G20: Bittere Bilanz

Die Rauchschwaden haben sich verzogen, doch die bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Die Bilder von Gewalt und Chaos helfen jetzt vor allem den Falschen und die wichtigen Themen gehen dabei verloren.

Die krassen und bitteren Bilder vom G20-Gipfel in Hamburg schwirren uns noch immer durch den Kopf. Und schwierige Fragen. Ist es angesichts der massiven Gewalt noch richtig, Politik und Polizei dafür zu rügen, dass sie bereits im Vorfeld das Versammlungsrecht massiv eingeschränkt haben? Oder müssen Protestbewegungen nicht erst einmal viel klarer Nein zur Gewalt sagen? War es richtig, den G20-Gipfel zu begrüßen, wenn so wenig rauskam? Oder ist der G20-Beschluss zum Klima nicht doch einiges wert? Langsam ordnen sich unsere Gedanken, und wir möchten sie mit Euch teilen.

Inhaltliche Kritik verschwindet in den Hintergrund

Wie sehr gewaltsamer Protest unserem Anliegen schadet, das haben uns die letzten Tage in Hamburg noch einmal gezeigt: Die inhaltliche Kritik am G20-Gipfel verschwand völlig hinter der Debatte um gewaltsame Auseinandersetzungen. Mit Gewalt erreicht man nicht die Herzen der Menschen, sondern bringt sie gegen sich auf. Wer Autos anzündet und Polizist/innen attackiert, wer marodierend alles kurz und klein schlägt und Geschäfte plündert, der sabotiert und diskreditiert das Engagement zehntausender Menschen, die ihre Kritik friedlich an der Politik der G20 äußern. Das ist anmaßend. Das ist dumm. Das ist kriminell. Und braucht eine klare Ansage: Mit uns habt ihr nichts gemein.
Die Rauchschwaden über Hamburg helfen vor allem Angela Merkel. Links von ihr legen Vermummte alles in Schutt und Asche, rechts von ihr verbreiten Autokraten Angst und Schrecken – und sie kann sich inszenieren als diejenige, die im Sturm noch Sicherheit bietet. So gewinnt man Wahlen. Für Kritik bleibt dann kein Raum: Wie katastrophal Merkels ideologische Sparpolitik für Griechenland und Co. sich auf Europa auswirkt. Wie doppelbödig ihre Klimapolitik ist, wenn sie daheim Kohlekraftwerke munter weiter laufen lässt. Wie sie Politikverdrossenheit fördert, indem sie jede politische Auseinandersetzung einschläfert.

Was sind die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt?

Wir wissen nicht, wer sich alles schwarz vermummte, und etliche waren vielleicht schlicht kriminelle Hooligans. Das ist ein Grund mehr, endlich das Geschwurbel mancher Organisatoren des Protests zu beenden, die sich vor einer klaren Distanzierung von Gewalt drücken. Es reicht nicht, wenn sich jetzt einige von “sinnloser Zerstörung” distanzieren oder von einer “Form von Militanz, die sich an sich selbst berauscht hat”. Das impliziert ja, dass es in einer parlamentarischen Demokratie sinnvolle Militanz und Zerstörung gäbe. Auch Fehlverhalten der Polizei rechtfertigt in keinster Weise tätliche Angriffe auf Polizist/innen und Vandalismus.
Die Ursachen für das Ausmaß der Gewalt sind aber auch woanders zu suchen: bei den politisch Verantwortlichen für den Polizeieinsatz – bei Angela Merkel, bei Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) und auch bei den Grünen, die so tun, als wären sie gar nicht Teil des Senats. Viele Berichte belegen: Statt besonnen und verhältnismäßig vorzugehen, hat die Polizei schon im Vorfeld des Gipfels Auseinandersetzungen provoziert und trat immer wieder martialisch auf. Als dann die Ausschreitungen während des Gipfels eskalierten, war sie völlig überfordert. Ausgerechnet ein bekannter Hardliner, Hartmut Dudde, wurde vom rot-grünen Senat zum Einsatzleiter der Polizei ernannt. Schon mehrmals haben Gerichte Dudde Verstöße gegen geltendes Recht attestiert.

