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Flüchtlinge: Jetzt ganz konkret helfen

Viele Campact-Aktive schnüren Hilfs-Pakete, sammeln Kleidung, geben Sprachkurse und veranstalten Begegnungen. Bei der Hilfe für Flüchtlinge wird angepackt – das ist fantastisch! Mit dem Start des Willkommensnetzes wollen wir noch enger zusammenrücken und gemeinsam Großes bewegen.

Mach mit – nimm Kontakt zu Initiativen bei Dir vor Ort auf:

Das Willkommensnetz ist ein Online-Verzeichnis von Initiativen, die Flüchtlingen helfen – in ganz Deutschland.

Die interaktive Karte ist eine große Kontaktstelle: Aktionen werden geplant, terminiert und abgesprochen. Helfer/innen finden zueinander: Was wird wo gebraucht? Wer macht wann was? Hier erfahrt Ihr es! Menschen, die sich engagieren wollen, entdecken mit wenigen Klicks die für sie passende Initiative. Das Willkommensnetz als Tür zur praktischen Hilfe: Viele Initiativen haben sich schon eingetragen – ganz viele weitere sollen es werden und Du bist herzlich willkommen!

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Mehr als 1,7 Millionen Menschen haben sich bei Campact zusammengeschlossen: ein kraftvolles Netzwerk, das sich einmischt bei Ungerechtigkeit, Not und Leid. Lasst uns mit Hilfe des Willkommennetzes zeigen, dass wir Macherinnen und Macher mit Herz sind. Und das gelingt noch besser, je konkreter wir uns absprechen können. Jeder, der helfen will, bisher aber nicht wusste, wo und wie er anfangen soll, kann jetzt den richtigen Einstieg finden – direkt in seiner Nachbarschaft.

Wo die öffentlichen Behörden überfordert waren, die geflüchteten Frauen, Männer und Kinder würdig zu versorgen, sind Bürger/innen eingesprungen. Tausende haben geholfen – einfach so, weil es selbstverständlich ist. Das ist die menschenfreundliche Empfangskultur, die wir uns wünschen. Das Willkommensnetz ist ein weiterer Baustein dafür.

PS: Bald kommt der Frost. Vielen Flüchtlingen fehlt es an Winterkleidung. Umso wichtiger, dass wir jetzt anpacken! 

Veröffentlicht von

Katharina Nocun ist studierte Ökonomin und beschäftigt sich mit den Auswirkungen der technologischen Revolution auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Sie engagiert sich in der digitalen Bürgerrechtsbewegung für eine lebenswerte vernetzte Welt. Sie war 2013 Politische Geschäftsführerin und Themenbeauftragte für Datenschutz der Piratenpartei Deutschland und arbeitete als Referentin und Campaignerin u.a. für den Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV), Campact e.V. und Wikimedia Deutschland e.V.. Katharina Nocun ist Botschafterin für die Stiftung für die Rechte zukünftiger Generationen und Mitglied im Beirat des Whistleblower-Netzwerks und bloggt regelmäßig unter www.kattascha.de. Folge Katharina auf Twitter: @kattascha

12 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ist es nicht scheinheilig, wenn die Bundesregierung einerseits nichts gegen Flüchtlingsursachen unternimmt- im Gegenteil- diese immer wieder durch Unterstützung von Despoten und Waffenlieferungen fördert und anderseits sich „stoisch entsetzt“ zeigt über all die unschönen Begleiterscheinungen beim Flüchtlingsthema und obendrein die Städte und Gemeinden viel zu lange im Regen stehen lässt?

  2. Eine wirklich tolle Aktion und Initiative Katharina! Hut ab vor deinem Engagement! LG Vera :-)

  3. Hallo Frau Nocun,

    vielen Dank für diese Initiative!

    Ist es möglich für einzelne eingetragenen Initiativen weitere Administratoren einzurichten. Schließlich ist man ja auch in Urlaub oder sonst wie nicht erreichbar.

    Herzliche Grüße
    Runder Tisch Asyl Wald-Michelbach

    • Hallo!

      Vielen Dank für das tolle Feedback! Leider sind mehrere Administratoren für die selbe Initiative bisher nicht im System möglich. Eine Alternative ist jedoch die eingetragene Mailadresse im Netzwerk auf eine neue Mailadresse umzuändern, auf die mehrere Leute Zugriff haben – so kann man das umgehen.

      Liebe Grüße,

      Katharina Nocun

      • Hallo Frau Nocom,
        danke für ihre Antwort.
        Habe jetzt eine spezielle E-Mail Adresse angelegt, finde aber bei meiner Initiative keine Stelle an der ich die Mailadresse ändern könnte.

        Herzliche Grüße

        Runder Tisch Asyl Wald-Michelbach

  4. Sehr geehrtes Organisationsteam,
    ich stehe Euren Hilfsaufrufen – jeglicher Art.- sehr aufgeschlossen gegenüber. Es ist natürlich notwendig, dass wir die bei uns angekommenen Menschen versorgen. Allerdings ist es genauso notwendig, dass wir uns Fragen stellen, über die Größenordnung der ankommenden Menschen und warum sie gerade jetzt aus fast aller Welt bei uns eintreffen. Viele sind in ihren Herkunftsländern mit Versprechen weggelockt worden, angeblich warten hier freie Wohnungen, genügend Unterhalt und sofortige Arbeitsplätze, mit der Möglichkeit die Familien zuhause finanziell zu unterhalten. Wir sollten uns auch die Aufnahmemodalitäten anderer EU-Staaten genau betrachten. Weder Spanien noch Großbritannien beteiligen sich an der Versorgung. in nennenswerten Größenordnungen, obwohl gerade das UK in allen relevanten Kriegen aktiv beteiligt ist. Unsere Behörden sind völlig überfordert, eine vernünftige Registrierung der ankommenden Menschen und damit auch eine Prüfung vorzunehmen.

  5. Liebe Frau Nocun,
    vielen, vielen Dank für diese Initiative. Darauf habe ich schon Wochen gewartet.
    G.Endele

  6. Sehr geehrte Frau Nocun,
    ich möchte Ihnen zur Kenntnis bringen, dass von den am 17. Oktober um 2Uhr in der Frühe in den Vogelsbergkreis gebrachten über 500 Flüchtlingen laut Presseberichten von 19. Oktober ganze 75 noch vor Ort waren.
    Es gab in den Hallen Heizung, Sanitär und Catering.
    Interessierte können sich die Berichte bei Osthessen news und Oberhessen live ansehen.
    Wie soll man vernünftig mit diesem Verhalten umgeben?
    Hier ist jedenfalls viel Aufwand von Freiwilligen umsonst geleistet
    worden.

    MFG
    Klaus Haas