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Endlich: Der Weltklimarat traut sich was!

Der Weltklimarat hat wieder einmal festgestellt: Der Klimawandel wird zu einem ernsthaften Problem für die Menschheit. Soweit, so bekannt. Doch der neueste Bericht des UN-Weltklimarates enthält eine revolutionäre Passage – der sogar die notorischen Klimasünder Saudi-Arabien und Kanada zugestimmt haben.


Kraftwerk Jänschwalde

Wenn Klimawissenschaftler immer neue Hiobsbotschaften verkünden, hören viele inzwischen weg. Auch ich habe mich schon dabei ertappt: Als vor einiger Zeit zu lesen war, dass der westantarktische Eisschild kollabiert, war meine erste Reaktion „Blöd, aber na und?“. Dabei hätte das wirklich dramatische Konsequenzen. Verrückt, oder? Ich erkläre mir meine Reaktion mit dem Grundmuster der Klimapolitik: Die Klimawissenschaft erklärt uns, dass wir auf ein ernsthaftes Problem zusteuern. Und die Politik laviert – tut aber nichts zur Lösung. Und irgendwann schalten wir ab, weil der Graben zwischen Wissen und Handeln immer größer wird. Die Botschaften der Klimaforscher/innen verhallen folgenlos. Und trotzdem lohnt es sich diesmal, genau hinzuhören, was der Weltklimarat zu verkünden hat.

Der Weltklimarat hat erneut festgestellt:
  • Ja, wirklich, der Klimawandel findet statt und wird von Menschen verursacht.
  • Ja, wirklich, der Klimawandel hat gravierende Folgen für das Leben auf diesem Planeten: Überschwemmungen, Extremwetterereignisse, Artensterben und Dürre machen schon heute vielen Menschen das Leben schwer.
  • Und machen wir weiter wie bisher, ist sogar eine Erderwärmung um vier Grad bis zum Ende des Jahrhunderts wahrscheinlich.

Das ist alles ist dramatisch – doch im Wesentlichen bekannt. Mit ungewohnter Deutlichkeit fordern die Klimaforscher allerdings dieses Mal: „Das fossile Zeitalter muss bald enden, der Großteil der Kohle muss in der Erde bleiben.“ Das so deutlich zu sagen, hat sich der Weltklimarat bis jetzt nicht getraut – und hat es nun sogar mit den Stimmen der größten Klimasünder wie Saudi Arabien und Kanada beschlossen. Konkret heißt das: Im Laufe der nächsten Jahrzehnte muss gerade die industrialisierte Welt komplett aus der fossilen Energienutzung aussteigen.

Kohleausstieg einleiten

Der Bericht zeigt: Gerade in Deutschland ist der Kohleausstieg längst überfällig. Gegenwärtig verhandelt die Bundesregierung das „Aktionsprogramm Klimaschutz“. Das Programm soll sicherstellen, dass Deutschland seine Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent senkt (gegenüber 1990). Wenn darin ein Bekenntnis zum Kohleausstieg fehlt, wird das Aktionsprogramm zum sprichwörtlichen schwarzen Schimmel. Spätestens jetzt wissen wir: Klimaschutz ohne Kohleausstieg ist ein Widerspruch in sich.

Zwar erwägt Sigmar Gabriel nach Medienberichten, die ersten zwei Dutzend Kohlekraftwerke stillzulegen. Doch hinter den Kulissen kämpft die Kohlelobby gegen den Einstieg in den Ausstieg. Und damit sind wir beim Kern des Problems: So lange die fossile Lobby eine Klimapolitik verhindert, die den wissenschaftlichen Alarmbotschaften gerecht wird, bleiben wir weiter auf dem Kurs der Klimazerstörung. Der Klimawandel wird von der Wissens- zur Machtfrage. Die Wahrheit setzt sich nicht automatisch durch. 

Wir haben es in der Hand

Doch die gute Nachricht ist: Jetzt haben wir es in der Hand. Nur wir Bürger/innen können der fossilen Lobby die Grenzen aufzeigen. Mit der Forderung nach dem Kohleausstieg legt der Weltklimarat den Klimaschutz in unsere Hände. Wir müssen ihn jetzt durchsetzen.

Die logische Schlussfolgerung aus dem Gutachten des Weltklimarates ist also: Jetzt schnell unseren Appell für den Kohleausstieg unterzeichnen – und damit die größte Hürde angreifen, die zwischen uns und einem gesunden Klima steht!

Bild: Kraftwerk Jaenschwalde, J.-H. Janßen, CC BY-SA 3.0

Veröffentlicht von

Campaigner – Chris Methmann, Jahrgang 1981, ist seit über zehn Jahren aktiv in der Umwelt- und globalisierungskritischen Bewegung. Bevor er 2014 zu Campact kam, war er Mitglied im Koordinierungskreis von Attac Deutschland und hat dort zu Themen rund um Globalisierung und Ökologie gearbeitet. Unter anderem hat er die Kongressreihe McPlanet.com mitorganisiert. Chris hat Politikwissenschaft, Jura und VWL studiert und an der Universität Hamburg zu internationaler Klimapolitik, Klimasicherheit und Klimamigration promoviert. Chris auf Twitter folgen: https://twitter.com/chrismethmann

45 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hier einmal meine Meinung zur Klimakonferenz bzw. deren Forderungen :

    Neue regenerative und umweltfreundliche Energiequellen müssen endlich ans Netz.
    Geothermale Kraftwerke wie zum Beispiel Ätna und Vesuv,
    Strömungskraftwerke bei den griechischen Inseln.
    Dazu mehr Photovoltaikkraftwerke und noch mehr Windkraftanlagen weltweit.
    Das schafft Arbeitsplätze die sich für alle lohnen.
    Und bitte kein selbstzerstörerisches Fracking !!!

