimmter Vorurteile, oder auch nur Scham und Unfähigkeit ihrer Eltern nicht vernünftig aufgeklärt werden, riskieren möglicherweise ihre Gesundheit. Wobei ich Ihnen NICHT unterstelle, so ein Elternteil zu sein.
      Die Pflicht zum Besuch des Unterrichts, auch des Sexualkundeunterrichts dient dem Schutz der jungen Menschen.

    • von anna

      Danke für die AW.
      Das mag teilweise so sein.
      Leider sieht aber doch die Praxis so aus, dass v.a.bei jüngeren Kindern nicht altersgemäss und mit der gebotenen Sensibilität mit diesem Thema umgegagen wird. Wie will man das auch gewährleisten bei einem Lehrer und einer Klasse mit 20-30 Kindern, die jeweils unterschiedliche Voraussetzungen mitbringen.Oder ist es vielleicht unter Erfolg zu verbuchen, wenn Kinder heimkommen und fragen: „iiihhh, macht ihr das auch??“ oder „Ich will nie ein Kind kriegen“ -( habe ich nicht erfunden! ).
      Ich unterstelle nun mal denjenigen Eltern, die sich für dieses, ihr RECHT- das im Grundgesetz verankert ist – einsetzen, das auch differenziert und vor allem einfühlsam regeln zu können. Diese Möglichkeit hat ein Lehrer bei den gegebenen Voraussetzungen ja nicht.
      Und den Eltern dieses Recht zu versagen ist doch eher Diktatur als Freiheit, oder sehen Sie das anders?
      Schliesslich kann ein Staat nicht ALLES bis ins letzte Detail kontrollieren, auch in anderen Lebensbereichen nicht. Es sei denn, man lebt in einer Diktatur.

    • von Maritta Strasser

      Natürlich muss der Unterricht altersgemäß sein. Das bestreitet niemand. Ich halte es aber für verkehrt, pauschal davon auszugehen dass er es NICHT ist.

    • von anna

      Das ist aber kein pauschales Davonausgehen, es sind Erfahrungen. Die Liste liesse sich fortsetzen.
      Und es ist die Feststellung, dass die Voraussetzungen, den Kindern gerecht zu werden, in einer Schulklasse nicht gegeben sind.
      Mich würde aber wirklich interessieren, wie Sie nun zu der Elternrechtsproblematik stehen. Sie sind doch so engagiert, also müssen Sie doch eine Meinung dazu haben.
      Schliesslich wird diesen Eltern hier ein Grundrecht verwehrt. Das kann man nicht schönreden.

    • von Maritta Strasser

      Das habe ich doch schon gesagt. Das Grundrecht wird nicht verwehrt, sondern es erleidet dasselbe Grundrecht wie alle anderen Grundrechte auch: Es findet eine Grenze dort, wo andere Grundrechte betroffen sind. Lesen Sie mal ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts, egal welches, irgend eins. Sie finden dort regelmäßig Eingriffe in Grundrechte die abgewogen werden nach Maßstäben, die sich wiederum an Grundrechten orientieren. Nie gilt ein Grundrecht absolut, auf Biegen und Brechen. Und dennoch gelten alle in dem Sinne, dass es einen Grund braucht, um eingreifen zu dürfen.
      Das Erziehungsrecht der Eltern ist eben kein Besitz am Kind. Es ist keine Verfügungsgewalt. Das Kind hat eigene Grundrechte, die gegen dieses Erziehungsrecht geltend gemacht werden können. Auch von anderen als den Eltern oder dem Kind selbst übrigens.

    • von Heike Schneider

      Sie können ein ganzes Unterrichtfach streichen. Es ist Irre, extra dafür überhaupt ein Schulfach
      eingerichtet zu haben. Kostet die Kinder nur ihre Zeit. Nehmen sie das in das Schulfach Biologie auf. Erklären sie den Kinder wie die Organe von Menschen funktionieren. Ganz sachlich. Erklären Sie Ihnen, wie Krankheiten entstehen. Es ist alles möglich den Kindern ganz sachlich und im biologischen und medizinischen Sinne zu erklären. Das kann altersgemäß in das entsprechende Schuljahr eingeplant werden. Das was uns gefehlt hat war die Aufklärung über sexuelle Krankheiten. Da sie Prostitution legalisiert haben, was für alle immer sittenwidrig war, und es selber in den Schambereich ziehen, haben nur Sie das Problem. Es sind alles natürliche Vorgänge die zum Menschsein dazugehören. Und die Kinder brauchen Erwachsene Eltern, die sie darin als Erwachsen unterstützen. Wenn katholische Kirche Aufklrärung verhindern will, inklusive Sex mit Kondom, macht sich die katholische Kirche strafbar. Da sie zur Verbreitung von Krankheiten beiträgt. Andere Menschen mit einer Krankheit anzustecken ist eine strafbare Handlung. Das heißt das zu moderner Schulbildung eine biologische und medizinische Aufklärung gehört. Sonst denken die Kinder auch, es ist normal im Intimbereich nackt zu bleiben, wundern sich, wieso sie plötzlich Haare bekommen, weil sich andere Leute das abrasieren. Die Kinder haben nichts davon, wenn man Ihnen eigentlich wissen vorenthält Und sie brauchen für die Aufklärung für alles viel zu lange und viel Zeit. Was meinen Sie, wie sie den Leuten die Luft rausnehmen, wenn da steht Biologie/Medizinunterricht. Und nicht mehr SEXUAL. Denn jeder der geboren wird hat nun mal sein Geschlecht. Aber es gibt Männer, die meinen halt auch noch, das Frauen Randgruppen sind. Als könnten sie nicht ertragen, dass nicht nur Jungs geboren werden. Hier ticken alle nicht ganz richtig. Dadurch sind auch Frauen krank.

    • Muss natürlich LogiK heißen.

  • Ja, so ist das! Man sieht auch, dass dieser Artikel ja gerne mit Kommentaren versehen wird, was ja ein Zeichen dafür ist, dass das ein wirkliches Thema für die Menschen ist.

    Auch stimme ich vollkommen zu, dass es sich viele einfach „zu einfach“ machen mit dem „Ja, aber…“ man ist immer wieder an sich gehalten, sich selbst zu hinterfragen. Vieles geht eben nicht ohne klare Entscheidungen. Das ständige Abwägen bringt nichts auf längere Sicht! Man muss allerdings die Tolleranz aufbringen, jemandem anderen auch mal eine falsche Entscheidung zuzugestehen.

    Wenn es nicht mehr „so schlimm“ angesehen wird, Fehler zu machen, dann steigt langfristig auch der Mut zu Entscheidungen, oder!?

    Ich denke, dass auch nahezu alle der hier Kommentare abgebenden Personen, einschliesslich mir, täglich selbst „Ja, aber…“ sagen zu irgend etwas. Man muss sich dessen nur bewusst werden, dann wird man auch toleranter im Umgang mit anderer Menschen „Ja, aber’s!“

    Allen ein schönes WE,

    der Michael

  • von Hartmut Steeb

    Frau Strasser, mir scheint: So wie Sie nicht zwischen Gleichheit und Gleichstellung und Gleichberechtigung unterscheiden wollen, so scheint auch die Bereitschaft der Unterscheidung zwischen Toleranz und Akzeptanz bis hin zur Förderung und Bevorrechtigungen nicht vorhanden zu sein. Ich wäre sehr dafür, dass in den Bildungsplan die Ausbildung zur Differenzierung aufgenommen wird.

    • von Maritta Strasser

      Bevorrechtigung, aha. Mir scheint, Sie wollen als (vermeintliche) Mehrheit der Minderheit vorschreiben, bis zu welcher Grenze ihr Anspruch auf Gleichberechtigung gehen darf. Kein schöner Zug.

    • von Harald Hallmeier

      Sehr geehrter Herr Steeb,
      in Baden-Württemberg sind Lehrer verpflichtet, Chauvinismus, Intoleranz, Ausgrenzung und unwissenschaftlichen Nonsens zu vermitteln. Dies ist im Schulgesetz verankert und wird mit christlichen Werten umschrieben. Bitte helfen Sie diesen Unsinn abzuschaffen. Gott allein soll die seinen beglücken. Für alle anderen ist Humanismus, Wissenschaft und Kunst das Maß der Welt. Was Abrahamiten in der Welt anrichten, mit ihrer Erfindung eines Gottes können Sie wie ich jeden Tag lesen. Auch die geistige Vergiftung gehört dazu.
      Danke für Ihre Bereitschaft sich für mich als Ihren Nächsten einzusetzen.
      H.H.

  • von Edith Sehn-Wörner

    Ich habe mir viele Kommentare angetan, leider (time-wasting). Anstatt sich gegenseitig das Leben schwer zu machen, möchte ich empfehlen, die Kommentare der Gegenpetition zu lesen. Dort schreiben viele Betroffene, und jeder mitfühlende Mensch wird alles tun wollen, um zukünftig so viel Leid zu vermindern. Deshalb freue ich mich sehr über das Vorhaben der BildungsplanerInnen! Wie dringend die Diskussion in die Schulen muss, zeigt ja unsere aufgeregte Erwachsenen-Diskussion, wir hätten schon viel früher – als Schulkinder – damit anfangen (dürfen) müssen, aber lieber spät als nie …
    Grüße an alle, die sich Gedanken machen und danke für die Campact-Aktion und Ihnen, Frau Strasser, für so viel Geduld!
    Für die Menschbild-DiskutiererInnen ein Angebot: Anthropologische Pädagogik
    von Prof. Dr. Peter Kern in http://www.haus-des-verstehens.ch

  • von Ralf Voss

    Nach bereits geschriebenen Kommentaren möchte ich hier nun einen Letzten und für mich abschließenden Kommentar abgeben:

    1. Ich werde mich (noch) nicht bei campac verabschieden, da ich hoffe, dass diese Art von Kampanien und dessen absolut unsachlichen Ausführungen nicht neue Methodik bei campac ist.
    2. Campac Petitionen werden von mir sehr viel genauer geprüft werden, denn dieses scheint nach der Erfahrung mit dieser erforderlich. (Danke für den Lerneffekt.)
    3. Sollte von campac der Wunsch bestehen, dass sich Leute, welche diese Petition nicht unterstützen und dieses auch noch in Kommentaren versuchen zu diskutieren, campac zu verlassen, bitte ich um öffentliche Bekantmachung. (Dementsprechende Antwort auf diesen Kommentar ist für mich ausreichend.)
    4. Ich hoffe nicht nur ich, sondern auch Frau Strasser ist lernfähig und wird dieses diskreminierende Verhalten bei Ihren nächsten Aktionen unterlasssen.
    5. Die Antworten von Frau Strasser würde ich mir von Ihr, als studierte Person weniger emotional und mehr sachbezogen und eingehend auf den zuvor geschriebenen Kommentar wünschen.
    6. Als weiteren Gegenpool zu dieser Petition möchte ich hier eine Sichtweise von dem Blog „Kritische Wissenschaft – critical science“ und hoffe dieser Blog wird nicht als rechtsradikal oder homophob eingestufft. Zumindest hegt er den Anspruch einer kritisch wissentschaftlichen Sichtweise insgesamt.

    Die Diffamierungs-Spirale oder: Von der Erosion des Verstandes
    http://sciencefiles.org/2014/01/12/die-diffamierungs-spirale-oder-von-der-erosion-des-verstandes/

    • von Maritta Strasser

      Ich werde mein Verhalten nicht ändern, das verspreche ich Ihnen.

    • von Deborah

      Sie sind doch gar nicht wirklich bereit sich sachlich und tiefgründig mit dem Thema auseinanderzusetzen, ich meine das für die Sie diese Petition gestartet haben, geschweige denn mit mehr . Denn wen Sie den Artikel hinter dem Link wirklich gelesen hätten, würden Sie evtl. nicht ein so vollmundiges Versprechen abgeben, nach dem Motto:“Sag niemals Nie“
      Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen Gottes reichen Segen

    • von Maritta Strasser

      Einen schönen Tag noch.

    • Hallo Maritta,

      du hast mein volles Mitgefühl, ich hätte nicht gedacht das bei campact irgendwann mal die Wellen so hoch schlagen.
      Für die Menschen die diesen blog eher wohlwollend lesen, wir haben uns als kleine Gruppe auch mal am Thema Toleranz versucht, und das ist dabei rausgekommen;
      http://nao-prozess.de/feministische_positionsbestimmung/

      in diesem Sinne, es lebe die Vielfalt.

      Gerion

    • von Gerhard Laqua

      Liebe Campact-Freunde, ich habe meine Fördermitliedschaft gekündigt wegen der Homophilen-Aktion. Ich halte diese Aktion für äußerst undemokratisch. Darf denn nur Campact zivilgesellschaftliche Aktionen starten – oder eben auch, wie es sich für eine Demokratie gehört, auch andere? Ist campact dazu da, andere Aktionen abzuschießen und zu verunglimpfen, oder um etwas zu bewegen? Wo ist unsere vielbeschworene Toleranz? Wenn sich rechte Gruppen heute zu der Aktion „Gegen Bildungsplan 2015“ stellen, können sie das morgen auch mit einer Aktion von campact tun. Was machen wir dann? campact schließen, weil es Trittbrettfahrer gibt? Das ist doch lächerlich.
      Beste Grüße
      Gerhard Laqua

    • von Maritta Strasser

      Wir nehmen Ihren Schritt mit Bedauern zur Kenntnis. Zur Information: Wir können keinen Anstieg von Kündigungen der Fördermitgliedschaft oder des Bezugs unseres Newsletters feststellen. Im Gegenteil: Erfreulicherweise wächst Campact stetig weiter.
      Im Verlauf des Jahres 2014 wollen wir die Möglichkeiten für Campact-Aktive, selbst Kampagnen anzustoßen ausweiten. Die Vorarbeiten dazu brauchen aber noch Zeit.

    • von Deborah

      Vielen Dank, wirklich sehr empfehlenswert.

  • von Mara

    Liebe Frau Strasser,

    ich möchte Ihnen gerne mitteilen, dass ich es unglaublich beeindruckend finde wie ruhig und sachlich Sie mit den teilweise wirklich sehr schockierenden Kommentaren hier umgehen.

    • von Maritta Strasser

      Vielen Dank für das Kompliment. Wissen Sie, je mehr ich hier von manchen Kommentatoren angegriffen werde, desto mehr fühle ich mich sportlich herausgefordert.

    • von Michael Krichbaum

      Hallo Frau Strasser,

      auch ich bin tief beeindruckend wie Sie die zum Teil schockierenden Beiträge beantworten und diese Personen zugleich ihre versteckten homophoben Ansichten vor Augen führen. Ganz große Klasse!

      Übrigens bin ich genau wegen dieser Aktion Mitglied bei campact geworden und ich bin sicher nicht der Einzige der diese (und andere Aktion) unterstützt. Zwar schade, wenn sich Leute hier verabschieden, aber die Welt dreht sich weiter – einige bleiben halt zurück.

      Gruss Michael

  • von Frank Stahr

    Warum sollte die Situation der Homosexuellen nicht stärker in Öffentlichkeit und Schulen behandelt werden? Ich finde das gut. Eine Petition dagegen würde ich nicht unterschreiben. Ich kann allerdings verstehen, dass es Viele gibt, die durch Unwissenheit, Angst, religiösem Fundamentalismus oder auch aus dem einfachen Volksglauben heraus den Homosexuellen befremdlich bis feindselig gegenüberstehen. Diese Leute gilt es im positiven Sinne aufzuklären. Die Bedürfnisse der Homosexuellen nach einem normalen Leben aufzuzeigen, das ist der beste Weg und so soll es ja nun auch kommen. Noch nie in der Geschichte hat sich aus einem konservativen christlichen Weltbild heraus eine Gesellschaft so schnell an so viele verschiedene Lebensentwürfe und Anschauungen gewöhnen müssen. Menschen, die damit nicht umgehen können, schützen ihr Weltbild mit Intoleranz und Vorurteilen. Ich kenne das aus meiner Situation in einer anderen „Randgruppe“ nur zu gut. Aber ich habe ein gutes Gefühl, dass die starke Gruppe der Menschen, die sich für die Akzeptanz der Homosexuellen einsetzen, noch Vieles in baldiger Zeit erreichen wird und wünsche mir das sehr!

  • von Harald Hallmeier

    Aufklärung tut Not. -nicht nur sexuelle – Der Bildungsplanplan geht nicht weit genug. Aber er ist ein Anfang.
    Schüler glauben, dass die 10 Gebote etwas mit dem Grundgesetz zu tun haben. Aber unser GG ist ein Ergebnis unserer Zeit und dort wird keine Sklaverei toleriert (http://www.katholisch-leben.org/zehngebote.htm) und Frauen werden nicht mit Besitz gleichgestellt (http://www.ekd.de/glauben/zehn_gebote.html).
    Ja, ich möchte auch keine unnützen Ideologien in der Schule: Deshalb ersetzt den Religionsunterricht durch einen wissenschaftlich humanistisch geprägten Ethik-Unterricht. Dabei spielt die Religion der Abrahamiten aus soziologischer Sicht durchaus eine wichtige Rolle. Aber bitte nicht zur Orientierung in Lebensfragen. Hier hört der Religionsquatsch auf. Lasst uns gemeinsam die Menschen Rechte als Leitlinie nehmen und unsere Kinder vor religiösen Ideologien schützen. Auch Katholiken sollten sich für die Abschaffung des konfessionellen Religionsunterrichts einsetzen. Ebenso sollten die „christlichen Werte“ wie Intoleranz, Chauvinismus, Heuchelei und Missachtung der Menschenwürde durch unsere bürgerlichen (gegen die Kirchen) erkämpften Werte in den Gesetzen ersetzt werden.

    • von Deborah

      Sehr geehrter Herr Hallmeyer,

      sie bleiben genau an ihren emotionalen Erfahrungen und Verletzungen hängen die Ihnen wahrscheinlich, Menschen beigebracht haben, die an Gott gläubige Menschen sind, aber doch genau so fehlerhaft wie SIE und ICH. Das Evangelium aber ist eine GUTE NACHRICHT. Leider beschäftigen sich zu wenige Menschen insgesamt im Kontext und in sachlicher Auseinandersetzung damit. Nur ein Bsp. im AT heisst es Auge um Auge, Zahn um Zahn
      2Mo 21,24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuß um Fuß, (da bleiben leider die meißten Menschen hängen auch fehlerhafte Christen, denn alle anderen sind ja scheinbar ohne Fehler) doch Jesus sagt im NT:Mt ich spare mir den 1. Vers zu wiederholen 5,43 Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen.Mt 5,44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, [segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen,] und betet für die, die euch [beleidigen und] verfolgen,
      Wenn jeder Mensch das 1. Gebot befolgen und danach leben würde, bräuchten wir keine Gesetze und keine anderen Gebote. Doch die meißten auch Menschen die sich als Christen bezeichnen kennen es NICHT: Das Doppelgebot der LIEBE (nicht zu verwechseln mit SEX der zwar zur LIEBE gehört, jedoch nur ein Teil davon ist. )

    • von Maritta Strasser

      Selbst wenn die 10 Gebote Konsens wären – was sie nicht sind – mit ihnen ließe sich eine moderne Gesellschaft natürlich nicht regeln. Wie soll man nach den 10 Geboten Arzneien zulassen, Baugenehmigungen erteilen, Erbschaften regeln oder Steuern? Bleiben Sie doch auf dem Teppich!
      Außerdem will ich keinen Gottesstaat. Iran als abschreckendes Beispiel reicht mir.

    • von Deborah

      Nach Artikel 3 des Grundgesetzes sind alle Menschen vor dem Gesetz gleich. Campact setzt sich dafür ein, dass dieser Anspruch umgesetzt wird. Kein Mensch darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, Herkunft, seines Glaubens oder seiner religiösen und politischen Anschauungen, seiner sexuellen Orientierung oder seiner Behinderung benachteiligt werden.

      Sehr geehrte Frau Strasser, ihre platte Antwort zeigt das Sie ihre eigene Charta nicht ernst nehmen. Denn da steht auch…seines Glaubens oder seiner religiösen und politischen Anschauungen!!! Doch bei jeder biblischen Aussage reagieren Sie ein wenig gereizt. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Dieser Weg hat mein Leben jedenfalls gerettet und nicht nur meines! Das Theologiestudium ist eines der schwersten und viele Menschen geben hier aufgrund vom hörensagen Meinungen zum Besten, die Sie selbst NIE verantwortungsvoll nachgeprüft haben. Außerdem vergleichen Sie mit den angeführten Baugenehmigungen ect. dann Äpfel mit Birnen. Danke jedoch für die Bereitschaft einer sachlichen Auseinandersetzung.

    • von Maritta Strasser

      Ja, das Diskriminierungsverbot gilt für meine Anschauung ebenso wie für Ihre. Aber Auseinandersetzung in der Sache ist doch keine Diskriminierung, oder?

