G20: Bittere Bilanz

Die Rauchschwaden haben sich verzogen, doch die bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Die Bilder von Gewalt und Chaos helfen jetzt vor allem den Falschen und die wichtigen Themen gehen dabei verloren.

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Euch teilen.

Inhaltliche Kritik verschwindet in den Hintergrund

Wie sehr gewaltsamer Protest unserem Anliegen schadet, das haben uns die letzten Tage in Hamburg noch einmal gezeigt: Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel verschwand völlig hinter der Debatte um gewaltsame Auseinandersetzungen. Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern. Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein.
Die Rauchschwaden über Hamburg helfen vor allem Angela Merkel. Links von ihr legen Vermummte alles in Schutt und Asche, rechts von ihr verbreiten Autokraten Angst und Schrecken – und sie kann sich inszenieren als diejenige, die im Sturm noch Sicherheit bietet. So gewinnt man Wahlen. Für Kritik bleibt dann kein Raum: Wie katastrophal Merkels ideologische Sparpolitik für Griechenland und Co. sich auf Europa auswirkt. Wie doppelbödig ihre Klimapolitik ist, wenn sie daheim Kohlekraftwerke munter weiter laufen lässt. Wie sie Politikverdrossenheit fördert, indem sie jede politische Auseinandersetzung einschläfert.

Was sind die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt?

Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken. Es reicht nicht, wenn sich jetzt einige von “sinnloser Zerstörung” distanzieren oder von einer “Form von Militanz, die sich an sich selbst berauscht hat”. Das impliziert ja, dass es in einer parlamentarischen Demokratie sinnvolle Militanz und Zerstörung gäbe. Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus.
Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, die so tun, als wären sie gar nicht Teil des Senats. Viele Berichte belegen: Statt besonnen und verhältnismäßig vorzugehen, hat die Polizei schon im Vorfeld des Gipfels Auseinandersetzungen provoziert und trat immer wieder martialisch auf. Als dann die Ausschreitungen während des Gipfels eskalierten, war sie völlig überfordert. Ausgerechnet ein bekannter Hardliner, Hartmut Dudde, wurde vom rot-grünen Senat zum Einsatzleiter der Polizei ernannt. Schon mehrmals haben Gerichte Dudde Verstöße gegen geltendes Recht attestiert.

Versammlungsfreiheit ist Grundpfeiler der Demokratie

Hinzu kommt, wie massiv das Versammlungsrecht ausgehebelt wurde, ein Grundpfeiler einer lebendigen und streitbaren Demokratie. Demos pauschal auf 38 Quadratkilometer untersagen. Der Versuch, Camps für Demonstrant/innen generell zu verbietenDas ist eines Rechtsstaats unwürdig.
Wer Trump, Putin und Erdogan, wer Autokraten und Antidemokraten zu sich einlädt, der sollte ihnen sagen: Schaut her, bei uns werden Demos nicht verboten. Hier werden friedliche Demonstranten nicht verprügelt – auch wenn wir wehrhaft gegen Gewalttäter vorgehen. Für uns sind Grundrechte das höchste Gut – und wir sind stolz darauf. Wie soll nach den Tagen von Hamburg eine Bundesregierung noch Erdogan und Putin kritisieren, wenn sie auf friedliche Demonstrant/innen einschlagen lassen. Beide werden diebische Freude an den Bildern von Hamburg haben.

Grüne und SPD sind auf Tauchstation

Leider stößt das Aushöhlen des Versammlungsrechts und das in etlichen Situationen unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei jenseits der Linkspartei auf wenig Widerspruch. Wo ist die scharfe Kritik einer Katrin Göring-Eckardt, eines Cem Özdemir oder einer Simone Peter von den Grünen, die sonst um keinen Tweet verlegen sind? Wo intervenieren Bürgerrechtler der SPD? Alle auf Tauchstation. Und Olaf Scholz kommt zum irritierend pauschalen Urteil, die Polizei habe alles richtig gemacht.

Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: “Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[…]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.” Ein so klares Statement hätte man sich auch von SPD und Grünen gewünscht.

Protestwelle: Tausende Menschen demonstrierten friedlich

Bewusst haben wir als Campact uns nicht der plakativen Botschaft “No G20” angeschlossen. Gerade in so krisenhaften Zeiten wie den jetzigen halten wir es für zentral, dass Staatschefs miteinander reden. Gleichzeitig kritisierten wir im Bündnis mit Gewerkschaften, Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen scharf die Politik der G20, besonders beim Klimaschutz und der Handelspolitik. Mit 25.000 Menschen demonstrierten wir im Vorfeld des Gipfels und forderten eine ganz andere Politik.

Unsere Protestwelle prägte die Abendnachrichten und Schlagzeilen der großen Zeitungen. Tausende Menschen am Ufer, hunderte auf Kanus, Flößen und allem, was schwimmt, boten ein buntes und friedliches Bild des Protests. Die beeindruckende Großdemo mit 75.000 Menschen gegen G20 zum Ende des Gipfels wurde hingegen in den Medien von der Gewaltdebatte und den Bildern der Staatschefs ziemlich überdeckt.

Was kam raus beim G20, beim Klimaschutz, bei der Handelspolitik?

  • Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: Wenn Trump beim Klimaschutz die Bremse durchtritt, hätten die 18 anderen den Turbogang einlegen müssen. Gerade erst haben namhafte Klimaforscher gewarnt: Wenn die Menschheit die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen will, darf sie nur noch 600 Gigatonnen CO2 ausstoßen. Derzeit liegen wir bei jährlich 40 Gigatonnen. Sprich: Fangen wir nicht an, massiv einzusparen, haben wir bereits in 15 Jahren alles CO2 in die Atmosphäre geblasen, das die Menschheit noch ausstoßen darf. Als “Klimakanzlerin” wäre es beim G20 an Angela Merkel gewesen, mutig voranzuschreiten und den Turbogang einzulegen: indem sie endlich für Deutschland den Kohleausstieg verkündet. Doch Mut passt nicht zu Merkel.

  • Beim Welthandel einigten sich die G20 immerhin auf ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus. Die Grenzen hochziehen – wie Trump es im Wahlkampf ankündigte – wäre fatal. Doch die G20 propagieren die falsche Alternative: noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA. Was wir brauchen sind Abkommen, die Konzernen Regeln verordnen. Verbraucher/innen-Rechte stärken. Umweltgesetze schützen. Arbeitnehmer-Standards ausbauen. Doch nichts gab’s. Die G20 bleiben in Hamburg auf stramm neoliberalem Kurs.

JEFTA ist das neue TTIP

Ein klares und trauriges Zeichen für diesen Kurs: In Brüssel wurde letzten Donnerstag symbolisch vor dem G20-Gipfel eine Grundsatzvereinbarung für JEFTA unterzeichnet, das EU-Handelsabkommen mit Japan. Es würde ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen. JEFTA wäre das neue TTIP: Wieder wird geheim verhandelt. Wieder gibt es eine private Paralleljustiz für Konzerne. Wieder wird das Vorsorgeprinzip, der Grundpfeiler des europäischen Verbraucherschutzes, untergraben.

G20 zeigt: Es stehen zwei große politische Auseinandersetzungen an. Das ist einmal JEFTA. Bis darüber endgültig entschieden wird, müssen wir das bislang im Geheimen verhandelte Abkommen gesamtgesellschaftlich bekannt machen. So, wie wir es schon zusammen mit unseren Partner/innen bei TTIP und CETA geschafft haben. Ein erster Erfolg: Schon 310.000 Menschen haben unseren Appell gegen das Abkommen unterzeichnet.

