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CDU-Abgeordneter lästert: TTIP-Kritiker sind „einfach strukturiert“

Der CDU-Abgeordnete Joachim Pfeiffer bezeichnet die fast 3 Millionen Unterstützer/innen der Bürgerinitiative gegen TTIP als Menschen, die “leicht mit Ängsten und Emotionen zu bedienen sind”. Sie seien Opfer einer “Empörungsindustrie”, allen voran von Campact.

Donnerstag im Bundestag: Der CDU-Abgeordnete Joachim Pfeiffer bezeichnet die fast 3 Millionen Unterstützer/innen der Bürgerinitiative gegen TTIP als Menschen, die “leicht mit Ängsten und Emotionen zu bedienen sind”. Sie seien Opfer einer “Empörungsindustrie”, allen voran von Campact.

Offenbar liegen bei den TTIP-Befürworter/innen die Nerven blank angesichts der Großdemo am 10. Oktober in Berlin. Auch Vizekanzler Sigmar Gabriel redete sich in Rage – mit ungeahnten Folgen.

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Es ist schwierig, das geplante Investitions- und Handelsabkommen TTIP mit Argumenten statt Ideologie zu verteidigen. Im Frühjahr wurden den TTIP-Befürwortern zahlreiche Falschdarstellungen nachgewiesen. BDI, DIHK und die CDU hatten die angeblich positiven wirtschaftlichen Effekte durch TTIP drastisch übertrieben und mussten ihre Angaben korrigieren. Seitdem vermag niemand mehr überzeugend zu erklären, warum wir TTIP brauchen.

„Shoot the messenger“ heißt daher die PR-Strategie, bei der Politiker ihre argumentative Defensive verbergen wollen, indem sie die Überbringer der schlechten Botschaft angreifen. „Empörungsindustrie“ ist der Begriff, mit dem sie nun Campact und Foodwatch diffamieren, stellvertretend für die breite Bürgerbewegung gegen TTIP. Doch „Demokratie verteidigen ist unsere Bürgerpflicht – und kein Geschäftsmodell“.

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120 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Ob Herr Dr. Joachim Pfeiffer, Bundestagabgeordneter oder Herr Gabriel als Wirtschaftsminister und SPD Vorsitzender, alle die heute der TTIP das Wort reden begehen ein Verbrechen am Deutschen Volk. Die Wirkungen werden zum Schaden des Konsumenten sein. Wie immer wenn es gilt Konsequenzen zu tragen sind die Verursacher frei jeder Verantwortung.Diese Parteienvertreter als Abgeordnete sind gewissenlose Handlanger des amerikanischen Monopolkapitals die den Willen des Volkes bewusst ignorieren. Wenn drei Millionen und viel mehr, sich gegen solche Machenschaften auflehnen dann sind sie „Opfer einer Empörungsindustrie“, sind einfach strukturiert also nicht von Bedeutung. Wenn eine „repräsentative Umfrage“ mit 1020 Personen in ganz Deutschland als Stimmungsbarometer für die Beliebtheit der Politiker stattfindet, dann ist das wichtig, das gilt und wird im Fernsehen großaufgezogen. Bleib nur zu hoffen, dass sich die progressiven Kräfte aller Parteien auch in der „Volksvertretung durchsetzen.

  2. Ja – die SPD ist leider auch nicht mehr das, was sie mal war. Vor der Konzernlobby einknicken, und Bürgerinitiativen beschimpfen – die Zukunft für Deutschland ist bei einer solchen Mitregierungspartei nicht rosig.

  3. Wow…
    3 Millionen TTIP-Kritiker sind „einfach strukturiert“??
    12000 Pegidademonstranten sind „besorgte Bürger“??
    vielleicht sollte ich doch noch auswandern…
    oder kann man Politiker ausweisen? Abschiebung bei permanenter Unfähigkeit Probleme zu lösen… wenn möglich, würde ich für eine Beschleunigung der Verfahren plädieren….
    Würde auf der Stelle meinen Wiederstand gegen TTIP und ähnliche „Verträge“ sofort aufgeben wenn diese „einfach gestrickten Volksvertreter“ auch die Verantwortung und HAFTUNG für das übernehmen was sie gegen vielfachen Wiederstand „durchdrücken“….
    Aber eventuell bin ich einfach zu einfach strukturiert ;-(

  4. Empörend sind solche vom Volk gewählten (!) Politiker, die „ihre“ Bürger diffamieren !
    Sie outen sich damit als ausschließliche Vertreter der Wirtschaft, doch dafür wurden sie nicht gewählt.
    Jetzt drücke ich noch mehr die Daumen für eine Riesen-Demo am 10.10. in Berlin – uns allen viel Erfolg! Damit auch bei TTIP, CETA und Co. eine Wende passiert.

  5. Ich hoffe alle „einfach struktuierten“ Wähler merken sich bei der nächsten Wahl, dass diese
    einfach struktuierten Politiker nicht das Volk vertreten, sondern dem Kapital hörig sind.

    Hans Fuhrich

  6. „Empörungsindustrie“ ist von der Begrifflichkeit her völlig abwegig, da alle Merkmale, die man im engeren Sinne mit industrieller Produktion und Aktivität in Verbindung bringen könnte, fehlen, auch jeglicher kommerzielle. Insofern ist das ein inhaltsloses Schlagwort. Das Diskurs-Niveau im Bundestag ist leider manchmal enttäuschend niedrig.

  7. Eine Unverschämtheit, was die von den Lobbyisten gesteuerten Herrschaften so von sich geben.
    wenn die nicht mehr weiter wissen, sind Argument gegen ihre Ideen nur übersteigerte Emotionen- diesen Spruch habe ich persönlich schon öfters gehört.
    ARME DEMOKRATIE

  8. Ich bin entsetzt über diesen CDU Lobbyisten. Ich bin selbst in der Lokalpolitik tätig und mir wird mulmig wenn ich an die Auswirkungen für unsere Räte denke , wenn dieses sogenannte Handelsabkommen tatsächlich in der EU Einzug hält.
    Mal hören was sein Wahlkreis dazu sagt! Viel Erfolg in Berlin. Leider bin ich Beruflich unterwegs.
    Rolf Wöhlke

  9. Das Problem ist, die Politiker die Heute dieses befürworten ,werden morgen nicht dafür
    hafftbar gemacht werden können. Leider.

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