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Nach Paris-Attentat: Aufstehen gegen Hass

In vielen Städten finden am Montag breit getragene Demonstrationen gegen Pegida und Menschenfeindlichkeit statt. Mit tausenden Demonstrant/innen wollen Menschen gemeinsam klar machen: Deutschland ist nicht Pegida.

Schon über 233.0000 Menschen haben unseren Appell “Wir sind Charlie – wir sind nicht Pegida!“ unterschrieben. Auch der Verein Pro Asyl unterstützt den Appell für ein friedliches Miteinander.

Unsere Grafik als Plakat zum Herunterladen:
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Die Instrumentalisierung der schrecklichen Morde von Paris läuft unterdessen auf Hochtouren. Der stellvertretende Vorsitzende der Partei Alternative für Deutschland (AfD) Alexander Gauland vereinnahmte die Morde und sagte: „Vor diesem Hintergrund erhalten die Forderungen von Pegida besondere Aktualität und Gewicht.“ Die Pegida-Organisatoren sehen sich auf Ihrer Facebook-Seite ebenfalls bestätigt. Die konservative CDU-Abgeordnete Erika Steinbach verhöhnte gar auf Twitter die Opfer, indem sie schrieb „Nur kath. Kirche kritisieren,sonst lebensgefährlich;-)“. Was Pegida und andere gerne unterschlagen: „Charlie Hebdo“ hat neben Religionen mit Vorliebe vor allem fremdenfeindliche Parolen aufs Korn genommen. In einer Petition forderte die Zeitung sogar das Verbot der rechtsextremen Partei Front National, weil diese gegen Migrant/innen hetzt. Umso schlimmer ist es, wenn nun die Trauer und Angst in Folge der Morde von Paris genutzt wird, um Vorurteile und Ängste gegen Menschen in unserer Mitte zu schüren. Wer die Morde dieser Fanatiker nutzt, um gegen Menschen islamischen Glaubens und Flüchtlinge zu hetzen, spielt den Tätern in die Hände.

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Die Sorge ist berechtigt: In Frankreich wurden nach den Morden in Paris mehrere Anschläge auf Moscheen, Gebetsräume und Imbisse verübt. Auch in Deutschland gab es in den letzten Monaten Anschläge auf Asylbewerberheime bei Nürnberg. Eine Spirale aus Angst, Hass und Gewalt droht. Doch gemeinsam können wir den Teufelskreis durchbrechen.

Demonstrieren Sie mit!

Schon am Montag ist Ihr Engagement gefragt, direkt in Ihrer Nachbarschaft: In vielen Städten findet eine breit getragene Demonstration gegen Pegida und Menschenfeindlichkeit statt. Mit tausenden Demonstrant/innen wollen Menschen gemeinsam klar machen: Deutschland ist nicht Pegida. Die Veranstalter wollen mit den Demonstrationen für ein friedliches Zusammenleben und eine weltoffene Stadt werben. Lassen Sie uns am Montag ein kraftvolles Signal setzen – für ein vielfältiges und tolerantes Land ohne Angst, Hass und Gewalt.

Bringen Sie gerne ein Schild mit unserer Aktionsgrafik “Wir sind Charlie – wir sind nicht Pegida!“ zur Demo mit. Sie können es ganz einfach herunterladen und mit Ihrem Drucker oder beim nächsten Copy-Shop ausdrucken. Drucken Sie doch gleich ein paar weitere Exemplare aus und verteilen Sie diese auf der Demo.

Hier wird demonstriert!

Dresden
Zeit: Montag, den 12. Januar 2015, 20 Uhr
Ort: Postplatz

Das Bündnis „Dresden für alle“ ruft zum Frühjahrsputz, Warnwesten und große Besen sind gerne gesehen!

Weitere Infos

 

Düsseldorf:
Zeit: Montag, den 12. Januar 2015, 18 Uhr
Ort: Friedrich-Ebert-Straße 34 – 38

Weitere Infos

 

Leipzig:
Zeit: Montag, den 12. Januar 2015, 18.30 Uhr
Ort: Waldplatz
Davor findet um 17.00 Uhr ein Friedensgebet in der Nikolaikirche statt. Danach gehen alle gemeinsam zur Kundgebung.