Die zweite dicke Entscheidung ist der Kohleausstieg. Während der Koalitionsvertrag einer neuen Bundesregierung ausgehandelt wird, findet Anfang November in Bonn der nächste Weltklimagipfel statt. Für uns eine große Chance, einer neuen Regierung den Ausstieg aus der Kohle abzuringen. Zum Auftakt des Klimagipfels planen wir zusammen mit unseren Partner/innen eine Großaktion mit vielen tausenden Menschen. Am gleichen Wochenende wollen die Aktivist/innen von EndeGelände symbolisch die Bagger im Rheinischen Kohlerevier anhalten. Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. Sie weist mit einer symbolischen Regelverletzung auf einen massiven Missstand hin, da andere legale Protestformen nichts gebracht haben.

Streite mit uns für progressive Politik!

JEFTA zu stoppen, den Kohleausstieg durchzusetzen und rund um die Bundestagswahl für progressive Politik zu streiten – das werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein. Wir setzen darauf, Dich dabei an unserer Seite zu haben.

Denn so bitter die Bilder der Gewalt in Hamburg auch waren – wir erinnern uns auch an viele andere Eindrücke. Singende und tanzende Menschen. Eine Binnenalster voller Gummiboote, Kajaks und selbst gebauten Flößen. Etliche urige Schilder und Protestbanner. Kinder, die Seifenblasen durch Hamburgs Straßen pusten und alte Freunde, die sich unverhofft auf einer gemeinsamen Demonstration treffen. Auch das sind starke Bilder – Bilder, die bleiben.

1.395 Kommentare

  • von Bea

    Vielen Dank für den tollen Artikel.
    Schön dass mit wenigen Worten klar und deutlich gesagt wird was der G20 Gipfel gebracht, bzw. verbockt hat.
    Ich möchte mich an dieser Stelle direkt an Kanzlerin Merkel wenden:
    “Machen sie endlich die Augen auf… und verhalten sich wie jemand der sein Volk vertritt! Vertreten heisst auch nicht nach der Vogel-Strauß-Politik zu handeln sondern auch mal hinzusehen und hinzuhören wenn die Menschen ganz klar Statements gegen TTIP, CETA abgeben… und dann nicht einfach sich einen anderen Partner suchen, dem Kind einen anderen Namen geben “JEFTA”… und das “arme, dumme” (ironisch gemeint) Volk einfach wieder von vorne gegen die eigene Regierung ankämpfen lassen…. laut der Devise… steter Tropfen wird den Stein schon höhlen… und ich steh ja toll da, denn bis die raffen was ich da mache… ist es ja schon durch… denn in Ihrer Rede hat sie ja wieder mal mit vielen Worten so viel gesagt dass keiner wusste was eigentlich da abging… und Weder doe Worte CETA noch TTIP noch JEFTA vielen da… damit man ja nicht die bösen Worte in den Mund nehmen muss… und alles ganz toll aussieht… denn… Hauptsache wir haben geredet… und die Differenzen auf Papier festgehalten! TOLLES ERGEBNIS!… und wir Steuerzahler zahlen den immensen Aufwand dafür!
    (zumindest ist das meine Meinung zu dem Ganzen)

  • von Bernd Miosga

    Auch Ihr schreibt “links von ihr (Angela Merkel) legen vermummte alles in Schutt und Asche”. Viele Politiker und Journalisten reden von “linker Gewalt und Linksterrorismus”. Aber was ist es wirklich? Genauso wie Hooligans ein Fussballspiel als Anlass für ihre Treffen nehmen und dann ihre Gewaltbedürfnisse ausleben wird von diesen Gewalttätern doch nur die Demonstration als Anlass genommen sich zu treffen und das Gleiche zu machen. Ich möchte nicht wissen wie viel von den Gewalttätern überhaupt weiss was politisch links sein bedeutet. Die meisten sind einfach nur auf Gewalt aus, um damit ihren persönlichen Kick zu erhalten.
    Die gesamte Linke Szene sollte viel deutlicher und vor allem auch schon öffentlich und IM VORFELD Abstand nehmen von dieser Art Gewalt. Die Akteure müssen öffentlich in eine Ecke gestellt werden zu der sie gehören: nicht Links sondern marodierender Mob.

  • von Michael Krämer

    Gewalt ist keine Lösung.
    Keine Gewalt ist d i e Lösung !

    • von Paschke

      @Peter Müller
      Die idee ist alt. Der Alte vom Berge, Oberhaupt der Ismaeliten (heute Agha Khan III) schickte Freiwillige, Selbsmordattentäter. Die rauchten Haschisch, von dort kommt das französische Wort Assasin (=Haschischin). Eine Zeit lang funktionierte das ganz gut, Sarazenen und Kreuzritter fürchteten sich in gleichem Masse. Ob sie darum weniger Verbrechen begangen haben lässt sich nichtmehr nachweisen. Dshingis Khans Sohn Hulagu stürmte die Festung der Ismaeliten unter enormen Verlusten. Damit endete der Versuch durch rechtzeitiges Zuschlagen grösseren Schaden zu verhindern.

  • von Geisler, E.

    Ergebnisse des G20 Gipfels werden “hochgejubelt”, aber ich meine: außer Spesen nichts gewesen. Ich hoffe sehr, dass die Kosten, die diese seltsame Versammlung verursacht hat, genau genannt werden.
    Und was haben bitteschön die Ehefrauen auf einem so “wichtigem Treffen” zu suchen? Mir kam das ganze wie ein großes Kaspertheater vor. Mit einer “Videokonferenz” wäre vielleicht etwas mehr herausgekommen. Ich fühle mich mal wieder total von der Politik “verarscht” und unsere Steuergelder, die ja dafür eingesetzt werden,
    hätte ich gern für eine Rentenerhöhung.
    Die Polizisten tun mir leid, die wurden verheizt und im Vorfeld in besch….. Unterkünften untergebracht ( z. B im Levo Park Bad Segeberg).

  • von Grunert, E.

    Wenn etwas dazu beiträgt, friedliche Demonstrationen zu verhindern, dann sind es in erster Linie in unserem Staat, anders als in Diktaturen, von rechts oder von links oder von sich anschließenden Kriminellen befürwortete und ausgeübte Gewaltexzesse. Wenn diese Gewalt nicht aufhört, wagt sich bald niemand mehr auf die Straße. Wenn das Demonstrationsrecht nicht ausgehöhlt werden soll, so müssten sich die Veranstalter schon im Vorfeld um glaubhafte Distanzierung bemühen. Schon das Motto des Protests “Wellcome to Hell” deutete auf anderes hin.

    • von koch. georg

      Wenn Ihr Euch von den Krawallmachern nicht deutlicher distanziert, die Bundeskanzlerin für die Vorfälle mitverantwortlich macht, muss ich Eure politische Grundeinstellung in Frage stellen und meine Unterstützung für campact einstellen.
      Georg K.

  • von Hiaspump

    Der Bericht und die Kommentierung der G20 Demos spricht mir aus der Seele und ich werde ihn weiter verbreiten. Schade aber, dass er so lange sein muss. Im meinem Umfeld sind gar viele, die sich die Mühe nicht mehr machen so lange Artikel zu lesen.
    Dennoch weiter so – was kann man sonst auch tun. Schade ist der 100.000 fache Frust der demokratischen Demonstranten. Viele davon werden wohl auch das als sinnlos ansehen und schlimmstenfalls die Fraktion der Nichtwähler stärken.

  • von Michi

    Ich musste bei diesen Bildern sofort an die Bilder vom Maidan in Kiew denken, nicht mal halb so gut ausgerüstete ukrainische Polizei steht nur geschützt mit Aluschild passiv vor einem Gewaltmob der mit Ketten, Stangen und Morgenstern hemmungslos auf sie einschlägt und versucht einzelne Polizisten aus der Kette zu ziehen. Und viele derjenigen Politiker die sich jetzt fast überschlagen vor Empörung hatten für diese Ausschreitungen damals Verständnis, verharmlosten und verteidigten diese.

    • von Xaver Freischütz

      Und die Maidan.Demos wurden mit Dollar finanziert! Busladungen von Demonstranten wurden herbei gekarrt!