    • von Deborah

      Wo hatte ich etwas im Hinweis auf die Beachtung ihrer Charta von Diskriminierung gesagt? Und wenn Sie den Iran erwähnen, dort wird die Scharia umgesetzt und das ist dem Evangelium der Christen völlig entgegengesetzt. Das zeigt eindeutig, das Sie nicht wirklich wissen was Sie da schreiben. Sie und leider viele Menschen lehnen etwas ab, wo Sie der Meinung sind, aufgrund des Gehörten und Gesagten qualifizierte und sachliche Meinungsäußerung zu betreiben. Dabei sind dies nichts weiter als Vorurteile. Über etwas urteilen das man gar nicht wirklich kennt, oder noch schlimmer es un d die beteiligten Menschen verurteilen. Denn richtig gelebter Glaube ist lebensspendend, schöpferisch, kreativ, sinnstiftend und das bleibt so, auch wenn in der Vergangenheit im Namen Gottes Menschen Unrecht begangen haben und in Zukunft begehen werden. Was will man von unperfekten Menschen erwarten?
      Wir ALLE machen Fehler. Doch man sollte diese nicht wiederholen und wenn dann wenigstens auch dazu stehen.

    • von Maritta Strasser

      Nun SIE hatten vorgeschlagen, es bräuchte keine Gesetze mehr wenn alle das erste Gebot befolgten. Ich finde das ziemlich ausgrenzend. Die Mehrheit der Christen in unserem Land befürwortet, glaube ich, eine Trennung von Religion und Staat.

    • von Deborah

      Ich frage mich was Sie am 1. Gebot ausgrenzend finden? Ach mir dämmerds, wie soll man denn Jemanden lieben den man gar nicht kennt und kennen will!
      Das BGB könnten Sie auf jeden Fall zum Großteil abschaffen und das Strafgesetzbuch ebenfalls. Da ich Sie jedoch weder beleidigen noch in anderer
      unwürdiger Weise aufbringen möchte, werde dies nun beenden, da dies keine sachliche Auseinandersetzung mehr ist.
      Erkenntnis kann man nur dort erlangen wofür Interesse vorhanden ist, Pilze findet man auch nicht in der Großstadt. Ausser Schimmelpilze.

    • von Maritta Strasser

      Ich kann mich ja täuschen, aber hatten Sie nicht schon mehrfach versprochen, „dies zu beenden“? Um dann doch noch wieder einen Kommentar zum Kommentar zum Kommentar zu haben…?

    • von Harald Hallmeier

      Liebe Deborah,
      Sie bleiben in kohärenten Systemen ihrer Sozialisation hängen und missachten jede geistes und naturwissenschaftliche Erkenntnisse.
      Bitte erkläre doch wie folgendes zu verstehen ist :
      Du sollst nicht nach der Frau deines Nächsten verlangen, nach seinem Sklaven oder seiner Sklavin, seinem Rind oder seinem Esel oder nach irgendetwas, das deinem Nächsten gehört.“
      (Exodus 20,2-17 – Einheitsübersetzung)
      Hier sind gleich mehrere frauenfeindliche Sachverhalte beinhaltet:
      1 Frauen wird weder ein begehren zugesprochen noch ein Recht auf Selbstbestimmung
      2 Frauen werden wie Besitz behandelt
      3 Sklavenhaltung ist selbstverständlich.
      Ich denke es gibt kein sachliches Argument, wie dieses Gebot in gesellschaftliche Werte ein gehen sollen.
      Religion ist ein soziologisches Phänomen, dass wissenschaftlich (hier meine ich nicht durch Bibelforschung) erforscht werden muss. Es dient aber keinesfalls für eine Hilfe zur Lebensgestaltung. Die von Ihnen genannte GUTE NACHRICHT ist nicht mehr (literarisch eher weniger) als ein Roman. Es ist Werk Gottes es ist ein Menschenwerk! Ob es Gott gibt oder nicht lässt sich damit nicht beweisen. Aber ich glaube es läßt sich eine „Nichtexitenz“ nicht beweisen. Die Behauptung das Jesus nicht vom fliegenden Spaghetti Monster abstammt lässt sich auch nicht beweisen. Deshalb ist das 1.Gebot doch Quatsch
      „Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus. Du sollst neben mir keine anderen Götter haben. Du sollst dir kein Gottesbild machen und keine Darstellung von irgendetwas am Himmel droben, auf der Erde unten oder im Wasser unter der Erde.“ (Einheitsübersetzung) Wieso soll das Vernunft geleitete Gesetze ersetzen? Der Leviathan (Thomas Hobbes) ist eher Grundlage eines (nach post-)modernen gesellschaftlichen Konzepts als ein Buch (ok mehrere Bücher) aus fragwürdiger Herkunft (hier streiten sich auch gläubige Theologen welche Bücher zur Bibel gehören). Auch der Leviathan ist Menschenwerk und von Christen nicht umsonst gefürchtet.
      LIEBE und SEX ist nicht das selbe, aber manchmal gehört das zusammen!
      Vielleicht setzen Sie sich für anders denkende ein und unterstzen die Trennung von Kirche und Staat, als Dienst am Nächsten. -Danke-

    • von Diehl

      Finde ich noch spannend wie sich diese Argumentation immer noch missbrauchen lässt.
      Andere Ideologien die so versagt haben wie die christliche, hat man schon längst wegfegt.
      Kommunismus ist nach 100 Jahren faktisch abgehakt. Faschismus war sogar noch schneller abgehakt aber die Christen (auch andere Religionsgesellschaften“ wollen immer und immer wieder neu ansetzen. als gäbe es da „Jetzt ist es aber mal genug! Ihr habt genug Unglück angerichtet“
      Nehmt es einfach mal zur Kenntnis, dass eure Massenmanipulation in Europa nur zur Leibeigenschaft geführt hat und in einem 1ten und 2ten Weltkrieg, dem wahren christlichen Erbe ein vorläufiges finales Ende der Macht der Kirchen eingeläutet hat. Das ist auch gut so und kommt 1000 Jahre zu spät.
      Wer hat denn die Menschen zu absoluten zur Obrigkeitshörigkeit dressiert und in all die schrecklichen Dinge hineintreiben helfen? Es sind doch nur die Religionen. Tiefe Dunkelheit haben die gebracht.
      Nächstenliebe und ein paar Binsenweisheiten kannten auch andere Gesellschaften.
      Auch das Christentum sollte sich so nach und nach mal davon verabschieden damit hausieren zu gehen als wäre das ihre Erfindung. Selbst Nachsicht mit dem Feind und das Verzeihen kannten auch andere.
      Und zur Feindesliebe soviel: Wenn einer meint mir das 2te und 3te mal einen Zahn rausschlagen zu müssen dann wird er sich alsbald selbst vor einem großen Problem stehen sehen.
      Menschen sind im Kern soziale Wesen und wenn dessen seelisches Konstrukt nicht von Verführen verbeult wird bleiben sie auch sozial und entwickeln sich in der Regel sehr natürlich.
      Solche Petitionen wie hier würden erst gar nicht aufkommen weil sich vieles einfach normaler entwickelt.
      An dem meisten was als seelische Verirrung angesehen wird gebe ich ganz klar den geistigen Führern, also den Religionen die Schuld!

  • von Birgit Siller

    Auch ich habe schon einige Kampagnen von Campact unterschrieben und bin sehr überrascht wie sich Campact in dieser Sache engagiert. Ich habe einen Satz aus diesem internen Kultus.min.Papier über Akzeptanz sexueller Vielfalt gelesen und möchte ihn hier aufführen „Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der eigenen geschlechtlichen Identität und Orientierung auseinander mit dem Ziel sich selbstbestimmt und reflektiert über ein ihrer Persönlichkeit und Lebensführung entspr. Berufsfeld zu entscheiden“. Dieser Ansatz hat mich sehr überrascht, ich ging bisher davon aus dass die Berufswahl mit meinen Begabungen und Interessen zusammenhängt und nicht mit meiner sexuellen Identität. Kinder wollen sich doch nicht fächerübergreifend ständig mit sexuellen Themen auseinandersetzen.
    Das ganze Thema wird nur mit den LSBTTI Gruppen von Kultusministeriumsseite besprochen was ich auch nicht richtig finde.

    Hier prallen unterschiedliche Meinungen aufeinander und ich fühle mich diskriminiert wenn ich mit meiner Position plötzlich zur „der Mob ist los“,Seite gehöre – das macht mich fassungslos.

    • von Maritta Strasser

      Ich habe gestern mit dem Kultusministerium telefoniert. Dort wurde mir versichert, dass mit allen Gruppen gesprochen wird, und dass die Arbeiten zum Bildungsplan 2015 noch nicht abgeschlossen sind. Das Zitat oben stammt aus einem vorbereitenden Papier zum Bildungsplan, es ist nicht der Bildungsplan selbst.
      Außerdem hat niemand behauptet, dass Sie mit dem hier geäußerten Zweifel an diesem Satz zu einem Mob gehören. Das wäre auch absurd.

    • von Uwe N.

      Mir geht es zu 100% ganz genau so. ich unterstütze campact ideell und finanziell schon lange. Aber jetzt hat es mir ob der Formulierungen seitens Campact (fast) die Sprache verschlagen. Es ist zeit zum Nachdenken angesagt.

    • von Maritta Strasser

      Nur zur Information: Wir können keine vermehrten Abbestellungen unseres Newsletters und keinen Rückgang an Spenden feststellen. Nur wenige Menschen teilen Ihr Gefühl, Campact hätte sich mit dieser Kampagne irgendwie verändert. Die schweigende Mehrheit sieht es anders.
      Diese Kampagne gehört mit zu dem, was in unseren Grundpositionen dargelegt ist https://www.campact.de/campact/ueber-campact/die-positionen/
      Die Bezeichnung Mob war auf viele der Kommentatoren der Petition gemünzt, und auf die Plattform “Politically Incorrect” http://de.wikipedia.org/wiki/Politically_Incorrect, über die viele Unterzeichner der Petition gekommen sind. Viele der Kommentare waren volksverhetzend und beleidigend und mussten gelöscht werden. Da ist die Bezeichnung Mob angemessen.
      Damit war und ist nicht automatisch jeder Unterzeichner der Petition gemeint.

    • …nun man(n) sollte auch andere Meinungen gelten – lassen. Man ist in der einen Sache oft einer….und in anderen eben auch anderer Meinung. Dies zu akzeptieren nennt sich Toleranz, da kann man klar – seine Meinung sagen. Eine solche „oft etwas andere“ hat auch jeder zu akzeptieren. Nur sollte der oder die, welche solche vertreten – dies auch ordentlich überdenken…..was dies ALLES irgendwann „nach sich zieht“. Es vielleicht auch für eine Geselslchaft bedeutet. Was Kranke und Gesunde unterscheidet, was die Abwesenheit von einer solchen Gesundheit heißt – in Bedeutung….auf Gesetz/ Zukunft.
      Nur mal locker zu sagen, stört mich nicht-ist wurscht….warum denn nicht – ist mir da zu naiv gedacht. JETZT…..in der Jugend denken sie vielleicht….mal locker, es ist alles so o.K. ! Später werden sie – einiges völlig anders sehen, können sie mir glauben. Sagten mir meine Eltern bereits ich glaubte dies auch nie….es ist sooo, man wächst mit seinen Aufgaben, dem Alter, auch der Erfahrungen. In der Jugend deken alle, sie wüßten „ALLES“ und über „ALLES“ bescheid….können urteilen, beurteilen, besser fokusieren, anders Handeln….mit mehr an Intellekt. Nöööö….meist Schnellschüsse.
      Nie zu Ende gedacht, überdacht……mit Endziel – auf auch alle gedacht….mit auch Bedacht. Ich meine Religion egal welche oder Schwul/ lesbisch sein, hat in einer Schulbildung null verloren…..vieles andere ebenso – dies alles null. Da beides Privater Natur ist !

  • von Sonst Schweigend

    Ich bin doch einigermaßen erschüttert:
    die Thematik ist Toleranz, also „andere sein lassen“, nicht „anders sein müssen“,
    und doch trägt eine Vielzahl der Teilnehmer in unterschiedlicher Weise vor, warum nur sie selbst „richtig liegen“. ???

    Wer von all denen, die ganze Aufsätze schreiben und doch am Thema vorbeigleiten, hat verstanden, was Toleranz ist?
    Haben diejenigen je darüber nachgedacht, warum sie sich überhaupt so frei äußern können?
    Sind sie auch nur annähernd bereit, etwas dazu zu lernen?

    Ich bin hier hineingeraten, weil ich den Standpunkt habe, dass jeder Mensch uneingeschränkt die Chance haben sollte, zu wählen!
    Den Beruf, den Aufenthaltsort, was er trinkt, isst, und eben auch, wen er liebt.
    Ein freier Bürger also, und das wäre den Kindern zu vermitteln!

    Ich unterstütze die Aktion deshalb, habe Freunde geworben und muss am Ende sagen:
    Liebe Frau Strasser, ich kenne Sie nicht, ich war auch nie bei den Grünen, aber: was Sie hier aushalten müssen, übertrifft meine schlimmsten Befürchtungen!
    Respekt!

    Eigentlich ja – ich bin so tolerant

  • von Roland Kiefer

    ….bin sehr überrascht über den inquisitorischen Tonfall von Marittas Einlassungen – habe campact bisher in vielen Aktionen unterstützt, bei dieser Geschichte kann ich aber so nicht mitgehen. Habe mich mit dem Text und den Links der angeblich „homophoben“ Petition auseinandergesetzt und kann sie vom Grundanliegen her genauso unterschreiben wie die Gegenpetition (!). Die Lebenswirklichkeit der LSBTTiQ-Welt scheint mir genauso wenig schwarz oder weiß zu sein wie die der Heterosexuellen. Wodurch das Leben gelingt und welche Rolle der Sex und die „sexuelle“ Orientierung spielen – soll diese Frage allen Ernstes in der Schule und durch die öffentliche Meinung beantwortet werden ? Viele auch und gerade Jugendliche haben eine tiefe Abneigung gegen einen öffentlichen Diskurs, der ihre sexuelle Orientierung, entsprechende Vorlieben und Einstellungen zum öffentlichen Thema macht – insbesondere in Zwangsgemeinschaften wie Schulklassen. Schlage deshalb vor, Toleranz einfach vorzuleben und nicht zu vergessen, dass die Freiheit immer die Freiheit des Andersdenkenden ist.

  • von Moll

    Liebe Frau Strasser,
    es geht hier nicht um eine Sache wie Links- oder Rechtshänder sein, sondern um eine Umerziehung von Menschen insgesammt. Der liebe Gott hat den Menschen als Mann und Frau erschaffen, weil er es so gewollt hat und es steht in der Schöpfungsordung „und es war sehr gut so“. Und weil der liebe Gott dies so gemacht hat – wir können davon ausgehen, dass er es aus Liebe getan hat – gibt es tatsächlich nichts besseres für uns, diese Tatsache annzuerkennen.
    Gott selbst hat uns eine Vernunft gegeben, welche uns fähig macht Ihn durch die geschaffene Schöpfung und durch sein Wort zu erkennen.
    Nun, durch die gesammte Kirchengeschichte hindurch hat es immer wieder Angriffe auf die Schöpfungsordung gegeben, es ist dies nicht das erste Mal, dass Menschen sich an Gottes Stelle setzen und seine Entscheidungen umwerfen wollen. Meist machen sie dies mit viel Trara und Aufmerksamkeit. Siehe so auch jetzt, die Zielsetzung einiger desorientierten (ich erkläre später warum desorientiert) und leider oft mit Machtpositionen behafteten Menschen, plötzlich unter den Menschen eine „sexuelle Vielfallt“ einzuführen und diese Idee mit einem Aufwand durchzusetzen, der seinesgleichen sucht.

    Da eine beliebige sexuelle Orientierung nicht angeboren ist, kann der Mensch also naturgemäß nicht selbst entscheiden, welches Geschlecht er gerne haben möchte. Allerdings können verschiedene Umstände, meist sind diese bereits in der Kindheit angesiedelt, dazu führen, dass man seine natürliche Orientierung verliert – dies meine ich mit desorientiert – und sich dann zum anderen Geschlecht hingezogen fühlt. Allerdings ist nachgewiesen, dass diese Neigungen mit Hilfe eines guten, vertrauensvollen Psychologen effektiv bekämpft werden können und somit Aussicht auf Heilung besteht. Ich denke, der liebe Gott ist immer offen für solche Dinge und wartet nur darauf, dass die Menschen wieder zu ihm kommen und sich mitteilen. Wir haben viele schöne Kirchen, aber auch in der Stille der Natur kann der Mensch wieder zur Besinnung kommen und somit die eine oder andere Schwäche an sich selbst entdecken.

    Deshalb bitte ich hiermit alle Menschen, bevor sie sich gedrängt fühlen öffentlich aufzutreten um der Welt ihre Neigungen aufzudrängen – besonders den kleinen – die Jesus besonders liebt, da sie noch unbescholten sind – sich einen Ort zu suchen, wo sie sich wohlfühlen und Zeit haben ins Gebet mit sich selbst und Gott zu gehen.

    Viel gäbe es noch zu schreiben, jedoch wünsche ich allen Menschen den inneren Frieden und die wahre Freude am Zusammensein.

    • von Maritta Strasser

      Mann und Frau sind durch Evolution entstanden. Ebenso sind das Menschen, die keinem der beidem Geschlechter zugehören – sei es dass sie biologisch keine eindeutigen Merkmale nur eines Geschlechts haben, sei es dass sie sozial zwischen den Geschlechtern leben. Alle diese Menschen haben sich zu vielen Milliarden sehr unterschiedlichen Individuen entwickelt, die meisten davon heterosexuell. Aber Homosexuelle gab es zu allen Zeiten und in allen Kulturen. Bei Naturvölkern, in Hochzivilisationen, wenn sie toleriert wurden genauso wie wenn sie verfolgt wurden.

    • von Marina

      Eine kleine Randbemerkung zu dem Thema:
      Homosexualität findet sich auch bei Tieren!

    • von Deborah

      Kompletter Blödsinn, sorry ich meine das nicht persönlich und entschuldige mich in aller Form dafür.

    • von Maritta Strasser

      Oh. Aha. Die Evolution leugnen Sie also auch. Macht einen Konsens mit Ihnen nicht leichter.

    • von Dur

      Frau/Herr Moll lassen sie ihren Gott doch bitte da raus.
      In erster Linie ist der Mensch Mensch und als Mensch kommt er auf die Welt. Und wenn sie unbedingt auf ihrem Gott beharren wollen, dann frag ich sie warum hat er Menschen dann so geschaffen wie sie sind? Als homosexuelle UND heterosexuelle.
      Das hat er mit Liebe getan sagen sie…
      GUT!
      Dann liebt er alle Menschen. Dann freut ihr liebevoller Gott sich über Menschen die Menschen lieben. Kommen sie aus ihrer geistigen Höhle heraus und schauen sie ins Licht der Erkenntnis. Sie werden zunächst geblendet sein und es wird keinen Weg zurück geben in die Dunkelheit, aber gehen sie nur.
      Es ist warm hier…
      und bunt!

      Lieb doch wen du willst!!!

  • von K. Moll

    Hallo Campactler, hallo Frau Strasser,
    häufig schon habe ich Campact-Aktionen unterstützt und war froh darüber, dass wichtige Anliegen engagiert verfolgt wurden.
    Frau Strasser, Ihre Bewertung der Petition „Kein Bildungsplan unter der Ideologie des Regenbogens“ passt in meinen Augen in keinster Weise zu den ansonsten meist sehr differenziert erstellten Stellungnahmen!
    Sehr schade finde ich es, wenn aufgrund von berechtigtem Wunsch nach Sich-nicht-Verstecken-müssen darauf geschlossen wird, dass es Petitionsunterstützern im allgemeinen wohl genau darum geht! Das ist entweder ein Mißverständnis oder eine Verdrehung der Hintergründe.
    Die Zuschreibung zur rechten Ecke folgt demselben Muster wie die Zuschreibung des „Homophob“-Seins –> das sind Totschlagaussagen, die einer sachlichen Auseinandersetzung den Weg abzuschneiden versuchen! Ich würde mir einen weniger kritikphoben, differenzierungsphoben und insgesamt sachlicheren Umgang mit dem gesellschaftlich wirklich wichtigen Thema und den Gegenpositionen zu ihrer persönlichen Haltung wünschen. Toleranz ist keine Einbahnstraße.
    Mit Schubladenkategorienbildung (entweder Pro-Bildungsplan = Gutmensch oder Contra-Bildungsplan = böse, Fundi, rechts, rückständig und auf jeden Fall für Unterdrückung von Nicht-Heteros ) und unvollständiger Vereinfachung werden Menschen manipuliert, die sich nicht die Zeit nehmen, genauer auf das Thema zu schauen. Genau so funktioniert destruktives Machtstreben ! Es ist manipulativ, mittels Unwahrhaftigkeit und Unvollständigkeit zu spalten.
    Aus meiner Sicht ist es völlig in Ordnung, wenn z.B. ein T. Hitzlsperger sich zu seiner Homosexualität bekennt. Insofern muss wirklich Toleranz gelebt werden in unserer Gesellschaft, ohne dass Nicht-Heteros abgewertet werden, stigmatisiert werden, Angst haben müssen. Wir Menschen sind verschieden und das ist in Ordnung. Aber die Frage, inwieweit welche Haltung zum Hintergrund von Nicht-Hetero-Sexualität und damit verbunden zum Menschenbild transportiert wird an Kinder, ist sehr wohl eine auseinandersetzungswürdige und für die gesellschaftliche Zukunft wichtige Frage. Ich kann es nicht nachvollziehen, dass in solch einer wichtigen Angelegenheit solch ungenaue Diffamierungs-Kampagnen wie die Ihrige gestartet werden und dass genau diese darin deutlich stattfindende Diffamierung (s.Pauschal-und Totschlagargumente) der Gegenposition versuchsweise zugeschoben wird. Ich wünsche mir bei solch mehrdimensionalen Angelegenheiten eine konstruktive Auseinandersetzungskultur!
    Mit freundlichen Grüßen,
    K. Moll

    • von Maritta Strasser

      Wir bezeichnen einen Teil der Unterstützer der Petition, die mit wüsten Kommentaren auffällig geworden sind und von denen nachweislich viele über die Plattform „Politically Incorrect“ http://de.wikipedia.org/wiki/Politically_Incorrect kommen, als Mob. Das ist ein hartes Wort, diesen Kreisen aber angemessen.
      Wer die Petition unterschreibt sollte gewarnt sein, mit wem er sich da zusammentut. Da kann eine deutliche Sprache helfen.