    Dies erfordert auch eine weltweite Zusammenarbeit.
    Was nützt es wenn Deutschland Kernkraft abbaut und die umliegenden Länder diese verstärkt aufbauen ?
    Was bringt es wenn Kohlekraftwerke in Deutschland abbgebaut und zum Beispiel in China diese aufbgebaut werden ?
    Das gilt aber nicht nur für China, Kanada etc. sondern global.
    Die Kohleindustrie zum Beispiel sollte auf geothermale Energie umsatteln.
    Es kann doch nicht so schwer sein das sich Vulkanologen, Bergbauexperten und Energiekonzerne an einen Tisch setzen und das verwirklichen, oder ?
    Das gleiche Prinzip sollte auch auf alle anderen erneuerbaren und umweltunschädlichen Energiequellen, und zwar für alle die zur Verfügung stehen, umgesetzt werden.
    Dazu wird gleichzeitig auch auf autarke Energiegewinnung, zum Beispiel Biogas in Gemeinden, gesetzt um den Energieverbrauch gleichzeitig auch zu senken.
    Es gibt dazu in Deutschland schon einige Gemeinden die dies mit Erfolg umsetzen.
    Dazu muss es in den Entwicklungsländern Hilfe zur Selbsthilfe gegeben. Die Menschen dort sind nicht arbeitsscheu.
    Sie dürfen auch nicht durch Kredite und gleichzeitigen Firmenabbau sinnlos abhängig gemacht werden. Die Mentalität dieser Menschen hat sich territorial und klimabedingt nun einmal unterschiedlich entwickelt.
    Auch dies ist ein Vorteil der genutzt werden kann.
    Es muss nur auch gewollt werden.
    Ein weltweites PROBLEM erfordert auch WELTWEITE ZUSAMMENARBEIT und KEINE WELTWEITE KRIEGFÜHRUNG !!!

    Gez.: Dipl. Ing.(FH) Frau Petra Malgut

  2. Pingback: Stephen

  3. Hallo zusammen,
    ich bin seit Jahren aktiv am Umweltschutz beteiligt, war in den achtziger Jahren schon in Wackersdorf auf den Demos gegen die WAA dabei.
    Bin somit gegen Atomkraft und auch Kohlekraftwerke.
    Doch wir brachen ökologische, nachhaltige ALTERNATIVEN!
    Es gibt auch Gegener der Windkraftanlagen, gegen Fernleitungsbau, usw.
    Woher soll der Strom denn kommen?
    Wir brauchen auch eine laute Stimme des Volkes für ALTERNATIVEN und können nicht nur gegen alles sein, ohne ALTERNATIVEN zu nennen!

  4. ……Atomstrom…jaja

    Wohl allen bekannt, TSCHERNOBYL! Seit der KATASTROPHE betragen dort die KOSTEN für die Strahlenschäden 5% des BIB (BIP 2013, 132,2 Milliarden Euro). Mittlerweile über 200 Milliarden und ein Ende ist nicht in Sicht.
    Und vor diesen Tatsachen empfehle ich

    (T)TIP(P):
    http://www.foes.de/pdf/2012-09-Externe_Kosten_Atomenergie.pdf
    (externen Kosten der Atomenergie – Forum Ökologisch … / 12. Panorama 2011 / Seite 52)

    man beachte die DECKUNGSSUMME! Dann noch die KOSTEN für

    (T)TIP(P):
    atomkraftwerk abriss kosten

    (T)TIP(P):
    atommüll transport kosten

    (T)TIP(P):
    endlagerung kosten

    Die ach so sicheren Endlager….NAJA!

    Und bei einem TSCHERNOBYL bei uns…

    (T)TIP(P):
    http://www.greenpeace.de/themen/energiewende-atomkraft/atomunfaelle/die-verleugneten-opfer

    Und nun die schon von euch erwähnte Studie
    https://www.greenpeace.de/themen/energiewende/energiewende-mit-plan

    Alles im allen, wie BILLIG sorry TEUER ist nun die ATOMENERGIE für „DIE BÜRGER“…nur die BÜRGER!
    und dann die Gefahr! Vorbilder gibt es zu genüge:
    Tschernobyl, Harrisburg, Tokaimura, Forsmark, Brunsbüttel (1978/2001), Biblis, Windscale…..

    Zu BIBLIS zB.

