Palmöl-Boom in Indonesien: So kämpft ein Vater gegen die Konzerne – und für die Zukunft seines Sohnes

Seltene Tiger und fast ausgestorbene Menschenaffen sind von der Palmöl-Produktion bedroht. Aber auch für die Menschen in Indonesien hat der Erfolg des billigen Öls schlimme Folgen. Wie ein Mann das ändern will, zeigt dieses Video.

von  Anne Beny % Kommentar
Die Einwohner Indonesiens leiden unter der Palmöl-Gewinnung. Besonders deutlich wird das in Sumatra, wie der Beitrag der Deutschen Welle zeigt. Weil die Palmöl-Produzenten immer neue Anbauflächen brauchen, fallen die Urwälder dort Brandrodungen zum Opfer. Mit den Feuern entstehen riesige Rauchwolken, denen die Bewohner des Landes ungeschützt ausgesetzt sind. An manchen Tagen dürfen die Kinder deshalb nicht zur Schule und die Erwachsenen können ihrer Arbeit auf den Feldern nicht nachgehen.

Das billige Öl ist überall

Palmöl ist ein äußerst beliebtes Pflanzenfett: Es steckt in Waschmittel, Gebäck und Tiefkühlpizza. Indonesien produziert etwa die Hälfte des weltweit genutzten Palmöls. Um die Nachfrage zu bedienen, wird der Regenwald gerodet und riesige Palmöl-Plantagen angelegt. Das macht Indonesien zu einem der größten Klimasünder.

Ein Mann nimmt den Kampf gegen die Konzerne auf

Das will Musri Nauli ändern. Der Aktivist sammelt Zeugenaussagen und Beweise, die Konzerne mit den Rodungen in Verbindung bringen sollen. 18 Unternehmen will er so verklagen. Seine Aussichten auf Erfolg sind gering, trotzdem gibt er nicht auf. Denn sein Antrieb ist die Zukunft seine Sohnes:

„Ich wünsche mir sehr, dass mein Sohn eine bessere Zukunft hat und irgendwann saubere Luft atmen kann. Das ist die Motivation für meine Arbeit. Deshalb setze ich alles dran zu verhindern, dass die Regierung den Firmen weiterhin Landrechte gibt und diese ungestört unsere Umwelt vernichten.“

Wir können Indonesiens Urwälder schützen

Die Deutsche Bank finanziert die Firmen Noble Group und Pacific Finance/Indofood Firmen, die an der Zerstörung des Regenwaldes beteiligt sind. Wir fordern von der Deutschen Bank, dass sie alle Geschäftsbeziehungen zu Firmen beendet, die zur Zerstörung der Urwälder in Indonesien beitragen. Hilf mit und unterzeichne unseren Appell:

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Ein Kommentar

  • von Renate

    viel Erfolg weiterhin und vielleicht findet sich ein Mensch der für unsere Erde kämpft
    und euch finanzielle Unterstützung gibt
    denn das braucht man

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Anne Beny