Stolz auf das, was geschafft wurde!

„Diejenigen, die nichts tun, als motzen und hetzen, bestimmen heute den Ton. 'Wir schaffen das' ist für sie zur Anti-Parole geworden.“ Die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern scheinen diesen Worten von Anja Reschke Recht zu geben. Und doch fragt sie in ihrem Kommentar: „Aber haben wir es denn nicht geschafft?“

„Diejenigen, die nichts tun, als motzen und hetzen, bestimmen heute den Ton. ‘Wir schaffen das’ ist für sie zur Anti-Parole geworden.“ Die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern scheinen diesen Worten von Anja Reschke Recht zu geben. Und doch fragt sie in ihrem Kommentar: „Aber haben wir es denn nicht geschafft?“

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Deutschland hat sich verändert: Bei den Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern ist eine Partei als zweitstärkste Kraft ins Parlament eingezogen, die mit dem Schießbefehl auf Flüchtlinge Schlagzeilen macht, die – „damit Deutschland nicht zerstört wird“ – auf Wahlplakaten gegen „Fremde“ und „Bonzen“ hetzt und offen mit der NPD sympathisiert.

Hass und Hetze sind wieder gesellschaftsfähig geworden

Anja Reschke zeigt: Hass und Hetze sind wieder gesellschaftsfähig geworden. Wie selbstverständlich werden heute Geflüchtete beschimpft, die Presse der Lüge bezichtigt und Menschen, die anderen Menschen in Not helfen, als „Willkommens-Klatscher und linke Gutmenschen“ verhöhnt.

Die Wahlergebnisse in Mecklenburg-Vorpommern werden als Absage an Angela Merkels „Wir schaffen das“ gehandelt – das Handelsblatt beschwört am Horizont schon die „Kanzlerdämmerung“ herauf. Doch Anja Reschke fragt zu Recht:

Aber haben wir es denn nicht geschafft? Ist dieses Land im Chaos versunken? Vielleicht sollte man seinen Blick mal darauf richten, was geschafft wurde. Dass Deutschland als einziges großes Land in Europa nicht dicht gemacht hat. Dass es sich human gezeigt hat. Dass es den vielen Mitarbeiter/innen in Behörden und Verwaltung gelungen ist, die große Zahl an Flüchtlingen zu versorgen. Dass es hier immer noch zehntausende Bürger/innen gibt, die helfen. Jeden Tag. In ihrer Freizeit! Wenn man schon stolz sein will auf Deutschland, dann vielleicht doch mal darauf.

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10 Kommentare

  • von H. Seidler

    Ich stehe zu Angela Merkel!!
    Grenzen schließen und mit zuschauen, wie die Menschen verrecken, möchte ich nicht! Es braucht seine Zeit, die, die nicht aus den Kriegsgebieten kommen und die, die sich hier etwas zu Schulden kommen lassen, sofort abzuschieben! Das konnte man bei diesem Ansturm am Anfang nicht aussortieren! Wieviele schon ausgewiesen sind, schreibt keiner, nur Negatives! Außerdem konnte keiner wissen, das sich nicht alle an der Aufnahme beteiligen! Ist auch ein Grad an Egoismus! Auch mein Mann mit Bruder und Mutter, musste im Krieg von Ostpreußen flüchten und die hatten es schwer, in Thüringen als Flüchtlinge, aufgenommen zu werden, weil jeder nur an sich dachte! Aber es gab da auch schon Menschen, die gerne teilten! Heute gibt es für fast alles Unterstützung vom Staat. Wir sind 3 mal ausgebombt, da hat keiner geholfen! Meine Mutter mit Geschwister und Oma haben aus den Trümmern Türen gesucht, um noch aus stehenden Räumen wieder Wohnraum zu machen! usw……….!

  • von Rüdiger Groß

    Frau Reschke nicht Deutschland und schon garnicht eine Frau Merkel oder unser Innenminister können auf das zurückblickende Jahr stolz sein.
    Ohne die erwähnten zigtausende ehrenamtlichen Helfern wäre unser Land in ein Chaos gefallen und auf diese Menschen können wir stolz sein.

  • von Yves Scherdin

    Ich finde es falsch, jetzt an soetwas wie Stolz zu denken. Deutschland ist immer noch drittgrößter Waffenproduzent der Welt. Es folgen Krieg, Elend und Flüchtlingsströme. Wir verursachen sie also auch mit!

    Ich will den Einsatz der Helfer hier nicht schmälern, sie haben sicherlich großes geleistet. Aber wir müssen das Problem an der Wurzel anpacken und unseren militärisch-industriellen Komplex runterfahren. Das schaffen wir auch! Und wenn Mutti das gemacht – oder auch nur daran gedacht – hätte, dann wäre sie in meinen Augen konsitenter. So versucht sie nur auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen. Rüstungslobbyisten sind anscheinend noch zu wichtig.

    Und was die Hassprediger unserer Zeit anbelangt – damit halte ich es wie Volker Pispers: die Ärmsten unserer Gesellschaft (Arbeitslose) werden gegen die noch Ärmeren (Flüchtlinge) ausgespielt. Wieder mal die Sündenbock-Karte.

    Wir sind doch besser als das, Menschenskind!

    • von Cornelia

      “Wir müssen das Übel an der Wurzel packen”, das ist schon klar, aber einem hungrigen Kind sollte man auch erst einmal etwas zu essen geben, ehe man die Welt rettet, die eh nicht zu retten ist, weil es immer wieder genügend Eltern geben wird, die ihre Kinder nicht versorgen…

  • von Eckhard

    Absolut richtig argumentiert

  • von Monika Jäckle

    Danke – das spricht mir aus der Seele.

  • von Christian

    Seit langem das Beste was ich gehört habe !!!

  • von Boss

    Csmpact war mir sehr interessant, wegen CETA oder TTIP und glysophat.

    Aber jetzt wegen der AfD. Jede Partei egal ob CDU, CSU, SPD, FDP, die linke, oder Grüne sind nach Grundgesetz Parteien, die die Rechte verstoßen. Geld wird immer eine Rolle spielen. Man sollte endlich die Wahrheit über Deutschland ausrücken, dann unterstütze ich wieder csmpact.
    Das Thema AfD soll aus csmpact verschwinden

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Simone Katter

Simone Katter, Jahrgang 1979, hat Soziologie mit dem Schwerpunkt Entwicklungspolitik studiert und ist ausgebildete Journalistin. Sie hat für das Deutsche Institut für Menschenrechte, Oxfam und zuletzt als Referentin für Online-Kommunikation beim INKOTA-netzwerk gearbeitet. Nach Stationen in Mexiko und Nicaragua lebt die gebürtige Ruhrgebietlerin heute in Berlin. Ob bei der Antifa, Anti-Atombewegung oder attac – gemeinsam mit anderen für Gerechtigkeit zu streiten, das treibt sie an. Bei Campact betreut sie die Petitionsplattform WeAct.