    (T)TIP(P):
    Wir haben sagenhaftes Glück gehabt Fast ein Jahr lang hielten

    PANNEN sowie STÖRFÄLLE sind auch bei den ach so sicheren DEUTSCHEN Atomkraftwerken an der TAGESORDNUNG. Es wird auch schon mal ein Atomkraftwerk komplett abgeschaltet. Und dieses nicht aus FREUDE am wieder Einschalten. 2007 – 118 STÖRFÄLLE, Juli bis September 2008 – 21 nette STÖRFÄLLE, bis Mitte 2012 – 20 STÖRFÄLLE in Anlagen zur VER- und ENTSORGUNG von RADIOAKTIVEN Material. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann auch wir zu den Superlativen der Unfälle gehören. Dann wird wohl die eine oder andere Stadt von den dann überlebten ENTVÖLKERT werden müssen. Biblis war nur ein kleiner VORGESCHMACK von
    VERTUSCHE
    VERHEIMLICHE
    VERHARMLOSEN

    Das Bundesamt für Strahlenschutz führt eine Statistik über die UNFÄLLE und PANNEN. Soweit diese nicht von den BETREIBERN vertuscht oder verheimlicht werden.

    (T)TIP(P):
    Atom vertuschen verheimlichen verharmlosen

    (T)TIP(P):
    http://www.greenpeace.de/themen/energiewende/atomkraft/atomunfaelle
    (Vom Störfall bis zur Tragödie )

    (T)TIP(P):
    http://umweltfairaendern.de/2013/05/brennender-atomfrachter-in-hamburg-wollte-die-umweltbehoerde-vertuschen/

    (T)TIP(P):
    atomunfälle vertuschen

    (T)TIP(P):
    http://www.energiewendeheilbronn.de/blog/2014/03/01/fluegel-tv-zeigt-was-im-fernsehen-nicht-kommt/

    Zum Nachlesen:
    (T)TIP(P):
    http://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dateien/studien-und-konzeptpapiere/aktuelle-fakten-zur-photovoltaik-in-deutschland.pdf

    Die Kohlekraftwerke laufen doch in erster LINIE deswegen, damit man den Ausstieg ohne die verhungerte INDUSTRIE zu ?belasten? schafft. UMWELT WAS SOLLS. Der Planet ERDE? Den kann man nicht in eine Steueroase verstecken. Die in Macht verliebten PSYCHOPHATEN darf man nicht noch mehr in die ARMUT stürzen. Die haben schon genug an den RENTENGESCHENKEN und den überdimensionierten HUNGER-LÖHNEN, die es noch gar nicht gibt zu leiden. Die würden so gerne Investieren aber diese belastenden Geschenke sind für sie nicht zu tragen. Obwohl, die Investieren doch eigentlich schon lange nur noch in STEUEROASEN und BRIEFKÄSTEN! Aber unsere NEOLIBERALEN REGIERENDEN haben schon entsprechende GESCHENKE zur ENTLASTUNG der GEBEUTELTEN in Aussicht gestellt. Schließlich sprudelt das STEUERGELD aus allen Fugen. Was gibt es besseres damit zu tun, als das LEID der gebeutelten INVESTOREN zu lindern. Und jetzt wo wir einen Steuerdieb an der Spitze der EUROPÄISCHEN KONZERN UNION haben und unser GOLDMAN SACHS-DRAGHI noch ein bisschen Macht dazu bekommen hat kann ja nichts mehr schief gehen. Hoffentlich ist er kein UStAsi-Trojaner. Jetzt wo ihre Republikaner wieder auf dem Vormarsch sind.

  5. Ja, und wieder wird ein Teil vergessen was ist mit Erdöl und Erdgas auch fossile Energieträger! Die Erderwärmung erfolgt nur weil diese Energien nicht richtig genutzt werden! Der Verbrauch könnte weiter gesenkt werden wenn neue Techniken eingesetzt würden! Aber dazu ist die Energielobby wie die Mafia, der Verbraucher wird geschröpft!

  6. Naja. Sonne und Wind liefern zusammen im Durchschnitt 1300 Vollaststunden Strom im Jahr. Die restlichen 7400 Stunden müssen irgendwie mit Speichern überbrückt werden. Und falls wir diese irgendwann mal haben, müssen sie auch regelmässig mit überschüssigem Strom gefüllt werden. Das beste Leistungsverhältnis (input/output) haben haben derzeit Pumpspeicherkraftwerke mit einem Verlust von 20-25%. Wenn ich als Beispiel das PSW Goldisthal nehme, brauche ich zum Füllen des Oberbeckens über 10-11 Stunden Pumpdauerleistung je 1 MWh Strom (gesamt allso 10-11 MWh). Wenn das Dingens voll ist, kann ich 8 Stunden lang je 1 MWh (gesamt 8 MWh) wieder zurück bekommen. Kann sich ja jeder mal selbst ausrechnen wieviel Goldisthal’s wir bei einem Jahresstrombedarf von rund 650 TWh (650.000.000 MWh) brauchen.
    Mit Biogas sieht es auch nicht recht viel besser aus. Ein Blockheizkraftwerk mit 300 MWh Leistung verbraucht bei 4000 Betriebstunden/Jahr (Oktober bis März) den Ertrag von 400-600 Hektar aus Land- und Forstwirtschaft. Wäre Deutschland so gross und dünnbesiedelt wie Kanada könnte man damit eventuell wenigstens für die Wintermonate spekulieren. Aber auch nur in ländlicher Umgebung.
    P2G (Power to Gas) ist ja auch seit einiger Zeit im Gespräch. Bei Umwandlungsverlusten von 70-80% wird es aber richtig teuer. Nehmen wir Windstrom mit rund 10 cent/kWh müsste der daraus hergestellte Strom schon mal 40-50 cent/kWh zuzüglich der Kraftwerks- und Netzkosten plus Steuern kosten. Damit wären wir incl. MWSt schon nahe an 1 Euro/kWh. Und das derzeit vorhandene Speichervolumen reicht auch grad mal für etwa 1 Monat.

