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Gift aus der Luft

Allergien, Atemwegserkrankungen und Krebs – immer mehr Menschen in argentinischen Anbaugebieten von Gen-Soja werden krank. Dort wird das Pestizid Glyphosat mit Flugzeugen auf die Felder gesprüht. Dieser Bericht zeigt, besonders Kinder sind betroffen.

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Dieser Bericht des Bayerischen Rundfunk zeigt die alarmierend hohen Krebsraten in Argentinien. Im Video lernen wir den 2-jährigen Juan Marco kennen. Vor kurzem wurde bei ihm ein bösartiger Gehirntumor diagnostiziert. Seine Mutter hat einen schlimmen Verdacht: das Gift aus den Düsen der Pestizid-Flugzeuge macht ihn und weitere Kinder im Dorf krank. Die Felder dort werden mehrmals mit Glyphosat besprüht. Das Pflanzengift wird per Flugzeug auf die Felder gebracht – und nicht selten vom Wind in nahegelegene Siedlungen verweht. Der Umweltmediziner Dr. Damian Verzenassi stellt mit seiner Studie einen Anstieg der Krankheitsfälle vor allem in Dörfern der Gen-Soja Regionen fest. 

Im Jahr 2015 stufte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Glyphosat als „wahrscheinlich krebserregend” ein. Doch im Mai 2016 vermeldete eine neue Studie der Arbeitsgruppe der Food and Agriculture Organization (FAO) und WHO, dass Glyphosat doch nicht krebserregend sei. Journalist/innen der britischen Zeitung The Guardian fanden allerdings kurz darauf heraus, dass die Ergebnisse dieser Studie kaum als unabhängig bezeichnet werden können: Der Vorsitzende der Arbeitsgruppe wurde indirekt von Monsanto bezahlt.

Glyphosat darf nicht wieder zugelassen werden!

Noch in diesem Jahr will die EU entscheiden, ob das Ackergift Glyphosat weiter auf unsere Felder gespritzt werden darf. Monsanto, Bayer und Co. kämpfen mit aller Macht für ihren Bestseller. Wir halten dagegen – mit einer Europäischen Bürgerinitiative (EBI) für ein Glyposat-Verbot. Bis Ende Juni brauchen wir eine Million Unterschriften! Schon mehr als 250.000 Menschen machen mit – hilf mit und unterzeichne jetzt:

Du hast schon unterzeichnet? Dann verbreite den Protest – teile das Video auf Facebook:

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Autor*innen

Janine studierte Journalistik und Kunst-und Medienwissenschaft mit Fokus auf Medienpolitik und neue Technologien. Als Journalistin arbeitete sie für TV, Radio und Online-Redaktionen und engagierte sich für Reporter ohne Grenzen e.V. 2011 wechselte sie zu einer Online-Agentur und entwickelte als User-Experience Designerin nutzerfreundliche und nutzerzentrierte Web-Konzepte. Bei Campact war sie von 2014 bis 2021. Alle Beiträge

4 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Es wäre schon mal ein gewichtiger Fortschritt, wenn man Glyphosat im medialen meinungsbildenden Diskurs nicht wie üblich als „Pflanzenschutzmittel“, sondern als das bezeichnen würde, was es tatsächlich ist: „Pflanzen- Gift“ .
    Auch daran wird deutlich, wo die Meinungshoheit liegt. Absurd wird es, wenn man sich etwas mit der Materie beschäftigt und dabei auf den „Urzeit -Code“ stößt. D.h. immense Ertragssteigerung ganz ohne Chemie und Gifte.
    Unterdrückt wird diese Entdeckung und die entsprechenden Patente, wie von den Beteiligten selbst dargelegt, aus Gründen des Profits.
    Die selben Behinderungs- Mechanismen finden sich allenorts, wo es um die Umsetzung von menschen- wie naturfreundlichen, nachhaltigen Konzepten geht, wie z.B. in der Energiewirtschaft (fossil und atomar vs. regenerativ) wie auch im Mobilitäts- und Verkehrsektor (fossil vs. E-Mobilität). Die Lösungen für die größten gegenwärtigen Probleme sind offenbar sämtliche vorhanden, allein es fehlt der Wille diese umzusetzen.

  2. Wer jetzt als Bürger sich nicht mit einer Unterschrift gegen Glyphosat wehrt trägt dann eine Mitverantwortung daran das auch unsere Kinder und Enkelkinder vergiftet werden. Wir nehmen auch hier in Deutschland das Herbizid fleißig durch unsere Nahrungsmittel auf. Auch Tampons Binden und Pflaster sind mit Glyphosat belastet. (Durch Verwendung der Baumwolle die dafür benötigt wird). Unsere regionalen Ökosyteme sind am aussterben. Insektensterben, Pflanzensterben, Vogelsterben, dass alles passiert hier in Deutschland.
    Bitte werdet aktiv und stoppt diesen Wahnsinn ! Ich arbeite ehrenamtlich für das Netzwerk blühende Landschaft und halte Vorträge zu dieser Thematik .

  3. Es wäre ja auch gut, wenn man das Ganze mit den dazugehörenden Zahlen belegt und auf die Quellen der Studien genauer hinweist.

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