 

Hannover:
Zeit: Montag, den 12. Januar 2015, 17.30 Uhr multireligiöses Friedensgebet, 18:15Uhr start Demo
Ort: Start Marktkirche, Abschlusskundgebung am Georgsplatz

Route: Marktkirche -> Schmiedestraße -> Osterstraße -> Windmühlenstraße -> Georgstraße -> Georgsplatz, Abschlusskundgebung bis 19 Uhr am Georgsplatz

Mehr Infos

 

München
Zeit: Montag, den 12. Januar 2015, 17.30 Uhr
Ort: Sendlinger-Tor-Platz
Töpfe, Trillerpfeifen und Hupen: Die Veranstalter rufen dazu auf alles mitzubringen, was Krach macht

 

Saarbrücken
Zeit: Montag, den 12. Januar 2015, 17.30Uhr
Ort: Ludwigsplatz

 

Update:

 

Hamburg‬
Zeit: Monat, den 12. Januar um 18:00
Ort: Gerhart-Hauptmann-Platz
Gastgeber: Unternehmer ohne Grenzen e.V.
Mehr Infos

 

Lingen‬
Zeit: Montag, den 12. Januar um 18:00
Ort: Bahnhof Lingen
Gastgeber: Lingen ist bunt
Mehr Informationen

 

‎Schwerin‬
Zeit: Montag, den 12. Januar um 18:00
Ort: Am „Alten Garten“, direkt gegenüber der Siegessäule
Gastgeber: Schweriner gegen die Idiotisierung des Abendlandes
Mehr Informationen
‪Rostock‬
Zeit: Montag, 12. Januar um 16:00
Ort: Am Brink
Gastgeber: Rostock nazifrei

Mehr Informationen

 

Landau‬
Zeit: Monat, 12. Januar um 18:00
Ort: Rathausplatz
Gastgeber: Wir sind Landau
Mehr Informationen

 

Mainz‬
Zeit: Montag 12. Januar 18:30
Ort: Mainz Hauptbahnhof
Mehr Informationen

 

Heidelberg‬
Zeit: Montag 12. Januar 19:00
Ort: Heidelberg Bismarckplatz
Heidelberger Bündnis gegen Armut und Ausgrenzung
Mehr Informationen

 

Verbreiten Sie diesen Beitrag, damit möglichst viele Menschen von den Demonstrationen erfahren…

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Autor*innen

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: @kattascha Alle Beiträge

22 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Die Demo als Teil eines länderübergreifenden Berkenntnisses finde ich sinnvoll. Das Motto ist ein bisschen schlagwortartig. Wenn Einzelne ihre eigene Ausgestaltung des Anliegens formulieren und hochhalten, wäre das im Sinne der Meinungsvielfalt.

  2. Campact ist hier auf einem ganz anderen Terrain als sonst. Aber während ich jede Gegenwehr gegen Rassismus & Neonazismus wichtig & selbstverständlich finde, finde ich die Aufhängung einer Initiative hier an dem Attentat gegen die Satireredaktion von „Charlie“ bedenklich.

    Gründe: Die Ermordung von Journalisten ist uneingeschränkt eine üble Mordtat, die nach allen gesetzlichen Regelungen geahndet werden sollte. Uns wurden jetzt medial bereits verstorbene Tatverdächtige genannt & deren Motive als islamistische angegeben. Aber damit würde kein solides Gericht umgehend die Akten schließen. Ergo: Es ist letztendlich ein noch offener Fall. Und nicht endgültig gesetzlich abgeschlossene Mordfälle zum Aufhänger einer Petition zu machen, verursacht mir Unbehagen.

    Denn es bleibt letztendlich ein flaues Gefühl: Der zurückgebliebene Ausweis eines Täters – nach medial perfekt inszenierter Tat, die so rasche Identität der Täter, ihr prompter Tod, die gemeldete Selbsttötung eines ermittelnden Komissar…. Die prompte Reaktion der europaweiten Presse; selbst die Bildzeitung „ist“ jetzt „Charlie“…

    Mir gefällt an diesem Hype etwas nicht.

    Erst einmal sind da zwölf Menschen tot — nicht die Pressefreiheit. (Die ist gefährdet durch Regierungen, nicht durch Kriminelle.) Auch aus Respekt vor den Opfern halte ich es für falsch, ihren Tod zu politisieren, noch ehe die Akten geschlossen sind & die Angehörigen auch finden, das habe alles so seine Richtigkeit.

    Weiß man’s genau?

    So wie sie formuliert ist, halte ich zu diesem Zeitpunkt diese Petition für unglücklich.