    Bis zum Jahr 2050 sollten also noch einige technische Wunderwerke erfunden werden um die jetzt schon bekannten Probleme zu bewältigen.

    mfg

    • Die von dir beschriebene Regelenergie war bereits zu fossilen Zeiten teurer und wird auch in Zukunft teurer als Grundlast-Leistung sein. Sie macht aber nur einen Bruchteil des Energiebedarfs aus. Beispielsweise ist es an der Zeit das die Netzbetreiber Grundlagen schaffen um Lastzeiten geeigneter Verbraucher bedarfsorientiert zu verschieben. Intelligente Netze sind ein notwendiges wichtiges Werkzeug für eine gelungene Energiewende, denn sie reduzieren den Bedarf an teurer Regelenergie enorm, Berechnungen zufolge um bis zu 40%.

      • Hallo Peter

        Meine Beschreibung basierte nicht auf Regelenergie sondern betraf die Gesamtversorgung.
        Um aber auf Ihre Anmerkung näher einzugehen muss ich etwas weiter ausholen. Die bisherige Leistungsverteilung der Kraftwerke war etwa 45 GWh Grundlastkraftwerke, etwa 30 GWh Mittellastkraftwerke und etwa 5 GWh Spitzenlastkraftwerke.
        – Die Grundlastkraftwerke liefen rund um die Uhr an 365 Tagen im Jahr im optimalen Leistungsbereich (Treibstoffverbrauch, Materialverschleiss). Der durchschnittliche Preis je kWh Strom lag bei rund 5 Cent inkl. Kraftwerkskosten. Für diese Preiskalkulation musste so ein KW allerdings auch wenigstens 8000 Stunden/Jahr störungsfrei durchlaufen.
        – Die Mittellastkraftwerke lieferten täglich nur von etwa 6 Uhr morgens bis 24 Uhr bedarfsangeglichen. Deshalb konnte natürlich in den Leerlaufzeiten auch kein Treibstoff eingespart werden, weil ja die Dampfturbinen permanent in Bereitschaft sein mussten. Durch das ständige rauf- und runterfahren war natürlich auch der Verschleiss entsprechend grösser. Man kann das mit einem Auto vergleichen das im reinen Stadtbetrieb nur 200.000 km durchhält, während es als reines Langstreckenfahrzeug locker 350.000 km vertragen würde. Die Preiskalkulation unter Berücksichtigung von höherem Verschleiss und weniger Betriebsstunden ergibt demnach einen kWh-Preis von 8-10 Cent.
        – Die Spitzenlastkraftwerke sind sozusagen die schnell regelbaren „Turbomaschinen“ in der Stromversorgung. Das sind zum einen die Gasturbinen (vergleichbar einem Düsenantrieb) und die Pumpspeicherkraftwerke. Deren feste Betriebskosten müssen auf wenige (4-5) tägliche Betriebsstunden verteilt werden. Daraus errechnet sich ein kWh-Preis von 11-14 Cent.

        Der reine Strompreis (Treibstoff, Kraftwerk, Personal, Reparaturrückstellungen) für das Jahr 2013 lag laut meiner Abrechnung bei 7,8 Cent kWh.

        Nun hat die Vorrangeinspeisung durch die „Erneuerbaren“ die ganze Kalkulation arg durcheinander geschüttelt. Rein nach bereits installierter Leistung für Wind- und Sonnenstrom könnten wir alle anderen Kraftwerke schon heute abschalten. Leider hat aber die INSTALLIERTE Leistung nichts mit der tatsächlich gelieferten Leistung zu tun. Diese wechselt ständig im Bereich von 0-70%. Wobei die fast 0% (250-700MWh) sehr viel öfter erreicht werden als die optimalen Spitzen von 50.000-60.000MWh.
        Das heisst, die konventionellen Kraftwerke oder entsprechende Speicher müssen ständig bereit sein, die volle Schwankungsbreite und den darüber hinausgehenden Rest auszugleichen. Durch diese Bereitschaft wird kaum Treibstoff eingespart, durch das ständige Rauf- und Runterfahren herhöht sich der Verschleiss, und die laufenden Kosten müssen auf weniger gelieferte kWh umgerechnet werden.

        Wie wechselhaft Wind und Sonne sind, können Sie gut selbst beobachten. Betrachten Sie zum Beispiel einen Windpark in Ihrer Nähe. Wie oft drehen die Propeller schnell (Windstärke 8-10 = 100% Leistung), oder eher langsam, oder auch garnicht? Gleiches gilt für Fotovoltaik. Haben Sie selbst eine solche Anlage auf dem Dach? Dann schauen Sie mal an einem wolkigen (nicht bedeckten) Tag auf die Einspeiseleistung. Wenn sich eine Wolke vor die Sonne schiebt, bricht die Leistung innerhalb von 1 Minute um bis zu 50% ein. Gleiches passiert natürlich auch, wenn die Wolke wieder weg ist, dann schiesst die Einspeiseleistung wieder nach oben. Diese Schwankungen müssen sowohl vom Netz, als auch von den Regelkraftwerken abgefangen werden können. Da helfen mir Jahresdurchschnittswerte gar nichts. Hier handelt es sich um Stunden- und Minutenwerte die da abgefangen werden müssen.