Versammlungsfreiheit ist Grundpfeiler der Demokratie

Hinzu kommt, wie massiv das Versammlungsrecht ausgehebelt wurde, ein Grundpfeiler einer lebendigen und streitbaren Demokratie. Demos pauschal auf 38 Quadratkilometer untersagen. Der Versuch, Camps für Demonstrant/innen generell zu verbietenDas ist eines Rechtsstaats unwürdig.
Wer Trump, Putin und Erdogan, wer Autokraten und Antidemokraten zu sich einlädt, der sollte ihnen sagen: Schaut her, bei uns werden Demos nicht verboten. Hier werden friedliche Demonstranten nicht verprügelt – auch wenn wir wehrhaft gegen Gewalttäter vorgehen. Für uns sind Grundrechte das höchste Gut – und wir sind stolz darauf. Wie soll nach den Tagen von Hamburg eine Bundesregierung noch Erdogan und Putin kritisieren, wenn sie auf friedliche Demonstrant/innen einschlagen lassen. Beide werden diebische Freude an den Bildern von Hamburg haben.

Grüne und SPD sind auf Tauchstation

Leider stößt das Aushöhlen des Versammlungsrechts und das in etlichen Situationen unverhältnismäßige Vorgehen der Polizei jenseits der Linkspartei auf wenig Widerspruch. Wo ist die scharfe Kritik einer Katrin Göring-Eckardt, eines Cem Özdemir oder einer Simone Peter von den Grünen, die sonst um keinen Tweet verlegen sind? Wo intervenieren Bürgerrechtler der SPD? Alle auf Tauchstation. Und Olaf Scholz kommt zum irritierend pauschalen Urteil, die Polizei habe alles richtig gemacht.

Heribert Prantl, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, schreibt: “Die Hamburger Polizei hat die Demonstranten in toto als Gegner betrachtet, die man wegschieben muss[…]; die Hamburger Polizei – gemeint ist die politische Führung und die Einsatzleitung, nicht die zwanzigtausend Einsatzkräfte – hat schon im Vorfeld allein auf paramilitärische Taktiken gesetzt. Das war, das ist so von gestern wie die Politik von Herrn Trump.” Ein so klares Statement hätte man sich auch von SPD und Grünen gewünscht.

Protestwelle: Tausende Menschen demonstrierten friedlich

Bewusst haben wir als Campact uns nicht der plakativen Botschaft “No G20” angeschlossen. Gerade in so krisenhaften Zeiten wie den jetzigen halten wir es für zentral, dass Staatschefs miteinander reden. Gleichzeitig kritisierten wir im Bündnis mit Gewerkschaften, Umwelt- und Eine-Welt-Organisationen scharf die Politik der G20, besonders beim Klimaschutz und der Handelspolitik. Mit 25.000 Menschen demonstrierten wir im Vorfeld des Gipfels und forderten eine ganz andere Politik.

Unsere Protestwelle prägte die Abendnachrichten und Schlagzeilen der großen Zeitungen. Tausende Menschen am Ufer, hunderte auf Kanus, Flößen und allem, was schwimmt, boten ein buntes und friedliches Bild des Protests. Die beeindruckende Großdemo mit 75.000 Menschen gegen G20 zum Ende des Gipfels wurde hingegen in den Medien von der Gewaltdebatte und den Bildern der Staatschefs ziemlich überdeckt.

Was kam raus beim G20, beim Klimaschutz, bei der Handelspolitik?

  • Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: Wenn Trump beim Klimaschutz die Bremse durchtritt, hätten die 18 anderen den Turbogang einlegen müssen. Gerade erst haben namhafte Klimaforscher gewarnt: Wenn die Menschheit die weltweite Erwärmung auf 1,5 bis 2 Grad begrenzen will, darf sie nur noch 600 Gigatonnen CO2 ausstoßen. Derzeit liegen wir bei jährlich 40 Gigatonnen. Sprich: Fangen wir nicht an, massiv einzusparen, haben wir bereits in 15 Jahren alles CO2 in die Atmosphäre geblasen, das die Menschheit noch ausstoßen darf. Als “Klimakanzlerin” wäre es beim G20 an Angela Merkel gewesen, mutig voranzuschreiten und den Turbogang einzulegen: indem sie endlich für Deutschland den Kohleausstieg verkündet. Doch Mut passt nicht zu Merkel.

