Gentechnik: Der menschliche Körper als Versuchslabor

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt Gentechnik ab. Dieses Video zeigt, wie Gentechnik trotz der Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Bestandteile in Alltagsprodukten wie Milch und Brot landet.

Die Mehrheit der Menschen in Deutschland lehnt Gentechnik ab. Dieses Video zeigt, wie Gentechnik trotz der Kennzeichnungspflicht für genmanipulierte Bestandteile unerkannt in Alltagsprodukten wie Milch und Brot landet.

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Landwirtschaftsverband kritisiert Gesetzesentwurf des Agrarministers

Die EU hat den Weg frei gemacht damit die EU-Mitgliedsstaaten Anbauverbote aussprechen können. Doch Agrarminister Christian Schmidt (CSU) hat einen Gesetzesentwurf vorgelegt, mit dem allerdings auch auf einzelne Bundesländer beschränkte Anbauverbote gentechnisch veränderter Sorten möglich wären. Ein Schildbürgerstreich, denn Pollen gentechnisch manipulierter Pflanzen machen nicht vor Bundesländergrenzen halt.

Die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) kommt in einer Stellungnahme zu einem vernichtenden Urteil für den Entwurf aus dem Agrarministerium: „Die vorrangige Ermächtigung der Länder, Anbauverbote zu erteilen, lässt einen Flickenteppich von Regelungen im Bundesgebiet erwarten. Damit wird die vom Bundeslandwirtschaftsministerium postulierte Rechtssicherheit gerade konterkariert.“ Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL hat eine klare Meinung zum Gesetzesentwurf:

„Es braucht einen Gesetzestext mit der klaren Priorität, die gentechnikfreie Land- und Lebensmittelwirtschaft und Umwelt sicher und langfristig vor Gentechnik zu schützen. Wenn schon die EU zu konsequenten Verboten nicht in der Lage ist, ist die einzige praktikable und auch rechtssichere Möglichkeit bundeseinheit­li­che, vom Bund erteilte Verbote. Die Bundesländer sind in die Pflicht zu nehmen und ihre Kompetenz ist beim Auflisten von Verbotsgründen zu nutzen. Verant­wor­tung muss aber der Bund übernehmen und bei Vorliegen von Verbotsgründen ist ein Verbot auch verbindlich zu ziehen.“

Als Christian Schmidt im baden-württembergischem Deggenhausertal zu Gast war, haben viele Menschen aus der Region ein bundesweites Anbauverbot für gentechnisch manipulierte Pflanzen gefordert. Bereits mehr als 350.000 Menschen haben den Campact-Appell mitgezeichnet, um endlich bundesweite Anbauverbote in Deutschland möglich zu machen. Ob der Agrarminister diesem Widerstand in der Bevölkerung auf die Dauer standhalten kann?

5 Kommentare

  • von Irmi Nikolaides

    Vor allem ist Gentechnik nicht rückgängig zu machen!!! Hier ist wieder der Zauberlehrling am Werk, der die „Geister, die er rief, nun nicht mehr los wird!!!“ Das ist eine wirkliche Katastrophe, aber was kümmert das diejenigen, die glauben, dass man im Endeffekt auch Geld essen kann! :-(

  • von Günter Düsterhus

    Glyphosat ist nicht nur Krebserregen! Laut einer Studie des MIT Bosten ist Glyphosat für Autismus verantwortlich! 2025 könnten 50 % der Kinder in den USA an Autismus leiden. Gerade die Glyphosat resistenten genveränderten Pflanzen durch Monsanto könnten die USA härter treffen als ein Atomkrieg. Dr. Stephanie Seneff vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) forscht seit Jahrzehnten über Autismus.Dr. Seneff untersucht seit Jahren die Beziehung zwischen Ernährung und Gesundheit, sie hat im Laufe ihrer Karriere über 170 Artikel und Studien mit Peer Review veröffentlicht. Bei einer Podiumsdiskussion über gentechnisch veränderte Organismen (GVO) stellte sie einige ihrer jüngsten Untersuchungsergebnisse vor. Für 2025 prognostizieren diese eine Autismus-Rate von 50 Prozent; die Zahlen zeigen, dass die Symptome der Glyphosat-Toxizität fast genau mit den Zahlen über Autismus übereinstimmen.

    • von Stranger with candy

      Ist doch super wenn der Amerikaner sich selber und seinen Nachwuchs vergiftet.
      Da kann doch nur der Rest der Menschheit von profitieren. Dafür ein dickes „Like“
      von mir :-D

    • von Ted

      *im Zusammenhang mit Ernährung

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Kahtarina Nocun
Veröffentlicht von Katharina Nocun

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter http://www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: https://twitter.com/kattascha