        Ich hoffe Ihnen mit meinem ellenlangen Monolog den derzeitigen Stand verständlich rüber gebracht zu haben. Wir sind noch weit von einer bezahlbaren Lösung der bereits bekannten Probleme entfernt. Und ich spreche/schreibe hier in erster Linie im Sinne unserer sozial schwachen Mitbürger. Das betrifft nicht nur Hartz-IV sondern auch Geringverdiener, also rund 10 Millionen Haushalte in unserem schönen Land.

        mfg

    • Richtig, neue regenerative und umweltfreundliche Energiequellen müssen endlich ans Netz.
      Geothermale Kraftwerke zum Beispiel Ätna und Vesuv,
      Strömungskraftwerke bei den griechischen Inseln.
      Dazu mehr Photovoltaikkraftwerke und noch mehr Windkraftanlagen weltweit.
      Und bitte kein selbstzerstörerisches Fracking !!!
      Dies erfordert auch eine weltweite Zusammenarbeit.
      Was nützt es wenn Deutschland Kernkraft abbaut und die umliegenden Länder diese verstärkt aufbauen ?
      Oder Kohlekraftwerke in Deutschland abbauen und China diese aufbauen ? Das gilt aber nicht nur für China sondern global.
      Ein weltweites PROBLEM erfordert auch WELTWEITE ZUSAMMENARBEIT und KEINE WELTWEITE KRIEGFÜHRUNG !!!

  7. Wir haben überhaupt nichts in der Hand und es steht auch nichts besonderes drin. Es ist das übliche bla bla… Ich verstehe nicht wieso du wieder mal darauf reingefallen bist…

    – Der Weltklimarat hat erneut festgestellt (Die Betonung liegt auf erneut)
    – Das so deutlich zu sagen, hat sich der Weltklimarat bis jetzt nicht getraut (ist das nicht ein Widerspruch zu Punkt 1?)
    – Hat es nun sogar mit den Stimmen der größten Klimasünder wie Saudi Arabien und Kanada beschlossen (schon mal vom Kyoto Protokoll gehört? Da „beschließt“ die ganze Welt etwas, an dem sich niemand hält)
    – Im Laufe der nächsten Jahrzehnte muss gerade die industrialisierte Welt komplett aus der fossilen Energienutzung aussteigen (das ist eine Zeitspanne von 30/60/90 Jahre. Bis dahin kann die Welt schon längst untergegangen sein oder wir sind so fortschrittlich das sich Umweltverschmutzung aus Kostengründen nicht mehr lohnt)
    – Doch die gute Nachricht ist: Jetzt haben wir es in der Hand. Nur wir Bürger/innen können der fossilen Lobby die Grenzen aufzeigen. Mit der Forderung nach dem Kohleausstieg legt der Weltklimarat den Klimaschutz in unsere Hände (Was haben wir bitte in der Hand? Schreiben irgendwen einen Brief der allerhöchstens mit einem nichtsaussagendem inhaltsleeres politischen Statement antworten wird)

    Lieber Chris, bitte verschwende nicht dein Zeit und Energie! Wahre Demokratie gibt es vielleicht in der Schweiz. Da gibt es Volksentscheide und wahre Demokratie. Womit willst du denn wen hier drohen? Was ist die Konsequenz wenn sie der Forderung nicht nachgehen? Richtig! Absolut gar nichts. Dann lieber schön bei Gasprom im Vorstand sitzen und vorher schön paar Verträge klar machen. Hat der Politiker mehr von als sich mit deiner Forderung zu beschäftigen. Und nein, die Leute werden dann auch nicht die Politiker abschaffen oder nicht mehr wählen, weil sie sich seltsamerweise bei der nächsten Wahl nicht erinnern können was versprochen und oder nicht wissen was tatsächlich umgesetzt wurde.

    • Das sehe ich nicht so pessimistisch. Auch wenn es schwierig ist, und viele Politiker oft nicht unsere Interessen vertreten, wir können etwas verändern. Das zeigen viele Kampagnenerfolge wie zum Beispiel jüngst der Kohlehafen am Great Barrier Reef, den wir verhindern konnten. Wenn ich nicht daran glauben würde, dass die Welt sich verändern lässt, könnte ich den Kopf auch in den Sand stecken. Das will ich nicht.

  8. es wird immer so diskutiert als ob die Stromerzeugung der einzige Bereich ist der Energie braucht. Leider wird dabei vergessen das der größte Teil der Energie in Deutschland für Heizung drauf geht. Was gebraucht wird ist wenn man schon aus ideologischen Gründen Atom ausschließt ein Konzept das den Wirkungsgrad der Kraftwerke deutlich erhöht. Das könnte z.B. durch Kraft Wärme Kopplung geschehen. Leider werden alle frei verfügbaren Mittel in regenerative Energieträger verbraten, für andere sinnvolle Maßnahmen bleibt dadurch kein Kapital.

