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Diese Botschaft von Gertrude (89) bewegt das Netz

Was diese 89-jährige Frau zu sagen hat, bewegt das Netz. Mehr als 2 Millionen Menschen haben sich das Video-Statement von Gertrude aus Wien schon angesehen – und ihre Geschichte weitererzählt. Denn was sie zu sagen hat, geht uns alle an.

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Am Sonntag haben die Österreicher die Wahl. Sie wählen ihren zukünftigen Bundespräsidenten – und das schon zum zweiten Mal, denn die letzte Wahl wurde wegen Verfahrensfehlern für ungültig erklärt. Die Kandidaten könnten kaum ungleicher sein. Der Rechtspopulist und FPÖ-Politiker Norbert Hofer tritt gegen Alexander Van der Bellen an, der den Grünen nahe steht. Wahlprognosen sagen ein super knappes Rennen zwischen den beiden Kandidaten voraus. Doch jetzt bekommt Van der Bellen Unterstützung von der 89-jährigen Gertrude.

Gertrude war 16 als sie, ihre beiden jüngeren Brüder und die Eltern nach Auschwitz deportiert wurden

Gertrude stammt aus einer Familie mit jüdischen Wurzeln. Ihre Geschwister und Mutter wurden im Konzentrationslager Auschwitz vergast – der Vater starb auf einem Transport. Gertrude überlebte das KZ – als einzige. Jahrzehnte später richtet sie sich mit deutlichen Worten an die österreichische Bevölkerung – und auch für uns alle in Europa sind ihre Worte von großer Bedeutung. Sie erinnert daran, wie schrecklich ihre Erfahrungen als Siebenjährige an den Österreichischen Bürgerkrieg waren, wie sie in diesem Alter das erste Mal Tote sah und die Bilder bis heute nicht vergessen kann. Sie erinnert daran, was passiert, wenn Menschen ihrem Hass freien Lauf lassen, wie Juden auf den Straßen Wiens ausgelacht und schikaniert wurden. Und sie erinnert daran, dass auch die heutigen Rechtspopulisten erneut „das Niedrigste aus den Leuten herausholen – und nicht das Anständigste“. Gertrude nutzt ihre Lebenserfahrung und teilweise schrecklichen Erinnerungen, um uns zu mahnen, so etwas nie wieder zu zulassen und gegen Hass und Menschenfeinde aufzustehen und Courage zu zeigen.

Klare Wahlempfehlung von Gertrude und ein Appell an Europas Jugend

Gertrude fügt zum Schluss ihres Video hinzu: „Die Menschen können sich nicht immer beschweren und dann, wenn eine Wahl ist, nicht wählen gehen.“ Die Menschen müssten auch genau überlegen für wen sie wählen und ob diese Person auch das richtige daraus mache.

„Für mich ist es wahrscheinlich die letzte Wahl. I hab nimmer viel Zukunft. Aber die Jungen haben ihr ganzes Leben noch vor sich. Und die müssen selber schauen, dass es ihnen weiterhin gut geht. Das können sie nur, wenn sie vernünftig wählen.“

Gertrude (89) aus Wien
Du lebst selbst in Österreich? Hast Freunde, Familie und Bekannte in unserem Nachbarland?

Campacts österreichischen Partner von „Aufstehen!“ sehen im Rechtspopulist Norbert Hofer eine Gefahr für Österreich und eine Richtungsentscheidung für Europa. Mit dem FPÖ-Kandidaten könnte zum ersten Mal ein Rechtspopulist Präsident in Österreich werden. Daher haben unsere Kolleg/innen bei „Aufstehen!“ ein großartiges Tool auf die Beine gestellt: Mit einem Klick kannst Du Dein Umfeld mobilisieren, motivieren und erinnern am Sonntag zur Wahl zu gehen.

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Autor*innen

Campaignerin- Lara Dovifat, Jahrgang 1990, hat Sozialwissenschaften an der Humboldt Universität Berlin sowie in Russland, Litauen und der Ukraine studiert. Während ihres Studiums war sie u.a bei einer PR Agentur für nachhaltigen Konsum, SumofUs.org, dem ZDF sowie am Institut für Sozialwissenschaften im Bereich Stadtentwicklung und Gentrifizierung tätig. Die letzten Jahre hat sie in der Medikamentenkampagne von Ärzte ohne Grenzen in Berlin und Johannesburg gearbeitet. Darüber hinaus setzt sie sich für Menschenrechte & Pressefreiheit in Osteuropa und Belarus ein. Alle Beiträge

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