    • von D. Hübler

      Sehr geehrte Frau Strasser,
      eine Petition wird nicht dadurch schlecht, indem sie von Menschen unterzeichnet wird, die als islamfeindlich, rechtsextrem oder rechtspopulistisch gelten.

      Ein Unterzeichner unterzeichnet eine Petition und tut sich nicht mit einem anderen Unterzeichner und dessen Hintergrund zusammen.

      Wenn sie „Mob“ nur für diese Menschen benutzen dann formulieren sie bitte ihre Schriften auch so.

    • von Maritta Strasser

      Oh doch, ich finde schon dass eine Petition dadurch fragwürdig wird, dass sie in großer Zahl von Menschen vom rechten Rand unterzeichnet wird. Wie gesagt: Sie sollten sich gut überlegen, mit wem Sie sich einlassen.
      Die Petition ist aber auch klar gegen die gleiche Teilhabe von Homosexuellen und anderen Minderheiten ausgerichtet. Schon aus diesem inhaltlichen Grund ist sie meiner Meinung nach verwerflich.

    • Unglaublich, Frau Strasser, was Sie hier schreiben! Und Sie merken das wahrscheinlich noch nicht mal…

    • von Maritta Strasser

      Ich merke was ich schreibe, seien Sie da sicher. Ich spüre die Tasten unter meinen Fingern. Ich sehe die Schrift auf dem Bildschirm. Und ich sehe, es ist gut so.

  • von Morocho Naomi

    Egal, ob es sich um die Geschichte der Griechen, Römer, Araber, Spanier usw. handelt, die Ursache des Unterganges war immer in der Ökonomie zu suchen. Dabei spielten die Zinsen die entscheidende Rolle:

    Zinsen > Vermögenskonzentration > Verschuldung > Zinssklaverei >
    Dekadenz –
    Brot und Spiele >
    – Unruhen >
    Zusammenbruch

    • von Maritta Strasser

      Wo ist der Zusammenhang zum Thema?

    • von Alfred Ostertag

      Hallo Frau Strasser,

      in Ihrem Brief verweisen sie mit einem link auf eine ursprüngliche Version des Petitionstextes
      bei openpetition, der aber abgelehnt wurde. Der link funtioniert nicht (Webseite kann nicht angezeigt werden). Gibts diesen Text eventuell als PDF?

      Gruß

      Alfred Ostertag

    • von Maritta Strasser

      Versuchen Sie es bitte noch mal bei OpenPetition direkt. Ich habe kein pdf.

    • von Franky

      Etwas nach unten scrollen und man findet den ursprünglichen Petitionstext und die gemachten Änderungen:
      https://www.openpetition.de/petition/blog/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

      Ich zitiere aus dem Original-Petitiontext:

      „Die LSBTTIQ-Vertreter verfolgen eine pädagogische, moralische und ideologische Umerziehung an den allgemein bildenden Schulen. Werden LSBTTIQ-Menschen nicht in allem positiv anerkannt, wird dies von den Lobbygruppen kategorisch als „diskriminierend“ oder „homophob“ bezeichnet. Dagegen wollen sie vorgehen und leiten daraus das Anrecht einer Kampagne zur Umerziehung von Schülerinnen und Schülern ab, die im Bildungsplan 2015 mit der sexualpädagogischen Politik dieser Lobbygruppen konfrontiert werden sollen.“

      „Lehrkräfte sollen die nächste Generation mit dem Anspruch des LSBTTIQ-Lebensstils an eine fragwürdige Sexualpolitik heranführen.“

      Wenn das keine Homophobie und Hass ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter…

      Immer noch im Petitionstext steht übrigens: „Die psychischen und somatischen Probleme dieser Menschen werden dabei zu gesellschaftlichen Akzeptanzfragen verkürzt.“ – Stimmt, das hatte ich vergessen, dass Homosexualität ja eine Krankheit ist!

    • von Maritta Strasser

      Danke!

    • von Deborah

      Liebe Compacter,

      Bei der Aufzählung oben wurde die sexuelle Morallosigkeit vergessen, die mit all den anderen Dingen einhergeht. Meine Kommentare, die Erklärungen und keine Verunglimpfungen enthielten, haben Sie allesamt gestrichen. Das stärkt den Eindruck des Lobbyismus, wie ein Mitglied schrieb. Damit dies nicht ganz so auffällt liesen Sie mal den ein oder anderen kritischen Kommentar zu. Tolle Toleranz! Ich kann nur ALLES unterstreichen was zu diesem Thema bereits in zahlreichen Kommentaren sehr sachlich zum Ausdruck gebracht wurde. Simon schrieb, er hätte in der Zeitung gelesen… Deshalb hatte ich auch sehr ausführliche Fakten mitgeliefert, wie Propaganda funktioniert und warum diese gemacht wird. Alles gestrichen. Warum? Warum wird dieses Thema jetzt so umgesetzt, nachdem das Gendertreue Bodenpersonal bereitsteht. Denn all diese Vorgänge wurden am Volk vorbei bereits installiert. Die Mehrheit der Bevölkerung weiss bis heute nicht was darunter zu verstehen ist. Kinder aus sozial schwachen Familien werden an Schulen weit mehr gehänselt und ausgegrenzt. Viele Alleinerziehende können ihren Kindern kaum bieten, was für andere selbstverständlich ist. Über soziale Standards findet weit mehr Ausgrenzung statt. Warum also nicht dieser Ansatz?
      Ich bin sehr gespannt ob Sie dies auch wieder streichen.

    • von Maritta Strasser

      Wem unterstellen Sie denn sexuelle Morallosigkeit?

    • von Deborah

      Ich sehe Sie haben wieder 2 sehr sachliche Kommentare von mir, die nicht Mainstream, waren zensiert. Das Buch das ich empfahl, ist wissenschaftlich, sachbezogen und informierend und böte so eine sachliche Auseinandersetzung bei einheitlichem Wissensstand. Ich verdiene NICHTS, durch die Empfehlung und kenne auch keinen der Herausgeber ect.
      Halten Sie unsere Gesellschaft Angesicht der vielen Sexualdelikte, gewerbl. Prostitution, Pornographie an jeder Ecke ect. für sexuell moralisch in Ordnung?
      Ich beantworte Fragen höflich und dann werden diese zensiert?!

    • von Maritta Strasser

      Ich lösche alles, was den Bildungsplan 2015 in Zusammenhang bringt mit Dingen, die absolut nichts damit zu tun haben – in der Absicht, ihn zu verunglimpfen.

    • von R. Mathias

      Hallo Deborah, Danke für ihre guten und vernünftigen Beiträge.
      Die Zensur hier ist sagenhaft . . . wenn das Demokratie in Aktion ist . . . dann gute Nacht.
      Wenn man seine Meinung mit Bibelversen begründet, bekommt man diese Antwort: unterlassen Sie es, dieses Forum als Werbeplattform für religiöses Gedankengut zu mißbrauchen!
      Wer missbraucht hier seine Stellung und hat herzlich wenig Toleranz ?

      Und ja es gäbe einige wichtigere Themen und die soziale Ausgrenzung der Kinder wäre nur ein Thema und wird nicht nur von Kindern erfahren.

      Auch da biblische Maßstäbe zu beachten wäre ein guter Lösungsansatz !

      Die Gründer der Bundesrepublik Deutschland wussten warum sie sich da orientiert haben.

    • von Maritta Strasser

      Biblische Maßstäbe gelten nicht für alle, und sie müssen auch nicht für alle gelten.

    • von R. Mathias

      Hallo, leider ist es ein Trugschluss, zu denken es wäre die Ökonomie gewesen.

      Alle großen Reiche / Gesellschaftsformen sind daran zerbrochen, als es den Menschen Materiell zu gut ging und

      die Moral dem Bach runter ging.

  • von jan dietrich

    vielen Dank fuer Ihren Text, liebe Frau Strasser!

  • von WENO

    JA, Frau Strasser,
    da haben Sie wohl recht! Ich meinte in meinem Beitrag eigentlich die Christopher
    Street Day Paraden. Die Freunde der Love Paraden mögen mir verzeihen
    und NEIN Ines,
    öffentlicher Straßenstrich wurde nicht jahrhundertelang toleriert, es gab auch Zeiten zumindest in Deutschland, wo dies nicht der Fall war und ich meine nicht nur die Zeiten unseligen Angedenken zwischen 1933-45.
    Also bitte keine Pauschalierungen, dies macht Ihre Argumentation auch nicht besser.

    • von Ines

      Darum ging es mir doch gar nicht. Ich habe mich über Ihre „Argumentation“ geärgert und zugegeben, spontan emotional reagiert, auch wenn ich inhaltlich dahinter stehe, würde ich so nicht mehr antworten. Mein Tonfall tut mir auch leid. Für durchaus verständlich, bzw. verzeihlich halte ich es aber, dass ich den Fokus nicht auf geschichtliche Korrektheit gelegt habe. Worauf ich hinaus wollte ist offensichtlich und bedarf keiner weiteren Erklärung.
      Ich würde mir wünschen, wenn man sich einfach mehr mit den Inhalten des Bildungsplanes auseinandersetzt und erst danach mit den Inhalten der Petitionen. Ich sehe nämlich die Gefahr dass man auf Nebenschauplätzen diskutiert, anstatt mal zu lesen was wirklich Sache ist. Ich habe dazu ja schon einen Link gesendet.
      Frank Stahr fasst es ganz gut zusammen, was ich auch denke und damit habe ich alles gesagt, was es von meiner Seite aus zu sagen gibt. Es ist einer Diskussion nicht dienlich wenn man die sachliche Ebene verlässt. So viel Einsicht habe ich.

  • von Simon

    So weit ich Zeitungsberichte (u.a. zeit.de ) richtig verstanden habe, geht es darum, dass auch mal in einer Mathe-Textaufgabe unaufgeregt ein homosexuelles Paar vorkommt.
    Also so was wie
    „Susanne und Tina fahren mit ihrem Sohn Paul in den Urlaub, dabei haben sie drei mögliche Strecken..“
    Gegenüber „Susanne und Tim mit ihrem Sohn Paul ..“ also nichts Übersexualisiertes, ich denke, so etwas sollte man schmerzlos tolerieren können.

    Wer dann immer noch laut gegen so etwas Harmloses schreit (die Original-Petition macht dies tatsächlich), muss sich mit Vorwürfen auseinandersetzen, ob er nicht wirklich homophob ist. Gegenüber Intoleranz muss, ja sollte man nicht besonders tolerant reagieren, wohl aber diskussionsbereit.

  • von Stefan Jank

    Liebe Frau Strasser,

    herzlichen Dank für Ihren Brief Ihre unermüdliche Geduld in der Diskussion.
    Weiter so, meine Unterstützung haben Sie.

    Viele Grüße

    Stefan Jank

  • von Extremist der Mitte

    Eine aufgeklärte selbstsichere starke Gesellschaft muss sich nicht vor einer Sturmflut oder einem Dammbruch der sexuellen Wertevorstellung fürchten.
    Die ach so saubere und ehrbare Gesellschaft hat viel schlimmeres Leid in der Vergangenheit erduldet und gleichzeitig verursacht als das, was hinter dem Paravent der sexuell korrekten Heterofassade öffentlich vorgespielt wurde. (Ich bin auch einer dieser Heteroveranlagten, und kein bißchen Bi- oder Trans- oder Inter- (( und fast hätte ich gesagt Gott sei Dank(?) es ist viel leichter so durchs Leben und die Gesellschaft gekommen zu sein…., wobei umerzogener linkshänder bin ich!))).
    Was für ein Umgang mit anderen ist wünschenswert. Ich behaupte, es ist wie sooft zwingend geboten von den Vordenkern mit einer Maximalforderung ins Rennen zu gehen um die alteingesessenen und verwurzelten Sichtweisen regelrecht zu zerstören, um dann mit ruhiger aber bestimmender Hand die unbelastete, unvoreingenommene Situation dann möglichst menschengerecht zu schaffen und zu gestalten, wohlwissend, dass dies dann auch nicht auf ewig gutgehen wird. Hierin werden jetzt viele eine Anmaßung sehen. Nein, mitnichten!. Habt bitte Vertrauen in die dann allseits befreiten Menschen, die dann nicht um natürliche Rechte verstohlen heimlich, oder gar in kamikaze-manier, oder selbstverleugnenderweise kämpfen müssen.
    – Dies wäre doch eine schöne Welt.
    Die vielleicht zum Teil begründete Angst – wenn man sich auf die alleinige Institutionalisierte Ebene der Behörde verläßt – eines Werteverfalls wird den einen oder anderen sofort in alte Denkmuster zwingen. Aber (auch wenn dieses Wort Lüge impliziert schreibe ich es ganz groß), A B E R die paar Souveränen psychisch aktiven, die sich entweder aus Krisengebieten wie dem damaligen Kriegs-Kosovo oder anderen Extrem-Situationen eine ganz geleuterte praktische Sicht auf Meinungsfreiheit, auf gesellschaftsverträgliche Selbstverwirklichung aneignen mußten/konnten, haben ein Urvertrauen verinnerlichen können, welches immer wieder darin bestätigt wird, dass die natürliche Balance des ‚korrekten‘ Umgangs mit sich selbst und dem anderen oder gar dem Gegenüberstehenden sehr schnell wohlwollend ist, wenn!, ja wenn die Vorurteile und Bedrohungen, Ausgrenzungen definitiv für alle erkennbar weg sind.
    Wie wir aus der bis jetzt brutalsten bekannten Geschichte lernen können sind befreite Menschen meistens nur an einem beschaulichen glücklichen Leben interessiert, die wenigsten verfolgen ihre Peiniger oder entgleiten gesellschaftlich mehr als die anderen.
    Wie wir ebenso aus dem Versuch der bis jetzt nur TeilEmanzipation feststellen können, gipfelt eine nicht ganz umgesetzte Emanzipation (gleicher Lohn für gleiche Arbeit – auch für Frauen, gleiches gesellschaftliches Ansehen der „nur Mütter“ oder „nur arbeitenden Frauen“,….) in einer Überemanzipation, bei welchem die eine oder andere Frau dann sagt, seit 2000 Jahren werden wir unterdrückt und stellt Dinge an, die Contraproduktiv sind oder gesellschaftlich mehr als bedenklich und zeitenweise selbstzerstörerisch sind.
    Und nun kann man diese Erkenntnisse und Erfahrungen ganz unwissenschaftlich induktiv auch mit wenig Aufwand in die hiesige Diskussion übertragen.
    Eine Halbetoleranz-, Halbeakzeptanz-, eine Toleranz, aber..- Denkweise und dem daraus resultierendem Umgang mit anders Sexuellorientierten wird zwangsläufig das vergiftete Klima aufrecht erhalten und damit unschöne Stilblüten treiben, welche bei Umsetzung der „Regenbogen Schule“ nicht ganz so wuchern können.
    Frau Strasser hat hier sehr feine Antennen für Pseudotoleranz. Diese nur Sage -Toleranzmenschen haben meiner Erfahrung nach nicht die innere Kraft ungezwungen mit der tatsächlichen Situation umgehen zu können, wenn tatsächlich Toleranz und Souveränität gefordert sind um entschlossen für freiheitliche Rechte und Pflichten einzutreten.
    Wenn in der Praxis der Baden Württembergischen Schule nach Einführung dieses Zieles und der sinnvollen Umsetzung auf allen Ebenen wohlwollend miteinander umgegangen wird, dann wird das ein Riesenerfolg für die angeborene Individuität (ich betone nicht Individualität, die man z.B. mit roten oder blauen Turnschuhen anziehen oder ablegen kann).
    Und liebe Frau Strasser behalten Sie Ihren Mut, Ihre Energie, Ihre Souveränität.
    Ich wäre ohne Sie nicht darauf aufmerksam geworden. Und zum Entsetzen aller feingebildeten, ich liebe Gefühl, Temperament und kontrastreiche Ausformulierungen bei Sachtexten, welche die klare wahre Theorie mit der banalen Praxis und lebenswerten Gestaltung fortschreiben.
    Beste Grüße Manfred Gräb

  • von Lui

    Maritta Strasser,
    DANKE für Ihren offenen Brief! Er ist ein wirklich wertvoller Beitrag und ich hoffe, dass er möglichst viele Menschen zur kritischen Selbstreflektion anleiten konnte – wobei leider meist diejenigen, die eine solche Reflektion bitternötig hätten, dazu anscheinend nicht willens oder fähig sind (wie sich unschwer an den zahlreichen, vorangegangen miesen Kommentaren ablesen lässt…)

    Ihr Einsatz ist wichtig und gut! Bleiben Sie stark! Es ist gut dass es Menschen wie Sie gibt!
    Es macht mich unheimlich traurig, dass so viele Menschen Ihnen mit Feindlichkeiten antworten.

    • von Volker

      Vergewaltigung der menschlichen Identität- Über die Irrtümer der
      Gender-Ideologie
      Gehirnforscher Manfred Spreng und Religionsphilosoph Harald Seubert zerlegt das Konstrukt des Gender Mainstreaming.
      Buchrezension von Rolf-Alexander Thieke (aktualisiert zur zweiten Auflage)
      Bereits nach wenigen Monaten ist das Buch nun in 2.Auflage erschienen. Der pointierte Titel der Publikation
      Weckt Neugier und Fragen! Es geht um ein existentielles Thema – un d zugleich ein sozialphilosophisch-politisches Paradigma. Dieses wird seit gut 15 Jahren von kleinen Zirkeln weltweit zielstrebig vertreten. Schließlich ist es – auf dem Weg über die Brüsseler EU und Dank kooperierender Kräfte in deutschen Parteien- auch in der Bundesrepublik Deutschland Zug um Zug regierungsamtlich (`top-down`) implementiert worden. Aber bis heute ahnen Millionen von Bürgern nicht so recht, was Ihnen damit geschah. Aufklärung tut not.
      Gender-Schablone vergewaltigt Individuen und ganze Lebenszusammenhänge
      Die Lektüre der Texte wird zum lebensnahen Bildungserlebnis und ist ein Genuss in politischer Verantwortung. Zu den Stärken der Publikation gehört, dass – bei aller Entschiedenheit der Autoren in der Sache – sich kaum polemische Anklänge finden. Die Autoren signalisieren mit ihrer stringent zusammenklingenden Argumentation, dass politischer Handlungsbedarf besteht – zumindest für jene, die sich wissenschaftlicher Wahrhaftigkeit stellen und die unsere Zukunft nicht einfach in den Wind schreiben wollen. Sie wecken nicht die Illusion, dass die Seifenblase der Selbsttäuschungen und der Irreführungen etwa einfach und schnell zum Platzen zu bringen sei, aber sie legen Grund zu der Hoffnung, dass dieser Prozess beschleunigt auf den Weg gebracht werden kann. Je früher, desto besser! Immer deutlicher zeigt sich: Da, wo Frauen und Männer in die oberflächlich-soziologisierende Gender-Schablone gepresst werden, sind viele in ein Prokrustesbett kalter Gleich-Stanzung gedrückt, während andere konsequent auf existenziellen Identitätsverlust getrimmt werden. Auf diese Weise sind nicht nur Individuen vergewaltigt, sondern immer mehr auch ganze Lebenszusammenhänge!
      Auf den 15 neuen Seiten der zweiten Auflage sind neueste Studien (Anfang 2012) mit berücksichtigt. Unbedingt empfehlenswert.

    • von Maritta Strasser

      Sie benutzen zugleich die Worte „vergewaltigen“, „existenzieller Identitätsverlust“ und ähnliche Horrorvokabeln und sagen zugleich, das sei nicht polemisch? Es fällt mir schwer, ernst zu bleiben.
      Zur Erinnerung: Junge Leute sollen darüber informiert werden, dass Familien auch anders aussehen können als Mann + Frau + Kind(er). Und dass dies in Ordnung ist. Nur darum geht es.

    • von J.M.

      Und wer fragt das Kind, ob es das und was es möchte?

    • von Maritta Strasser

      Sie meinen, Lehrpläne wären entbehrlich? Der Gedanke ist so uninteressant nicht, aber das ist noch mal eine ganz andere Diskussion.

  • von Chris

    Mit Bedauern stelle ich fest, dass manche Kampagnen bei Campact einem konfusen Wertesystem folgen. So auch diese und Ihr Kommentar dazu:
    Unter dem Deckmäntelchen angeblicher Freiheitserlangung, werden in der Tat manche Missstände und Ungerechtigkeiten gefördert.