    Das einfache weiter so in der sogenannten Energiewende wird nicht ausreichen. Es braucht neue und vor allem pragmatische Nutzung von bisher getätigten Investitionen. Wir brauchen schlicht mehr Zeit. Deshalb wäre es auch sinnvoll die Atomkraftwerke weiter zu nutzen und verfügbare Mittel in den Ausbau der Energie Infrastruktur zu investieren. Die Photovoltaik auf den Dach braucht heute noch zwingend das Kraftwerk im Hintergrund. Das trifft auch auf die Windenergie zu. Leider wird das von allen Ideologen regelmäßig unterschlagen.

    • Fukushima hat uns gezeigt, dass das Risiko der Atomkraft zu groß ist, als dass wir länger darauf vertrauen sollte. Da hat nun wirklich nichts mehr mit Ideologie zu tun, sondern mit tatsächlichen Geschehnissen. Im Übrigen ist die Atomkraft zur Wärmegewinnung nun wirklich nicht so gut geeignet…

      Und Zeit, sorry, lässt uns der Klimawandel nicht mehr. Wir müssen jetzt was tun, um das Schlimmste zu fragen.

      Ich frage mich: Wer sind hier die Ideologen? Diejenigen, die die Fakten zur Kenntnis nehmen, oder die, welche das Gestern ins Morgen hinüberzuretten versuchen?

  9. Der wirtschaftliche Fortschritt der verschiedenen Länder muss sich viel stärker an den Bedürfnissen von Natur und Menschen orientieren – und nicht bloß zum Profit einiger sein. Darum für einen schnelllstmöglichen Ausstieg aus der Kohleenergie – die technischen Möglichkeiten gibt es schon!

  10. Gabriel: “Hartz IV für Kraftwerke, nicht arbeiten aber Geld kriegen

    Netzfrauen Seite; Rede des SPD Heinis vor dem BDA, man, man, man!

  11. Herr Gabriel,
    die Menschen in der BRD würden es begrüßen, wenn die SPD mal wieder 3% Stimmenanteil hätte. Glauben Sie mir!

  12. Das ist ein guter Anfang! Allerdings kann die Bekämpfung des Klimawandels kein 1-Strategie-Kampf bleiben. Die Energiewende haben wir als Einzelne außer über Appell-Unterzeichnungen – immer wieder gern – kaum in der Hand. Andere kaum minder große Einflussfaktoren haben wir in der Hand. Also:
    -vegan leben und Palmöl meiden
    -bio und regional kaufen
    -Plastik vermeiden
    -Recyclingpapier benutzen
    Gerade unsere Ernährung hat einen massiven Einfluss, nur ist die Forderung nach Veränderung hier so unpopulär, dass die Politik sie noch lange nicht anfassen wird. Be the change you wish to see!

  13. Also ich traue den Wissenschaftlern und deren Auslegern nicht, da wird einiges berichtet und anderes weggelassen. z.B. dass der Südpol kälter wird. Und wenn der Nordpol sich reduziert, also Eis abschmilzt, wird der Meeresspiegel mit Sicherheit nicht ansteigen. Dichte von Eis ist geringer als von Wasser, also wird das Volumen beim schmelzen geringer da kann der Meeresspiegel nicht steigen. Andere Fakten kann ich nicht beurteilen, da haben selbst Leute vom Max-Plank Institut Probleme. Das wir unsere Bodenschätze nicht vergeuden sollten stelle ich nicht in Frage.
    So nun wird ein Sturm der Entrüstung auf mich niedergehen, Ihr könnt mich ab jetzt verbal Steinigen!

    • Klar, wir alle müssen der Wissenschaft glauben und können den globalen Klimawandel nicht selbst erleben. Was ich aber nicht verstehe: Bei einem derartigen Konsens in der Wissenschaft mag in anderen Themenfeldern niemand mehr relevant zweifeln. Aber bei der Klimafrage bleibt der Eindruck, hier bestünden wissenschaftlich Zweifel. Das ist aber wirklich falsch.

      Vor wenigen Tagen in der Süddeutschen Zeitung:
      http://www.sueddeutsche.de/wissen/strategien-der-klimaskeptiker-wissenschaft-wurde-als-nebelwand-missbraucht-1.2200576

    • Entschuldigung, aber du wendest hier die Physik etwas beschränkt an. Wenn nur Meereis schmelzen würde, würde ich dir Recht geben, da dadurch der Meeresspiegel nicht steigt. Du lässt aber vollkommen außer Acht, dass es auch riesige Landmassen in der nördlichen Polarregion gibt die freischmelzen. All dieses Schmelzwasser wird definitiv die Meeresspiegel steigen lassen.
      Außerdem ist es einfach falsch, zu sagen, dass der Südpol (übrigens eine noch wesentlich größere Landmasse) als Ganzes kälter wird. Es gibt Regionen da ist das wirklich so, andere werden aber definitiv wärmer – und da taut’s gewaltig !!!
      Ich gebe gerne zu, dass es beim wissenschaftlichen Verständnis all der komplexen Vorgänge rund um die Klimaerwärmung immer noch signifikante Lücken gibt. Die Wahrscheinlichkeit dass die ganze Sache für uns und unseren Planeten sehr bald aber richtig schlecht ausgehen wird ist aber extrem hoch. Alle Modelle KÖNNEN nur Wahrscheinlichkeiten angeben. Wir tun aber gut daran, hier vom Schlimmsten aus zu gehen. Wenn es nicht so kommt, haben wir nichts verloren, aber eine bessere Welt gewonnen. Du kannst natürlich auch weiter hoffen, beten und den Kopf in den Sand stecken…
      Würdest du mit einem Auto fahren, bei dem du von vorne herein weißt, dass die Bremsen mit 80%iger Wahrscheinlichkeit versagen würden?