    • wer diesen anschlag auf die hebdo redaktion NICHT als anschlag auf die pressefreiheit sieht, muss blind sein!
      Ausserdem weren die medien sich recht laut dagegen, diesen anschlag als angeblich „Im Namen Mohammeds“ stehen zu lassen. Jeder muss doch den Missbrauch sehen: das waren Verbrecher & Fundamentalisten und keine Muslime oder Christen oder Heiden…
      Gleich wohl, sind diese Verbrecher ein Zeichen dafür, dass in der Bildungs-, Sozial- und Sicherheitspolitik einiges schief gelaufen ist.

  3. Sonnatg, den 11.Januar 2015, zeitgleich wie in Paris, 15:00 Odeonsplatz in München: ICH BIN CHARLIE

  4. Gestern aus San Francisco in Paris angekommen, stehe ich unter dem Schock der Ereignisse. Ich habe versucht, diesem im folgenden Gedicht Ausdruck zu geben:
    Longtemps
    mon monde était barré
    par le Check Point Charlie
    de Berlin
    aujourd’hui
    il est défiguré
    par le crime contre Charlie
    à Paris.

    Jusqu’où ira
    la bêtise humaine
    la peur de l’altérité
    la haine de la liberté?

    L’espoir
    n’est pas perdu
    Check Point disparu
    la France unie
    l’humour survivra
    à l’odieux
    esprit de sérieux.

    Demain
    dimanche
    la main dans la main
    Juifs, musulmans,
    Français, allemands
    Athées, croyants
    avec les manifestants
    je serai à Paris
    avec Charlie.

  5. Die erschossenen Geiseln sind die wahren Märtyrer und nicht die Moerder, die sich als auserwählt waehnen, um ins Paradies zu gelangen!

    • ich stimme Dir völig zu!!!!!!!!!!!!!!!!

      nur was passt nicht mit deiner schreibweise
      einmal „ä“ dann wieder „oe“ und dann „ae“
      im islam gibt es keine ä,ö,ü
      ich weiss ihr seit nicht alle so

  6. was hier im Moment an Kampagnen abläuft ist doch n Witz.
    Pegida…Antipegida usw., mir als Atheist geht das langsam immer mehr auf den Sack.
    Merkt denn hier keine das die Religion wieder mal die „Wurzel allen Übels ist“?
    Man soll immer Toleranz und einen offenen Geist zeigen für alle Religionen.
    Hach, hört sich das toll an.

    Die große Gruppe der Atheisten ist immer mehr angepisst von diesem ganzen Religionswahn.
    Es wird Zeit für eine echte Trennung von Staat und Religion.

    Es kann jeder seiner Religion nachgehen..im Privaten.

    Für eine Pegida gegen alle Religionen würde ich sogar auf die Straße gehen.
    Und da würde ich für ALLEN Menschen etwas Gutes tuen!

    • Danke, dass du alle Atheisten mit in deine eingeschränkte Denkweiße mit einbeziehst!

      Ich selber bin Atheist und halte auch absolut nichts von Religion und trotzdem:
      Mir als Atheist geht das langsam immer mehr auf den Sack … das sich einige Menschen einbilden besser zu wissen, was für den anderen gut ist. Lass die Leute doch einfach ihre Glaubensrichtung ausleben, wenn sie damit glücklich sind. Tolleranz ist das mindeste, was man erwarten kann. Ein guter Freund sagte aber einmal:
      ,,Warum soll man immer nur tollerieren? Es ist doch viel wichtiger zu akzeptieren.“
      Damit hat er mehr als nur recht! Akzeptiert doch einfach, dass andere Menschen anders sind, dass jeder ein Individuum ist, dass jeder das Leben nach seiner eigenen Vorstellung leben möchte. Zu guter letzt noch einen Hinweiß für dich: Alle wirklich intelligenten Atheisten stehen hinter meiner Meinung.

      Leider ist das weder bei Pegida, noch bei den Regierungen oder anderen Rassisten angekommen.

      Was den Aufruf „Wir sind Charlie“ anbelangt, so sehe ich es auch sehr ungünstig gewählt. Ich bin nicht Charlie, aber gegen Rassismus.

    • Sie widersprechen sich, wenn sie einerseits jedem seine Religion zugestehen im Privaten und andererseits gegen alle Religionen auf die Strasse gehen würden. Es gibt Menschen denen die Solidarität und der Glauben in Religionsgemeinschaften halt und Sicherheit gibt. Auch Philisophie wird dort zum Teil geteilt, für Menschen, die sonst keine Zugang zu Philosophie oder Büchern haben.
      Ich selbst bin Humanist, aber ich respektiere die mehr oder weniger Religiösen, solange sie sich nicht instrumentalisieren lassen oder ihren gesunden Menschenverstand oder ihre Bildung ausschalten.

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