  • Beim Welthandel einigten sich die G20 immerhin auf ein klares Bekenntnis gegen Protektionismus. Die Grenzen hochziehen – wie Trump es im Wahlkampf ankündigte – wäre fatal. Doch die G20 propagieren die falsche Alternative: noch mehr Handelsabkommen à la TTIP und CETA. Was wir brauchen sind Abkommen, die Konzernen Regeln verordnen. Verbraucher/innen-Rechte stärken. Umweltgesetze schützen. Arbeitnehmer-Standards ausbauen. Doch nichts gab’s. Die G20 bleiben in Hamburg auf stramm neoliberalem Kurs.

JEFTA ist das neue TTIP

Ein klares und trauriges Zeichen für diesen Kurs: In Brüssel wurde letzten Donnerstag symbolisch vor dem G20-Gipfel eine Grundsatzvereinbarung für JEFTA unterzeichnet, das EU-Handelsabkommen mit Japan. Es würde ein Drittel der globalen Wirtschaftsleistung umfassen. JEFTA wäre das neue TTIP: Wieder wird geheim verhandelt. Wieder gibt es eine private Paralleljustiz für Konzerne. Wieder wird das Vorsorgeprinzip, der Grundpfeiler des europäischen Verbraucherschutzes, untergraben.

G20 zeigt: Es stehen zwei große politische Auseinandersetzungen an. Das ist einmal JEFTA. Bis darüber endgültig entschieden wird, müssen wir das bislang im Geheimen verhandelte Abkommen gesamtgesellschaftlich bekannt machen. So, wie wir es schon zusammen mit unseren Partner/innen bei TTIP und CETA geschafft haben. Ein erster Erfolg: Schon 310.000 Menschen haben unseren Appell gegen das Abkommen unterzeichnet.

Die zweite dicke Entscheidung ist der Kohleausstieg. Während der Koalitionsvertrag einer neuen Bundesregierung ausgehandelt wird, findet Anfang November in Bonn der nächste Weltklimagipfel statt. Für uns eine große Chance, einer neuen Regierung den Ausstieg aus der Kohle abzuringen. Zum Auftakt des Klimagipfels planen wir zusammen mit unseren Partner/innen eine Großaktion mit vielen tausenden Menschen. Am gleichen Wochenende wollen die Aktivist/innen von EndeGelände symbolisch die Bagger im Rheinischen Kohlerevier anhalten. Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. Sie weist mit einer symbolischen Regelverletzung auf einen massiven Missstand hin, da andere legale Protestformen nichts gebracht haben.

Streite mit uns für progressive Politik!

JEFTA zu stoppen, den Kohleausstieg durchzusetzen und rund um die Bundestagswahl für progressive Politik zu streiten – das werden die Schwerpunkte unserer Arbeit in den nächsten Monaten sein. Wir setzen darauf, Dich dabei an unserer Seite zu haben.

Denn so bitter die Bilder der Gewalt in Hamburg auch waren – wir erinnern uns auch an viele andere Eindrücke. Singende und tanzende Menschen. Eine Binnenalster voller Gummiboote, Kajaks und selbst gebauten Flößen. Etliche urige Schilder und Protestbanner. Kinder, die Seifenblasen durch Hamburgs Straßen pusten und alte Freunde, die sich unverhofft auf einer gemeinsamen Demonstration treffen. Auch das sind starke Bilder – Bilder, die bleiben.

1.395 Kommentare

  • von Koch

    Der Text spricht mir aus der Seele. Beide problematischen Seiten der G20 Tage von Hamburg wurden beleuchtet – die Politik und in ihrem Fahrwasser die Aktivität der Polizei sowie die (?linksextremen?) Gewalttäter. Beide Seiten haben der Versammlungsfreiheit und friedlichen Demonstranten nur geschadet.