  • von Konrad Elsässer

    Ich habe keine besondere Sympathie für den Verfassungsschutz, frage mich aber, weshalb dieser nichts mit dieser gewalttätigen Anarcho-Szene zu tun haben will – ist er so dick infiltriert und macht selbst bei den Zerstörungen mit, dass hinterher nichts darüber gesagt werden darf? Oder ist er so ineffektiv, dass er keinerlei Bezug zu den geplanten Gewalttaten hat?
    Politisch kommt die Gewalt und Zerstörung den Machthabenden zu pass, auch wenn sie sich jetzt ein bisschen kontrovers geben. Die friedliche Großdemonstration, die sinnvollen Forderungen und kreativen Aktionen sind deshalb in Presse und Medien ziemlich vollständig hinter der Gewalt und der darauf bezogenen Diskussion verschwunden. Das ist mehr als bedauerlich – das darf so nicht weitergehen!

  • von Joachim

    Ich weiß nicht, worüber ich am meisten entsetzt sein soll:
    über die Randale an drei aufeinander folgenden Abenden in Hamburg, oder über das verbale Herumeiern der Veranstalter, bzw. Teilnehmern und auch einigen Journalisten der linken Szene! Die Polizei hat bei dem Stoppen der Demonstration “Welcome to Hell” sicherlich nicht zur Deeskalation beigetragen, aber das als Rechtfertigung für kriminelle Handlungen zu nutzen zeugt von Realitätsverlust.
    Nicht die Polizisten haben Autos angezündet und Scheiben eingeschlagen, sondern marodierende und brandschatzende Banden, die nicht an politischer Auseinandersetzung interessiert sind, sondern die Gunst der Stunde nutzen, um ein Gewaltevent zu veranstalten!
    Seid froh, dass die Protestwelle am Wochende davor unbelastet stattfinden konnte und ein anderes Bild des Protestes zeigen konnte.

    • von Xaver Freischütz

      Und die Maidan.Demos wurden mit Dollar finanziert! Busladungen von Demonstranten wurden herbei gekarrt!

    • von Michi

      Die Hamburger Polizei hatte doch über die Jahre ausreichend IM´s in die innersten Kreise der Hamburger Szene eingeschleust. Und jetzt will man keine Erkenntnisse über diese angeblichen Gewalttäter aus dieser Szene haben? Oder waren doch evtl. Trittbrettfahrer, Hooligans, Agents Provocateurs oder Provokateure aus der rechten Szene beteiligt? Noch ist nicht klar wer wirklich die extremen Gewalttaten beging also sollte man vorsichtig mit Vorverurteilungen sein.

  • von Volker Wesenberg

    Sorry aber dass vermummte Gewalttäter während eines internationalen Kongresses durch Hamburg marodieren, unbeteiligte Anwohner in Gefahr bringen und schädigen, friedliche Demos in ein Chaos verwandeln und nebenbei das internationale Ansehen Deutschlands schwer schädigen, ist inakzeptabel. Die Polizei musste einschreiten und hat es für meine Begriffe noch zu unentschlossen getan (oder gekonnt). Natürlich sehen im internationalen Fernsehen solche Bilder aus, wie in der Türkei, wo ebenfalls die Polizei gegen Demonstranden vorgeht, wenn auch vor ganz anderem Hintergrund. Man muss ganz klar trennen zwischen friedlichen Demos und völlig unkontollierter Gewalt als Selbstzweck. Das eine ist durch das Grundgesetz geschützt, das Andere durch das Strafgesetz sanktioniert. Beides zu trennen ich Sache der Ordnungskräfte und das haben sie nicht geschafft. Natürlich könnten auch friedliche Demonstranden versuchen, einzelne Provokateure auszugrenzen und dabei Zivilcourage zeigen. Ein Veranstalter, der öffentlich sagt: ” es ist doch klar, das kleine Grupen herum marodieren und die Stadt auseinander nehmen” (Andreas Beuth), hat sich disqualifiziert und ins Unrecht gesetzt. Warum sollen Staatschefs, ob nun demokratisch oder nicht, nicht miteinander reden. Wer redet schießt nicht so leicht und wenn die UNO nicht mehr funktioniert, müssen eben andere Wege gefunden werden. Für mich hat der Gipfel duchaus etwas gebracht: Trump hat verhandelt und harte Positionen aufgeweicht (z.B. Protektionismus). Auch hat er sich mit Putin am grünen Tisch unterhalten, statt festgefahrene Positionen zu verhärten. Erdogan ist ihm nicht nachgelaufen, indem auch er aus dem Klimaschutz ausschert. 19 von 20 Staatchefs haben sich zum Klimaschutz bekannt, die USA sind diesbezüglich isoliert. Frau Merkel ist nebenbei bemerkt eine hervorragede Diplomatin. Sie verhandelt sachlich, dennoch mit Nachdruck und das Wichtigste ist, sie hat Empathie und klebt nicht (wenigstens nicht immer) an überkommenen Standpunkten. Sie ist keine Egomanin, wie Trump , Erdogan oder Putin. Sie hat sich nach Fokushima um 180 Grad gedreht und den Atomaustieg Deutschlands quasi per Dekret verkündet und großenteils durchgesetzt.
    Zum Text (darum geht es hier ja):
    Ich würde mir etwas weniger Polemik und mehr Differenziertheit wünschen. Das brauchen wir heute am dringensten. Hardliner aller Coleur gibt es schon genug. “Wenn dein Gegener ist, wie ein Fels, dann sei wie das Wasser, wenn dein Gegner wie das Wasser ist, dann sei wie ein Fels” (fernöstliche Kampfkunst-Weisheit).

  • von Hans-Jürgen Dr. Lippe

    Gegen chaotische Gewalt!:

    G7/8 und G20 sind sinnlos, sie vernachlässigen und provozieren nur den Rest der Welt, sie dienen dem neoliberalen Ultra-Kapitalismus.
    Wir brauchen eine aktuelle “INTERNATIONALE”, die alle linken Kräfte der Welt organisatorisch und intellektuell friedlich bündelt.
    Niemand ist mehr gewillt und in der Lage entsprechend früherer Revolutionentheorie die Welt zu verändern, wir brauchen eine weltsynchrone linke Bewegung, die in allen Parlamenten wirkt- wir brauchen dazu aber keine chaotische Gewalt!!!
    Aber der brutale Kapitalismus gehört abgeschafft.
    Wir brauchen uneigennützige, selbstlose, ehrliche Hilfe der reichen Länder, keine geschäftsträchtigen Waffenexporte, nur echte Hilfen zur Selbsthilfe können den Hunger und Fluchtursachen beseitigen.
    Wir brauchen ein konstruktives Verhältnis zu Rußland, ohne Vorurteile, nur dann ist Frieden in Europa sicher. Es ist gut, daß die
    uneingeschränkte “Arschkriecherei” zu den USA vorbei ist- nicht nur wegen Trump!!!

  • Ein sehr klarer und übersichtlicher Artikel! Einzig die Zahlen über CO2 verwirren eher, denn dass sie die Bedrohung klar machen.

  • von Hermann Hansen

    Über das G20 Treffen und den brachialen Polizeieinsatz muss wohl nicht mehr diskutiert werden? Oder? Über politische Inhalte, Sinn und Unsinn sicherlich auch nicht!!! Aber über vollkommen deplatzierte Subjekte, die nicht nur Sachen demolieren, sondern bewusst mit Menschenleben spielen, denke ich schon !!! Diese Subjekte haben Demokratie und Leben in einer solchen vollkommen missverstanden !!! Ob Hooligans Stadien demolieren oder schwarze Blöcke Menschen angreifen; tut mir leid, aber diese Gestalten haben bei uns nichts verloren. Für diese Typen ist dieses Land nicht das richtige. Sie haben nichts verstanden und werden auch nichts verstehen ….. und sie haben nicht begriffen was es heißt, nach dem 2. Weltkrieg einen Staat vollkommen neu aufzubauen und über 70 Jahre in Frieden zu leben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    • von Joerg baruth

      Ich stimme Ihnen zu, frage mich allerdings warum Sie von einem” brachialen” Polizeieinsatz reden.
      Wie würden Sie denn mit den verpeilten Typen vom schwarzen Block umgehen? Mit Kerzendemo und gutgemeinten Worten?
      Würden Sie sich denen in den Weg stellen und Ihren Kopf hinhalten, wenn Ihnen die Pflastersteine entgegenfliegen?
      Es ist einfach der Polizei den Schwarzen Peter zuzuschieben.

