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Menschenrechte enden nicht an Grenzen

Die EU-Regierungen mauern: Anstatt ein ziviles Programm zur Seenotrettung zu starten, wird auf dem Mittelmeer weiter aufgerüstet. Aber unser Protest hat trotzdem viel bewegt - und zwar in den Köpfen der Menschen. Diese zwei Aktionen haben Zeichen gesetzt - und ein Umdenken möglich gemacht:

Die EU-Regierungen mauern: Anstatt ein ziviles Programm zur Seenotrettung zu starten, wird auf dem Mittelmeer weiter aufgerüstet. Aber unser Protest hat trotzdem viel bewegt – und zwar in den Köpfen der Menschen. Diese zwei Aktionen haben Zeichen gesetzt – und ein Umdenken möglich gemacht:

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Gemeinsam haben wir es der Bundesregierung unmöglich gemacht, an der Flüchtlingskatastrophe im Mittelmeer einfach vorbeizuschauen. Wir haben viel bewegt:

  • vor dem Innenministerium und dem Bundeskanzleramt pressewirksam Särge aufgebaut, die an die namenlosen Toten erinnerten,
  • Entwicklungsminister Gerhard Müller und Innenminister Thomas de Maizière 174.000 Unterschriften für die sofortige Seenotrettung übergeben,
  • auf dem Kirchentag in Stuttgart mit einer eigenen Resolution gefordert, dass Menschenrechte nicht an Grenzen enden dürfen.

Das EU-Parlament fordert inzwischen eine neue Flüchtlingspolitik, und immer mehr Menschen stellen sich an unsere Seite

Lokale Initiativen, die Flüchtlingen helfen, werden Tag für Tag größer. Ohne die vielen Campact-Aktiven wäre das nicht möglich gewesen! Gemeinsam haben wir ein Zeichen gesetzt und das Umdenken gefördert. Auch Dr. Anne Schulze Everding, die auf WeAct, der neuen Petitionsplattform von Campact, mit Ihrem Online-Appell den Anfang machte, ist überwältigt: “Für mich ist klar: Diese Kampagne wäre ohne Euch und Euren Einsatz nie so groß geworden. Danke für Euer Mitgefühl!”

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Autor*innen

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: @kattascha Alle Beiträge

9 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Wäre die Welt nicht arm, wenn es den Mut nicht gäbe, Zeichen zu setzen? Ich bin stolz darauf, dass es jedenfalls in den Zivilgesellschaften die Bereitschaft gibt, den Opfern beizustehen, Empathie und Solidarität einzuüben und den Tätern das Handwerk zu legen! Drum unterschreibe ich diese Aktion gerne und hoffe, es werden viele rund ums Mittelmeer lesen, hören und betend wie kömpfend umsetzen, was hier gefordert wird!

  2. Hohen Respekt habe ich vor den Menschen, die sich unermüdlich für die Flüchtlinge einsetzen. Die Not so vieler schreit zum Himmel. Mein großes Anliegen sind die Verbrechen der Herkunftsländer, der IS sowie der Schläußerbanden, bei denen die schreckliche Ursache zu finden ist. Mir bleibt nur der Schrei zu Gott, den ich mit den vielen Betern und Beterinnen um Erhörung bitte.
    Es grüßt
    Nikolaus Alois Wimmer

  3. Wenn schon Kirchen-Flüchtlingspolitik, denn Gleichstellung aller Religionsgemeinschaften in kirchlichen Einrichtungen!

  4. Wie denkt Ihr über eine Campagne, die zum Urlaubsboykott der Länder, die die anteilige Flüchtlingsaufnahme verweigern, beinhaltet? Ich denke da besonders an Großbritannien, das von der EU immer nur nehmen und nichts geben will.

  5. die schriftsteller fordern jetzt das ende von “europas abschottung”. das deutsche pen-zentrum hat jetzt in einer dramatischen resolution (1200 unterschriften von schriftstellern aus 26 ländern) praktisch die öffnung der grenzen gefordert. eine völlig neue asylpolitik muss her, so die schriftstellervereinigung, “legale fluchtwege” sollten geschaffen und “humanitäre visa” ermöglicht werden.

    krieg auf dem mittelmeer, schon seit geraumer zeit. zynische logik: die opferzahlen sind bisher noch nicht hoch genug, um ein umdenken in der eu-flüchtlingspolitik in gang zu setzen. die eu-regierungen diskutieren darüber, ob man mit “militärischen mitteln” (klingt nicht so hart wie drohnen) die “unbefriedigende flüchtlingssituation im mittelmeer entspannen” könnte. fair handeln, statt nur verhandeln!
    https://campogeno.wordpress.com/2015/04/27/krieg-gegen-fluchtlinge/
    https://campogeno.wordpress.com/2015/05/09/fluchtursachen-bekampfen/

  6. Vor 70 Jahren war ich als Baby Flüchtling aus Schlesien. Meine Mutter als gutsituierte Kaufmannsfrau hat beschämende Situationen mit ihren 3 kleinen Mädchen erleben müssen von Menschen, die nicht flüchten mussten. Unser Vater konnte aus Gefangenschaft flüchten und kam halb verhungert in unserer Flüchtingsunterkunft an. Wir hatten überlebt, aber der Flüchtlingsstatus hing uns noch viele Jahre an. Den Menschen, die aus Syrien flüchten müssen, geht es heute genauso wie uns damals. Deshalb habe ich viel Verständnis für diese armen Menschen.

  7. Die Menschen, die aus ihrer Heimat fliehen, sind genau wie wir Kinder dieses Planeten Erde und haben ein Recht auf Leben in Frieden und Freiheit. Wir alle müssen ihnen helfen.

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