    Es fehlt vielleicht noch der Hinweis, dass die auch Pressefreiheit durch die kurzfristige Entziehung der Akkreditierung von Presseleuten beeinträchtigt worden ist. G20 steht nicht über der Pressefreiheit, keine politische Veranstaltung. Doch die Umstände erwecken den Eindruck, als wenn für G20 ein eigenes Recht erstellt worden ist, das alle anderen Rechte nach Bedarf aushebelt.

    Übrigens genügt es nicht, Bürgermeister Scholz den Schwarzen Peter zuzuschieben. Die Verantwortung liegt in weiten Teilen bei der Bundesregierung für die Wahl des Austragungsortes von G20. Die Hamburger Polizei hatte gewarnt, wurde aber übergangen.

  • von Claudia Dietrich

    Euer Artikel ist hervorragend! Schön, dass es überhaupt Menschen gibt, die so klar, differenziert & realitätsorientiert denken. Ich unterstütze Euren Artikel voll! Wichtig finde ich auch Tatsache, dass die Polizeiführung Mitschuld trägt. Sie hatte sehr wohl Mitverantwortung dafür, dass Wut und Zerstörung eskalieren konnten! Es zeugt nicht von ‘Deeskalations-Taktik’, eher Willkür & allgem. Verkriminalisierung v. Demonstranten, wenn im Vorfeld das Recht auf Versammlung eingeschränkt /Übernachtungsplätze verhindert werden. Geht’s noch? Kritisch Denkende vorsichtshalber als “Staatsfeinde” zu behandeln, schürt nur Wut! Dadurch kann Gewalt weniger Krimineller bzw. Streit suchender Hooligans leichter überschwappen. Die, die politisch Sorge haben, bleiben dabei auf der Strecke! Das Wegducken der SPD & GRÜNEN dabei ist beschämend feige.., das ewig taktische “Feindbilder”-Schüren und hohle Geschwurbel der CDU (christl-sozial?), widern längst an! So bestärkt man Radikale, erstrecht v. Rechts…

  • Protestbewegungen, wie sie auch Campact sich wünscht und wie ich sie unterstütze, müssen zuallererst für ihre Ziele protestieren. Dann aber müssen sie die Gewalt verurteilen, wie sie in Hamburg praktiziert worden ist. Nach dieser meiner _Äußerung stimme ich Campact völlig zu und danke Campact herzlich und brüderlich. Rainer Thiel. http://www.rainer-thiel.de

  • von Artur

    Mich würde interessieren, ob die Kriterien, nach denen Kommentare und Antworten veröffentlicht werden, irgendwo einsehbar sind. Dann muß ich nicht spekulieren, warum eine Antwort von mir auf einen Kommentar nicht erscheint…

  • von Peter-Paul Ernst

    75.000 Demonstranten haben sich würdiger gezeigt, als Trump mit einigen unerwünschten Despoten in Hamburg.

    • von Claudia Dietrich

      Ganz und gar und voll Deiner Meinung!!!

    • von Claudia Dietrich

      ..inclusive Erdogan (und sonstig egoman Gestörten..)

  • von Salzmann, Uwe

    Ich hasse Gewalt
    aber
    mich kotzt das Geheule wegen der Krawalle echt an.
    Hier eine kleine Aufzählung der Gründe:

    Die Politiker der verschiedensten Parteien, die Staatsgewalt, haben die Stimmung im Vorfeld des Gipfels durch Versammmlungsverbote und willkürliche
    Verbote gegen geplante Camps, alles getan, die Stimmung aufzuheizen. Die sogenannte “vierte Gewalt”(welch’ demaskierende Selbstbeschreibung), die
    Presse, hat schon Wochen vorher die Krawalle förmlich herbeigeschrieben, – gefilmt, – geredet. Tausende martialisch gerüstete Polizisten wurden, angeblich
    um ein paar Dutzend internationale Politiker zu schützen, aus dem ganzen Land herbeigekarrt.
    Sie alle haben am Ende das Klima geschaffen, indem sich die Chaoten erst wohlfühlten.
    Die friedlichen Proteste wurden in wenigen Sendeminuten, oder vergleichsweise marginalen Berichterstattungen erwähnt.
    Sondersendungen und -berichte wegen der Krawalle gab es dagegen tagelang und kamen fast wie Bürgerkriegsberichte daher.