  • von Dietrich Lender

    Ein guter und richtiger Beitrag

  • von Dietrich Lender

    Da ist es wieder! Die Polizei hat schuld. So ein Blödsinn. Eins dürfen Sie mir glauben. Die Beamten währen lieber zu Hause bei ihren lieben als sich mit diesen Chaoten rumzuärgern. Allein die Anwesenheit der Polizei wird schon als Provokation wahrgenommen.
    Alternativ: die Polizei bleibt zu Hause und es bleibt alles friedlich. Ihr Träumer, so Naiv kann man doch nicht sein.
    Dann überlassen wir den Leuten aus der Roten Flora das Feld und alles wird gut, lächerlich.
    Wo hat die Polizei denn Rechtsbrüche begangen. In den Camps, die ja leider doch noch erlaubt wurden, werden Straftaten verabredet. Das ist bekannt und führte zu dem Verbot, richtig so.
    Der G20 war wichtig und richtig! Sollen die Leute aus der Schanze bestimmen wer sich wann wo trifft, nicht euer Ernst.
    Wer redet schießt nicht, so einfach ist das.
    Der Kohleausstieg ist richtig und wichtig. Wir leben aber nicht in einer Diktatur in der von oben alles verordnet wird. Sicher, es steht nicht alles zum besten in diesem Land. . Aber Hier gibt es Rechte die auch Kraftwerksbetreiber haben.
    Leider hängen auch viele tausen Arbeitsplätze daran. Handelt man gegen diese, gewinnen schnell Leute wie Trump die nächste Wahl mit dem Versprechen, die Arbeitsplätze zu erhalten. Siehe Bergbau in den USA. Es muss also behutsam, unter Abwägung aller Interessen geschehen.
    Ich weis ja nicht wie es euch geht. Ich fühle mich in diesem Land sehr wohl. Hier dürfen auch Organisationen wie ihr arbeiten, gut so.
    Auch die rote Flora, obwohl auch dort Straftaten verabredet werden, wird geduldet. In welchem Land auf diesem Planeten gibt es so etwas.
    Nennt mir ein Land, in dem es mehr Freiheiten gibt!
    Ich kann Campact nur empfehlen sich ohne wenn und aber von der Gewalt zu distanzieren, sonst werdet ihr unglaubwürdig.

    • von Toni Bär

      100 % meine Meinung!
      Campact muss sich klar von diesem Gewaltexzess distanzieren!

    • von Gerd - Gary - Heinrmann

      Ich verstehe diesen Kommentar dahingehend nicht so wirklich, als dass ich den Campact-Beitrag so verstehe, dass dort NICHTS gegen die Polizisten gesagt wurde, die im Einsatz auf der Straße um ihr Leben fürchten mussten – sondern die “Einsatzleitung” kritisiert wurde (und das, ganz sicher nicht zu unrecht).
      Und ich verstehe den Campact-Beitrag außerdem auch so, dass er sich klar von jedweder Gewalt distanziert.
      Ob man sich bei Campact evtl. zu sehr auf (bzw. gegen) “rechts” eingeschossen hat, vermag ich nicht zu beurteilen – aber diesem Beitrag zum G20 verstehe ich zumindest als im großen und ganzen objektiv.

    • von Karl Rimpel

      Leider schießen sehr viele Gipfelteilnehmer eben doch (z.B. Amerika,Russland,Türkei,Saudi-Arabien und auch unser schönes Merkelland.)
      Nur eben nicht aufeinander sondern auf Leute die nicht beim G20 waren.

      Und den Polizeieinsatz konnte ich mir in Hamburg selber anschauen.
      Pfui ist eigentlich das einzige was ich dazu sagen kann.
      Deeskalation sieht anders aus und bringt in aller Regel gute Resultate.
      Gottlob ist nicht jede Einsatzleitung so behämmert wie die von Herrn Dudde.
      Sonst müsste auch ich in den Chor einstimmen:”Die ganze Welt hasst die Polizei.”

      Im übrigen kenne ich jemanden,der nach solch einer maßlosen Knüppelorgie aus Gewissensgründen den Dienst quittiert hat.
      Befehlsempfänger zu sein entschuldigt eben auch nicht alles.

      MfG
      K.

  • von Hans Stühmer, Helgoland

    Ich frage mich die ganze Zeit, wer so genau weiß, dass alle Chaoten “Linke” gewesen sein sollen. Wird diese von den meisten befragten Politikern und ihrer leibeigenen Presse ständig präsentierte Meinung wirklich von allen Deutschen kritiklos geglaubt. Weshalb kann ein schwarz gekleideter Mann seelenruhig durch die Straßen gehen, Autos in Brand stecken und es ist kein Polizist zu sehen, der ihn hopp nimmt? Erich Kästner hat einst geschrieben: “Was immer geschieht: Nie dürft ihr so tief sinken, von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken!”. Das gilt für einige der voraus gegangenen Kommentare und ihrer Verfasser!!

  • von Manuel Gollek

    Im Grunde: ALLES wie gehabt! Ich war seinerzeit in Wackersdorf und habe miterlebt, wie die Polizei mit Wasserwerfern 1000de weg geblasen und mit Tränengas beworfen hat – die Rechtfertigung war schon damals eine Handvoll “Vermummter” – daraus entstand damals auch das Vermummungsverbot… Heute ist wieder dasselbe: ein paar demolieren und der gesamte (auch von Herrn Gabriel inhaltlich begrüßte!!!) Protest geht unter… Ein brennendes Auto bleibt ein brennendes Auto – egal welche Farbe der Brandstifter wählt! Die lächerlich akademisch geführte Diskussion über “linke oder rechte” Gewalt ist blanker Hohn und bereits in sich Wahlkampf! Seriöse Politik geht wirklich anders – aber sie fängt leider bei uns allen an: wir haben die Herrschaften ja gewählt … Daher ist das Engagement von Campact so wichtig – DANKE allen, die so aktiv daran mit organisieren!!! “Drum ihr Bürger, drum ihr Brüder / alle eines Bundes Glieder / tun wir, tun wir / ´was dazu” aus “Bürgerlied” – ich kenne es von Hannes Wader gesungen….

  • von Dietmar Rheingans

    Volles Lob für Euren Kommentar. Hoffentlich wird er auch in anderen Medien weiter verbreitet.

  • von Esben Koehn

    G20 = Gipfel des Größenwahns
    Der ist jetzt zu Ende. G7, G8, G20 ist Ausdruck von Größenwahn. Er blendet aus, dass alle und alles miteinander verbunden sind/ist. Die Großen der Wirtschaft, etwa die 147 Konzerne, die wesentliche Teile der Welt beherrschen, bleiben im Verborgenen, aber trotzdem ist ihr Einfluß bestimmend für die Politik. Die Gier der G20 nach Größe, aber auch der Konzernlenker und der hinter ihnen stehenden sogenannten Superreichen ist es, die zerstört, die uns alle an einem Füreinander und Miteinander hindert.
    Die Gewalt der Chaoten und Krawallmacher, die Bilder in den Medien, lenkt von der Gewalt der “Großen” ab. Die Politiker und die überwiegend devote Presse nehmen die Gelegenheit dankbar wahr, sich nicht weiter mit der Kritik der zehntausenden friedlichen Demonstranten am Anfang und am Ende beschäftigen zu müssen.
    Die Botschaft von Campact und von anderen geht unter, wenn den Damen und Herren der etablierten Politik weiter gelingt, sich so leicht zu drücken. Da sollte eine nicht zu übersehende Nachbereitung entwickelt werden (für ähnliche Ereignisse in der Zukunft), um zu verhindern, dass die etablierte Politik sich so billig aus der Affäre zieht.

