Video: Brillante Methode zur Hungerbekämpfung gefunden

Dieses Video zeigt, wie Hungerbekämpfung gehen kann - doch was nach den ersten 80 Sekunden kommt, ist schockierend.

Wenn Fleisch Hunger macht: Das Video des Verbands Entwicklungspolitik Niedersachsen (VEN) greift die verbreitete aber absurde Argumentation als Satire auf, die westafrikanische Länder würden von den billigen Fleischteilen aus Deutschland und Europa profitieren. Denn genau das Gegenteil ist der Fall: Fleischreste werden in Westafrika zu Tiefstpreisen angeboten. Dort heimische Hühnerzüchter können nicht mithalten und gehen pleite. Außerdem wird die Kühlkette auf dem langen Weg häufig unterbrochen. Die Folge: Das Fleisch verdirbt und schwere Gesundheitsschäden drohen.

„Wir haben Agrarindustrie satt“

Nicht nur der Fleischexport nach Afrika ist ein Problem in der aktuellen Agrarpolitik. Zum Beispiel wächst die industrielle Tierhaltung in Thüringen ungebremst: Mehr als 800.000 Schweine leben im Bundesland – etwa 95 Prozent davon fristen ihr Dasein in einem Megastall. Viele Agrarfabriken pferchen mehrere zehntausend Tiere zusammen. Dabei wünschen sich mehr Menschen als je zuvor eine nachhaltige und vielfältige Landwirtschaft. Wir brauchen starke Tier- und Umweltgesetze gegen Megaställe. Schluss mit Fördergeldern für Fleischkonzerne!

6 Kommentare

  • von Vera Koller

    Da ist noch das mit der Energie, nebst all dem anderen: die Angst und der Schrecken der Hühner und anderer so schändlich misshandelter Tiere werden auch „mitkonsumiert“, und auch das Antibiotika u.a.m.

  • von Sven Westphal

    Es gibt einfach keinen Grund Fleisch zu essen! Außer dem Genuss für die, die es mögen. Und ob es das wirklich wert sein kann bei soviel Elend, Umweltzerstörung und Schäden für die Gesundheit… Einfach mal vor dem Spiegel in die eigenen Augen sehen und sich die Frage selbst beantworten! Ist gar nicht sooo schwierig!

    • von Ernest Poo

      Naja, diese Argumentation zu Elend, Umweltzerstörung usw. ist halt auch nur korrekt, wenn Sie sich auf Fabrikfleisch beziehen.

      Fleisch vom Biohof um die Ecke ist dagegen durchaus nicht verkehrt und ökologisch wesentlich vertretbarer als Bananen, Kaffee oder Flug-Mangos.

  • von Wolfgang Heßler

    Richtig:Fleischkonsum einschränken und Biofleisch bevorzugen wäre ein guter Anfang!
    Megaställe begrenzen und schärfer kontrollieren, Subventionen abbauen.
    Bürger wehrt euch, ihr seid das Volk!!!

  • Auch Satire kann aufklären – doch leider meist die Falschen. Fleischkonsum einzuschränken wäre sicher ein erster Schritt in die richtige Richtung. Richtig einzukaufen der zweite!

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Veröffentlicht von Janine Behrens

Online-Redakteurin – Janine studierte Journalistik und Kunst-und Medienwissenschaft mit Fokus auf Medienpolitik und neue Technologien. Als Journalistin arbeitete sie für TV, Radio und Online-Redaktionen und engagierte sich für Reporter ohne Grenzen e.V. 2011 wechselte sie zu einer Online-Agentur und entwickelte als User-Experience Designerin nutzerfreundliche und nutzerzentrierte Web-Konzepte. Bei Campact ist sie seit 2014.