  • von Peter Száva

    Jede Gesellschaft hat die “Staatslenker”, die sie “verdient” (hat).
    Menschen, die (auch in Zeiten katastrophaler Entwicklungen) schlafen, möchten nicht gern geweckt werden, denn sie werden aus ihren (Tag) Träumen, ihrer Bequemlichkeit herausgerissen und womöglich mit der für viele unbequemen Realität konfrontiert.
    Solche Art Konfrontation fällt den meisten Menschen genauso schwer,wie etwa unabhängige Meinung zu BILDEN und sie zu äußern .
    Die systematische und kontinuierliche Zerstörung der Lebensgrundlagen der Erde ist das Ergebnis einer psycho-sozialen Fehlentwicklung, die von maßloser Macht-und Geldgier der Einzelnen und Gruppen besteht.
    Mit ausgelassenen ,Transparenten tragenden Demos erreicht man dabei die geistig-moralische Gesellschafts-Politik-Wende so wenig, wie durch die nackte Gewalt auf den Straßen.
    Die wirklich Verantwortlichen für die Misere wird man (mit wenigen Ausnahmen) kaum zur Verwantwortung ziehen können, ganz so,wie in der Vergangenheit.
    Den (Eigen)Sinn ändern !

    • von Rudolf Wolf

      Genau meine Meinung ich habe schon vor dem G20 gesagt das er nichts bringen wird

  • von Zimmermann

    Ich habe an die SPD & den Bürgermeister geschrieben und den Bürgermeister zum Rücktritt aufgefordert per Mail (Text hier zu umfangreich)..
    Keine Kritik meinerseits an der Polizei – die mussten mal wieder als Staatseigentum den Kopf hinhalten. Aber wenn über 20.000 Politisten diese Demokratie nicht schützen können, dann ist so ein Format völlig fehl in einer Großstadt, Und die Kosten sind ein Wahnsinn für die üblich dürftigen Ergebnisse.
    So eine Politik-Pestige-Veranstaltung sollte auf Kreuzfahrtschiffen weit draußen auf dem Meer gemacht werden.
    Aber die politische Selbstherrlichkeit einer SPD bzw. des Bürgermeister Scholz reicht gerade zu einer dürftigen Entschuldigung.
    Wenn das keine Wahlmüdigkeit verstärkt, was muss dann noch passieren?
    Gruß D.Zimmermann, Hamburg

    • von Claudia Dietrich

      Wie oberflächlich und vereinfacht ist das denn gedacht?? Na Hauptsache du hast deinen “Schuldigen” gefunden! Ich sehe in deinem Kommentar nichtmal annähernd ein Eintauchen in Zusammenhänge überhaupt. Er kann am allerwenigsten dafür.. Schade nur, dass er pauschal die Daumen hoch gegenüber der Führungsverhaltens der Polizei machte… aber das dürfte doch wieder in deinem Sinne sein, oder? Wenn ich solche Kommentare woanders lesen würde, dann wüßte ich, welche Richtung dahinter steckt… Da sind die einen Radikalen “eifersüchtig” auf die Anderen… ??!