    Um die Lage zu verdeutlichen, möchte Ihr eigenes Beispiel mit den Links- und Rechtshändern aufgreifen. In der Petition von openPetition (wenn Sie diese richtig gelesen haben), geht es nicht darum den „Linkshändern“ zu verbieten solche zu sein, sondern vielmehr die Tendenzen allen Kindern und Jugendlichen durch den geplanten Bildungsplan das „Linkshändersein“ beizubringen – oder mindestens schmackhaft zu machen. Nach Ihrer eigenen Gleichstellungslogik wäre das doch auch nicht korrekt. Worum geht es Ihnen also?

    Ich kann Sie verstehen, wenn Sie vom „Linkshändersein“ betroffen sind. Genauso wie Sie nicht von den Anderen verändert werden möchten, sollten Sie bitte auch nicht versuchen Ihren Stempel auf den Rest der Gesellschaft aufzudrücken. Danke.

    • von Maritta Strasser

      Nein, genau darum geht es im Bildungsplan nicht. Jugendliche zur Homosexualität zu erziehen wäre ein idiotisches Unterfangen. Es funktioniert genauso wenig wie das Gegenteil.

    • von Dur

      @ Chris
      Die Behauptung man wolle Jugendliche zur homosexualität erziehen ist genauso erschütternd wie die Tatsache, dass sie offenbar glauben, soetwas sei möglich. Das ist in etwa so als wolle man jemandem die Haarfarbe umerziehen. Im Russland der Gegenwart scheint eine mächtige Lobby ähnlicher Meinung zu sein.
      Da gilt es noch viel Aufklärung zu betreiben, wie ich ihrem Post entnehme.
      Die sexuelle Orientierung lässt sich nicht anerziehen, sie ist eine Eigenschaft die man nicht erwirbt. Erkenntnisse dagegen kann man erwerben, wenn man über den eigenen Tellerrand schaut und seine geistige Bequemlichkeit aufgibt.

    • von Kopfschütteln

      Da hat jemand a) das Beispiel nicht verstanden und b) weiß so erstaunlich wenig über die menschliche Sexualität, dass er zu diesem Thema am besten schweigen sollte. Sexualität kann man nicht „beibringen“ oder „schmackhaft“ machen. Das ist unwissenschaftlicher Blödsinn und zeigt nur umso mehr wie wichtig und richtig die Umsetzung dieses Bildungsplans ist – damit nämlich ihre etwaigen Kinder eines Tages nicht solchen Quatsch von sich geben. Wer sich meint, zu so einem Thema äußern zu müssen und hetzerische Petitionen zu unterschreiben, der sollte sich mit dem Thema vielleicht auch mal beschäftigen…

  • von Fabi

    Hey Maritta,
    herzlichen dank für die klare Kante! Ich finds total toll wie du hier den Job machst und das bei einer hitzigen Debatte in der ich für manche Kommentare bestenfalls noch ein Kopf schütteln übrig habe. Mir würde wahrscheinlich die Ruhe und Coolness dafür fehlen.
    Und: ich finde Deine Argumentation und Deine Worte auch nicht überzogen oder unlogisch, sondern treffend und richtig – zu 100%

    Danke für die tolle und wichtige Arbeit!

  • von ede013

    Ich persönlich verstehe diese Diskussion hier nicht. Warum werden Menschen immer noch auf ihre Sexualität reduziert, dass ist doch ganz normales und natürliches Verhalten. Wir reduzieren doch auch nicht Menschen wegen ihrer natürlichen Haarfarbe es gibt blonde, rote, braune und schwarze das ist doch völlig individuell und belanglos. Vielfältigkeit.
    Mir ist doch völlig egal ob jemand homo-oder heterosexuell veranlagt ist das ist doch Individualität oder wer mit wem und wie zusammenlebt, das sagt doch nichts über diesen Menschen aus. Das ist doch völlig egal!
    Ich find es gut das es so eine Vielfalt gibt!
    Und ganau aus diesem Grund unterschreibe ich diese Petition auch nicht!
    Weil für mich das kein Thema ist, und mit meiner Unterschrift heitze ich dieses Thema nur immer weiter an, warum soll ich provozieren wo es nichts zu provozieren gibt.
    Das sagt mir die Vernunft!
    Ich kann dieses Denken nur belächeln aber meine Energie bekommt es nicht.

  • von Martin

    ich habe bereits bei vielen campact Aktionen mitgemacht – aber dieser Aufruf widerspricht völlig dem Anspruch, Öffentlichkeit gegen ungerechtes, gewinnorientiertes etc. Verhalten von Unternehmen und staatlichen Autoritäten zu schaffen.
    Die besagte Petition ist zutiefst demokratisch – was an der heftigen Diskussion sehr deutlich wird.
    Und dann spielt sich eine Campact Redakteurin jetzt auf und startet eine Gegenkampagne !?
    Bitte beendet diesen Blödsinn umgehend wieder – oder startet ein parallele Kampagne gegen die Bildungsoffensive.
    Dann werden die Zahlen zeigen, was andere Campactler meinen !
    Ich denke jedenfalls nicht im Traum daran, mich an dieser undemokratischen und intoleranten Kampagne von Maritta Strasser zu beteiligen.
    Schöne Grüße
    Martin

    • von Maritta Strasser

      Das ist eine Kampagne von Campact, nicht von mir.

    • von Wolf

      Nur ganz kurz: Ob „demokratisch“ oder „undemokratisch“ steht gar nicht zur Debatte. Zur Debatte steht mögliche Ausgrenzung, weil notwendige Informationen bewusst außen vor gehalten werden sollen (so will es die fragliche Petition): Nämlich die, dass, biologisch bedingt, auch andere sexuelle Orientierungen beim Menschen vorhanden sein können. Dass dies nicht zu Diskriminierungen von Personen mit solchen führen darf, wie sie heute immer noch vorkommen (und Kinder/Jugendliche, machen wir uns nichts vor, können da brutal sein), ist doch wohl hoffentlich klar. Nichts anderes soll vermittelt werden; wer dagegen ist, hat die Welt wohl nicht begriffen (von den Kirchen einmal abgesehen, aber das ist ein anderes Thema!). Ich möchte noch hinzufügen, dass mich das öffentliche Gewese von Homo-Extremisten abstößt und ich auch etwas dagegen habe, die sexuelle Orientierung (selbst die „normale“!) öffentlich auszuleben. Mancher tut heute so, als gehöre es zum guten Ton, homosexuell/lesbisch zu sein. Das ist ein politisch gewollter Treppenwitz. Was aber in Ordnung ist, dass Homosexuelle ein Recht auf sich und einander haben genauso wie Heterosexuelle. Allerdings kann eine Gemeinschaft von solchen Menschen keineswegs einer „normalen“ Ehe (da Fortpflanzungsgemeinschaft, was Homo-Ehe nie sein kann) entsprechen und sie kann demzufolge auch nur bedingt gefördert werden.
      Das ist ebenfalls eine andere Geschichte. Also: „Schlagt die Infamie tot!“ wie es schon Voltaire sagte, die Infamie, die sich hier als eine Abart von Homophobie zeigt. Deswegen habe ich die Campact-Aktion unterschrieben.
      W.M. Schröter

    • von Maritta Strasser

      Vielen Dank für diesen differenzierten Kommentar. Dennoch eine kleine Anmerkung. Meine angeheiratete Cousine lebt in einer Ehe mit ihrem Mann und ihrem Pflegekind, weil sie selbst keine Kinder bekommen kann. Diese Ehe ist keine „Fortpflanzungsgemeinschaft“? Ist das weniger wert, als biologisch Eltern zu sein? Zweites Beispiel: Eine gute Freundin lebt in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft mit ihrer biologischen Tochter und ihrer Frau.
      Beides sind sehr angenehme Familien. Beide Kinder sind total süß und werden liebevoll erzogen. „Fortpflanzungsgemeinschaft“ ist doch einfach unbedeutend, finde ich. Familie ist da, wo Kinder sind.

    • von Michael

      Könntest Du bitte begründen, warum Du diese Kampagne von Campact als intolerant bewertest? Mir scheint es so, als ob Du einfach nicht akzeptieren kannst (oder willst), dass es Menschen gibt, die verschiedene Formen des Zusammenlebens als gleichwertig betrachten und sich jetzt dagegen wehren, dass ihnen eine bestimmte Wertung (1. Herero, 2. homo) aufgezwungen werden soll. Ich empfinde den Versuch, sich in die Lebensplanung anderer einzumischen, einfach nur als armselig und bewerte den Versuch, diese Haltung durch den Bildungsplan zu korrigieren, als großartig.

  • von Ines

    „Deswegen sind aber nicht alle, die das vorgelegte Bildungspapier in seiner jetzigen Form ablehnen und entsprechende Petition unterschrieben homophobe Aschlöcher. Die Campakt-Petition macht das nicht klar und wirft alle in einen Topf.“
    Ich bin ganz bei Maritta Strasser, aber diese Kritik von Ingetraud halte ich zumindest nicht für gänzlich unberechtigt. Es gibt tatsächlich auch andere Gründe weshalb man das Bildungspapier ablehnen kann. Ich z. B. unterstütze diese Petition hier bei Campact, aber habe große Bedenken was das Bildungspapier betrifft und die betrifft in keinster Weise die Homosexualität.
    Allerdings habe ich bei allem Verständnis für andere Gründe, kein Verständnis dass um ein Ziel zu erreichen jedes Mittel recht ist. Ich bin gegen das Bildungspapier, aber dazu menschenverachtende Petitionen zu unterstützen käme mir nicht in den Sinn. Ich kann mich doch nicht mit etwas verbünden was gegen meine innerste Überzeugung geht.

  • von WENO

    Die Petition gegen die von der Rot-Grünen Landesregierung in BW geplanten neuen Leitprinzipien zur Akzeptanz sexuelle Vielfalt in den Lehrplänen der öffentlichen Schulen, als Hetze des rechten Mobs zu diffamieren, beleidigt in grober Weise große Teile der deutschen Öffentlichkeit.
    Wer in dieser Art mit dem Finger auf Andersdenkende weist vergisst, dass vier Finger auf ihn gerichtet sind.
    Wo bleibt bei den Initiatoren der Gegenpetition die sonst so eifrig eingeforderte Akzeptanz und der Respekt für Andersdenkende?
    Kaum jemand der Unterzeichner der Petition gegen Teile des neuen Bildungsplanes stigmatisiert abweichende sexuelle Orientierungen.
    Aber diese Hybris, die gegenwärtig von den Apologeten dieser Lebensformen losgetreten wird, überschreitet alles bisher Dagewesene.
    Von der öffentlichen Zurschaustellung alternativer sexueller Prägungen auf sogenannten „Lovparaden“ über die allgegenwärtigen Schwulen und Lesben in Filmen und Serien in öffentlichen Medien aller Colour, erfährt eine Minderheit weit mehr Aufmerksamkeit als ihr selber gut tut. Selbst viele von ihnen sind darüber nicht glücklich.
    Die übermäßige Fokussierung auf alternative sexuelle Orientierungen verstellen den Blick auf die einzig für die menschliche Reproduktion notwendige Lebensform,
    auf die Familie.

    • von Maritta Strasser

      Homosexuelle machen 5-10 Prozent der Bevölkerung aus. Sie sind nach meiner Wahrnehmung etwa entsprechend ihrem Anteil in den Medien sichtbar – aber zugegeben, ich gucke keine Privatsender, ich habe nicht den kompletten Überblick.
      Ich finde so manches Festzelt und den Ballermann ästhetisch belastender als Love-Paraden, aber Geschmack ist verschieden. Love-Paraden waren übrigens bis zu der Katastrophe von Duisburg Aufzüge eines bestimmten Musikgeschmacks, und die Mehrzahl der freizügig tanzenden Menschen heterosexuell. Sie meinen wahrscheinlich Christopher Street Day Paraden.
      In Köln sagt man: Jeder Jeck ist anders und freut sich am Karneval im Sommer. Die gute Laune der Leute dort sollten sie sich mal ansehen.

    • von R. Mathias

      5 -10 % ?
      wo sollen die denn her kommen ??

      Reale Erhebungen gehen von 1,5 – maximal 3 % aus!

    • von Maritta Strasser
    • von Deborah

      Sehr geehrte Frau Strasser, wie ich sehe haben sie meinen vorangegangenen Kommentar gestrichen. Ich sagte ja schon was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Unsere Sexualität ist unser stärkster Trieb. Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht warum das Ganze so hochgekocht wird. Ich kann Ihnen nur raten, schauen Sie hinter die Masken. Sie machen hier große Worte von Toleranz…, doch diese scheint nur für die zu gelten, die Ihrer Meinun g sind. Toleranz heisst auch andere Meinungen , die dem Zeitgeist widersprechen und so manchem nicht gefallen, stehen lassen zu können. Doch die weltweite Vorgehensweise mit diesem Thema (siehe Vorgänge in der EU) bestätigt das GESAGTE. Die die Toleranz fordern sind selbst Intolerrant und weit mehr. Gehört nicht viel mehr MUT dazu, DINGE beim Namen zu nennen die unbequem sind, aber der Wahrheit entsprechen. Max Frisch geb.1911 sagte schon:“Erzähl nur die WAHRHEIT, die glaubt dir sowieso KEINER.“ LIEBE ZU DEN MENSCEN zeigt sich auch darin IHNEN unbequeme Dinge aufzuzeigen, denn VIELE übersehen die Konsequenzen IHRES TUNS. Symptome werden mit falschen Hilfsmitteln „bearbeitet“, anstatt gesunde Grenzen zu setzen. ALLES ist „relativ“ gleich gültig!? Na toll, dann ist es ja auch gleichgültig was der/die Einzelne tut oder sagt, oder welche wertvolle wertzuschätzende einmalige Person jeder Einzelne ist! Die Probleme in der Identität können nicht mit den hier angeführten Lösungen gelöst werden. Ganz im Gegenteil! So werden die Probleme für die Zukunft nur noch größer werden lassen. Wieso ist unsere Gesellschaft so egozentrisch? Liegt es nicht vielmehr an einer in den letzten Jahren verfehltren Erziehungspolitik. Stichwort: Antiautoritäre Erziehung!
      RAND Corporation: Operation ‚globale Manipulation‘
      Vor genau hundert Jahren wurde in London eine Gruppierung ins Leben gerufen, die seither die öffentliche Meinung des Westens in einem unvorstellbaren Ausmaß manipuliert. Ihre Helfershelfer sind mannigfaltig, doch an zentraler Stelle stehen das Tavistock Institute und die RAND Corporation.
      Von: Benjamin Seiler

      Die weltweite Schattenregierung hat uns durch subtile Manipulation erfolgreich ihr Motto eingetrichtert, das da lautet: Deine Freiheit für unsere Sicherheit!.
      Zbigniew Brzezinski ist seit vielen Jahrzehnten ein wichtiges Werkzeug jener schattenhaften Geheimregierung, welche die Welt regiert. In seinem bereits 1970 veröffentlichten Buch Das Technotronische Zeitalter sagte der spätere nationale Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter voraus, uns, dem Volk, würde von unserem Recht auf Privatsphäre nichts mehr übrig bleiben, über jedes kleine Detail unseres Lebens würde die Regierung im Bilde sein, jede Kleinigkeit wäre durch den Zugriff auf Datenbanken jederzeit abfragbar. Bis zum Jahr 2000 befänden sich die Bürger unter einer Regierungskontrolle, wie sie nie zuvor eine Nation erfahren habe.
      Der globale Abhörskandal, den die US-Schnüffelbehörde NSA diesen Frühsommer (unfreiwillig) auslöste, hat der ganzen Welt die Augen geöffnet, in welch erschreckendem Ausmaß Big Data bereits unseren Alltag seziert. Die „Nationale Sicherheits-Agentur“ Amerikas hat Schritt für Schritt umgesetzt, was der nationale Sicherheitsberater Brzezinski einst ankündigte. Dass ausgerechnet Amerika, gegründet als ein Hort der Freiheit, die weltweite Bespitzelung anführt, ist kein Zufall. Genauso wenig wie die Tragödie um „9-11“. Denn nur ein Jahr nach der prognostizierten „Deadline“ Brzezinskis sorgten die einstürzenden Zwillingstürme dafür, dass in den USA ein Überwachungsapparat wuchern konnte, dessen paranoide Sammelwut die Bürger in einer falschen Sicherheit wiegen soll.
      Doch unter Paranoia leidet die Krake namens „Neue Weltordnung“ ganz bestimmt nicht. Sie verfolgt ihr Ziel mit Kalkül und unerbittlicher Zielstrebigkeit. Wenn du die Menschen beherrschen willst, dann musst du sie kontrollieren. Du musst sie überwachen, damit du ihnen immer einen Schritt voraus bist. Deshalb sind laut einem streng geheimen und im Zuge des aktuellen Überwachungsskandals an die Öffentlichkeit gelangten Dokument der NSA nicht etwa Terroristen die größte Gefahr, sondern Menschen wie Edward Joseph Snowden: Insider nämlich, die auspacken. Dieser Artikel wird aufzeigen, dass sich die Zeiten nicht einfach so geändert haben, sondern dass knallharte Absicht dahintersteckt – und ein erschütterndes Maß an Meinungsmanipulation.
      Das Medusenhaupt einer sich festigenden Weltdiktatur weist zahllose Gesichter auf. Oft genug sind es gut aussehende Gesichter, deren Anblick uns nicht gerade zu Stein erstarren lässt. Doch was die Menschen hinter diesen Masken tun, nimmt den Völkern Stück für Stück ihre Freiheit. Einige dieser Namen, auch bekannt als das „Komitee der Dreihundert“, haben wir bereits anderswo enthüllt. Nun geht es darum aufzuzeigen, wie es möglich wurde, dass die Menschen sich nicht stärker gegen ihre offensichtliche Versklavung auflehnen.
      Das Zauberwort heißt Propaganda. Allerdings hat diese Meinungsmache so allumfassende und subtile Formen angenommen, dass die meisten Leute gar nicht merken, wie sie laufend manipuliert werden. Man verkauft uns diesen geplanten Höllenritt so gut, dass wir uns sogar noch auf den Trip freuen.
      Selbstverständlich braucht eine solch schleichende Umerziehung der Massen die Unterstützung vieler Organisationen. Zu ihnen gehört so manche renommierte Denkfabrik und Bildungsinstitution unserer westlichen Zivilisation. Im Zentrum dieses unaufhörlich kreisenden Malstroms an Gedankenverdrehung begegnet man immer wieder zwei Namen, denen wir im Folgenden etwas genauer nachspüren wollen: das Tavistock Institut mit Sitz im Epizentrum der Macht in der Alten Welt und sein wichtigster Ableger in der Neuen Welt, die RAND Corporation.
      Die Handlanger dieser beiden Organisationen finden sich (mehr oder weniger gut getarnt) fast immer überall dort, wo Lügen wuchern und Hände schmutzig werden. Entsprechend vielfältig ist das „Jobprofil“: vom ersten UFO-Fund in Roswell über die Chemtrails-Verschwörung, von der Gründung der US-Notenbank Fed über breit angelegte Drogenexperimente an nichts ahnenden Menschen bis hin zu völkerrechtlich nicht legitimierten Angriffskriegen im Irak oder in Serbien – um nur eine kleine Auswahl zu nennen.
      Das Herz dieser weltumspannenden Krake pulsiert nicht etwa in Washington und auch nicht in Jerusalem, nein, es schlägt da, wo sich alter Adel mit altem Geld zu einem zähflüssigen und überaus potenten Gift vermischt, das langsam aber sicher die Immunkraft unserer Gesellschaft lähmt. Dieses dunkle Krakenblut der Täuschung quillt aus jener Stadt hervor, die den (historisch bedingten) Spitznamen „The Big Smoke“ trägt: London, dessen „großer Rauch“ noch heute so manche sinistre Machenschaft verbirgt.
      Erst Amerika, dann die Welt
      Die eigentliche Geschichte der Meinungsmanipulation nahm vor genau hundert Jahren ihren Anfang. Was 1913 im Londoner Wellington House entstand, sollte mit der Zeit das Denken auf dem ganzen Planeten in neue Bahnen lenken und die Menschen über Generationen hinweg auf das konditionieren, was man für sie im Schild führt. Aus dem Wellington House ging später das bei Insidern berüchtigte Tavistock Institut hervor, von dem später noch die Rede sein wird. Die Marschroute war aber schon damals ebenso klar wie einfach: erst Amerika und dann die Welt. Zu jener Zeit vor den beiden Weltkriegen hatte das britische Empire noch immer Bestand, wenn auch der Glanz auf seinen Uniformknöpfen matt geworden war. Die alte Welt wich langsam der neuen, und die aufstrebende Macht waren die Vereinigten Staaten von Amerika. Eine jugendliche Nation, die ihre volle Stärke noch nie auf fremden Schlachtfeldern hatte unter Beweis stellen müssen. Dennoch war offensichtlich: Amerika wird dereinst die Welt anführen. Das Land strotzte nicht nur wirtschaftlich vor Kraft und Potential, nein, es war (und ist trotz allem noch immer) ein Brennpunkt des geistigen Lichts – magnetisiert, um jene spirituelle Aufgabe erfüllen zu können, welche ihm von höheren Mächten zugedacht ist.
      Kein Wunder also, dass die Krake ihre gierigen Tentakel sehr bald schon in Richtung Amerika streckte und ihre Agenten über den Atlantik schickte. So konnten die Illuminaten sich nicht nur der bald einflussreichsten Nation auf Erden bemächtigen, sondern die Diener Lucifers[1] versuchen damit auch bis heute, den göttlichen Fahrplan zu durchkreuzen und Amerika von dem abzuhalten, was es eigentlich zum Wohl der Menschheit sein sollte. Sind dann die Vereinigten Staaten von Amerika schließlich zum terrorisierenden Polizeistaat mutiert, sollen die Vereinten Nationen – nicht zuletzt dank dem Druck der USA – nach demselben Muster erneuert werden und einer Weltregierung Platz machen.
      Doch beginnen wir am Anfang und kehren zu jenem Gebäude nahe beim Buckingham Palast zurück, das unter der Bezeichnung Wellington House in die Geschichte eingehen sollte. Dort wurde 1913 das Kriegspropaganda-Büro ins Leben gerufen, das den ausdrücklichen Auftrag hatte, den starken Widerstand in der Öffentlichkeit zu brechen, der gegen den sich ankündigenden Krieg zwischen England und Deutschland bestand. Das britische Volk sollte dahingehend manipuliert werden, dass es einer Kriegserklärung Großbritanniens ans deutsche Kaiserreich zustimmen würde. Finanziert wurde das Projekt von der britischen Krone und später vor allem von den Rothschilds, dem eigentlichen Kopf der Illuminati. Bezeichnenderweise hatte einer der beiden Verantwortlichen für dieses neuartige Propagandavehikel, Lord Northcliffe, zuvor in die Rothschildfamilie eingeheiratet.
      Nun, Kriegshetze ist beileibe keine Seltenheit und alles andere als neu. Schon die alten Römer hatten sich dieses Werkzeugs bedient. Welche Auswirkungen aber die in der Hexenküche des Wellington House geschriebenen Rezepte zur Meinungsmanipulation später auf die gesamte Weltpolitik haben würden, konnten sich nur jene vorstellen, die sie genau zu diesem Zweck ausgearbeitet hatten.
      Vordergründig ging es im Wellington House um den „Großen Krieg“, der nicht etwa in der naiven Hoffnung geführt wurde, um damit alle künftigen Kriege zu verhindern, wie wir es in der Schule lernen. Vielmehr wollte man die politische Landkarte neu entwerfen und jene Monarchien hinwegfegen, die im großen Plan störten. Zudem sind Kriege nach wie vor eine hervorragende Möglichkeit, viel Geld zu verdienen und gleichzeitig Völker in den finanziellen Ruin zu treiben – also in die Fänge ihrer Gläubiger.

