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Experten warnen: Dieser Mega-Konzern muss verhindert werden

Dieses Gutachten hat es in sich: Zwei frühere Mitarbeiter der US-Kartellbehörde haben in einer Expertise festgestellt, dass die BayerMonsanto-Übernahme den Wettbewerb schädigt und deshalb rechtswidrig ist. Warum die Fusion gegen US-Kartellrecht verstößt, erfährst Du hier.

Warum die Bayer-Monsanto-Übernahme gegen US-Kartellrecht verstößt. Grafik: Zitrusblau/Campact

Gutachten untersucht Auswirkungen auf Wettbewerb

Der Clayton Act in den USA soll dafür sorgen, dass Firmenübernahmen nicht zu einer Marktbeherrschung durch die neu entstehende Firma führen. Denn Monopole oder Oligopole (ein oder eine kleine Anzahl Anbieter dominieren den Markt) schaden uns Verbrauchern ganz massiv – sie führen zu höheren Preisen und weniger Auswahl auf dem Markt. Um die Auswirkungen im Agrarsektor zu untersuchen, beauftragte die Verbraucherschutzorganisation SumOfUs zwei Kartellrechtsexperten mit einem Gutachten zur BayerMonsanto-Übernahme. Die beiden Gutachter Maurice E. Stucke und Allen P. Grunes haben früher selbst für die US-Kartellbehörde gearbeitet.

In ihrem Gutachten An Antitrust Review of a Bayer-Monsanto Merger schreiben Stucke und Grunes, dass die Fusion den Wettbewerb im Agrarbereich stark schädigen würde – und deshalb wahrscheinlich gegen den „US-Clayton-Act“ verstößt. Die wirtschaftliche Konzentration ist im Agrarsektor sowieso schon äußerst groß. Die big Six (Monsanto, Bayer, BASF, Syngenta, Dow und DuPont) haben die Märkte für Saatgut, Pflanzenzüchtung oder Pestizide bereits weitgehend unter sich aufgeteilt. Mit der Fusion von Bayer und Monsanto würde diese Konzentration weiter verschärft. So gehört Monsanto mit Dupont und Syngenta zu den drei größten Saatgutanbietern – Bayer ist weltweit auf Rang sechs.  

Warum „Baysanto“ den Agrarsektor dominieren würde

Hier einige besonders problematische Aspekte des geplanten Deals:

  • Der fusionierte Konzern hätte eine enorme Marktmacht in den Bereichen Pflanzenzüchtung, Saatgut und Pestiziden. Ein Beispiel: Beim Anbau von Baumwolle in der USA würde der fusionierte Konzern knapp 70 Prozent der Anbaufläche kontrollieren – das ist aus Sicht des Kartellrechts nicht akzeptabel.
  • Die Fusion würde den direkten Wettbewerb zwischen Bayer und Monsanto verhindern. Monsanto ist heute schon der dominierende Anbieter von gentechnisch verändertem Saatgut. Gemeinsam mit der Bayersparte würde diese marktbeherrschende Position noch weiter ausgebaut – zum Nachteil von kleineren Konkurrenten.
  • Die Fusion würde gegen ein Gerichtsurteil verstoßen. Monsanto musste 2007 bei einer Firmenübernahme Teile seines Baumwollgeschäfts verkaufen, um kartellrechtliche Auflagen einzuhalten. Der Käufer des Baumwollgeschäfts war Bayer. Mit der Fusion würden jetzt genau diese Teile wieder mit dem Monsantogeschäft zusammengeführt, obwohl Monsanto diese für eine Zeitraum von 10 Jahren nicht erwerben darf.

Fusion sollte von US-Behörden untersagt werden

Mit der Fusion von Bayer und Monsanto entstünde ein Mega-Konzern, der eine beherrschende Rolle bei der Produktion von Lebensmitteln weltweit einnehmen würde. Für die Bauern und für uns Verbraucher würde das höhere Preise und weniger Wahlmöglichkeiten bedeute. Der Ratschlag der Kartellrechtsexperten ist klar: Die Fusion von Bayer und Monsanto sollte von den US-Behörden untersagt werden.

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Campaigner – Gerald Neubauer, Jahrgang 1975, ist seit über zwanzig Jahren aktiv in Protestbewegungen. Er organisierte gewaltfreie Aktionen gegen Castortransporte und war einer der Gründungsstifter der Bewegungsstiftung. Nach einem Studium der Politik, Philosophie und Soziologie arbeitete er im Sonderforschungsbereich Staatlichkeit im Wandel zum Thema internationaler Verrechtlichung. In seiner Doktorarbeit beschäftigte er sich mit zivilem Ungehorsam in der internationalen Politik. Von 2012-2014 arbeitete Gerald als Campaigner für Greenpeace zum Thema Kohleausstieg.

4 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Diese Fusion ist rechtwiedrig und muss Verhindert werden. Es darf keine Weltbeherschende Konzerne geben!

  2. Allowing these two campanies to merge would hurt competition immediately, soon followed by damage to consumer rights and eventually harm to democracy itself through the lack of transparency and oversight which the intensive lobby work of these two giants fosters. Allowing them to become one super-giant would be simply insane.

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