  • von Thomas Fechner

    Danke für Eure Arbeit und ich sende viele gute Energie für die Zukunft.

    • von Thomas

      Dem möchte ich mich gerne anschließen! Mit Herz und Kopf agieren…weiter so

  • von Dudeldoc

    Nachtrag: Sollten Sie meine Kommentar vom 11.7., 18.21h nicht freischalten wollen, kann ich das verstehen. Dann habe ich aber den Beweis dafür, daß CAMPACT einseitig, parteiisch und undemokratisch ist und muß dann zu meinem Bedauern fetstellen, daß CAMPACT nicht das richtige Forum für mich als selbständig denkendem Bürger ist, der nicht nur die stets auch subjektiven Kommentare und Reportagen der Journalisten und die Argumente der Interessengruppen wiederkäut.

    • von E. Braune

      Wenn Sie schon verstehen können, das Ihre Gedanken nicht freigeschaltet wurden, was müssen das erst für Gedanken gewesen sein! Die Welt muss nicht, besser will nicht alles wissen. Vor allem wenn Sie schon mit Pseudonym auftreten, dann sind Sie für mich wie jemand aus dem schwarzen Block oder von den gewalttätigen Fussball-Hooligans, die nur vermummt in Höchstform gegen etwas sind.
      Konstruktiv, demokratisch und gerecht die Welt zu verändern, zu gestalten, so dass sie allen ein vernünftiges Leben bietet, das ist der Sinn von Bürgerbewegungen wie Campact.

  • von Simone

    Gewalt geht gar nicht! Von allen Seiten nicht! Jedoch: Wir sollten nicht umhin, auch provozierte Gewalt beim Namen zu nennen: die Gewalt der Macht, der politischen Eliten, der Industrie- und Finanzkartelle, der massiv aufgezogenen Polizei- und “Sicherheits”kräfte”… Empört euch!” – ist richtig und wichtig! Gut, dort mal eine Unterschrift geleistet für oder gegen was; da mal eine Spende hingeschickt oder einen örtlichen Politiker aufgesucht zum Gespräch, hier mal an einer Demo oder Friedensmahnwache teilgenommen… Wut im Bauch zu haben, letzten Endes Ohnmacht zu spüren – Haben wir uns alle schon daran so sehr gewöhnt? Wie gesagt: Gewalt geht gar nicht!!! Und ich mache mich nicht mit denen gemein, die sie anwenden. Wie viel mehr sie kaputt macht, haben wir wieder am letzten Wochenende gesehen. Egal von welcher Seite, unter welchem Deckmantel auch immer! Aber dass die institutionalisierte Gewalt, die räuberische und ausbeuterische Gewalt an unserer Welt Gegengewalt hervorbringt, ist auch klar. Die Milliardäre haben schon Angst vor der “Revolution der Mistgabeln” (siehe https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2014/06/30/us-milliardaer-warnt-reiche-vor-revolution)! Zu Recht!?… Die lächerlichen “Ergebnisse” des “G20-Gipfels der Geschmacklosigkeit” sind nicht das Papier wert, auf das sie gedruckt sind und sie sind nichts weiter als “Keine versuchte Antwort auf die drängenden Fragen der Stunde”! Wie weiter??? Ich weiß es nicht! Ich weiß nur, dass ich gerne lebe, dass das Leben schön ist -oder zumindest sein sollte-, dass ich das Leben feiern möchte, dass ich nicht drei Kinder in diese Welt gesetzt habe, um sie der Zerstörung preiszugeben und dass ich langsam nichts mehr anzweifle als den irrigen Begriff der Freiheit. Als die DDR damals den Bach runterging (Durch wessen tatkräftige Mithilfe auch immer!), die Menschen immer mutiger wurden und auf die Straße gingen, hat sich mir ein Satz besonders eingebrannt: “Freiheit ist immer auch die Freiheit des Andersdenkenden!”. Rosa Luxemburg soll ihn gesagt haben. Wie viel ist meine/unsere Freiheit, die auf der Unfreiheit, ja, auf der Ausbeutung und Ungerechtigkeit anderer basiert, wert? Nicht viel bzw. einen Fliegendreck! Vor kurzem musste ich in einer unserer örtlichen Tageszeitungen einen Gastbeitrag von Irina Kummert lesen, ihres Zeichens Präsidentin des Ethikverbandes der Deutschen Wirtschaft(!!!). Letzten Endes redet sie in dem Artikel dem sogenannten ‘evolutionären Humanismus’ das Wort, der davon ausgeht, dass es doch besser sei, wenn ein paarMenschen (Elitäre, Starke) überleben, anstatt durch Gleichheit für alle dafür zu sorgen, dass niemand überleben kann! Ich bin immer noch maßlos empört! Ist das der “Plan”? Scheint so, bei allem, was in den letzten Jahren, Monaten, Tagen für Unruhe, Unfreiheit und Unfrieden sorgt! Wie weiter?…
    (Auch “Rubikon” lesen hilft manchmal gegen die Depression, gegen die Angst, gegen die Mutlosigkeit!)

    • von Margit Walther-Zahn

      Danke für diesen Kommentar, der so vieles aussagt! Wir leben in einer Zeit, in der das Geld regiert und die Politik gestaltet.

  • von Katja Pieck

    “Manche sind halt so links, dass sie schon wieder bei den Rechtsterroristen ankommen”, sagte mein Vater als einer der erfahrenen Demonstrationsleiter in den 60ger und 70ger Jahren. Wenn es zu sinnlosen Zerstörungen kommt, kann man nichts anderes machen, als die Demonstration aufzulösen. Es ist schade, dass aufgrund der Gewalt nur wenig über die phantasievollen Protestaktionen gezeigt wurde und der schwarze Rauch im Mittelpunkt stand. Im Übrigen sind es Erfahrungswerte, dass die Provokation von Seiten der Polizeiführung und somit auch von verantwortlichen Politikern bereits im Vorfeld in Medien vorbereitet wird. Allein Hamburg als Veranstaltungsort zu wählen, ist bereits eine Provokation. Es reichen schon kleinere Anlässe, dass der schwarze Block tätig wird. Ich denke jedoch, dass gerade aus diesem Grund Hamburg gewählt wurde. Man hofft so berechtigte Proteste klein halten zu können.

    Es ist klar, dass kriminelle Handlungen (Plünderungen und Beschädigungen, die zum Ruin führen können) aufgeklärt werden müssen. Aber was jetzt läuft, das gleicht einer Hexenjagd, bei denen auch Unschuldige auf der Strecke bleiben können. Jeder ist der Kommissar. Außerdem ist es mal wieder auffällig, dass man wieder bei den dLinksextremen ganz schnell tätig werden will. Bei den Häuser ansteckenden und mordenden Rechtsextremen hat das länger gedauert.

    Wie viel Milliarden hat dieses Treffen gekostet? Wie viele Kinder in der Welt hätten davon eine Schule mit Abschluss besuchen können? Das Argument, dass diese Farce auch über Skype hätte laufen können, ist doch sehr einleuchtend.

  • von Alex Schweyer

    Liebes campact Team,
    Besten Dank für euer klares Statement. Dem kann ich voll und ganz zustimmen. Der Kohleausstieg ist für mich das wichtigste Ziel. Der Ausbau der Windenergie verzögert sich leider immer weiter.