      Das Labyrinth im Kopf: Die Sprache der politischen Korrektheit ist eine doppelzüngige, die nicht meint, was sie sagt – und so die Klarheit unserer Gedanken verwirrt.
      Tatsächlich aber operierten die Rothschild-Agenten des Wellington House auf einer viel breiteren Basis. Ihr Auftrag: die aufstrebende Supermacht USA in den Ersten Weltkrieg hineinzuziehen. Ein Ziel, das sich auf den ersten Blick nicht leicht erreichen ließ, war die amerikanische Außenpolitik doch fast ein Jahrhundert lang durch die Monroe-Doktrin geprägt gewesen. Amerika hatte sich die Neutralität auf die Fahnen geschrieben und wollte sich nicht in die Streitigkeiten anderer Nationen einmischen. Während des Großen Krieges münzten die Meinungsmacher den edlen Begriff „Neutralität“ jedoch in das schale Wort „Isolationismus“ um und konditionierten die Bevölkerung auf den bevorstehenden Kriegseintritt. Wenn man den Amerikanern damals erklärt hätte, dass die USA dereinst den zweifelhaften Ruf eines „Weltpolizisten“ tragen würden, hätten sie ungläubig gelacht – oder empört protestiert. Doch in der Öffentlichkeitsarbeit der Public Relations ist (fast) nichts unmöglich.
      Womit ein Mann ins Spiel kommt, der gemeinhin als „Vater der PR“ gilt. Edward L. Bernays, 1891 in Wien in eine Familie geboren, die viele Rabbiner und Judaismusgelehrte hervorgebracht hatte, wuchs in New York auf und verinnerlichte zutiefst die Psycho-Theorien seines Onkels Sigmund Freud. Er hatte das Kunststück fertiggebracht, die amerikanische Öffentlichkeit mit jenem Argument in den Ersten Weltkrieg zu treiben, das seither von Leuten wie Bush oder Obama ständig im Mund geführt wird: „Wir wollen die Welt sicher für die Demokratie machen.“
      Edward Bernays hatte die öffentliche Meinung in den USA so stark manipuliert wie keiner vor ihm. Unterstützt wurde er dabei von Walter Lippmann, einem ebenfalls in New York aufgewachsenen Sohn deutsch-jüdischer Eltern. Der einflussreiche Journalist und Pulitzer-Preisträger prägte den Ausdruck gatekeeper und erklärte schon damals, auf welche Weise die Journalisten zu „Torwächtern“ werden – und damit zum Instrument einer breit angelegten Meinungsmanipulation: „Die Gatekeeper würden entscheiden: Was wird der Öffentlichkeit vorenthalten, was wird weiterbefördert? ‚Jede Zeitung ist, wenn sie den Leser erreicht, das Ergebnis einer ganzen Reihe von Selektionen’ [Lippmann]. Indem die Auswahlregeln der gleichgeschalteten Journalisten weitgehend übereinstimmen, kommt so eine Konsonanz der Berichterstattung zustande, die auf das Publikum wie eine Bestätigung wirkt (alle sagen es, also muss es stimmen) und jene oben beschriebene stereotypengestützte Pseudo-Umwelt in den Köpfen des Publikums installiert.“
      Präsidialer Dolchstoß
      Wie gut Bernays’ und Lippmanns heimliche Verbindungen zu den wahren Machthabern gewesen sein müssen, lässt sich aus der Tatsache erahnen, dass beide im jungen Alter von 23 bzw. 25 Jahren bereits zu einflussreichen Beratern von Woodrow Wilson aufstiegen. Wilson war der erste US-Präsident, der einen Krieg (den Ersten Weltkrieg) durch ein ziviles Komitee „verwalten“ ließ – das von Bernays und Lippmann dirigiert wurde, wie Dr. John Coleman in seinem Werk Das Tavistock Institut: Auftrag Manipulation schreibt. Der amerikanische Historiker hat die geheime Geschichte der Manipulation „unserer“ öffentlichen Meinung so akribisch erforscht wie kaum ein anderer. Für ihn ist klar: „Walter Lippmann und Edward Bernays wurden vom Wellington House dazu ernannt, die amerikanische öffentliche Meinung zu manipulieren.“
      Ob Präsident Wilson tatsächlich eingeweihter Agent einer künftigen Neuen Weltordnung war oder nur das frühe und bis dato prominenteste Opfer dieses neuen und höchst subtilen Propagandafeldzugs, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen. In manchen Büchern zum Thema steht, er sei wegen einer heimlichen Liebschaft von Samuel Untermeyer, einem prominenten New Yorker Anwalt, erpresst worden. In welchem Maß dieser Selfmade-Millionär und Zionist tatsächlich Einfluss auf Wilsons Politik nehmen konnte, ist nicht restlos geklärt. Bis auf den heutigen Tag ist die Erpressung einflussreicher Politiker ein wirksames Mittel, um diese gefügig zu machen, weshalb ihr Privatleben im Auftrag der Schattenmächte häufig heimlich überwacht und über ihre Eskapaden Buch geführt wird.
      Rückblickend kann man festhalten, dass mit Ausnahme von Bush dem Jüngeren kein US-Präsident Amerika (und der Welt) größeren Schaden zufügte als Woodrow Wilson. Ihm sind drei Neuerungen zu verdanken, welche den Boden bereiteten, auf dem die globalisierte Misere unserer Tage erst gedeihen konnte. Weil sie beispielhaft sind für das erfolgreiche Wirken der Meinungsmacher, wollen wir uns kurz damit auseinandersetzen:
      1. Aufhebung der schützenden Handelszölle. Kaum hatte Wilson 1913 das Präsidentenamt übernommen, setzte er sich unermüdlich dafür ein, dass die USA ihren Markt praktisch schrankenlos für ausländische Waren öffneten, indem die Schutzzölle beseitigt oder drastisch reduziert wurden (12. Oktober 1913). Nutznießer waren vor allem die einflussreichen Geschäftsleute Englands, welche die USA nun mit billigen Gütern überschwemmen konnten, die für einen Hungerlohn in Indien hergestellt wurden. Es sei an dieser Stelle an die East India Company erinnert, deren Handelsimperium im Machtgefüge der Illuminati eine nicht gerade kleine Rolle spielte. Mit diesem Gesetz läutete Präsident Wilson „die Todesglocke des amerikanischen Handels, der schließlich durch NAFTA, GATT und die Welthandelsorganisation WTO gänzlich kastriert werden sollte“, schreibt Coleman richtig.
      2. Einführung der Einkommenssteuer. Am 5. Dezember 1913 setzte Präsident Wilson den Federal Income Tax Act in Kraft und verurteilte die Amerikaner damit zur Einkommenssteuer, die bis dahin unbekannt gewesen war. Auf diese Weise sollten die nun wegfallenden Zolleinnahmen ausgeglichen werden. Die Tatsache, dass wir heute in fast allen Ländern gedankenlos Einkommenssteuern bezahlen – geradeso, als ob dies ein unumgängliches Naturgesetz wäre –, zeigt, wie konditioniert wir in Wahrheit bereits sind. Historiker Coleman kommentiert: „Das Prinzip einer Einkommenssteuer entstammt der marxistischen Doktrin, die genauso wenig in der US-Verfassung vorkommt wie die Federal Reserve Bank.“
      3. Gründung der privaten US-Notenbank. Eine Woche nach Einführung der Einkommenssteuer machte Woodrow Wilson seinen Mitbürgern am 23. Dezember 1913 ein Weihnachtsgeschenk der besonderen Art. Er setzte seine Unterschrift auf einen Gesetzesentwurf, den er als „Rekonstruktion des Banken- und Währungssystems der Nation“ pries. Es war die Geburt der vollkommen unabhängig geführten und sich in privaten Händen befindlichen Notenbank der mächtigsten Nation auf Erden. Nur ein halbes Jahr später versank Europa in einem Krieg, der rund siebzehn Millionen Menschen das Leben kosten sollte. „Die meisten Historiker stimmen darin überein, dass diese schreckliche Feuersbrunst nicht ohne den Erlass des Federal Reserve Bank-Gesetzes hätte entfacht werden können“, erklärt John Coleman. Und siehe da: Die beiden wichtigsten Agenten des Wellington House auf amerikanischem Boden, Bernays und Lippmann, spielten eine wichtige Rolle bei der Verschacherung des US-Volksvermögens an ein privates Monopol. Laut Coleman formulierten sie die trügerische Sprache des neuen Bankgesetzes maßgeblich mit und gründeten sogar die National Citizen’s League (Bund Nationaler Staatsbürger), die sich unter dem Vorsitz des bereits erwähnten Samuel Untermeyer massiv für die geplante Notenbank in der Öffentlichkeit einsetzte.
      „Eines der interessantesten Details dieser Geschichte, die nichts anderes als die Auferlegung einer ausländischen finanziellen Sklaverei bedeutete, war, dass – noch bevor das Gesetz an Wilson zur Unterzeichnung geschickt wurde – eine Kopie davon an den undurchsichtigen Colonel Mandell House als einen Repräsentanten des Wellington House und an den Bankier J.P. Morgan als Repräsentanten der britischen Oligarchie gesandt wurde“, hält Coleman in seinem Buch über Meinungsmanipulation fest.
      Tavistock-Gehirnwäsche
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      Über die Mutter aller Öffentlichkeitsarbeit sagte Edward Bernays: „Propaganda ist der ausführende Arm der unsichtbaren Regierung.“ Dieses Motto nahm sich der britische Psychiater und spätere Brigadegeneral John Rawlings Rees zu Herzen, als er drei Jahre nach dem Ersten Weltkrieg das Tavistock Institute of Human Relations (TIHR) ins Leben rief. Offiziell wird das Gründungsjahr der Institution zwar mit 1947 angegeben, doch John Coleman, der die Archive des Tavistock Instituts studieren konnte, hält dies für Augenwischerei. Tatsächlich nahmen die Tavistock-Verantwortlichen schon viel früher ihre Arbeit auf (damals noch an der Tavistock-Klinik): „1921 wurden die Indoktrinations-Operationen vom Wellington House an das Tavistock Institut übertragen (…) wo Rees die Methoden zur Massen-Gehirnwäsche weiter perfektionierte.“ Zusätzlich gründete er ein eigenes Forschungszentrum für den britischen Auslandsgeheimdienst. „Es war Rees, der die Methode zur Kontrolle politischer Kampagnen entwickelte sowie Bewusstseins-Kontroll-Techniken, die bis zum heutigen Tag angewendet werden.“ Auf der aktuellen Tavistock-Internetseite stellt sich das Institut unter anderem mit dem kryptischen Satz vor: „Wir arbeiten mit verborgenen (und manchmal unbewussten) Faktoren.“ Dabei gilt: Die gleichen Psychotherapietechniken, die eingesetzt werden, um eine geistig-seelisch erkrankte Person zu heilen, kann man auch in der entgegengesetzten Richtung anwenden. Mit solch psychischen Störungen kannte sich Rees bestens aus. Sicherlich mit ein Grund, weshalb ihm bei Ausbruch des Zweiten Weltkriegs das Kommando über die britische Armeepsychiatrie übertragen wurde.
      Die im Tavistock Institut begonnenen Experimente führten schließlich zum streng geheimen MK Ultra-Projekt des amerikanischen Geheimdienstes CIA, bei dem man Menschen teilweise zwanzig Jahre lang ohne ihr Wissen bewusstseinsverändernde Drogen wie LSD verabreichte. Federführend bei diesem Verbrechen war die RAND Corporation, eine weitere Schöpfung des Tavistock Instituts.

    • von Maritta Strasser

      Ehrlich gesagt verstehe ich von diesem Kommentar kein Wort. Ich sehe auch keinen Zusammenhang zum Thema.

    • von R. Mathias

      Markus 4:12 auf dass sie mit Augen sehen und doch nicht erkennen,

      und mit Ohren hören und doch nicht verstehen . . .

      und halten sich für klug

    • von Maritta Strasser

      Same to you.

    • von Veronika

      Sehen Sie und das ist das große Problem!

    • MS schrieb: „Ehrlich gesagt verstehe ich von diesem Kommentar kein Wort. Ich sehe auch keinen Zusammenhang zum Thema.“

      Sehen Sie, Frau Strasser, das ist das Problem: SIE verstehen es nicht, weil Sie wenig wissen. Der Kommentar hat wohl einen sehr engen Zusammenhang mit dem Thema.

    • von Veronika

      Volle Unterstützung, ich habe Sie verstanden! Alle die global denken,sich vollständig informieren ( NWO ) und nicht nur unter Ihre Bettdecke sehen, merken das irgendwas mit der Welt nicht stimmt – WELCOME TO THE REAL WORLD!

    • von Dur

      Das erinnert mich an einen früheren Patienten, der im Wahn sehr ähnlich redete. Er neigte dazu den Unterschied zwischen möglichen und faktischen Zusammenhängen nicht zu erkennen, was auch der Grund war, warum er einen Verfolgungswahn entwickelte, wenn man ihm nicht mit Hilfe von gezielten Fragen aufzeigte, dass seine angstfördernden Konstrukte nicht auf Tatsachen, sondern auf Vermutungen basierten, deren Unwahrscheinlichkeit man annehmen oder die er selbst auf Nachfrage entkräften musste. Wurden die Konstrukte jedoch sehr verworren, wurde es immer schwieriger die richtige Fragen zu formulieren, da der Patient der einzige war, der seine Konstrukte verstand…

    • von Ines

      @WENO Da weiß man ja gar nicht wo man anfangen oder aufhören soll bei dem was Sie da vom Stapel lassen. Ich picke mal nur zwei heraus: [[..“Von der öffentlichen Zurschaustellung alternativer sexueller Prägungen“..]] und: [[..“Die übermäßige Fokussierung auf alternative sexuelle Orientierungen..“]] Wie jetzt? Öffentlicher Straßenstrich wurde jahrhundertelang toleriert, aber wenn Homosexuelle sich knutschen, ist es skandalös? Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen. Ich persönlich mag öffentliche Zurschaustellung sexueller Aktivitäten in keinster Weise, dazu zähle ich auch einen intimen, hingebungsvollen Kuss. Nur mache ich dabei keinen Unterschied zwischen Heteros und Homos. Diese Differenzierung ist bereits Rassismus im Kopf. Wenn, dann sollte man auch dazu stehen und sich nicht ein Pseudomäntelchen von Toleranz umhängen.

  • von Gampe Harald

    Um es politisch korrekt auszudrücken : Ihre Action von heute zwingt mich zu kündigen !
    um es näher zu erläutern ist der Platz hier zu klein , es geht nicht um ja und oder nein
    es geht um die Haltung, hier findet auch jeder Mist aus America Einzug
    Habe die Ehre

    • von Maritta Strasser

      Einen schönen Tag noch.

  • von Ralf Voss

    Sehr geehrte Frau Strasser,
    vielen Dank für Ihre aufklärenden Sätze. Mir war bis lang noch nicht klar, dass ich mich schämen müsste, wenn ich nicht Ihrer Meinung entspreche.

    „Wer Schwule, Lesben und Menschen mit einer Identität zwischen den Geschlechtern nicht als gleichwertige und willkommene Mitglieder unserer Campact-Gemeinschaft akzeptieren kann sollte sich überlegen, ob er oder sie bei uns richtig aufgehoben ist.“ – Hier setzen Sie Menschen, welche einen übergeordneten Sexualfokus in der Schule nicht begrüßen, gleich mit denen, welche Menschen mit unterschiedlichen Sexualausrichtung diskremieren, dies ist populistisch.

    Wer nicht dafür ist, der ist eben rechts oder akzeptiert Menschen mit unterschiedlichen Sexualausrichtungen nicht, dies ist entweder Ihr gewollter Ansatz, welcher dann sehr extremistisch ist oder Sie verstehen es einfach nicht, dass man auch gegen die immer stärker werdende Sexualisierung in Schulen sein kann und trotzdem die Menschen nicht auf irgendwelche Sexualpraktiken reduziert.

    Sie schreiben absolut populistisch und antworten mit einer belehrenden Aroganz, welche ihres gleichen sucht. Zu einer Diskussion scheinen Sie nicht in der Lage zu sein, sondern verweisen auf extreme Beispiele, wie „Schwulenklatschen“, Russland usw.

    Vergessen Sie nicht, dass es nicht nur Toleranz gegenüber sexuellen Ausrichtungen gibt und die Schule die Kinder dazu befähigen soll insgesamt tolerante und eigene Einschätzungen, auf Basis von Wissen vorzunehmen.

    Ob Sie Campact mit dieser Art der Intoleranz und Umgehensweise ein Gefallen tun, halte ich für sehr zweifelhaft, zumal Ihre Toleranz gegen Menschen, welche diese Thematik anders bewerten „Null“ ist und diese durch populistische Hetze zu defarmieren versuchen.

    Von meiner Seite können Sie für Beleidigungen und nicht sachlich begründeten Unterstellungen keine Toleranz erwarten.

    • von Maritta Strasser

      Was ist denn ein „übergeordneter Sexualfokus“? Das klingt monströs, und ich kann mir nichts darunter vorstellen. Und „immer stärker werdende Sexualisierung“? Meine Schulzeit ist schon über 30 Jahre her, aber selbst wir hatten Sexualkunde. Sie nicht?
      Und nein, leider ist Gewalt gegen Homosexuelle kein Einzelfall. Ich lebe in Berlin, da kommt das täglich auf den Straßen vor.

    • von Ines

      [[..Und “immer stärker werdende Sexualisierung”?..]] Ernsthaft jetzt, Maritta Strasser? Das empfinde ich als Diskussionsverweigerung. Selbst Blinde nehmen dies wahr und das meine ich wortwörtlich, es reicht schon den Fernsehapparat nur zu ‚hören‘. Schauen Sie sich die Zeitschriftenauslagen an und die Themenauswahl. Sixx wirbt mit ‚länger‘ und Wertevermittlung versteht man in erster Linie als Aufklärungsunterricht? Wenn Sie im Namen von campact schreiben, dann erwarte ich auch die Bereitschaft andere Standpunkte offen zu diskutieren und andere Erfahrungen nicht zu negieren.

    • von Maritta Strasser

      Zurück zum Thema: Wo finden Sie denn die „immer stärker werdende Sexualisierung“ im Bildungsplan 2015?

    • von R. Mathias

      wenn sie das nicht wissen,
      wird es aber aller höchste Zeit, das sie das mal lesen !

    • von Maritta Strasser

      Hab ich schon. Danke.

    • Ich habe mir das Teil durchgelesen. Frau Strasser, seien Sie mir nicht böse, aber entweder sind Sie nicht in der Lage, das zu erkennen oder Sie wollen es nicht. Ich tippe auf letztere Variante. Und Sie bauen darauf, daß die unkritische Masse sich die Dinge nicht durchlesen wird.