  • von Jörg Rowehl

    Hallo Campact,
    mir gefällt Euer Text sehr gut. Er spricht mir aus dem Herzen. Ich hab nichts hinzuzufügen.
    Danke
    Gruß
    Jörg

  • von Claudia Dietrich

    Euer Artikel ist hervotragend!! Bin froh, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die so klar, differenziert & realitätsorientiert denken. Ich kann Euren Artikel voll & ganz unterstützen! Besonders die Tatsache, dass die Polizeiführung Schuld trägt! Sie HAT die HAUPTVERANTWORTUNG, DASS soviel Wut und einiges an Zerstörung im Spiel waren!! SOWAS IST KEINE DEESKALATIONS-TAKTIK(!!), sondern DIKTATURALLÜRE & pauschale Verkriminalisierung v. Demonstranten im Vorfeld, polit. Bürgern das Recht auf Versammlung abzusprechen!! Wo sind wir denn?? Das MACHT jeden mit Verstand GRUNDSÄTZLICH wütend, wenn kritisch Denkende als “Staatsfeinde” behandelt werden! DADURCH kann Gewalt weniger Krimineller bzw. Streit suchender Hooligans auch leichter auf solche überschwappen, die ZU RECHT ungehörte politische Sorgen haben (incl.Tump/Erdgan Katastrophe)! Das FEIGE ABTAUCHEN der SPD & GRÜNEN, sowie das ewig taktische, HOHLE “FEINDBILD”-GESCHWURBEL der CDU (= noch NIE christl.-sozial!), kot… mich NUR NOCH AN!!

  • von Claudia Dietrich

    Euer Artikel ist hervotragend!! Bin froh, dass es überhaupt noch Menschen gibt, die so klar, differenziert & realitätsorientiert denken. Ich kann Euren Artikel voll & ganz unterstützen! Besonders die Tatsache, dass die Polizeiführung Schuld trägt! Sie HAT die HAUPTVERANTWORTUNG, DASS soviel Wut und einiges an Zerstörung im Spiel waren!! SOWAS IST KEINE DEESKALATIONS-TAKTIK(!!), sondern DIKTATURALLÜRE & pauschale Verkriminalisierung v. Demonstranten im Vorfeld, polit. Bürgern das Recht auf Versammlung abzusprechen!! Wo sind wir denn?? Das MACHT jeden mit Verstand GRUNDSÄTZLICH wütend, wenn kritisch Denkende als “Staatsfeinde” behandelt werden! DADURCH kann Gewalt weniger Krimineller bzw. Streit suchender Hooligans auch leichter auf solche überschwappen, die ZU RECHT ungehörte politische Sorgen haben (incl.Tump/Erdgan Katastrophe)! Das FEIGE ABTAUCHEN der SPD & GRÜNEN, sowie das ewig taktische, HOHLE “FEINDBILD”-GESCHWURBEL der CDU (= noch NIE christl.-sozial!), kotzen mich NUR NOCH AN!!

  • von Roland

    Euer Text ist wirklich sehr gut. Sehr differenziert und klar. Und geht genau auf die wesentlichen Probleme ein. Ich habe im Moment nichts hinzuzufügen. Danke. Für uns alle. Roland

    • von Betti Banane

      Ich finde den Text auch sehr gut und treffend, genau richtig differenziert, und die meisten Kommentare genauso!
      Ich frage mich nur, wie kann es sein, das über Stunden die Schanze auseinander genommen werden kann, ohne das nur auch 1 Poldizist zu sehen ist.. (bei über 20.000 im Einsatz) ??
      Das kann ja fast nur Kalkül sein..

  • von Manfred Sabel

    So verwerflich und sbsolut unskzeptabel das Vorgehen der Chaoten ist, es bleibt immer noch die Frage nach den wirklichen Ursachen. Es ist wieder mal bezeichnend, wie dieses Thema erneut von allen verantwortlichen und der Presse ignoriert wird. Auch Diese sind letztlich mitverantwortlich.!!
    Es wäre von besonderem Interesse die Stimmen der verantwortlichen zu jören, wenn sie in den betroffenen Bürgern gehören würden.
    Es wäre doch eine sinnvolle Überlegung, solche Veranstaltungen künftig auch nicht in den Hochsicherheitstrakt en von Ramstein oder Baumholder abzuhalten. Dort wären auch die selbstverliebten Politiker sicher aufgehoben (lm Schutze der amerikanischen A-Bomben). Und genügend Unterkünfte wären sicherlich auch vorhanden.