  • von Bernd Beißner

    Ich finde es unverantwortlich von Frau Merkel, ein derart sicherheitstechnisch brisantes Gipfeltreffen in einer Stadt zu veranstalten, wo von vornherein klar ist, daß es dort zu massiven Ausschreitungen kommt. Das ist den Sicherhetskräften und der Bevölkerung gegenüber eine absolute Zumutung, da in kleinster Weise zu rechtfertigen ist, schon gar nicht als Wahlkampfunterstützung. Ich hoffe, daß diese Dame endlich einmal die Quittung für Ihre total verkorkste Politik bekommt, oder hat die Narren Freiheit ? Ihre Entscheidungen bez. Klimawandel, Flüchtlingspolitik und jetzt Hamburg erfüllen m.E. den Tatbestand der Amtseidsverletzung, Schaden vom deutschen Volkes abzuwenden. Hat da schon mal jemand dran gedacht ?

    Bernd Beißner

  • Ja danke, eine schöne ausgewogene Haltung!
    Ich werde Euch weiter unterstützen! Ihnen, Herr Bautz und Ihrem Team, wünsche ich weiter eine gute Orientierung durch die turbulenten Fahrwasser!
    Carl Wenning

  • von Sönke Kroner

    Euer Artikel trifft den Kern des Problems.
    Noch eindeutig zu verurteilen sind ideologische Sympatisanten, die Gewalttätern Bühne, Fluchtraum und logistische Substanz liefern, dazu gehören auch friedliche Gesinnunggenossen, die mit den Gewaltbereiten mitlaufen und Unterkunft oder Verpflegung bereitstellen. Katastrophengaffer distanzieren sich ebenso nicht, auch solche Menschen sind teil der Bühne von Gewalttätern.
    Besonders enttäuschend und bezeichnend für die Denke der Roten Flora, war der Herr Rechtsanwalt dieser Einrichtung, einer der geistigen Brandstifter der linken Szene, der auch mit einer entgegengesetzten Neubewertung tags drauf keinesfalls überzeugend wirkt, allenfalls hat er seine eigene Dämlichkeit erkannt. Der Schaden, der für den Weg zu einer gerechteren Welt entstanden ist, ist wahrscheinlich auf Jahre hinaus nicht wieder gut zu machen.

  • von Martin M.

    Super Artikel, super Argumentation! Schließe mich dem voll an. Danke für euren Einsatz.

  • von bauer

    G20, G 7 oder 8 hier kommen die Obergauner der Welt zusammen und die benötigen Schutz von Wölfe die denen nicht wohl wollend gegenüber stehen. Randalieren ist Befreiung von Wut auf alles und der Anlass dazu war Hamburg und seine Verlockungen sich mit der Obrigkeit zu messen. 20.000 Polizei Kräfte gaben ja Anlass zu zeigen dass sie nicht in der Lage sind Randalierer in Massen zu stoppen.
    Natürlich hat dies auch seine Wirkung für Deutschland und seinem Ansehen in anderen Staaten. Warnsignale gab es ja und hier wird wohl nun in Zukunft neue schärfere Gesetze und Maßnahmen geben.

  • von Jim

    An die gewalttätigen Randalier und Kriminellen gerichtet würde ich nur sagen: „Danke, ihr Dummköpfe, ihr habt den Herrn Seehofer, De Maiziere und ihresgleichen einen großen Gefallen getan, in dem ihr alle anderen Demonstranten diskreditiert und den Weg für weitere Gesetze zur Beraubung der Freiheits- und Bürgerrechte frei gemacht habt, Bravo!“.
    An die Polizei und hauptverantwortlichen Politiker/innen gerichtet: „Es ist Euch gelungen, gewalttätige Auseinandersetzungen im Vorfeld und im Verlauf der zunächst friedlichen Demos durch Einsatz vom Pfefferspray, Wasserwerfern, Auflösung von Zelten usw. zu provozieren und heraufzubeschwören“. An sie hätte ich aber auch die Frage: „Wo waren die 20000 Polizist/innen als die Randaliere durch breite, offene Straßen gelaufen sind und die Geschäfte plünderten und Autos in Brand setzen? In den Videos, die gepostet wurden, habe ich keine gesehen.
    An die Medien würde ich die Frage richten: „Die Zahl der verletzten Polizist/innen wisst ihr genau zu verbreitern (wobei nach Meldungen vor Ort rund 130 davon vom eigenen Tränengas verletzt wurden), aber wie viele verletzte friedliche Demonstranten gab es – Keine??“
    Campact hat völlig Recht: Aufgrund der Gewalt von beiden dieser Seiten sind die Botschaften der Demonstrierenden völlig unter dem Tisch gefallen, genauso die miese Ergebnisse des Gipfeltreffens. Schade.

  • von cornelia gürtel

    Eure Distanzierung von jeglicher Gewalt gegen Menschen u Sachen ist richtig.

    Euer Text ist zu lang.

    Und die Ursache der Gewalt soll bei der Politik u Polizeiführung liegen? Hä? Damit nehmt ihr die Distanzierung von Gewalt fast komplett wieder zurück.

    Diese testosteronstrotzenden Polit-Hools aus ganz Europa kotzen mich an. Viele gehen doch aus Angst vor dem bescheuerten Schwarzen Block nicht zu Demos.

  • von Andreas Drinkuth

    Liebe Campact-Leute, das ist ein guter und richtiger Kommentar. lInsbesondere auch das Zitat von Heribert Prallte auf das ich bereits vor wenigen Tagen den Generalsekretär der SPD per Mail aufmerksam gemacht habe. Die Antwort steht sinngemäß in eurem Kommentar. Es wird schwierig. Doch aufgeben hilft uns nicht weiter.

  • von Mathias v. Mirbach

    Vielen dank für die klare, inhaltlich gut differenzierende Stellungnahme. Die ich so aus einer besonnenen Sicht
    teile. Gewaltlosigkeit als Forderung auf beiden Seiten und klar weiter für eine inhaltliche Auseinandersetzung
    mit den planetaren Fragen

  • von Hildegard Mandel

    Danke! Der Artikel bringt es echt auf den Punkt. Was ich über die öffentlich-rechtlichen Sender verfolgen konnte und auch noch kann, ist eine sehr einseitige Darstellung der Ereignisse. Auch finde ich es untragbar dass der krimminelle Mob immer wieder als “Linksextremisten” bezeichnet wird. Hier werden ganz klar politisch linksorientierte diffamiert und noch mehr in ihren Rechten bevormundet, kontrolliert und eingeengt, denn wer nur noch auf Zerstörung draufhinaus ist, der hat keine Meinung und keinen Bezug mehr zum Leben, er hat es verloren und kann folglich auch keinen, wie auch immer gearteten, Bezug zu politischen Ereignissen und Inhalten haben. Hier werden nun mal wieder so furchtbare Ereignisse dazu benutzt um unbequeme, kritische Menschen noch mehr in die negative, agressive Ecke zu schieben. Die vielen friedlichen Demonstranten sind doch den Herrschenden ein Dorn im Auge, also warum darüber berichten? Genauso wie ich nicht eine Silbe über die öffentlich-rechtlichen Sender mitbekommen habe zu den “1000Künstler”, die auf ihre Weise ihren Protest gezeigt haben. Es gibt hier an dieser Stelle so viele Wahrheiten /Halbwahrheiten , die negativistisch dargestellt wurden und noch immer werden. Auf die Verbreitung von Ereignissen, Hintergründen und Sichtweisen herrscht eine ganz klare Zensur.
    “Was nicht sein kann, dass nicht sein darf.” Jeder tut gut daran sich selber eine Meinung zu bilden und selbst zu denken und nicht denken zu lassen, und ganz wichtig ist,
    zwischen den Zeilen schauen.

    • von Ina Tillner

      Bravo – d’accord!!! Für mich waren die “1000Künstler” übrigens auch ein absolutes Highlight,dass aber in den Medien kaum stattfand,weil die “brennenden Bilder”anscheinend “strategisch” besser passten! Ausgewogenheit geht anders!!!