      Deshalb ein paar kleine Hinweise:

      Solche Ausarbeitungen haben wir früher mit Bla bla bla bezeichnet, alles etwas intellektuell hochgegriffen. Anspruch und Wirklichkeit klaffen um Welten auseinander, wenn man die aktuellen Ergebnisse Teile des Schulwesens betrachtet, aber Ziele sind schon mal gut.

      Dabei finden sich einige Dinge, die die Ersteller selbst nicht können, verlangen es aber von Kindern und Jugendlichen.

      Vollkommene Überdimensionierung der Thematik sexuelle Identität. In allen Fächern, auf allen Ebenen wird dieses Thema sichtlich stärker gewichtet als vieles Andere. Einige viel wesentlichere Themen gibt es gar nicht. Hervorragende Einfallstore für weitere von der EU geplanten Maßnahmen.

      http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2014/01/12/dlf_20140112_1317_f62160dd.mp3

      Die Kinder sollen Rechtsextremismus erkennen lernen. Das ist gut! Linksextremismus findet sich nicht im Lehrplan. Das ist interesant. Gibt es das nicht mehr? Haben wir die Geschichte schon vorgeschrieben?

      Campact! Fängt schon gleich mit dem Unterricht an, indem man dort die Menschen, die die Dominanz der Regenbogenfahne in diesem Bereich nicht wollen (ganz bestimmt die Mehrheit der Menschen in diesem Land!), als rechten Mob ausschmiert. Das ist unsäglich und unwürdig. Aber solche Sachen wachsen ja zur Normalität an.

      In diesem Dokument kommt das Wort „LSBTTI“ – Menschen vor, was für ein Begriff! Echt irre.

      Am Ende findet sich die wahre Zielstellung dieses Pamphletes: Verbraucherbildung

      Es ist im Prinzip ein Leitfaden nicht für Menschen, die durch universelle Bildung zu selbstbestimmten Erwachsenen heranwachsen sollen, sondern ein technischer Leitfaden zur Ausbildung (nicht Bildung) von Verbrauchern und Arbeitskräften und Sozialempfängern für das System. Allein die Wortwahl im gesamten Text verrät des Geistes Kind.

    • von Ralf Voss

      Der übergeordnete Sexualfokus besteht darin, dass nicht die allgemeine Toleranz gefördert werden soll, sondern im speziellen die sexuelle Ausrichtung im Fokus steht und dieses übergreifend auf alle Fachbereiche. Hier sehe ich einen schweren Mangel, welcher eine klare Überbewertung der Sexualität darstellt. Was auch innerhalb unserer Gesellschaft ständig stattfindet (siehe Medien usw.). Der Fokus sollte meiner Meinung nach auf der Toleranz im allgemeinen gegenüber jeden Individium liegen und nicht an der sexuellen Ausrichtung. Daher bin ich gegen eine Festschreibung im Schulplan mit diesem Fokus.

      „Sex sales“ und das sehen wir überall, ob im Fernsehen, in den Printmedien oder sonst wo. Dabei gehen aber wesentliche Werte wie Liebe und Zusammengehörigkeit verloren. Nun werden schon die kleinsten in der Grundschule mit „Aufklärungsunterricht“ beglückt und dieses in verstärkter Form, das ist für mich Art der Frühsexualisierung und ein Eingriff in die elterliche Entscheidung und Fürsorge.

      Der Genderstream in den Schulen, trägt dann zur weiteren Omnipotenz des Sexualgedankens mit bei.

      Nun, ich verurteile jegliche Diskreminierung und selbstverständlich jede Gewalt gegen Menschen, welche anders denken, fühlen oder leben.

      Ja, ich hatte auch Sexualkundeunterricht, welcher sich aber auf den biologischen Teil beschränkte. Meine Werte worden mir allerdings von meinen Eltern erfolgreich vermittelt, wobei meine Eltern auch mit einem homosexuellen Sohn keine Probleme gehabt hätten. Es gibt einfach Dinge, welche in die Familie gehören und aus denen sich der Staat rauszuhalten hat, dazu gehört für mich die persönliche Sexualität.

      Eine führende Hand, hin zu Toleranz und Akzeptanz von unterschiedlichen Lebensweisen, Meinungen und Wertvorstellung ist für mich durchaus in Ordnung, dieses aber in einem Gesamtkonzeot und nicht auf einzelne Punkte reduziert.

    • von Maritta Strasser

      Warum betonen Sie immer so die Sexualität. Es geht im Bildungsplan nicht um Sexualkundeunterricht. Es geht um unterschiedliche Lebensweisen. Dass es die gibt, haben die Jugendlichen schon mitbekommen. Sie sind doch nicht blind und taub. Die Schule hilft ihnen, das einzuordnen.

    • von Ines

      [[.. Es geht im Bildungsplan nicht um Sexualkundeunterricht. ..]] Das ist, glaube ich ganz wichtig darauf hinzuweisen! Hier ein Richtigstellung dazu: http://www.kultusportal-bw.de/,Lde/Startseite/schulebw/Sexuelle+Vielfalt

    • von Arpad Jakab

      „übergeordneter Sexualfokus“ – eine kompakte Formulierung dessen, dass das Eigenbild eines Menschen durch seine sexuelle Orientierung dominiert wird. Das ist sowohl bei Homosexuellen als auch bei Heterosexuellen gefährlich, denn das Eigenbild eines Menschen sollte durch die Fähigkeit zu lieben (im Sinne der Gegenliebe) dominiert werden, und nicht durch das Geschlecht des sexuell begehrten Anderen.

    • von Maritta Strasser

      Vielleicht ist es einfach zu spät am Abend, aber ich verstehe Ihre Erklärung auch nicht.

    • von Sigrid Moll

      Liebe Frau Strasser,
      ich habe mir nun die Leserbriefe und auch Ihre Kommentare dazu angeschaut. Es ist mir aufgefallen, dass Briefe, welche eigentlich nicht besonders anspruchsvoll für den Intellekt wären, von Ihnen immer wieder beantwortet werden „das verstehe ich nicht“.
      Ich glaube Ihnen, das Sie das nicht verstehen, das Problem ist, das eben gerade solche Leute, wie Sie, die das nicht verstehen, dahingehend von Experten und Meinungsmachern benutzt werden deren Meinung unüberdacht weiter zu verbreiten.
      Ich möchte Sie hier nicht kritisieren, aber es besteht die Gefahr, dass Sie von anderen benutzt werden und nicht frei sind, Ihre eigene Meinung zu bilden. Wissen Sie, wenn man von anderen benutzt wird, was ja wirklich eine schändliche Sache ist, dann sollte man sich aber trotzdem hüten dies wiederum mit anderen zu tun, denn Sie wissen ja wir weh dies tut.

    • von Maritta Strasser

      Vielen Dank, dass Sie sich so um mich sorgen. Aber ich bin jetzt 49 Jahre alt und schon einigermaßen stur geworden. So leicht manipuliert man mich nicht.

    • von R. Mathias

      Da es hier nicht möglich ist Beiträge zu bewerten, eben schriftlich :

      DAUMEN HOCH

  • von Arpad Jakab

    Das Problem mit Deutschland ist, dass es nicht mehr zu seiner christlichen Wurzel steht. Denn, wenn es täte, wäre die Handhabung dieses Themas deutlich.
    Die Bibel sieht eine Vereinigung zweier Menschen in der Ehe vor, die aus einem Mann und einer Frau besteht (Adam und Eva). Jede weitere sexuelle Beziehung ausserhalb dieses Rahmens ist eine Sünde, also ein Verstoss gegen die Zehn Gebote und ist somit wiederlich im Auge Gottes. Also implizit sind homosexuelle Partnerschaften – sofern sie auch sexuelle Aktivitäten beinhalten – aus der Sicht der Bibel, also der heiligen Schrift des Christentums, der Grundlage unserer Kultur, nicht befürwortet. Das ist also die vereinfachte biblische Sicht.
    Nun, wir Menschen sind Sünder, somit machen wir in unserer Blindheit und Abwendung von Gott schreckliche Dinge, wie z.B. Menschen, die unsere Empathie brauchen mit Hass begegnen. Somit ist Schwulenhass falsch. Allerdings ist Pro-Schwul Propaganda, wie das gerade in den deutschen Medien anlässlich von Herrn Hitzlsperger betrieben wird, wie beretis im vorheringen Abschnitt erklärt, auch falsch.
    Aus christlicher Sicht, kann ich nur sagen, dass uns Jesus die Antwort auf die Frage gibt, wie wir Homosexualität begegnen sollten (Johannes 8, 11): „…Und Jesus sprach: So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“. Zwar sagt er das einer Ehebrecherin, aber das ist im biblischen Kontext an alle aussereheliche sexuelle Aktivität bezogen, somit auch an homosexuelle Aktivitäten.

    • von Arpad Jakab

      wiederlich = widerlich

    • von Maritta Strasser

      Deutschland ist ein säkularer Staat. Die den Staat tragenden Werte sind im Grundgesetz niedergelegt. In diesem Land leben Menschen mit verschiedenen Religionen sowie Menschen, für die keine Religion in Frage kommt. Sie leben hier gleichberechtigt und bilden gemeinsam eine Gesellschaft. Das ist gut so.

    • von Arpad Jakab

      Also, die Mehrheit der in Deutschland praktizierten Religionen (Chtristentum, Islam, Judentum) erkennen das Alte Testament an, auf deren Grundlage homosexuelle Aktivitäten eine Sünde ist. Hindus haben dem Christentum sehr ähnliche Ansichten.

      Natürlich leben hier sehr viele (aber nicht in überwiegenden Anzahl) Menschen, die einer anderen Religionen angehören, die dieses Thema anderswie gehandhabt – hier bin ich etwas unterversorgt an Informationen, da fallen mir höchstens noch die Satanisten ein – oder eben soche, wie Sie erwähnen, „für die keine Religion in Frage kommt“. Die Anzahl dieser Menschen ist aber wesentlich kleiner als derer, für die Religion doch in Frage kommt. Religiöse Menschen werden weiterhin nach Möglichtkeit versuchen, Homosexuelle, und sonst alle, die sich z.Z. auf der Periphärie der Gesellschaft befinden, mit Gegenliebe zu begegnen, aber eine Befürwortung gar eine Propagation homosexueller Aktivitäten ist aus religiösen Gründen unmöglich.

    • von Maritta Strasser

      Ich kenne nur sehr wenige Christen, die Homosexualität für eine Sünde halten. Das Kirchenvolk denkt anders als seine Hirten. Und das ist auch gut so.

    • von R. Mathias

      tut mir Leid, sie haben keine Ahnung !

    • von Maritta Strasser

      Das wollte ich Ihnen auch grad sagen.

    • von Deborah

      Dann kennst du wahrscheinlich nur Namenchristen. Das hat jedoch mit GLAUBEN NICHTS zu tun!

    • von Maritta Strasser

      Namenschristen, so so. Ich werde es ausrichten.

    • von Bpunkt

      Dann kennen diese „Christen“die Frau Strasser kennt die Bibel nicht oder ordnen sich der Bibel nicht unter. Zum prüfen: 3.Mose 18,22 ,Römer 1, 18-32, Wie Sie feststellen würden falls Sie es lesen bleibt da wenig Spielraum es anders zu sehen.

    • von Maritta Strasser

      Ich zitiere aus der aktuellen „Zeit“ vom 30.1.14: „Die Lehre der Kirche, dass „jeder eheliche Akt von sich aus auf die Erzeugung menschlichen Lebens hin geordnet bleiben muss“, wird von vielen deutschen Kirchenmitgliedern ausdrücklich abgelehnt. So steht es in Familienfragebögen, die diese Woche nach Rom zurückgeschickt wurden. … Glaubensgehorsam war immer rar. In einer moralischen Anstalt, in der Päpste ihre Söhne einst zu Kardinälen ernannten, gehört der Verstoß gegen die geltende Sexualmoral zur Tradition. Doch das Selbstbewusstsein, mit dem die Katholiken sich zu ihrem unkatholischen Verhalten bekennen, ist neu. Geradezu trotzig, fast schon stolz erklären sie, dass sie gegen die Regeln leben. Sie halten diese Regeln offenbar für falsch. … An die Hölle glauben die meisten Katholiken nicht mehr.“

    • von bpunkt

      So wie ich das sehe kennen dann viele Katholiken die Grundlage ihres Glaubens – Die Bibel – nicht, bzw. nicht richtig. Die Hölle und Satan sind dort als reales Wesen bzw. realer Ort beschrieben. Der Sex gehört nach meinem Verständnis der Bibel zwar in eine Eheliche Verbindung, ist jedoch nicht nur zur Zeugung eines Kindes gedacht. Das Zölibat ist eine Erfindung der Kath. Kirche. Geht aber vermutlich auf Paulus zurück der es als besser erachtet als Eheloser sich ganz auf die Verbreitung des Evangeliums zu konzentrieren. Wenn wir nun davon ausgehen das Homosexualität von „Christen“ nicht als Sünde gesehen wird bedeutet das nicht das „Christen“ sich weiter entwickelt hätten sondern das sie, die Grundlage ihres Glaubens – Die Bibel – nicht kennen. In der Bibel wird auch die Liebe zu den Sündern und die Ablehnung der Sünde beschrieben. Somit kann kein Christ der an der Bibel festhält sich für Homosexualität aussprechen. Dass, es so viele Missbrauchsfälle in der kath. Kirche gab oder gibt liegt nicht an der Bibel sondern meiner Meinung nach an der Kirche. Und natürlich sind auch diese Menschen Sünder!! Wie eben jeder Lebende Mensch! Frau Strasser lesen sie dieses Kommentar vielleicht mehrmals um es zu erfassen. Es geht in der Bibel nicht darum das Homosexuelle ausgegrenzt oder nicht toleriert werden sollen. Sondern vielmehr sie zu Lieben und als Sünder anzunehmen – wie jeden Menschen, – da es keinen gibt der ohne Sünde ist. Übrigens wird in der Bibel auch keine Wertung der Sünde beschrieben. Es ist somit nicht schlimmer Homosexuell zu sein als eine Lüge zu verwenden. Ich möchte jetzt nicht einem“ Blinden das sehen beibringen“ deshalb kann ich nur hoffen sie verstehen meinen Kommentar. Auch wenn die Bibel nicht Ihrer Überzeugung entspricht. Was ich noch schreiben wollte ist das wenn sie an die Evolutionstheorie Glauben (die nicht wissenschaftlich bewiesen werden kann). Sie Homosexualität als etwas normales sehen da Homosexuelle ja nicht zur Erhaltung der Art beitragen können und sich logischerweise nicht als „stärken“ durchsetzen können. Was dann dazu führt das Homosexualität ja dann nur als „Behinderung“ (im Bezug auf Evolution)gesehen werden kann. Vorausgesetzt es ist genetisch, was Sie ja behaupten und ich nicht weiß. Unterm Strich kann es ja dann nicht als normal gelten. Ich bin gespannt auf ihre Antwort und hoffe nicht von Ihnen als intolerant gesehen zu werden.

    • von Bpunkt

      2. überarbeitetes Kommentar
      So wie ich das sehe, kennen dann viele Katholiken die Grundlage ihres Glaubens – Die Bibel – nicht, bzw. nicht richtig. Die Hölle und Satan sind dort als reales Wesen bzw. realer Ort beschrieben. Der Sex gehört nach meinem Verständnis der Bibel zwar in eine eheliche Verbindung, ist jedoch nicht nur zur Zeugung eines Kindes gedacht. Das Zölibat ist eine Erfindung der kath. Kirche. Es geht aber vermutlich auf Paulus zurück, der es als besser erachtet als Eheloser sich ganz auf die Verbreitung des Evangeliums zu konzentrieren. Wenn wir nun davon ausgehen, dass Homosexualität von „Christen“ nicht als Sünde gesehen wird, bedeutet das nicht, dass „Christen“ sich weiter entwickelt hätte, sondern dass sie, die Grundlage ihres Glaubens – Die Bibel – nicht kennen. In der Bibel wird auch die Liebe zu den Sündern und die Ablehnung der Sünde beschrieben. Somit kann kein Christ, der an der Bibel festhält, sich für Homosexualität aussprechen. Dass, es so viele Missbrauchsfälle in der kath. Kirche gab oder gibt liegt nicht an der Bibel, sondern meiner Meinung nach an der Kirche. Und natürlich sind auch diese Menschen Sünder!! Wie eben jeder lebende Mensch! Frau Strasser lesen Sie dieses Kommentar vielleicht mehrmals um es zu erfassen. Es geht in der Bibel nicht darum, dass Homosexuelle ausgegrenzt oder nicht toleriert werden sollen. Sondern vielmehr sie zu lieben und als Sünder anzunehmen – wie jeden Menschen, – da es keinen gibt der ohne Sünde ist. Übrigens wird in der Bibel auch keine Wertung der Sünde beschrieben. Es ist somit nicht schlimmer homosexuell zu sein als eine Lüge zu verwenden. Ich möchte Sie jetzt nicht „bekehren“, hoffe jedoch, dass Sie meinen Kommentar verstehen, auch wenn die Bibel nicht Ihrer Überzeugung entspricht.
      Was ich noch schreiben wollte ist, dass wenn sie an die Evolutionstheorie glauben (die nicht wissenschaftlich bewiesen werden kann) und Sie Homosexualität als etwas Normales sehen, dann führt dies zu einem Widerspruch. Da Homosexuelle nicht zur Erhaltung der Art beitragen können und sich logischerweise nicht als „stärkeren“ durchsetzen können, kann die Homosexualität nicht Normal sein. Auf Grund dieser Schlussfolgerung kann Homosexualität dann nur als „Behinderung“ (im Bezug auf Evolution)gesehen werden, Vorausgesetzt es ist genetisch, was Sie ja behaupten und ich nicht weiß.
      Unterm Strich kann es ja dann nicht als normal gelten. Ich bin gespannt auf ihre Antwort und hoffe nicht von Ihnen als intolerant gesehen zu werden.

    • von Maritta Strasser

      Evolutionstheorie und Homosexualität stehen nicht im Widerspruch zueinander. Der Mensch ist als soziales Wesen aus der Evolution hervorgegangen. Er hat Nachkommen, die so hilflos sind und so lange zum Aufwachsen brauchen, dass er nur in Gemeinschaften, die gemeinsam ihre Nachkommen schützen überleben konnte. In diesen Gemeinschaften können Mitglieder ohne eigene biologische Nachkommen zum Überleben der Art zum Teil mehr beitragen als wenn sie selber Nachkommen hätten. Bei einigen Menschenaffen gibt es ähnliches.

    • von Bpunkt

      Ich habe einen Artikel zu Ihrer Aussage gefunden:
      FrankfurterRundschau 22. Juni 2012
      Zwei Väter im Schwanennest

      Dass Forscher darüber so offen berichten, war nicht immer so. Lange wurden derlei Beobachtungen bewusst übersehen oder als belanglos abgetan. Aus Prüderie oder weil sie einfach nicht in Darwins Theorie passen wollten, die auf Fortpflanzung ausgerichtet ist. Schließlich können gleichgeschlechtliche Tiere keine Nachkommen produzieren. So beschrieben Wissenschaftler homosexuelles tierisches Verhalten als „Ärgernis“ oder „sexuellen Nonsens“.- Zitat ende. Quelle:http://www.fr-online.de/wissenschaft/homosexualitaet-bei-tieren-maennchen-tanzen-rumba,1472788,16452422.html Also passt es nicht in Darwin’s Evolutionstheorie aber Sie haben wahrscheinlich Evolutionstheorie 2.0 ..sei’s Drum. In dem Bericht steht tatsächlich auch, dass ein homosexuelles Schwanenpaar Vorteile gegenüber einem heterosexuellen hat, was jedoch nur an der körperlichen Überlegenheit der Männchen liegt. Wenn wir jetzt das GG Art.3 auf die Schwäne übertragen, ist der Vorteil dahin, da alle Schwanendamen sich ihre Gleichheit vor dem Gesetz einklagen würden. Jetzt aber Spaß bei Seite. Was ich damit ausdrücken möchte ist nur ,dass wir als höchst entwickeltes“ Tier“ doch nun wohl nicht mehr zurück auf die Bäume wollen.(Wie im ersten Teil des Artikel’s.) Oder? Ich nicht!

    • von Maritta Strasser

      Sie haben mein Argument nicht widerlegt. Homosexuelle Mitglieder in der sozialen Gemeinschaft der Menschen bedeuten keine Gefahr, etwa das Aussterben der Art. Sie leisten vielmehr einen positiven Beitrag zum Überleben. Deshalb gibt es sie trotz Evolution und ihrem Selektionsdruck.

    • von ede013

      Es gibt etwas, ich nenne es mal Religion (sonst werde ich missverstanden)
      Das ist die VERNUNFT (reine Energie, das Ich, die Christen sagen Seele dazu).
      Dazu brauchts es keinen imaginären Gott, keine Kirche oder sonstige Religion, das steckt in uns, egal welche Lebensform alle haben das.
      Wir haben es nur verlernt, es zu Spüren und zu hören!

    • von Maritta Strasser

      Ich persönlich halte es eher mit Imanuel Kant: Es gibt kategorische Imperative.

    • von R. Mathias

      das wird jetzt etwas länger . . .

      Wo der Toleranzwahn eigentlich herkommt, wo er hingeht und was das mit der Verfassung zu tun hat.

      Die westlich-demokratischen Gesellschaften sind pluralistisch,
      d.h. alle Menschen haben grundsätzlich das Recht, ihr Leben individuell und frei zu gestalten, was z.B. in totalitären Systemen nicht möglich ist.