  14. Hallo,
    ich wollte nur mal sagen, das ich finde, dass ihr euch mit eurer Petition viel zu sehr der Realpolitik. Erst 2030 aus der Braunkohle und 2040 aus der Steinkohle auszusteigen ist VIEL zu späht. Da sind ja sogar die Grünen radikaler (sie fordern, aus beidem bis 2030 auzusteigen). Ich muss euch ja nicht erklären, wie dramatisch die Auswirkungen der Kohle – nicht nur aufs Klima – sind.
    Liebe Grüße
    Jan

  15. Was ist mit dem Öl ?Unser extremer Verbrauch an aus Öl produziertem Plastik? Wir.. verbrauchen Plastik als gäbe es kein Morgen mehr. Das belstet unsere Umwelt und Gesundheit. Plastik ist ein tolles und langlebiges Material aber wir gebrauchen es als wegwerfartikel… die ganzen Verpackungen für Lebensmittel und Plastikflasche geben hormonell wirkende Stoffe an unsere Lebensmittel und Getränke ab. Das ist doch völlig unnötig. Warum diskutieren wir nicht mal über eine hohe Sondersteuer auf plastikverpackungen… das würde dem Klima, der Gesundheit und der Umwelt helfen!!! Ach so.. natürlich bin ich für den Ausstieg aus der Kohle! !! Und die weitere Förderung alternativer energieversorgug ;)

  16. Guten Tag,
    ich habe den Brief an Herrn Gabriel zum Kohleausstieg unterzeichnet, weil ich das für ein richtiges und wichtiges Signal halte.
    Wie machen wir das aber 1,4 Millionen Chinesen deutlich?

    • Danke für ihre Unterstützung
      Ich glaube, den Millionen Chinesen in den Smogverseuchten Großstädten ist das längst deutlich. Und auch die Regierung dort hat das Problem erkannt.
      Und in diesem Jahr ist in China erstmals weniger Kohle verbraucht worden als im Jahr zuvor.

      Und Deutschland ist gerade dabei, mit der Energiewende ein schönes Vorbild gegen die Wand zu fahren. Wenn hingegen zeigen können, dass ein Leben ohne Kohle möglich ist, dann werden andere folgen.

    • Einer muss den ersten Schritt tun, wir waren mit die ersten im industriellen Zeitalter. Wir können nur hoffen das sie nachziehen werden und auch können wir eine Art umweltzoll einführen um den ganzen Nachdruck zu verleihen.

    • 1,4 MILLIARDEN (jeder fünfte Mensch); nicht Millionen

  17. Jo, dann her mit der Atomkraft, denn ohne Kohle & Atom ist kein stabiles Stromnetz zu gewährleisten. Den Unterzeichner möcht ich sehn die/der ohne fließend Wasser, ohne Herd und Kühlschrank auskommt.

      • @ Chris Methmann:

        Ach ja – und wie soll der Ausstieg ohne Kernkraft funktionieren, sofern man -was ja Ziel aller Aktionen ist- auf die Umwelt Rücksicht nehmen möchte?

        Greenpeace und alle anderen Klimaschützer sprechen stets von sauberer und umweltschonender Energie und immer wird dabei auch auf Wind- und Solarkraft. Hier lügen sich ALLE in die eigene Tasche!

        Ja, Wind- und Solarkraft in D und anderen Ländern mag ja soweit sauber sein – dass aber beim Abbau der Rohstoffe, speziell für das für Windkrafträder zwingend erforderliche NEODYM Tonnen an Umweltgiften anfallen, scheint kaum einer zu wissen.

        Dumm nur, dass der Abbau und die Gewinnung dieses Rohstoffes, der überwiegend in China vorkommt, tausende Quadratkilometer mit hochgiftigen und auch Tonnen an radioaktiven Abfällen auf viele Jahrzehnte, wenn nicht länger, verseucht! In und um die Abbaugebiete, verrecken die Chinesen wie die Fliegen und die Rate von Missgeburten liegt bei 45%!

        Bei einigen der Rohstoffe für die Solartechnik ist es nicht anders – auch hier findet der Großteil in China statt!

        Super! Deutschland hat „saubere Energie“ – dass dafür aber viele Chinesen sterben müssen spielt ja keine Rolle – gibt ja genug von denen oder wie sonst darf man die Blindheit der Wind- und Solaranhänger verstehen? Wäre wirklich neugierig, ob sich dann noch immer jeder das Wort sauber zu sagen getraut, wenn es um diese beiden Formen der Energie geht!

        Diese Gifte gelangen alle ins Grundwasser. Das Wasser aus dem Hahn ist in China mittlerweile derart verseucht, dass Pflanzen und Blumen eingehen, wenn man es direkt aus dem Hahn verwendet.

