Denkzettel für Vielfalt im Netz: Campact karrt 150 000 Unterschriften nach Brüssel

Ausgestattet mit einem riesigen LAN-Kabel und einem großen Paket Unterschriften hat Campact heute das EU-Parlament belagert.

Jedes Datenpaket ist vor dem Internet-Anbieter unserer Wahl gleich…  das war einmal! Die Zeit drängt: Am Donnerstag stimmt das EU-Parlament bereits über ein großes Verordnungspaket ab. Irgendwo im Paragraphendschungel versteckt lauert ein Sonderrecht für Großkonzerne. Diese wollen sich eine bevorzugte Beförderung ihrer Daten durch unsere Internet-Anbieter sichern. Mehr als 150 000 Bürgerinnen und Bürger haben einen Appell gegen die Lobbypläne unterzeichnet. Gemeinsam fordern wir die Abgeordneten dazu auf, gegen Passagen der Verordnung abzustimmen, die ganz klar auf Kosten von Wettbewerb und Vielfalt gehen. Die Pläne der EU-Kommission gefährden den Wettbewerb und die Freiheit im Internet.
Ausgestattet mit einem riesigen LAN-Kabel und einem großen Paket Unterschriften hat Campact heute das EU-Parlament belagert um die Unterschriften des Appells “Kein Monopol-Internet für Konzerne” an Abgeordnete zu übergeben. Kooperationspartner sind bei dieser Aktion der Verbraucherzentrale Bundesverband, European Digital Rights, Digitale Gesellschaft und Digitalcourage.  Vier Abgeordnete konnten einen ganz schön schweren Denkzettel mit nach Hause nehmen: Mehr als 150 000 Unterschriften von Bürgerinnen und Bürger die sich für Vielfalt im Netz aussprechen und gegen ein Zwei-Klassen Internet mit Überholspur für Großkonzerne. Für die FDP nahm die Abgeordnete Nadja Hirsch ihre Hausaufgaben nach Hause. Für die Linke Cornelia Ernst, für die Grünen Jan-Philipp Albrecht und für die SPD der Abgeordnete Glante. Campacte machte klar: “Bringen sie ihre Fraktion auf Kurs, sagen sie Nein zu einer Überholspur für Große Konzerne. Schützen Sie die Vielfalt im Netz!”

 

1 Kommentar

  • von triboc

    sauber Leute – aber da habt Ihr gekämpft und gemacht und getan und alles was bei einem solchen Erfolg los ist, ist so ein kurzer Blog-Eintrag, der sich nicht mal vernünftig abspeichern lässt?
    Trotz dieser mageren Berichterstatung: gratuliere euch und uns.

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Kahtarina Nocun
Veröffentlicht von Katharina Nocun

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter http://www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: https://twitter.com/kattascha