      Jedoch sind dieser Freiheit Grenzen gesetzt durch das Grundgesetz und andere darauf basierenden Gesetzbücher.

      Das Entscheidende am Grundgesetz ist, dass es von unveräußerlichen, absoluten Werten ausgeht, die in jedem Fall bewahrt bleiben müssen, wie die Menschenwürde.

      So kann der Artikel 1 des Grundgesetzes auch nicht vom Bundestag geändert werden. In der Weimarer Republik war ein sogenannter Rechtspositivismus möglich, in dem sämtliche Artikel des Grundgesetzes vom Parlament geändert werden konnten; dies ermöglichte es u.a. Hitler, an die Macht zu kommen.

      Ohne absolute Werte geht ein Staat ! und

      unausweichlich dem Totalitarismus entgegen.

      Dabei wollen doch die Vertreter der grenzenlosen Toleranz genau dies vermeiden.

      Sie gehen davon aus, dass es keine absolute Wahrheit gibt bzw. niemand sie für sich beanspruchen darf und da passt Jesus mit seinen absoluten Aussagen nicht hinein.
      Dann jedoch müsste man konsequenterweise auch das Grundgesetz abschaffen, welches (noch) von den unverrückbaren Grundlagen der Verantwortung vor Gott und der Menschenwürde ausgeht.

      Nun gut, wird eingewandt, dagegen habe man ja nichts; es solle jeder leben wie er will, nur schaden dürfe er seinen Mitmenschen nicht.

      Das Problem ist nur: wie bemisst man Schaden?

      Tritt er erst dann ein, wenn Menschen zu Tode kommen? Oder zählen schon psychische und moralische Degeneration dazu?

      Und wie passt es das auch Satanisten toleriert werden?

      Natürlich will keiner jene Satanisten, die Blutopfer darbringen und Menschen töten; dass alle Satanisten jedoch dieselbe geistige Grundlage haben wie die nunmehr offiziell akzeptierten „harmlosen“, weiß kaum jemand.

      Hier einige Auszüge aus den satanistischen Gesetzen, denen sich alle Satanisten verbunden fühlen:

      „Es gibt keinen Gott außer dem Menschen.“

      „Der Mensch hat das Recht, nach seinem eigenen Gesetz zu leben“

      „Der Mensch hat das Recht, all diejenigen zu töten, die ihm diese Rechte zu nehmen suchen.“

      „Die Sklaven sollen dienen.“

      Das ist nicht nur ein direkter Affront gegen den Gott der Bibel, sondern auch gegen unser freiheitlich-demokratisches System, das ja gerade

      auf den biblischen Werten beruht.

      Denn der Mensch hat deswegen eine unveräußerliche Würde, weil Gott ihn geschaffen hat, und Gott ihm diese Würde verliehen hat !

      Doch das, was einst absolut war, wird nun relativ (die neue europäische Verfassung beinhaltet den Gottesbezug nicht mehr). Die automatische Folge: das, was einst relativ war, wird absolut.

      An die Stelle unveräußerlicher, in Gott gegründeter Werte treten Menschen, die nun sich selbst als das Maß der Dinge erklären.

      Das Hitlerreich war in dieser Hinsicht eine eindringliche Lektion, die aber offensichtlich heute nicht mehr verstanden wird . . .

      Die Bibel weiß von einem zukünftigen Herrscher, gegen den Hitler ein Schoßhund war.

      Er wird sich über alles erheben, er wird sich selbst verabsolutieren und ein System ersetzen, das sich selbst, wie die Weimarer Republik, ad absurdum geführt hat.

      Die Toleranten werden genau das bekommen,

      was sie am meisten fürchten: totale Diktatur.

      Jede Auflehnung gegen den Gott der Bibel – welcher der Gott des Lebens ist,

      führt zu einer Diktatur des Todes.

      Wetten das sie das nicht veröffentlichen,

      aber sie werden meine Worte nie vergessen ! und seit spätestens heute, können sie nicht mehr sagen ich habe nichts gewusst.

    • von Maritta Strasser

      Der Bildungsplan hat nichts mit Satanismus zu tun. Mein Blogbeitrag auch nicht.
      Außerdem: Es ist völlig legitim, die Existenz Gottes zu bezweifeln oder einen anderen als den christlichen Gott zu verehren. Das ist moralisch völlig wertfrei. Die Freiheit nehm ich mir!

    • von R. Mathias

      es geht ja auch nicht um Satanismus . . . aber weichen sie dem eigentlichem Thema ruhig schön aus. Ja es steht ihnen frei sich zu entscheiden was sie glauben wollen oder auch nicht glauben wollen . . . aber auf die Konsequenzen ihrer Entscheidung werden die Menschen nur selten hingewiesen !

      Glauben sie mir, im Himmel gibt es nur Freiwillige !

      Unsere Entscheidungen wirken sich nicht nur auf die Lebenszeit aus,
      wir treffen im jetzt Entscheidungen für die Ewigkeit . . . und die dauert bekanntlich irgendwie länger als unsere paar Jahre auf dieser Erde.

      Ich freue mich auf die Zeit bei Jesus ! und sie ?

      Apostelgeschichte 4:12 Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen gerettet werden!

      Offenbarung 14:13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Schreibe: Selig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an!
      Ja, spricht der Geist, auf dass sie ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach.

      Offenbarung 20 Und ich sah die Toten, die Großen und die Kleinen, vor dem Throne stehen, und Bücher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde aufgetan, das ist das Buch des Lebens;
      und die Toten wurden gerichtet nach dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.
      Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und das Totenreich gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.
      Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. Das ist der zweite Tod, der Feuersee.
      Und wenn jemand nicht im Buche des Lebens eingeschrieben gefunden ward, wurde er in den Feuersee geworfen.

      Danach hörte ich wie eine laute Stimme einer großen Menge im Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und der Ruhm und die Kraft gehören unsrem Gott!

      Matthäus 3:2 Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen !

    • von Maritta Strasser

      Ich glaube an ein Leben vor dem Tod.

    • von Moll

      Liebe Frau Strasser,

      es ist die Ursünde schlechthin -also schon Adam und Eva – Gott spielen zu wollen.

      Ob Sie an Gott glauben oder nicht, der liebe Gott hat eine Gerechtigkeit eingerichtet, die für alle Menschen gültig ist. Deshalb muss jeder – und das ist wirklich gerecht – einmal Verantwortung für sein tun tragen. Diese Tatsache ist unabhängig vom Glauben des Einzelnen, denn der liebe Gott hat ja jedem die Freiheit gegeben, dies annzuerkennen, aber wenn man einen Glauben hat, dann ist einem das klar und wenn man sich Gottes Freundschaft erfreuen darf, was wiederum eine Entscheidung des Menschen ist, denn der liebe Gott wartet auf jeden von uns, dann erkennt man seine Gesetze gerne als die universelle Wahrheit die uns schließlich zum Heil führt an.

    • von Maritta Strasser

      Ich habe das Gefühl, sie unterstellen Menschen die nicht an Gott glauben oder Menschen, die Gott anders sehen als Sie „Gott spielen zu wollen“. Das kann nicht funktionieren.

    • von Henrik Reimann

      Don’t feed the trolls.

    • von Deborah

      Sehr richtig und gut erklärt. Aber das wird ja für dumm, überholt oder von vorgestern gehalten. Der Mensch spielt sich ja schon immer gern selbst als Gott auf. Der eine mehr der andere weniger.

    • von Jonathan

      R.Mathias: Dem stimme ich zu. Danke für den Beitrag!

    • von Deborah

      @ Danke ALLEN die tiefer schauen und die Zusammenhänge verstehen weil Sie sich umfassend informieren und wirklich das WOHL ALLER im Blick haben. @Herr Hallmeier Sie sollten meine Aussagen im Kontext lesen. Das hier theologisch zu diskutieren ist nicht der richtige Ort. R. Mathias hat mehrere sehr gute Antworten gepostet und auch Jens Veith Günter und auch andere.

      Mich um ANDERE und Andersdenkende MENSCHEN kümmern, das tue ich immer soweit es mir persönlich möglich ist. Gerade habe ich einen marokkanischen Jugendlichen zu einer neuen beruflichen Perspektive verholfen und, Sie werden es nicht glauben er ist sunnitischer Moslem. Bettlern helfe ich zwar nicht mit Geld, doch wenn Sie Hunger oder Durst haben kaufe ich Ihnen Essen oder Trinken und ich könnte der Liste noch etliches hinzufügen.Ich wollte Ihnen trotz Verabschiedung die Antwort nicht schuldig bleiben. Ihnen auch noch einen schönen Tag

    • von R. Mathias

      Hallo, ich Danke dir !

      Deine Beiträge sind auch beachtenswert – auch dafür Danke

      und weiter so

      :-)

  • von Frank Stahr

    Ich muss hier deutlich widersprechen!
    Ein Satz, der lautet „Ich bin für… , aber … .“, dieser Satz zeigt grundsätzlich keine Intoleranz, sondern eine Haltung an, präzisiert aber danach durch ein bestimmtes Detail diese Haltung.
    Wären solche Sätze in einer Diskussion nicht zulässig, gäbe es nur eine Aussage, der sich alles unterzuordnen hat. Sätze wie „Ich bin für Resozialisierung Strafgefangener, aber nur, wenn sie nachher weiterhin unterstützt werden.“ wären dann ebenso ein Zeichen von Intoleranz?
    Wer diese Art der Formulierung grundsätzlich mit intoleranter Haltung gleichsetzt, zerstört gerade die Toleranz in der Diskussion.
    Wir sind vielleicht inzwischen zu gewohnt, in Bahnen wie „Wer nicht bedingungslos für mich ist, ist gegen mich.“ zu denken.
    Es gilt auch Meinungen auszuhalten, die uns nicht gefallen. Das ist die wichtigste Form der Toleranz.

    • von Internetspaziergänger

      Lieber Herr Frank Stahr,

      …ich kann hier weit und breit Ihre Meinung nicht finden. Wurde Sie wegzensiert? Der Artikel ist auch keine philosophische Abhandlung zum Satz „Ich bin für, aber laber laber“ sondern behandelt einen „Bildungsplan“ sowie eine Petition gegen diesen; eine Petition, die -besonders was die Unterstützer betrifft- etwas arg „rechts“ müffelt. Und gegen diese Petition (und damit mittelbar für den Bildungsplan) richtet sich nun wiederum eine Gegenpetition und diese campact-Kampagne. Das ist das Thema und nicht, was es mit „Ich bin für, aber laber laber“ im Allgemeinen und im Speziellen auf sich hat.

      Und Ihr wohlklingendes „aber“-Beispiel haut auch nicht so ganz hin:
      “Ich bin für Resozialisierung Strafgefangener, aber nur, wenn sie nachher weiterhin unterstützt werden.”
      Schreiben Sie, um was genau zu erklären? Wenn Strafgefangene nicht nachher unterstützt werden, sind Sie strikt gegen die Resozialisierung Strafgefangener? Hmpf!
      Das Beispiel mit den linken und rechten Händen in Maritta Strasser’s Artikel hat den Nagel, den es treffen wollte, aber besser getroffen!

      Zu einer philosophischen Betrachtung von „Ich bin für, aber laber laber“ gehört auch das beständige Beharren auf freier Meinungsäußerung:
      „Es gilt auch Meinungen auszuhalten, die uns [!!!] nicht gefallen. Das ist die wichtigste Form der Toleranz.“
      Schreiben Sie. Welche Meinung „Wir“ auszuhalten haben, bleibt aber völlig im Dunkeln, zumindest Ihre kennen wir nicht. Soll dann wohl bedeuten: die besagte Anti-Regenbogen-Petition einfach mal so „aushalten“, d.h. hinnehmen und damit dann wohl ein Zeichen für Toleranz zu setzen? Hmpf! Fragt sich nun spitzfindiger Weise, warum diese Regenbogengegner nicht ihrerseits den Bildungsplan einfach „aushalten“?
      …meint ein Internetspaziergänger

    • von Maritta Strasser

      Das Freischalten der Kommentare dauert im Augenblick sehr lange, ich weiß. Ich kann es leider nicht ändern, ich habe Termine und kann dieser Aufgabe nur einen Teil meiner Zeit widmen.

  • von Markus Ehrlich

    Hallo Frau Strasser,

    am besten finde ich in Ihrem offenen Brief das Ende des letzten Satzes vor der Zitierung des Grundgesetzes. Sie empfehlen Campact Aktiven die eine eindeutige sexuelle Richtung und Meinung dazu haben, darüber nachzudenken, ob sie bei Campact richtig aufgehoben sind.
    Und danach zitieren Sie Artikel 3 des Grundgesetzes.
    Ich habe verstanden, dass Campact also eine politische Gruppierung ist, die Loyalität oder noch besser, Gruppenzwang einfordert!
    Nehmen Sie um Himmels Willen die Worte „Demokratie in Aktion“ aus Ihrem Namen.
    Ihr offener Brief macht einmal mehr deutlich, warum es richtig war, heute die Mitgliedschaft bei Campact zu kündigen.

    • von Maritta Strasser

      Da steht: Wer Schwule, Lesben und Menschen mit einer Identität zwischen den Geschlechtern nicht als gleichwertige und willkommene Mitglieder unserer Campact-Gemeinschaft akzeptieren kann sollte … als gleichwertig akzeptieren fordere ich, nicht gleich sein. Verstehen Sie das?

    • von Markus Ehrlich

      Hallo Frau Strasser,

      ich verstehe sehr gut.
      Beim weiteren nachdenken habe ich mir die Frage gestellt, was mich bei diesem einseitigen Austausch so beeindruckt. Ich empfinde die heutige Art wie hier oder an anderer Stelle auf Kritik oder Sorgenfalten reagiert wurde sehr schulmeisterlich. Ich hatte eine andere Erwartungshaltung zu kontroversen Themen. Das mag aber auch an meiner Sensibilität zu grüner Politik liegen. Sie ist nicht meins und wird es nie werden. Auch keine andere Parteipolitik.
      Ich habe Campact bis heute in seiner Grundposition ganz anders gesehen. Politisch ohne Parteimauern und Zwänge.
      Ich bedaure zutiefst, dass ich mich in so vielen Veranstaltungen persönlich engagiert habe. Nicht wegen der Sache….nur weil ich mich habe täuschen lassen!
      Und glauben Sie bitte nicht, dass mich Ihre herablassende Art beeindruckt.
      Sie öffnet einem nur die Augen. Dafür ein herzliches Danke Schön!

    • von Maude

      Sie verwechseln Sachbezogenheit mit Schulmeisterlichkeit. Frau Strasser bleibt beim Thema und antwortet sehr direkt, faktenorientiert und unsentimental. Ist das nicht eine wunderbare Grundlage zum argumentieren? Was meinen sie…?

    • von R. Mathias

      Nehmen Sie um Himmels Willen die Worte “Demokratie in Aktion” aus Ihrem Namen.

      Das sehe ich allerdings auch so !

      Keiner meiner Kommentare wurde bisher veröffentlicht . . .

      wie herrlich intolerant die Toleranten doch sein können

    • von Maritta Strasser

      Ich lösche Kommentare die Homosexualität in einen Kontext mit Pädophilie rücken oder die anderweitig herabsetzend sind. Dazu gehört auch der Vorwurf, sie seien Sünder. Auch das ist eine Herabsetzung.

    • von R. Mathias

      Sie wissen doch gar nicht was Sünde ist. Oder ?

    • von Maritta Strasser

      Wenn ich an meinem Diättag eine Portion Pommes esse, ist das Sünde.

    • von R. Mathias

      Guten Abend Frau Strasser,

      ich helfe ihnen gerne weiter . . . die Pommes sind es jedenfalls nicht ;-)

      http://www.2jesus.de/bibel-faq/was-ist-suende.html

      da finden sie eine gute Erklärung und auch andere interessante Themen

      viel gute Erkenntnis beim stöbern wünsche ich ihnen.

    • von Maritta Strasser

      Danke, das interessiert mich eher nicht so sehr.

    • von Deborah

      Danke Markus,

      dem kann ich nur beipflichten. Bin sehr gespannt, ob mein Kommentar gestrichen wird,
      den ich Frau Strasser gesendet habe.
      Sollte dies weiter in die Richtung gehen, werde ich hier auch kündigen.

  • von René Karges

    „Alle Menschen sind gleich“ heisst es im Grundgesetz. Geschlecht, Religion, etc. werden in Artikel 3 des Grundgesetzes aufgezählt, es ist jedoch längst überfällig, dass die sexuelle Identität ebenfalls mit ins Grundgesetz aufgenommen wird:

    https://www.openpetition.de/petition/online/grundgesetz-beruecksichtigung-der-sexuellen-identitaet-in-artikel-3-gg

    • von René Karges

      Ich muss feststellen, dass die Petition bereits erfolglos beendet wurde, bei der es um die Aufnahme der sexuellen Identität in Art. 3 des Grundgesetz ging.

    • „Sexuelle Identität“ ist eine sexologische Erfindung, um die Nicht-Akzeptanz falsch zugewiesener Menschen zu verschleiern. Wenn das Geschlecht, jedes Menschen anerkannt würde (und demnach nicht nur „Mann“ und „Frau“ als Geschlecht zulässig wäre, ebenso wenig Geschlecht krampfhaft an Genitalien festgemacht würde), bräuchte es in Gesetzen auch nicht mehr als das Wort „Geschlecht“ oder „Geschlechtszugehörigkeit“.

      Wer von „Identität“ spricht in diesem Kontext, will meistens damit sagen „du fühlst dich als…“ und meint „du bist nicht…“, würde man aufhören, Menschen ihr Geschlecht auszureden und würde man aufhören, Menschen entgegen ihrer Selbstbeschreibung ein Geschlecht aufzudrängen, dann bräuchte es diesen gruseligen Begriff der „identität“ nicht mehr, ebensowenig die diskriminierenden und stigmatisierenden Kunstwörter „trans“, „cis“, „biologisch…“ und „inter“, die ebenfalls aus der genitalistischen Lobby der Sexologie und Psychiatrie stammen, welche sich an angeblich notwendigen „Begutachtungen“ zur Vornamensänderung und anderen angeblich notwendigen Entmündigungen, wo sie sich als Autorität aufspielt, eine goldene Nase verdient.

      Es von daher auch okay, Kreise und Forderungen zu meiden, wo das (immer schon bestehende) Vorhandensein von z.B. Frauen mit Penissen und deren Forderungen nach vollständiger Anerkennung ihren Geschlechts (Frau) ab der Geburt mit neusprechlichen Gehirnwäschetaktiken als „Identitätssache“ oder „-findung“ verunglimpft, relativiert, ins Lächerliche gezogen wird.

    • von Maritta Strasser

      Was Sie schreiben ist wissenschaftlich widerlegt.

    • Wie ist denn Ihrer Meinung nach „Sexuelle Identität“ definiert? Aber bitte nicht mit Wikipedia kommen, dort wird Kinsey als „Forscher“ geführt. Der hätte eigentlich in den Knast gehört für seine „Forschungen“.

    • von Maritta Strasser

      Oh. Eine Frage stellen und die Antwort zugleich zensieren. Das ist ein guter Kniff.

  • von Berg

    Diese ganze Kampagne läuft gerade aus dem Ruder.
    Was Frau Strasser in Ihrem offenen Brief schreibt, hat nichts mehr mit der Sache zu tun um die es bei der Petition auf openpetition.de geht.
    Schade

    • von R. Mathias

      Hallo Herr Berg, das haben sie sehr richtig erkannt !

      und sie sind nicht allein !
      Evangelische Allianz kritisiert baden-württembergischen Bildungsplan

      Steeb im ZDF: Priorität für die Ehe statt Akzeptanz sexueller Vielfalt
      Stuttgart (idea) – Kritik an der Absicht der grün-roten Regierungskoalition in Baden-Württemberg, die „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ zu einem Schwerpunkt im Bildungsplan zu machen, hat der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), geübt.
      In der ZDF-Nachrichtensendung „heute-journal“ sagte er am 10. Januar: „Nach dem Grundgesetz und der Landesverfassung müssen Ehe und Familie absolute Priorität haben.“ Im Bildungsplan hingegen werde eine gleichwertige Darstellung von homosexuellen Beziehungen mit der Ehe angestrebt.

      Gegen Teile des Entwurfs wenden sich auch die evangelischen Landeskirchen und die katholische Kirche in Baden-Württemberg.
      Kinder und Jugendliche dürften bei der Suche nach ihrer sexuellen Identität nicht beeinflusst werden: „Jeder Form von Funktionalisierung, Instrumentalisierung, Ideologisierung und Indoktrination ist zu wehren.“

      Das kann ich unterschreiben und das hat NICHTS mit Diskriminierung oder Intoleranz zu tun, sondern damit Schaden von Kindern fern zu halten.

    • von Maritta Strasser

      Nach ständiger Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts sind die Ehe und die eingetragene Lebenspartnerschaft gleichwertig. Beide stehen unter dem Schutz des Grundgesetzes, Artikel 6.

