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Die Chance von Osnabrück

Eine riesige Monsanto-Sprühdose verspritzt giftige Pestizide, als Maiskolben verkleidete Menschen fallen tot um. Mit diesem Szenario haben rund 80 Campact-Aktive heute die Verbraucherschutz-Minister der Länder in Osnabrück empfangen. Mit der Forderung: Glyphosat jetzt verbieten!

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In Osnabrück tagt noch bis Freitag die Konferenz der Verbraucherschutzminister. Sie haben die Chance ein starkes Votum gegen das als krebserregend verdächtigte Glyphosat zu beschließen. Der Vorsitzende der Konferenz Christian Meyer (Grüne) hatte im Vorfeld angekündigt, das Glyphosat-Verbot zu einem der Haupt-Themen der Beratungen zu machen. Diese Chance von Osnabrück nutzen wir, um die Minister daran zu erinnern, dass Glyphosat EU-weit verboten werden muss. Während die Minister in ihren dunklen Limousinen in das Konferenzhotel einfahren, demonstrieren wir daher mit 80 Campact-Aktiven an der Einfahrt. Kaum zu übersehen: Der große Monsanto-Drache und die zahlreichen Protestschilder.

Minister Christian Meyer unterstützt Campact-Forderungen

Gegen Mittag besucht Niedersachsens Verbraucherschutzminister Christian Meyer unsere Proteste. Er bekommt von uns mehr als 220.000 Unterschriften überreicht – und ist beeindruckt, dass so viele Menschen den Appell innerhalb von drei Tagen unterzeichnet haben. Wir begrüßen sehr, dass sich der Minister im Gespräch mit uns voll hinter die Campact-Forderung nach einem EU-weiten Glyphosat-Verbot stellt. Auch in einem Interview mit dem Greenpeace Magazin hatte er sich zuvor schon entsprechend geäußert. Für das EU-weite Glyphosat-Verbot muss allerdings in erster Linie Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) aktiv werden.

Knappe Entscheidung

Auf der Verbraucherschutzministerkonferenz geht es zunächst um ein Glyphosat-Verbot für Privatgärten und kommunale Einrichtungen. Auch wenn dies bei weitem nicht ausreichend ist, wäre es doch ein erster wichtiger Schritt. Zusammen mit Hessen und Nordrhein-Westfalen brachte Niedersachsen einen Antrag ein, der eine Dreiviertel-Mehrheit der 16 Bundesländer braucht. Minister Meyer berichtet uns, dass die Abstimmung darüber am Freitag sehr knapp werden wird. Umso wichtiger, dass wir vor Ort die Stimme der Bürger/innen eingebracht haben!

Die Auseinandersetzung um das Glyphosat-Verbot steht mit dieser Konferenz erst ganz am Anfang. Seit die Weltgesundheitsorganisation Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend“ einstufte, ist die Diskussion voll entbrannt. In Zukunft wird es für uns darum gehen, den politischen Druck auf Christian Schmidt stark zu erhöhen. Dafür brauchen wir noch viel mehr Menschen, die unsere Forderungen unterstützen.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Wir haben die Zerstörung schon zu weit getrieben …kein Feldhase, keine Feldlerchen, Kiebitze .. auf weiter Flur … tote Landschaft.
    Es reicht!
    Nieder mit Monsanto!

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