  • VIELEN DANK für diesen klaren und so notwendigen Text!! Und auch für die Weiterführung der Agenda.
    Gerhard Breidenstein

  • von Hans limmer

    Ja, wirklichliches Chaos und Gewalt wird von Staaten des G20 auf dieser Welt täglich massenhaft verursacht.
    Diese Bilder und Zusammenhänge sollte Campakt unverstellt zeigen.
    Die Herumrederei um die Hamburger Vorgänge hilft wenig. Versucht doch erst mal zu klären wem und welcher Politik sie nützen, wer die Täter und ihre Hintermänner waren und warum die Polizei ihnen stundenlang freies Feld gaben.
    Und, die erstrebenswerte Gewaltfreiheit wird nur dann
    Glaubwürdig vertreten, wenn sie für alle Menschen, überall und immer gelten soll. Bekennt sich Campact zu diesem Prinzip ? Ich weiss es nicht.

  • von Bernd Völkl

    Mit Eurer Stellungnahme kann ich einigermaßen leben. Attac ist für mich gestorben. Gewalt darf in keiner Weise verharmlost werden. Ich erwarte von allen G20-Gegnern eine klare Distanzierung von den Gewalttätern. Wer sich nicht distanziert, wird in Zukunft keinen Rückhalt mehr für seine Anliegen finden. Mit solchen brutalen Verbrechern möchte kein anständiger Mensch in einen Topf geworfen werden.

  • von Birgit

    VIELEN DANK FÜR DIESEN GELUNGENEN BEITRAG….

  • von Paul

    @ Poor Man und Detlev

    Der Staat hat das Recht auf Gewalt? Nun, um es mal provokant zu formulieren, dann haben die Randalierer ja nur getan was ihr Recht ist. Wir sind der Staat, die Bevölkerung und nicht die Politiker!!!!! Die Politiker sind nur unsere Angestellten die uns eigentlich vertreten sollten. Ohne die Bevölkerung ist ein sog. Staat nichts, nutzlos.

    Auch der Staat hat kein Recht auf Gewalt, denn sonst hätte ich es auch (siehe oben).

    • von Martina H.

      So ein Unsinn! Wir, das Volk haben uns eine Verfassung gegeben, in der es u.a. eine Polizei gibt, die das Recht hat, Verbrechen zur Not auch mit Gewalt zu bekämpfen. Als Einzelne können wir uns nicht nolens volens zu der historisch überkommenen Behauptung aufschwingen: “Der Staat bin ich”. Wir, als Volk haben stattdessen die Aufgabe sehr genau hinzusehen, was die Politik alles als Verbrechen definiert und gegebenenfalls gewaltfrei (!) gegen demokratiefeindliche Definitionen von Verbrechen vorzugehen. Mit anderen Worten: Selbstverständlich hat der Staat ein Recht auf Gewalt und Sie undich nicht! Ich für meinen Teil will auch keine Gewalt.

    • von Andreas

      Dazu das Video auf youtube
      https://www.youtube.com/watch?v=-CYA4DNc4UQ
      Sehr interessant.

  • von Ella Ziegler

    Ich wundere mich immer wieder über so viel Gewaltbereitschaft- Schade sie dient nicht der Sache. Anderseits ist die Presse auch nicht in der Lage ausgewogen zu berichten denn dass tausende friedlich Demonstranten da waren, darüber könnte man genauso berichten. Aber so wird den Gewalttätern mehr Platz eingeräumt als den friedlichen Demonstranten. Über das Negative wird immer ausführlicher berichtet als über das Positive. Es gibt keine objektive Berichterstattung? Wie kamen vermummte Gewalttäter überhaupt dahin obwohl die Sicherheitsstufe hoch war? Ist das so gewollt um noch mehr Überwachung zu legalisieren? Mir bleiben viele Fragen.
    Ob so ein Gipfel sein muss bei dem das Volk mit geheimen Absprachen verschaukelt wird, und zum Klimaabkommen keine deutlichen Zeichen setzt, stelle ich sehr in Frage.

  • von Herbert Häußer

    ich will es kurz machen und auch auf die taz verweisen:

    – wir müssen uns fragen, warum Teile der Demonstranten so wütend waren; welchen Zusammenhang es da zur Gentrifizierung in den Städten, der fortschreitenden Trennung in Arm und Reich, der zeitweisen Aussetzung der Grundrechte und u.a. der totalen Ausgrenzung von 3000 Obdachlosen in Hamburg gibt;

    – Autonome und Anarchisten haben keine Führung, der Vorwurf von Altmeier die Polizei habe Beweise zu Straftaten in der Roten Flora ist deshalb absurd, weil die Polizei die Rote Flora nicht betreten hat;

    – zur Ehrlichkeit gehört: Autonome und Anarchisten sind Teil der Linken; es muss über Gewalt mit dem Schwarzen Block diskutiert werden und last not least:

    – Alle sollten abrüsten, damit sich die Hysterie zu Zeiten der Studentenrevolte und ein völlig unnötiger Extremistenerlass nicht wiederholt.

    – auch der Hinweis von RA Vetter inwieweit die Polizei nicht Provokateure beim Schwarzen Block hat, wäre zu prüfen; immerhin wurden über Jahre verdeckte Ermittler auf die Rote Flora angesetzt, die sogar Liebesbeziehungen eingingen.
    Ich jedenfalls habe Provokateure der Polizei mehrfach erlebt: Springerblockade in HH und u.a. Hamburger Kessel und Bremer Kessel.

    • von Stefan Krissel

      Es solle wirklich ein allgemeines Interesse (Campact, Petition) geweckt werden, die Tätigkeiten von V-Leuten, Agent – Provocateur usw. aufzudecken. Es ist m.E. nicht hinnehmbar, dass Opposition und Proteste durch solche widerlichen Menschen diskreditiert werden und durch solche widerlichen Gestalten Menschen bzw. auch deren Besitz zu Schaden kommen.

  • Grundsätzlich fand ich es arrogant, für den Gipfel HH zu wãhlen! Frei nach dem Motto “wir schaffen das” weiterhin ist zunächst ein großer Teil der politischen Basis auszutauschen!
    Deutschland braucht keinen zweiten Adenauer und Kohl!! Div Politiker kleben an ihren Sesseln! Sie sollten sich zurückziehen und Jüngere machen lassen!
    Natürlich brauchen wir unterstützend die Erfahrung der Älteren, doch leiten sollten Jüngere, frischer Wind, ehrlich und offen, mit dem Willen unser Land positiv zu verãndern! Nicht um sich darzustellen sondern Deutschland!
    Ich bin übrigens 68 Ja, hab 42 davon gearbeitet u jetzt im Minijob beschäftigt! Die jungen Leute in meinem Umfeldes sind TOP

    • von Ina Tillner

      Chapeau!!!!!

  • von Leopold Delooz

    Mal überlegen:

    Warum haben die Medien die Berichterstattung auf die Gewalt fokussiert, ab da sind keine Bilder von den Friedliche Demonstranten mehr gesendet?
    Ist Hamburg so klein, waren Stadtteile mit friedlich protestierende Bürger KEINEN Bericht wert. War da keine GRÖSSERE Botschaft zu vermitteln?

    Warum Gewalt ein solches Podium zur Verfügung stellen?

    Die Art wie die Politiker ihren Kommentaren und Drohungen formulieren, wer einem Menschen auf die Art beschimpft wie zum Beispiel von den Innenminister geschehen, auch wem man ihm für einen “Schwerstverbrecher” hält, braucht nicht lange suchen wieso es nicht zu einen angemessenen Dialog kommt. Es wird nur nach Sanktionen gerufen, damit wird sich nichts ändern. Vielmehr stelle ich mir die Frage, wie schrecklich Unverstanden, Unglücklich müssen Menschen sich fühlen, um solch schreckliche Dinge zu tun.