  • von Dr. Walter Haegler

    Es hätte völlig gereicht sich von jeder Form Gewalt zu distanzieren. Das ganze Gesumse von Schuldzuweisungen an Polizei und Politiker ist völlig abwegig und hat mit Demokratie und Demonstrationsfreiheit nichts zu tun. Wenn Organisatoren von ” friedlichen” Demonstrationen ausdrücklich “schwarze Vermummte” in den Demos willkommen heißen, habe ich kein Verständnis mehr. Für mich hat Campact und andere NROs keine Legitimation mehr, zu Demos aufzurufen, solange rumlamentiert wird und die Verteidigung des Gastrechts und der Sicherheit der Gäste der BRD nicht klar im Vordergrund steht. Die Polizei hat einen weitestgehend wichtigen ( Schutz der Staatsgäste) und angemessenen Job gemacht und ihr gehört meine Hochachtung.
    Für mich sind die Themen von Campact, die ich weitgehend unterstützt hatte , zwar nach wie vor relevant, aber solange keine klare Distanzierung und Verhinderung ! von Gewalt aktiv propagiert wird, nicht mehr zu unterstützen.
    mfG
    Walter Haegler

    • von Thomas Brack

      Geht mir ähnlich, nach all den Gewaltexzessen kann und will ich kein “Ja, aber…” akzeptieren. Und wenn es auch von campact nur so ein halbherziges “Ja, aber…” gibt, bin ich raus. Entsprechendes Schreiben geht Euch in den nächsten Tagen zu… Tschüss!

  • von Sebastian Kanzow

    Leider kann ich, obwohl eigentlich langjähriger Campact-Fan, dieser Stellungnahme nicht zustimmen. Ihr sagt, der gewaltttätige Protest hätte die vielen zigtausend friedlichen Demonstranten in den Hintergrund gestellt? Nein, die traurige Wahrheit ist: friedliche Demonstrationen geben einfach nicht das Bildmaterial nach dem die Presse giert. Da werden sonst nach 10 Minuten Hofberichterstattung über die Reichen und Mächtigen ein paar Sekunden lang ein paar sympathische Trottel mit lustigen Plakaten dargestellt und das war’s dann. Ich bedaure dass es dazu gekommen ist, aber pazifistischer Widerstand hat in unserer medialen Welt keine Chance. In sofern sind die brennenden Barrikaden viel effizienter. Ein Split-Screen im Fernsehen, auf dem links die Barrikaden brennen während rechts Lachs und Kaviar zu Beethoven kredenzt wird bringt nämlich die Mißstände dieser Welt viel eher auf den Punkt als der friedliche Sonntag-Nachmittag-Protestierer mit seiner Trump-Karikatur auf Pappkarton.

  • von alexandra

    die einzigen, die sich explizit von gewalt distanzieren müssen, sind diejenigen, die immer noch an raf- und guerilla-romantik kleben und in gewalt ein probates mittel im kampf gegen den kapitalismus sehen. Was dabei rauskommt, haben wir am wochenende ja hautnah erleben dürfen.
    liebe autonome, bevor ihr reflexartig auf andere zeigt – die bullen, der mob, die provokateure, die nazis, die touristen – bitte einmal innehalten. stichwort: selbstreflexion. danke.

  • von Förster

    Wer im Jahre 2017 den Kohleausstieg fordert hat sich mit den technischen Voraussetzungen der Stromerzeugung wahrscheinlich noch nie befasst:
    Ein Abschied von den Kernkraftwerken und gleichzeitigem Ende der Stromerzeugung aus Kohle ist sicherlich möglich bedeutet aber das ab und zu mal in D der Strom nicht verfügbar ist! Denn es gibt immer noch windstille Nächte und auch kommt es vor das tagsüber bei Bewölkung und Windstille kein Strom aus Solaranlagen und Windmühlen erzeugt werden kann.
    Und wo kommt dann der Strom her?
    Eventuell aus französischen Kernkraftwerken?
    Solange wie es keine großtechnischen Stromspeicher läuft die sogenannte Energiewende, ist ja eigentlich nur der Versuch einer Stromende, voll gescheitert an den Gesetzen der Physik.
    Der weitere Ausbau der Windenergie nutzt nur den Investoren und den Bodenbesitzern wo die Anlagen stehen.
    Und im Hintergrund müssen die Kohlekraftwerke Strom produzieren ob gebraucht oder nicht.

