Die 5 Überraschungen der Wir-haben-es-satt-Demo 2016

Die Bewegung für eine andere Landwirtschaft zeigt Ausdauer: Zum sechsten Mal demonstriert sie durch Berlin. Doch Langeweile kam nicht auf – wie dieser Videoclip beweist. Die sechste "Wir haben es satt!“-Demonstration: für eine bäuerliche Landwirtschaft, für gutes Essen, für ein gutes Auskommen der Bäuerinnen und Bauern. Auch in diesem Jahr strömten wieder viele zehntausend Menschen…

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Die Bewegung für eine andere Landwirtschaft zeigt Ausdauer: Zum sechsten Mal demonstriert sie durch Berlin. Doch Langeweile kam nicht auf – wie dieser Videoclip beweist.

Die sechste „Wir haben es satt!“-Demonstration: für eine bäuerliche Landwirtschaft, für gutes Essen, für ein gutes Auskommen der Bäuerinnen und Bauern. Auch in diesem Jahr strömten wieder viele zehntausend Menschen durch Berlin. Und zeigten: Wir sind gekommen um zu bleiben!

Die „Wir haben es satt!“-Demonstration ist inzwischen eine Institution. Doch von Langeweile keine Spur – die 5 Überraschungen der diesjährigen „Wir haben es satt!“-Demonstration:

1. Die „Wir haben es satt!“-Demo kommt in die Jahre? Von wegen! Viele junge Menschen waren auf der Straße.

2. Eine aufregende Hetzjagd durch Berlin: Kühe und Schweine fliehen vor einer riesigen Agrarfabrik – bis wir Bürger/innen und Bürger sie aufhalten.

3. Auch dieses Jahr wieder kreative Slogans und Plakate.

4. Weit über 100 Trecker demonstrieren mit – ein neuer Rekord

5. Und selbst die Hühner vergessen langsam ihre gute Kinderstube.

Schau hier alle Bilder im Foto-Stream:

11 Kommentare

  • von Niklas Endler

    Ich bin begeistert vom bürgerlichen Engagement. Ein ebenso breites Bündnis könnte sich für eine internationalere Politik einsetzen: die Entwicklungsgilfe in Afrika hat bisher den Einfluss der imperialistischen Industriemächte gesichert, doch wenn sich die Menschen in Afrika gegen die Entwicklungshilfe stellen, könnte es zu einer Einflusskrise kommen, dann wird die Bourgeoisie die geballte Macht des Proletariats zu spüren bekommen, auf diesen Tag bin ich schon jetzt gespannt

  • von Sabina Beutl

    Ich kann nicht auf einer Seite gegen immer größer werdende Stallungen sein aber andererseits meine Lebensmittel vom Billigdiscounter kaufen. (Zusammenhang klar?)
    Ich kann nicht einerseits gegen große Hühnerställe (bayerische) demonstrieren, aber andererseits mein Hühner/Putenfleisch aus einem anderen Land kaufen – möglichst billig…
    Deshalb kann ich nicht gegen die „großen“ Bauern vorgehen, wenn ich selbst dafür sorge, dass sie (um Gewinn zu machen) immer größer werden (müssen). Die Tiere im Stall sind nicht nur süß, sie kosten auch etwas, (Futter, Hilfe vom Tierarzt, selbst der Stall baut nicht von ganz allein!)

    Wer nicht so viel Geld hat, (auch ein häufiges Argument) kauft halt seine Sachen vom Supermarkt – aber nach regionalem fragen, und jedesmal nachbohren, warum der Joghurt nicht aus den hiesigen Milchwerken kommt… oder die Milch…(Ich mach dass…)
    Wir Verbraucher hätten die Macht! Aber nur unkritisch „ÖKO“ schreien, bringt überhaupt nichts, oder!?

  • von Dietmar Sedlmayr

    Demonstrieren ist gut, sich leibhaftig wehren ist wohl besser: kein Fleisch und Fisch essen (ist absolut nicht nötig, sind schon in der dritten Generation vegetarisch und kerngesund), so viel als nur möglich an Gemüse und Obst selber anbauen. Supermärkte meiden. Und überhaupt: aus der Industriegesellschaft, die ein Irrenhaus ist, aussteigen.

  • von Hans Hentschel

    Ich habe die Großagrarindustrie satt, die Tiere in zu engen Ställen quält und die Böden hemmungslos überdüngt und rücksichtslosen Antibiotikamißbrauch betreibt.

  • von Christa Friesenkothen

    Es ist so schön, dass wir Alten uns auf so viele junge Leuten verlassen können!

  • von Uto

    Wenn ich mir die Verteilung Lobby-Besucherausweise ansehe kommt mir der Konfirmationskaffee hoch und das ist schon 6 Jahrzehnte her, dann weiß ich dass sich daran nix ändern wird! Die Lobbyisten-Brut wird in irgendeiner Form immer siegen!

  • von Heffi

    Volle Zustimmung. Dies war auch meine 6. Wir ham es satt-Demo und es war alles andere als langweilig. Ständig neue tolle Aktionsideen der einzelnen und teils immer wieder neuen Gruppen, schön provokative Messages auf den Treckern, überhaupt unfassbar viele Trecker, was mir bisher so noch nicht aufgefallen war. Und genauso wie die Klimademo alles sehr angenehm, fröhlich und bunt. Eure Monster-Agrarfabrik ist natürlich der Hammer und die Hühner würden genau wie oben zu sehen der Agrarindustrie alle ihre Mittelzehen zeigen, wenn sie sich nur so sehr bewegen könnten. Toll, dass so viele Menschen gekommen sind, auch wenn es aktuell vermeintlich wichtiger Probleme gibt, aber wenn wir weiterhin weltweit milliardenfach Tiere quälen, dadurch auch Antibiotikaresistenzen erzeugen, die Böden verseuchen, Wasser verschwenden, Märkte auf anderen Kontinenten zerstören und sich Gentechnik ausbreitet, wird die Lösung der anderen Probleme auch nicht gerade einfacher.

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