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Glyphosat: Geheim-Dokument enthüllt großen Bluff

Ein Geheim-Dokument zeigt: Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt nun doch zu, dass ihm seit Jahren Hinweise auf Krebs durch Glyphosat vorliegen. Nur seltsam: es hält das Totalherbizid trotzdem für unbedenklich.

Ein Geheim-Dokument zeigt: Das Bundesinstitut für Risikobewertung gibt nun doch zu, dass ihm seit Jahren Hinweise auf Krebs durch Glyphosat vorliegen. Nur seltsam: es hält das Totalherbizid trotzdem für unbedenklich.

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Das Magazin FAKT des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR) räumt alle Zweifel aus – Hinweise auf Krebs wurden bei der Risikobewertung von Glyphosat einfach ignoriert. Bisher hatte das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) stets behauptet, dass Studien an Tieren keine Hinweise auf Krebs durch Glyphosat liefern. Doch die Krebsforscher der Weltgesundheitsorganisation (WHO) schauten sich die Studien genauer an – und fanden statistisch signifikante Häufungen von Tumoren. Das BfR hatte diese übersehen, weil es sich auf Angaben von Herstellerfirmen verlassen hatte. Doch obwohl das BfR jetzt nicht mehr abstreitet, dass Glyphosat in Tierversuchen Krebs auslöst, hält es das Pestizid weiterhin für unbedenklich.

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Autor*innen

Gerald Neubauer

Organisierte Protest gegen Castor-Transporte und ist einer der Gründungsstifter der Bewegungsstiftung. Nach dem Studium der Politik, Philosophie und Soziologie promovierte er über Zivilen Ungehorsam in der internationalen Politik. Bevor Gerald Neubauer 2015 zu Campact kam, arbeitete er als Campaigner für Greenpeace zum Thema Kohleausstieg.

7 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Hinweise auf Krebs? Wer hier mitreden will: selber lesen!
    …ein absurder Beitrag von FAKT, der alle Nicht-Experten Angst einjagen MUSS – und WILL! Sowas funktioniert nur durch gezieltes Weglassen von Informationen. Nun also ist Herr Rummel von FAKT der bessere Toxikologe als sämtliche am Glyphosat-Bewertungsprozess beteiligten 28 wissenschaftlichen Zulassungsbehörden der EU! Die alle die Krebsentstehung übersehen haben sollen… Alle zu blöd, oder alle gekauft?
    Besonders absurd wird es, wenn Journalisten Kanzerogenitätsstudien in Ihrem Sinne uminterpretieren (Skandal!) und im nachhinein irgendwelche Sigifikanztests über Datensätze laufen lassen – wer den RAR-Bericht zu Glyphosat – auf Englisch – zusammen mit dem Addenum des BfR liest (siehe EFSA-Website), kann feststellen, dass diese angeblichen neuen Befunde schon damalin der öffentlichen Internetkonsultation, an der sich übrigens auch alle einschlägigen NGOs (BUND, PAN) beteilt haben, schon diskutiert – und verworfen worden sind.

  2. Alle Pestizide,nicht nur Glyphosat,wirken enzymvergiftend mit Folge u.a. genetischer Veränderungen und steter Krebsgefahr! Krebs fungiert als biologische Fabrik neuer Enzyme, woran er häufig klassifiziert wird.
    Darüber berichtete FAKT in der Sendung leider nichts.

    • Welche Verantwortlichen? – In Deutschland übernimmt schon lange keiner mehr irgendeine Verantwortung und das ist der größte Skandal in einer Demokratie.

  3. Es geht auch ohne Roundup etc.denn daran verdient nur die Industrie, Monsanto und Co. Wir haben seit ca. 8 Jahren einen Biobetrieb und haben festgestellt, dass es auch ohne Spritzmittel funktioniert. Unsere Tiere und Pflanzen sind viel gesünder, die Natur hilft sich in den meisten Fällen selber. Wenn das Zeug so gefährlich ist, dann sollte es umgehend verboten werden.

  4. ….im Westen nichts Neues…
    wussten wir es nocht schon lange…
    oder wollen wir es nicht wissen. .
    könnte ja……?!?!

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