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Ein Weckruf für die Kohlelobby

Heute früh war alles anders in Berlin Mitte: pünktlich um 8:30 Uhr rissen Campact-Aktive die Industriegewerkschaft IG BCE aus ihren ewig gestrigen Kohle-Träumen. Das Weckerkonzert vor den Türen der Gewerkschafts-Vertretung war ein längst überfälliges Signal, denn die Gewerkschaft droht die Energiewende komplett zu verschlafen.

Heute früh war alles anders in Berlin Mitte: pünktlich um 8:30 Uhr rissen Campact-Aktive die Industriegewerkschaft IG BCE aus ihren ewig gestrigen Kohle-Träumen. Das Weckerkonzert vor den Türen der Gewerkschafts-Vertretung war ein längst überfälliges Signal, denn die Gewerkschaft droht die Energiewende komplett zu verschlafen.

Seit Wochen versucht die Gewerkschaft Sigmar Gabriels (SPD) Plan, die klimaschädlichsten Kohlemeiler vom Netz zu nehmen, zu kippen. Mit unseriösen Szenarien schürt sie so nicht nur Ängste unter den Beschäftigten, sondern hält auch an der schmutzigsten Energie überhaupt fest. Zeit zum Aufwachen! Mit Weckern und Pfeifen setzten am Donnerstag die Kohlegegner ein starkes und vor allem lautes Zeichen gegen die Stimmungsmache der Gewerkschaft und für den Ausstiegsplan aus der Kohlekraft von Gabriel.

Mehr Bilder findest Du auf dem flickr-Account von Campact.

Kohle war gestern

Doch das Wecker-Konzert war erst der Anfang. Diesen Samstag werden wir der Kohlelobby zeigen, das die Zeit der Braunkohle vorbei ist und der Einstieg in den Kohleausstieg starten muss, damit Deutschland seine Klimaziele noch erreicht. Mit einer Anti-Kohle-Menschenkette werden an Europas größtem Braunkohletagebau Tausende Menschen dort stehen, wo die Bagger gestoppt werden müssen, um für den Kohleausstieg zu streiten.

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Autor*innen

Lara Dovifat

Campaignerin- Lara Dovifat, Jahrgang 1990, hat Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin sowie in Russland, Litauen und der Ukraine studiert. Während ihres Studiums war sie u.a bei einer PR Agentur für nachhaltigen Konsum, SumofUs.org, dem ZDF sowie am Institut für Sozialwissenschaften im Bereich Stadtentwicklung und Gentrifizierung tätig. Die letzten Jahre hat sie in der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Berlin und Johannesburg gearbeitet. Darüber hinaus setzt sie sich für Menschenrechte & Pressefreiheit in Osteuropa und Belarus ein.

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Unter dem Deckmantel der CO2-Minderung wird ein weiteres Zertifikat auf den Markt gebracht. Aber passiert denn wirklich? Steinkohlekraftwerke treten an die Stelle der Braunkohlekraftwerke und Gaskraftwerke an die Stelle der Steinkohlekraftwerke. Wird da denn kein Kohlenstoff oxidiert? Entsteht da kein CO2? Wo kommt der Brennstoff denn her? Der wird u.a. aus Australien geholt. Die Schiffe werden mit Schweröl betrieben, welche wiederum einen enormen CO2-Ausstoß haben. Gleichzeitig wird zwar der Braunkohlestrom teurer, aber der Steinkohle- und Gasstrom nicht billiger. Im Gegenteil der Preis wird auf Grund der erhöhten Nachfrage nach Steinkohle und Gas steigen. Derzeit kostet an der Börse eine kWh Braunkohlestrom ca. 3,5Ct und Gasstrom ca. 10Ct. Diesen Preis wird der Verbraucher mehr zahlen! Hinzukommen die erhöhten Steuern. Danke Herr Gabriel, dass ich in Zukunft statt 30Ct die kWh nun 40Ct zahlen soll und damit noch nicht einmal das Klima rette!!!

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