Gut Leben in Schleswig-Holstein: Nur ohne Gentechnik!

In Schleswig-Holstein gibt es viel plattes Land. Wenn man seinen Blick schweifen lässt, sieht man Felder, Bäume und Wiesen. Doch es gibt etwas, was die Bürger Schleswig-Holsteins jetzt und in der Zukunft nicht sehen wollen, wenn sie ihren Blick schweifen lassen – und das ist Gentechnik auf ihren Feldern. Dafür kamen am Donnerstag viele von ihnen nach Bargfeld-Stegen.

von  4 Kommentare

In Schleswig-Holstein gibt es viel plattes Land. Wenn man seinen Blick schweifen lässt, sieht man Felder, Bäume und Wiesen. Doch es gibt etwas, was die Bürger Schleswig-Holsteins jetzt und in der Zukunft nicht sehen wollen – und das ist Gentechnik auf ihren Feldern. Dafür kamen am Donnerstag viele von ihnen nach Bargfeld-Stegen.

Gutes Leben nur ohne Gentechnik

Die kleine 3000-Einwohner-Gemeinde nordöstlich von Hamburg ist Teil der Veranstaltungsreihe „Gut leben auf dem Land“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Im Rahmen dieser Reihe möchte das Ministerium der Frage nachgehen, was Lebensqualität in ländlichen Regionen ausmacht. Diese Frage wurde von den ca. 40 Aktiven vor dem Bargfeld-Stegener Bürgerhaus eindeutig beantwortet. Gegenüber der Parlamentarischen Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU) machten sie deutlich: Gute Lebensqualität gibt es nur mit einem Anbauverbot von Gentechnik. Auf Rückfrage, wie dieses Anbauverbot organisiert sein könnte, bekräftigten alle vehement: „Bundesweit!“

Gentechnik könnte bundesweit verboten werden

Und Deutschland hätte nach einer Vorlage der EU auch die Gelegenheit dazu. Gentechnik könnte bundesweit rechtssicher verboten werden. Doch mit dem aktuellen deutschen Gesetzentwurf wird die Entscheidung schnell – wie eine heiße Genkartoffel – an die 16 Bundesländer weitergegeben. Doch Wind und Bienen kennen keine Ländergrenzen. Mit einem Gentechnik-Flickenteppich werde es Konzernen wie Bayer, Monsanto und Co. einfach gemacht, künftig auf die Felder zu gelangen.

„Saatgutvielfalt statt Gentechnikeinfalt“

Eigentlich hatte sich Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt für die Veranstaltung angekündigt. Er steht wegen seiner Gentechnik-Politik derzeit massiv in der Kritik, unter anderem von fast allen Bundesländern, aber offenbar auch von den Bargfeld-Stegenern. Ob er deswegen kurzfristig absagte? Wir wissen es nicht. An seiner statt stellte sich Frau Flachsbarth bei unserer Aktion im hohen Norden der Diskussion mit den Bürgern. Sie wich letztendlich nicht von der Linie des Ministeriums ab, bekräftigte jedoch, dass es auch im nächsten Jahr keine Gentechnik auf deutschen Feldern geben werde. Dies wäre auch künftig im Interesse der Bürger, denn schließlich haben bereits über 350 000 Menschen den Campact-Appell für bundesweite Verbote von Gentechnik unterzeichnet.

4 Kommentare

  • von Mona

    Meine Bewunderung gilt den Aktivisten von Campact, die ihre Freizeit opfern und Mittel aufwenden, um unsere Nahrungsgrundlage zu sichern. Da sollten sich noch sehr viel mehr Menschen bei der jetzigen vorwiegend industriellen Lebensmittelproduktion um dieses für uns alle wichtige Thema kümmern. Ansonsten wird man sich später nicht über erhebliche nachteilige Veränderungen beklagen können.

  • von Gisela Cianciulli

    Verbot von Gentechnik für eine Gesunde Erde auch für spätere Genarationen

  • von Karlheinz Ruschemeier

    Gentechnik in der Landwirtschaft vermehrt das Vermögen weniger –
    schadet jedoch der Gesundheit vieler. Es mag vielleicht Bereiche
    geben, in denen Gentechnik mit Augenmaß dem Menschen nützen könnte,
    Problem ist jedoch, der Mensch hat auf Dauer kein Augenmaß.
    Also Finger weg und schmeißt endlich die Lobbyisten aus dem Bundestag
    und wählt eine Regierung, die wieder selbst regieren will und kann.

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