Glyphosat und die dubiose Rolle deutscher Behörden

Auf der Spur eines Skandals: Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hält Glyphosat für unbedenklich - doch es ignoriert zahlreiche Studien, die eine krebserregende Wirkung belegen. Ist das Schlamperei oder Absicht? Journalisten von Frontal 21 haken nach.

von  10 Kommentare

Auf der Spur eines Skandals: Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung hält Glyphosat für unbedenklich – doch es ignoriert zahlreiche Studien, die eine krebserregende Wirkung belegen. Ist das Schlamperei oder Absicht? Journalisten von Frontal 21 haken nach.

Video ansehen und verbreiten, per…

Experten kritisieren das Bundesinstitut für Risikobewertung

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) spielt eine zentrale Rolle bei der Wiederzulassung von Glyphosat. Frontal 21 präsentiert eindrucksvolle Belege, in welchem Maße es dabei wissenschaftliche Studien ignoriert, die auf eine Krebsgefahr des Pestizids hindeuten. Im Film äußert der Experte Prof. Eberhard Greiser harte Kritik an der Risikobewertung durch das BfR:

Hier ist mit Absicht etwas manipuliert worden, das im Grunde eine Fälschung von Studieninhalten bedeutet, und das mit der Absicht diese Studien als wissenschaftlichen Schrott abschießen zu können.

Auch die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) äußern harsche Kritik. Prof. Dr. Christopher Portier (Krebsforschungsagentur IARC der WHO) zur Bewertung von Tierstudien durch das BfR:

Bei zweien davon, die sie bewertet haben und die auch wir bewertet haben, fanden sie keine Effekte. Wir fanden signifikante Effekte. Und in zwei weiteren Studien haben wir Tumore gesehen, die sie nicht einmal erwähnt haben. (…) Ich widerspreche ihm [dem BfR-Präsidenten Andreas Hensel] in fast jedem einzelnen Punkt, vor allem weil es genetisch verändernd ist und Nachweise für Krebs vorliegen. Die Risikobewertung muss anders gemacht werden als bisher geschehen. Die Risikountersuchung ist bislang nicht erfolgt.

Jetzt braucht es eine neue Einstufung des gefährlichen Pestizids

Das BfR sollte seinen Glyphosat-Bericht umgehend zurückziehen – und bei einer Neufassung aller unabhängigen Studien berücksichtigen, die auf eine Gesundheitsgefahr hindeuten. Und Landwirtschaftsminister Christian Schmidt sollte sich bei der EU gegen eine Wiederzulassung des gefährlichen Pestizids einsetzen.

10 Kommentare

  • von Birgit

    sind doch alle korrupt … deutscher Klüngel zwischen BfR mit Wirtschaft, Monsanto & Co, Lobbys mit der Politik … und solange das Volk schweigt und brav kuscht, können die so weitermachen, wie sie wollen! (ui, Überraschung: http://www.stallbesuch.de ist gleich zweimal – mit unterschiedlichen Namen – mit kritischen Kommentaren vertreten … Na, wenn das kein Zufall ist :-)

  • von Rieckmann, Christoph

    Der Bericht ist, ähnlich dem von Plusminus, aus dem ja auch einige Bilder stammen, völlig unsachlich und journalistisch definitiv ein Beweis für Inkompetenz! http://www.stallbesuch.de/offener-brief-zu-plusminus/

  • von Gisela Cianciulli

    In der Politik hat der Bürger so wieso keine Lobby und bei Großkonzernen auch nicht schon Traurig wie unsere Politiker entscheiden aber Spenden/Schmiergelder machens möglich
    .

  • von Hans Dampf

    Die Aufsichtsbehörde des BfR ist das BMEL (bmel.de). Gehen wir doch am Montag zu den örtlichen Polizeistellen und erstatten Strafanzeige gegen den Minister Christian Schmidt wegen Verletzung seiner Aufsichtspflicht und Verstoß gegen §56 GG, seinen Amtseid lautete „Schaden vom Deutschen Volk abzuwenden“ Offensichtlich tut er nichts gegen diese Betrügereien. Meine Anzeige geht Montag raus!

  • von J. Berger

    Eigebtlich ist Strafanzeige längst überfällig. Ab in den Knast mit den Verbrechern!!!!!

  • von Jürgen Hendrik Wille

    Ein hoch auf den Deutschen Journalismus. Die ganze Zeit von Deutschland reden aber die Bilder mit der PSM-Spritze sind aus Südamerika und die Rückstaände die gefunden werden stammen nicht von deutschen Produkten weil es in Deutschland verboten ist, Glyphosat auf als Abreifehilfe auf das Getreide zu spritzen. Nur wenn Kulturen darauf sie die nicht verzehrt werden. Und das was der Herr im Schlussbild macht und einen Gehweg mit PSM behandelt, ist verboten und kann mit 50000euro Geldstrafe geahndet werden.

  • von Michael Dörge

    Warum werden denn keine wissenschaftlichen Studien als Beweis dargelegt?
    Und wenn man um im rechtlich nicht angreifbar sein will sagen muss:“ Wissenschaftler haben den Verdacht“, dann muss bei jedem die Alarmglocke klingeln und man muss sich fragen warum es keine Beweise für die wilden Anschuldigungen gibt.
    Der Link zeigt die Ansicht von Prof. Dr. Tiedemann zu einen nahezu äquivalenten Beitrag!
    http://www.stallbesuch.de/offener-brief-zu-plusminus/

  • von Ute Pazold

    Diese Korrupte Politik arbeitet immer für viel Geld eng mit der Wirtschaft zusammen. Auf Kosten unserer Gesundheit.JedesGutachten welches eindeutig Mißbildungen und bösartige Lymphome nachweisen.Dieses gift essen wir tagtäglich, wenn wir keine Bio- Nahrungsmittel essen.

  • von Ulrike Lehmberg

    Spielen Sie nicht mit der Gesundheit von Mensch und Tier! Wenn die Nahrungskette einmal verseucht ist, ist es zu spät.

  • Dahinter steckt ein System. Wahrscheinlich stehen die Gutachter/Bewerter auf der Lohnliste von Monsanto und Co, oder aber sie sind völlig ahnungslos.

Kommentare sind geschlossen.