    • von Meike Cavanagh

      Zitat:…Kinder und Jugendliche dürften bei der Suche nach ihrer sexuellen Identität nicht beeinflusst werden: „Jeder Form von Funktionalisierung, Instrumentalisierung, Ideologisierung und Indoktrination ist zu wehren.“…Hier moechte ich daran erinnern, dass Kinder, Jugendliche und natuerlich auch Erwachsene bei ihrer Suche nach sexueller Identitaet nicht beeinflusst werden koennen. Was einen Menschen koerperlich und geistig anspricht, kann der Mensch nicht lenken. Allen, denen eine weniger philosophische Erklaerung verstaendlicher erscheint: Wissenschaftler nennen diesen wunderbaren und zutiefst menschlichen Umstand „genetische Veranlagung“. Danke an Maritta Strasser und Campact, die Reaktionen bestaetigen die Notwendigkeit Eurer Gegenkampagne und lassen eine Aufklaerung an Bildungseinrichtungen noch dringlicher erscheinen. Viele Eltern sind meines Wissens bereits mit einer wertfreien Erklaerung von Tatsachen ueberfordert, wenn nur das magische S-Wort ins Spiel kommt. Wie sollen diese noch entspannt und unvoreingenommen den eigenen Kindern die vielen Farben des Regenbogens erklaeren?

    • Ich finde es nicht gut, sich auf Herrn Steeb zu berufen. Er steht erklärtermaßen nicht auf dem Boden unseres Grundgesetzes, beteiligt sich gar an Diskussionen, die die Homosexualität als heilbare Krankheit bezeichnen. Wir müssen die verfassten Grundwerte unseres Staates gegen jede Art von Fundamentalismus verteidigen, besonders, wenn er im christlichen Gewande daherkommt.

    • von Hartmut Steeb

      Na, Herr Marder, starkes Stück. Wer hat denn dieses anmaßende Diskriminierung behauptet? Wer „erklärt“ da was? Ich lasse mich in der Treue zum Grundgesetz von Ihnen nicht so schnell abbringen. Ich habe in meiner staatsrechtlichen Ausbildung als Verwaltungsbeamter ausführlich das Grundgesetz studiert und stehe dazu.
      Dass die Beteiligung an Diskussionen jedweder Art schon verdächtigt ist, ist allerdings grundgesetzwidrig. Artikel 4 lässt grüßen.
      Ihrem letzten Satz stimme ich zu zwei Dritteln zu. Der letzte Satzteil heißt aber richtig: „……besonders, wenn er den Zeitgeist fundamentalistisch vertritt.“

    • von Maritta Strasser

      Wenn ein Verwaltungsbeamter meint, er allein könne das Grundgesetz richtig lesen, dann wird mir Angst.

  • von René Karges

    Um ein Zeichen zu setzen, wurde vor einigen Tagen eine Gegenpetition gegen diese menschenverachtende Petition gestartet:
    https://www.openpetition.de/petition/online/gegenpetition-zu-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

    Campact! sollte mit seiner enormen Reichweite diese Gegenpetition aktiv unterstützen! Die Presse hat bereits ein Augenmerk auf die Gegenpetition geworfen und es wäre nützlich, wenn Campact-Aktivisten nicht nur auf campact.de unterschrieben.

    • von Maritta Strasser

      Ich habe die Gegenpetition auch unterschrieben und ich empfehle allen, das ebenfalls zu tun.

    • von René Karges

      Es ist allerdings so, dass nicht jeder hier in den Blog schaut und sich alle Kommentare durchliest. Daher sollte Campact seine über 1.000.000 Mitglieder besser direkt auf die Gegenpetition hinweisen.

    • Die Petition

      https://www.openpetition.de/petition/online/zukunft-verantwortung-lernen-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

      die so viele Wellen verursacht, ist ausführlich, sachlich und inhaltlich sehr gut formuliert. Und hat offensichtlich viele Fürsprecher, die sich dem Wohle von Kindern verpflichtet fühlen. Menschenverachtung findet sich dort in keiner Silbe!

      Man muß nicht einer Meinung mit dieser Petition sein, es reichte Objektivität. Und natürlich kann man eine Gegenpetition machen oder mehrere. Doch campact! reagiert mit Worten wie „Mob“ und einer vollkommenen Verdrehung von Fakten.

      Ich bin mit einer der ersten gewesen (ich glaube 2007), die viele Aktionen von campact! mitgetragen hat, wahrscheinlich sind Dutzende Menschen über mich zu campact! gestoßen.

      Doch nun muß ich konstatieren, daß auch bei campact! Übernahmeerscheinungen zu bemerken sind, wie bei anderen NGO´s, die sich für Ziele ganz bestimmter Kreise instrumentalisieren lassen. Es geht hier nämlich nicht um Vielfalt, sondern um die Durchführung des in Aldous Huxley´s Schöne Neue Welt sehr gut beschriebenen Sexualverhaltens ohne Liebe, ohne Mutter und Vater (verbotene Wörter), ohne natürliches Gebären von Kindern, also die letztendliche Zerstörung der Natur. Ich empfehle in diesem Zusammenhang die Beschäftigung mit dem Thema Transhumanismus.

      Und für diesen Zweck nutzt man sehr geschickt die berechtigten Anliegen von Minderheiten.

      Leider sind viele Menschen nicht bereit, sich mit dem Thema etwas ausführlicher zu befassen, sonst würden sie die Demagogie erkennen.

      Ich würde als Pedent übrigens gerichtliche Schritte gegen die ehrverletzenden Angriffe prüfen. Denn wir sind ziemlich dicht am StGB.

    • von Maritta Strasser

      Nur zur Information: Wir können keine vermehrten Abbestellungen unseres Newsletters und keinen Rückgang an Spenden feststellen. Nur wenige Menschen teilen Ihr Gefühl, Campact hätte sich mit dieser Kampagne irgendwie verändert. Die schweigende Mehrheit sieht es anders.
      Diese Kampagne gehört mit zu dem, was in unseren Grundpositionen dargelegt ist https://www.campact.de/campact/ueber-campact/die-positionen/
      Die Bezeichnung Mob war auf viele der Kommentatoren der Petition gemünzt, und auf die Plattform „Politically Incorrect“ http://de.wikipedia.org/wiki/Politically_Incorrect, über die viele Unterzeichner der Petition gekommen sind. Viele der Kommentare waren volksverhetzend und beleidigend und mussten gelöscht werden. Da ist die Bezeichnung Mob angemessen.
      Damit war und ist nicht automatisch jeder Unterzeichner der Petition gemeint.
      Was ich aber sage ist, dass die im Geist gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit geschrieben ist, auch wenn im Text Gegenteiliges behauptet wird. Dieser Vorwurf geht von mir an Sie, sollten sie die Petition unterschrieben haben.

    • Die schweigende Mehrheit hat sich zwar nicht abgemeldet bei campact! (ich übrigens auch nicht), aber die Petition auch nicht unterzeichnet. Erkennen Sie das?

      Das zeichnet Menschen aus, die differenzieren können und wollen. Denn viele Aktionen von campact! sind ja sehr begrüßenswert („Wir haben es satt“ oder die Aktion gegen das Freihandelsabkommen). Leider gibt es eben einige Aktionen, die sehr zweifelhhaft sind. Aber da muß man ja nicht mitmachen, gelle?

      Und wenn nicht genehme „Gruppen“ bei einer Petition mitmachen, muß man ebenfalls differenzieren. Der Einzelne mit seinem konkreten Anliegen hat das Recht teilzunehmen und nutzt so seine demokratischen Mitwirkungsmöglichkeiten, die Sie sicher nicht absprechen werden.

      Wenn die „Gruppe“ sich wie Hooligans im Stadion nur eben verbal im Netz aufführen, muß man eben entsprechend reagieren.

      Was campact! mit der reißerischen und demagogischen Aktivierungsemail gemeint hat mit Mob und Hetze usw. ist vollkommen unerheblich. Entscheidend ist zum einen was angekommen ist und zum anderen was nach Maßgabe der deutschen Sprache anzunehmen ist, was bei den meisten ankommen mußte.

      „Geist gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ – noch so eine Begrifflichkeit aus der Küche der NWO, und natürlich ist da der „Strukturelle Antisemitismus“ nicht weit, nicht wahr?

    • von Maritta Strasser

      Jeder kann die Zahlen der aktuellen Unterzeichner/innen von Kampagnen sehen. Die Unterzeichner/innen von „Vielfalt gewinnt!“ sind in etwa so viele wie die gegen den Hungersprit E 10 – beides könnten für meinen Geschmack mehr sein.

    • von Deborah

      Vielen Dank

    • von Deborah

      Vielen Dank für deine sachliche und fachliche Unterstützung.

    • von Bpunkt

      Danke! Herr Günther, ich vermisse in diesem Blog auch sehr die Objektivität. Allen voran, Frau Strasser sie muss Gott sein, sonst hätte ihre Meinung auch nicht den Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

    • von Maritta Strasser

      Ich habe schon den Anspruch, dass das was ich hier schreibe richtig ist. Es wäre ja sonst sinnlos, sich die Mühe zu machen, oder nicht?

  • von Peter Gaspar

    Die Sache ist doch einfach. Die sexuelle Orientierung ist angeboren, niemand kann etwas dafür, und sie schadet niemandem. Außerdem ist sie Privatsache. Wenn man nicht gerade sexuell tätig ist, ist man weder Homo noch Hetero – oder irgendetwas dazwischen – , sondern nur ein Mensch. Und jeder Mensch ist gleich. Punkt. Dazu braucht man nicht einmal Toleranz: es muss AKZEPTIERT werden, ohne Einschränkungen.

  • von Ingetraud

    Ich halte BEIDE Petitionen für ungeeignete Mittel. Jede der Petitionen unterstellt der anderen Seite Intentionen, die diese nicht hat. Dadurch kommt es zu Fronten. Frontenstellungen sind nie geeiget Standpunkte zu klären, Absichten zu verdeutlichen und sich dann möglichst weit aufeinander zubewegen.
    Leider gibt es in diesem Fall eine extreme und verachtende Haltung in Teilen der einen Seite, die unbedingt offengelegt und angegangen werden muss. Deswegen sind aber nicht alle, die das vorgelegte Bildungspapier in seiner jetzigen Form ablehen und entsprechende Petition unterschrieben homophobe Aschlöcher. Die Campakt-Petition macht das nicht klar und wirft alle in einen Topf.

    • von Internetspaziergänger

      Auch nicht schlecht,

      zunächst einmal, liebe Ingetraud, sind die beiden Petitionen nacheinander entstanden, die eine ist die Antwort auf die andere. Es können also nicht beide der jeweils anderen eine Intention unterstellen, die sie nicht haben. Genau genommen, kann nur die Gegenpetition der Anti Regenbogen Petition eine Intention unterstellen, die sie nicht hat. Lange Rede, kurzer Sinn: Du meinst die Gegenpetition (und die campact-Kampagne) unterstellen den Regenbogengegnern eine Intention, die sie nicht haben. Du willst also die Regenbogenfreunde von ihrem Tun abbringen, weil sich sonst Fronten bilden und man nicht aufeinander zugehen kann usw usf. Schön nichtssagend. Wie der Kollege Frank Stahr, der auch meint, man solle diese Antiregenbogen Petition doch einfach hinnehmen und damit ein Zeichen für Toleranz setzen.

      Was nun die vermeintlich löbliche Intention besagter Petition und die vielen braven Menschen, welche diese Petition nur aufgrund löblicher Absichten unterstützen, betrifft: Wenn man eine „Massenaktion“, eine Sammlungsbewegung initiiert und dabei einen ganzen Tross von rechtsradikal über erzkonservativ bis fundamentalistisch christlich hinter sich herzieht, oder unwillentlich sogar mobilisiert, sollte man, sofern Löbliches einen antreibt, die Sache vielleicht rechtzeitig stoppen und noch mal drüber schlafen!

    • von Menschenkind

      Wahre Worte!!! Ich wünsche mir mehr davon.

  • Danke für diese Zeilen – wobei der Vergleich mit der Hand insofern „hinkt“, dass Kindern bis zu den 80ern sogar in den Kindergärten und Schulen noch die linke Hand abtrainiert wurde, nicht selten gewaltsam. Ich selbst bin 65er Jahrgang und habs in der eigenen Grundschul-„Karriere“ erlebt – von uns ist keiner als Linkshänder in die weiterführende Schule.
    Mittlerweile machen mir diese Halbsätze wie: „Ich hab ja nichts gegen Ausländer, aber…“ „Ich find Toleranz sehr wichtig, aber…“ richtig Angst.
    Für den offenen Brief und die klaren Worte vielen lieben Dank.
    Wunderbunte Grüße
    bigi

  • von Angelika Stübner

    Sehr gut Frau Strasser!
    Und ich kann nur unterstreichen ein Satz der anfängt mit ….. ich bin dafür, aber … ist sofort als intollerant enttarnt!
    Danke für Ihren wertvollen Kommentar!
    Herzlichst
    A. Stübner

  • von Rudi Bayer

    Maritta, besser hätte ich das nicht ausdrücken können. ;-) dafür einen herzlichen Dank. Ich gehöre zu denjenigen, denen auf die Finger gekloppt wure, weil ich nicht mit dem „richtigen“ Händchen schrieb – widerlich und menschenverachtend ist so etwas. Es war damls wirklich schlimm für mich, weil ich das einfach nicht verstehen konnte. Um wieviel schlimmer muss es für Betroffene sein, wenn die sexuelle Ausrichtung derart mit Füssen getreten wird – so etwas darf nicht sein. Meine Erfahrungen mit diesen Sätzen: ich bin ja nicht, aber – decken sich zu mehr als 100 % – besser würden die die Schnauze halten – schönen Gruß und Danke für dieses Statement Rudi H. Bayer

    • von Maritta Strasser

      Es geht um Lebensweisen. Sexualität ist ein Teil davon, aber nicht im Vordergrund wenn man Kindern vermittelt, was Ehe ist. Und ebensowenig sollte das im Vordergrund stehen, wenn man vermittelt dass auch zwei Männer oder zwei Frauen als Paar zusammenleben.

    • von Deborah

      Buchempfehlung (dann haben wir ALLE den gleichen Stand um eine sachliche und evtl. erfolgreiche Diskussion zu führen.)
      Vergewaltigung der menschlichen Identität – Über die Irrtümer der Gender-Ideologie

      Gehirnforscher Manfred Spreng und Religionsphilosoph Harald Seubert zerlegen
      das Konstrukt des Gender Mainstreaming

      Buchrezension von Rolf-Alexander Thieke
      Auszug aus dem Buch:
      Nicht Gleichheit, sondern Verschiedenheit ergänzen sich optimal

      Die von Simone de Beauvoir vertretene Vorstellung, dass der Mensch weitgehend sich nach eigenen Vorstellungen selbst ‚konstruieren‘ könne, wird von den Autoren als verhängnisvolle Selbsttäuschung erwiesen. Als durchgängiges Thema zeigt sich in den Beiträgen die Unterschiedenheit und gleichzeitige Komplementarität von Mann und Frau (und umgekehrt.). Andreas Späth belegt u.a. Beispiele für üble medizinische Menschenversuche und Thesen im Sinne des „Gleichheitsfeminismus“, benennt aber auch versäumte und verdrängte Möglichkeiten, im besten Sinne „geschlechter-sensibel“ zu handeln. Am Beispiel des bekannten Würzburger Thesenpapiers der „Grünen Jugend“ legt er dar, dass die Gender-Ideologie mit ihren sprachlichen Verwirrspielen und ethisch totalitärer Willkür „ein weiteres Einfallstor der Zerstörung der traditionellen Familie“ ist. – Diese und weitere Hinweise erhalten ihre vertiefende Deutung aus den humanmedizinisch vergleichenden Darlegungen des Neurophysiologen Manfred Spreng zum Gehirn von Mann und Frau („Geschlecht und Zwischenhirn“, „Geschlecht und Gesamthirn“ u.a.m.). Seine Darlegungen zu den neurophysiologischen Sachverhalten sind von höchst anschaulicher Lebensnähe! Keine Sekunde lang berührt einen etwa die Versuchung, die fachkundigen Beschreibungen zu „überspringen“. In der ausführlichen, faszinierenden Zusammenfassung kommt Michael Spreng unter anderem zum Ergebnis: „Nicht Gleichheit, sondern nur Verschiedenheit [von Mann und Frau] kann sich optimal ergänzen!“ Und: Wertgleichheit setzt keineswegs die Rollenidentität voraus …

    • von Maritta Strasser

      Gleichheit ist ein Rechtsanspruch, der aus der Menschenwürde folgt. Da können die Autoren diskutieren wie sie wollen. Sie ist justiziabel in Deutschland aufgrund des Grundgesetzes, Artikel 3 und in Europa aufgrund der Grundrechtecharta. Global ist sie verankert in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte.

    • von Deborah

      Ich habe als Frau auch jahrelang für viel weniger Lohn gearbeitet als meine männlichen Kollegen! Nur ist hier ein gravierender Fehler. Alle Menschen sind gleichwertig, aber NICHT gleich. Noch nicht einmal einmal eineiige Zwillinge!

      Und es heißßt das ALLE Menschen vor dem Gesetz gleich sind. Hier wird einiges verdreht und katastrophal umgesetzt.

    • von Hartmut Steeb

      Alle Wahrheit beginnt mit Differenzierung. Die scheint bei ihnen abhanden gekommen zu sein. Artikel 3 GG spricht von der Gleichberechtigung, nicht von der Gleichheit, auch nicht von der Gleichstellung. Im frühesten Stadium lernt der Jurist, dass Gleichberechtigung bedeutet, dass Gleiches rechtlich gleich gestellt wird. Wenn aber Ungleiches gleich behandelt wird ist das gerade ein Verstoß gegen die Gleichberechtigung. Gleichheit existiert darum nicht als Rechtsanspruch, da können Sie das behaupten solange Sie wollen.

    • von Maritta Strasser

      Ich orientiere mich an der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, die den Artikel 3 so auslegt, dass Regenbogenfamilien gegenüber der Ehe nicht benachteiligt werden dürfen.

  • von Marcell

    https://www.openpetition.de/petition/online/gegenpetition-zu-kein-bildungsplan-2015-unter-der-ideologie-des-regenbogens

    Hier kann man zeigen, dass die andere Petition nichts anderes als ein schlechter Witz ist…immerhin ist diese schon da, wo die andere erst vor ein paar Tagen war…

    • Diese Gegenpetition ist eher der schlechte Witz, weder bezieht sie sich inhaltlich auf die Petition, auf die sie vorgibt sich zu beziehen, noch entspricht sie einer angemessenen Qualität in der Darlegung (Inhalt und Form). Und eine Menge Menschen unterzeichnen so etwas ohne Prüfung, wahrscheinlich nur aus Emotionen heraus. Das ist das Resultat der vergangenen Jahrzehnte Schulausbildung! Und mit dem neuen Lehrplan wird das sicher nicht besser. Denn wir brauchen mehr Bildung als Ausbildung!

      Zu Bildung gehört auch Toleranz. Die die diese fordern, sind selbst nicht bereit sie aufzubringen.

    • von Maritta Strasser

      Wenn Sie für Toleranz sind, dann unterzeichnen Sie doch die Petition FÜR den Bildungsplan, und unsere auch. Dann sind wir uns doch einigl

    • Probleme mit meiner Antwort? Oder warum veröffentlichen Sie diese nicht?

    • von Maritta Strasser

      Wie gesagt ich lösche alles, was diffamierend ist.

    • von Menschenkind

      Großartig :-D
      Sie sind wunderbar Frau Strasser.

    • von Bpunkt

      Holes Menschenkind! – wird ja sowiso nich öffentlich. Stimmt aber trotzdem.

    • von Bpunkt

      Frau Strasser, wenn ich mir ihre Kommentare durchlese, ist ihre Meinung wohl die einzig richtige. Alle die anders denken sind Intolerant. Hä? Das kann doch nicht Ihr ernst sein! Also Intoleranter als Sie, geht nicht! Und wenn mann z.B. beides Unterschreibt hat man keine Meinung – auch nicht Sinn der Sache.Sie und ihre Kommentare tragen nicht zu gegenseitigem Respekt und Achtung bei, sonder nur zu Hass und Intoleranz.

    • von Maritta Strasser

      Woraus lesen Sie Hass? Das ist eine ziemlich üble Unterstellung.

    • von bpunkt

      Ich lese nicht Hass.Ich behaupte es führt zu Hass und Intoleranz. Vielleicht ist Hass etwas zu krass gesagt/geschrieben. Ihre Kommentare sind einfach nicht objektiv deshalb führen sie einfach nicht zu besserm Verständniss sondern es wirkt wie die Aussage eines Kleinkindes „…ich habe Recht und das ist so..“ du denkst anders und bist intolerant. Da wie Sie richtig festgestellt haben jeder den Anspruch hat Recht zu haben. Führt es nur zu Verhärtung der Fronten wenn keine Sachliche Diskussion möglich ist.

    • von Maritta Strasser

      Es ist nicht objektiv, wenn ich auf dem Gleichheitsgrundsatz des Grundgesetzes beharre, wenn ich darauf bestehe, das homosexuelle Menschen die gleichen Rechte und die gleiche Würde besitzen? Dass sie ihren heterosexuellen Mitbürgern gegenüber in keiner Hinsicht defizitär sind, bloß weil sie sind wie sie sind? Das nennen Sie nicht objektiv?
      Und dann wundern Sie sich, dass ich so hartnäckig darauf beharre!

    • von bpunkt

      Was ich komisch finde ist, dass es Sie offenbar nicht stört intolerant zu sein. Was die eigentlich Kernaussage meines Kommentars war.

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