        Ich weiß wovon ich spreche: ich lebe aus beruflichen Gründen in China und habe das erfahren, nachdem ich mich beim Lieferanten für die Pflanzen unserer Firma beschwerte, dass die nach so kurzer Zeit schon eingegangen sind. Darauf fragte er mich, ob wir das Wasser zum Bewässern direkt benutzen und erklärte mir, dass es dann kein Wunder sei, weil das Wasser entsprechende Gifte enthält.

        Auch war ich in der Nähe eines NEODYM Abbaugebietes und es wäre ein Pflicht für jeden grünen Ideologen der auf Wind und Solar schwört, dass er sich das einmal selbst vor Augen führt! Vor allem die vielen verkrüppelten und missgebildeten Kinder!

        Die Kernkraft bietet heute hochmoderne Anlagen, in denen die Brennstäbe zigfach aufbereitet werden und nur noch ganz geringe Mengen Müll anfallen.Es ist auf alle Fälle sauberer, als Wind- und Solarkraft. Wer Energie benötigt, muss eben auch damit leben, dass irgendwelche Abfälle
        anfallen.

        Na Chris, wie wäre es nun aufgrund der Infos mal mit einem einjährigen Aufenthalt in einem der Abbaugebiete, ist ja nur saubere Energie…

    • „Denn ohne Kohle & Atom ist kein stabiles Stromnetz zu gewährleisten“? Woher haben Sie, Markus, diesen Unsinn her? Wo ist die Begründung? Genau diese Grundlastkraftwerke werden bereits jetzt nicht mehr benötigt – der Kohlestrom wird sowieso im Wesentlichen exportiert. Es sollte sich allmählich herumgesprochen haben, dass vorläufig nicht Kohle-, schon gar nicht Atom-, sondern flexible Gaskraftwerke notwendig sind, um ein stabiles Stromnetz zu gewährleisten. Unter anderem.

    • Man muss in alternativen investieren wir machen zu wenig. Die alten Ägypter haben 2600v. chr in 20 Jahren das größte Gebäude der Welt errichtet und das war es 4000 Jahre lang. Da müssten wir wenn wir doch locker mit unseren modernen Mittel die enerigewende schaffen.

    • Ist da jemand den Slogans der Energielobby aufgesessen? Ich kann da nur die Publikationen von Hans- Josef Fell empfehlen.

    • „denn ohne Kohle & Atom ist kein stabiles Stromnetz …“ dann hätten wir irgend wann kein stabiles Stromnetz? Denk mal darüber nach!

  18. So ,schnell wie ,möglich auf Wind und Sonnenenergie umsteigen und die Kohle weg lassen !!Nicht ,das man später nur noch mit dem Boot durch Deutschland fahren Kann

  19. Na ja, dass Kanada und Saudi-Arabien sich einem Anti-Kohleabkommen anschließen dürfte jawohl kaum überraschen – beide Länder haben kaum Vorkommen und würden von der verstärkten Nachfrage nach Öl sogar profitieren. Das würde ich nicht gerade als riesigen Erfolg ins Feld führen.
    Zu dieser These: „Die Klimawissenschaft erklärt uns, dass wir auf ein ernsthaftes Problem zusteuern. Und die Politik laviert – tut aber nichts zur Lösung.“ Ich glaube ein anderer Mechanismus ist dafür verantwortlich, dass kaum jemanden graue Haare wegen des Klimawandels wachsen. Klimawissenschaftler können die Folgen des Klimawandels mit den drastischsten Worten und Bildern beschreiben, wirklich schmerzhaft spürt die Auswirkungen derzeit kaum jemand (jedenfalls in westl. Ländern). Dann bauen wir halt die Deiche etwas höher, schaffen neue Überflutungsflächen und zur Not gibt es Versicherungen…So what. Oder wie Volker Pispers mal gesagt bzw. sein deutsches Publikum gefragt hat „Vermissen Sie wirklich den Eisbären in der Arktis?“ Antwort: Natürlich nicht…

  20. Alles schön und gut.Aber wer sagt den Entwicklungsländern,ihr müsst auf dieser Stufe stehenbleiben oder nur unseren Müll kaufen.Mit Klima lässt sich viel machen.Ein Schelm,wer böses dabei denkt.Sagt malChina Schluss mit lustig löscht mal eure brennenden Kohlegruben und im Winter nehmt gefälligst was Anderes zum heizen.Und der grosse Kohlehafen in Australien schade schade Umsonst.

    • Und wen meinst Du damit? Klimarat, Campact, Verbraucher*innen, Politik? Der Weltklimarat redet sich seit gefühlten 50 Jahren den Mund fusselig und erzeugt damit immens viel Öffentlichkeit, was auch zum Handeln dazugehört. Campact veranstaltet z.B. diesen Samstag in 30 Städten Aktionen ür den Kohleausstieg. Von der Politik ist meist nix zu erwarten. Aber jeder einzelne Mensch kann ja sehr viel Kinderleichtes selbst tun: Wechsel des Stromanbieters, vegan leben, Auto stehen lassen oder besser noch abschaffen, warm anziehen statt Heizung aufdrehen etc. etc. Wird nur leider weiterhin von viel zu wenigen praktiziert oder ist schon wieder aus dem Blickpunkt geraten.

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