    Die würde des Menschen ist unantastbar, dies gilt für alle Menschen, ohne Ausnahme.

    Oder stimmt das Grundgesetz in diesem Punkt nicht mehr?

  • von Max Pfefferle

    Euer Versuch die hirnlose Gewalt und die Ausschreitungen schön zu reden und die Schuld auf Andere zu laden zeigt mir, daß Ihr auch nichts gelernt habt.

    Ich distanziere mich von Euch und euerem Gedankengut und möchte nie weider etewas mit Euch zu tun haben.

    Ihr solltet es vielleicht auch mal mit redlicher Arbeit versuchen.

    • von Oliver Moldenhauer

      Sehr geehrter Herr Pfefferle, ich frage mich, welchen Artikel sie da kommentieren? Bautz und Kolb haben doch gerade sehr klar und deutlich gesagt, was sie von der Gewalt auf dem G20 halten,

      fragt sich etwas verwundert, Oliver Moldenhauer

    • von noone

      Lesen hilft.

      “Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern. Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein. […] Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus.”

    • von Peter

      dito, lesen hilft!

  • von poor man

    Dieses Gewaltschauspiel von sogenannten Demonstranten braucht nur einen Kommentar: Mit derselben oder größerer Gewalt zurück schlagen!! Jedem Demonstranten muß die Lust vergehen, an so etwas Teil zu nehmen! Hier wurde jedes Recht auf Demonstration mit Füßen getreten! Wer Gewalt gegen Menschen oder Sachen ausübt, hat jedes Demonstrationsrecht verloren! Demjenigen der Gewalt ausübt muss körperliche Gewalt angetan werden! Das geht nicht gegen die Polizei, denn sie übt die Staatliche Gewalt aus! Dazu ist sie verpflichtet! Sie schützt Menschen vor kriminellem Handeln und vor Gewalt von anderen Menschen (so genannten Demonstranten). Ich unterstütze den Staat mit seinem Gewaltmonopol! Niemand anderes hat das Recht, Gewalt aus zu üben!

    • von Ralf Greipel

      behalte deine Gewaltwünsche für dich! Ist ja widerlich! Wenn du glaubst, das staatliche Gewalt (Kriege, Drohnenmorde etc.) und Polizeigewalt voll in Ordnung sind und es daran nichts auszusetzen gibt, scheinst du noch nicht so viel davon erlebt oder abbekommen zu haben. Insofern, halt mal die Füsse still, oder bist du selbst ein staatlich bezahlter Gewalttäter? Davon gibt es eine Menge, die weder davor zurückschrecken friedliche Menschen zu verletzen, noch sie in Todesgefahr zu bringen, oder sogar zu töten. Habe das alles schon persönlich erlebt oder gesehen! und nicht jede staatliche Gewalttat ist gerechtfertigt und Verantworten für Übergriffe müssen sich Polizisten fast nie!!! In der Türkei ist die Staatsgewalt auch voll super, oder? Soviel Ignoranz und blinde Staatsgläubigkeit, macht mich fassungslos!

  • von Holger Marhöfer

    Ich werfe den Medien vor, dass sie durch ihre selektive Berichterstattung, welche den konstruktiven und friedlichen Protest nahezu ausgeblendet hat und stattdessen Angst und Ressentiments schürt, indem sie gesellschaftliches Engagement auf (nicht zu rechtfertigende) Gewalt reduziert, absichtlich die kollektive Trance der Zivilgesellschaft hilft aufrechtzuerhalten – und zwar aus schäbigen, da rein wirtschaftlichen Gründen (Auflage, Einschaltquoten).

    Oder, um es mit Kurt Tucholsky zu sagen: “Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.”

    • von Roland Elvert

      Recht hast!

    • von Rudolf

      Hallo Holger Marhöfer,
      ob es nur Einschaltquoten und Auflagen sind, oder ob nicht ein vorauseilender Gehorsam den Politikern und deren Lobbyisten gegenüber die Gründe der Medien sind, für Berichte/ Sendungen wie gesehen? Sicher gehört Gewalt- von welcher Seite auch immer-bekannt gemacht. Wenn menschen Gewalt um der Gewalt willen anwenden, dann ist denen auch unwichtig, wem sie damit bei deren Zielen “helfen” Die “Bilanz” von Christoph Bautz und Felix Kolb lässt hoffen, dass es mit Campact weiter geht, danke.

    • von Peter

      ja, sehe ich auch so. Das war genau so beabsichtigt. Und wie wir es schon in der Vergangenheit (StartbahnWest, Wackersdorf, Gorleben, Stuttgart 21, Genua etc.) kennen, spielen alle Ihre Rolle: alles ist mittlerweile so gut initiiert, dass es perfekt funktioniert. Fürchterliche Krawalle und Randale, brennende Autos, schwarzer Qualm über ganze Straßenzüge. Und warum: Im September sind Wahlen und alles passt. Der Ruf nach der harten Hand, der eisernen Hand oder einer eisernen Kanzlerin? Während der Raserei im Schanzenviertel war 3 Stunden lang keine Polizei zu sehen, die das Ganze hätte stoppen können.“ Darüber sollten wir unbedingt auch nachdenken!

  • von Gerhard Bernhold

    Liebe Compactler, nichts aber auch gar nichts rechtfertigt Gewalt und es wäre angebracht ohne “wenn und aber” sich davon zu distanzieren. Warum ist das so schwer?
    Ich vermisse von Euch eine friedfertige Sprache und keine Polarisierung. Kaum ist der Gipfel und die Gewaltorgie in HH vorbei findet Ihr wieder die angeblichen Schuldigen: Frau Merkel, die Polizei, die Grünen oder sonst irgendwen. Die Verantwortung tragen aber wir alle, weil wir nicht mehr lernen Andersdenkende zu akzeptieren, weil wir nicht mehr lernen sich mit Inhalten auseinanderzusetzen und es so schön einfach ist das plakative “schwarz-weiß Denken” zu favorisieren. Demokratie muß friedvoll sein und unsere Freiheit muss geschütz werden- vom Staat und von uns!

  • von Volker Meinhardt

    Endlich ein Artikel, der die Finger in die Wunde legt. Meine Beobachtung war, dass die Polizei so lange provoziert hat, bis endlich die Reaktion der zunächst friedlichen Demonstranten losging. Das sich dann kriminelle Chaoten, die keinesfalls links waren, einmischten ist der Unfähigkeit der Polizeiführung zu verdanken.
    Ändert endlich die Politik und man wird sehen, dass es immer weniger zu solchen Ausschreitungen kommt.

  • von Thomas Kraft

    Gewalt geht überhaupt nicht. Alles, was die Vermummten angestellt haben, geht auf ihr Konto.
    Niemand sonst ist dafür verantwortlich oder darf dafür verantwortlich gemacht werden.
    Stellt sicher, dass es nicht mehr vorkommt und stellt sicher, dass ihr die “Massen” oder “Gewaltgeneigten” nicht ohne Grund in Rage bringt.
    Nur so geht Veränderung in der Politik und Gesellschaft.
    Alles andere geht genau in die falsche Richtung – nämlich Law and Order sowie den Rufen nach dem starken Staat.

  • von Wolfgang Luckner

    Es wäre zu viel, alle Vorkommnisse und Handelnde und Nichtergebnisse zu kommentieren. Mein Fazit ist jedenfalls: Ich werde weiterhin Organisationen wie Campact, LobbyControl, Greenpeace unterstützen, auch und gerade finanziell – versteht sich.

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Veröffentlicht von Felix Kolb

Dr. Felix Kolb, Jahrgang 1973, ist Politikwissenschaftler. Er promovierte an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Nach der Beendigung seines Studiums beteiligte er sich als Pressesprecher am Aufbau von Attac. Zusammen mit Christoph Bautz gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung. Er arbeitet als Geschäftsführer bei Campact.