    • von W. Schweitzer

      In unserem kapitalistischen System würde es wohl nicht funktionieren, wenn Windkraftinvestoren an der Windenergie nichts verdienen könnten. Und finden Sie nicht, dass der von Windgeneratoren erzeugte Strom auch den Verbrauchern nützt???

      Natürlich kann man die Kohlekraftwerke nicht von jetzt auf gleich alle abschalten. Um so wichtiger wäre, dass man baldmöglichst mal einen realisierbaren Ausstiegsplan vorlegt. In 15 oder 20 Jahren müsste das schon zu machen sein, davon bin ich (Energietechnikingenieur) überzeugt.

  • von Fritz Puchta

    Nichts rechtfertig Gewalt!

  • von Jan Duo

    Ich hatte mich schon im Vorfeld gegen die Protestwelle entschieden, weil ich dieses Verfahren für unsolidarisch und feige hielt, denn es traf nicht etwa nur potentielle Prügelfans, sondern auch andere, friedlich, aber klar agierende Organisationen! Ich vermute, daß viele der über 76.000 Mitdemonstrantinnen das ganz genauso gesehen haben! Unsere Kraft als Bewegung kann sich nur voll entfalten, wenn wir unsere friedlichen Proteste gemeinsam gestalten. Da es in einer Demokratie, auch innerhalb von Bewegungen wie unserer, unterschiedliche Auffassungen gibt, muss es auch unterschiedliche Protestformen geben und dabei unterschiedliche Grade an Schärfe des Protests. Es kann nicht sein, daß jede/r zivile Ungehorsam (z.B. durch eine Tanzblockade) gleich als Gewalttat geahndet wird – womöglich noch aus den eigenen Reihen! Gegen Propaganda hilft nicht die vorauseilend gehorsame Selbsthinderung, sondern Solidarität und ein Beharren auf sachlicher, differenzierter Berichterstattung!

  • von Bärbel Mattik

    Was ist denn das für eine Logik: Olaf Scholz und die Führung der Polizei haben die Versammlungs- und Demonstrationsfreiheit ausgehöhlt, so daß euch ein Vergleich mit Erdogan angemessen erscheint, und dann verweist ihr auf friedliche Demonstrationen auf und an der Alster im Vorfeld und die Großdemo mit 75 000 Teilnehmern als Abschluß. In welchem Land hat das denn dann stattgefunden?

  • von Wolfgang Fischer

    Der G-20 Gipfel hat bei mir ein Gefühl der Ohnmacht und der Ratlosigkeit hinterlassen. Wenn jetzt der Bürgerprotest gegen Ausbeutung, Umweltzerstörung, Kriege und Ungerechtigkeit durch hirnlose Gewalttäter auf der einen und auf billigen Wahlerfolg schielende Politiker auf der anderen Seite neutralisiert wird – was bleibt dann noch? “Hamburg räumt auf!” als ein rührend wirkendes letztes Aufflackern von Bürgern, die sich eine andere (“saubere”) Welt zurechtputzen? Die sog. “Qualitätspresse” versagt wieder einmal und stürzt sich vor allem auf die Bilder von brennenden Autos – eine Fotostrecke und eine ausführliche Reportage vom friedlichen, kreativen und sinnstiftenden Protest interessiert ja niemanden!
    Ein Aspekt, der eine gründliche Diskussion wert wäre, ist bisher kaum zur Sprache gekommen: Die zunehmende latente Aggressivität, die sich ja nicht nur bei Demonstrationen zeigt, sondern auch bei sinnlosen Amokläufen, Attentaten des IS usw. Wie krank ist unsere Gesellschaft inzwischen?

  • von Volker

    Trotz dieser furchtbaren Bilder sollte sich keiner der Menschen die sich gegen einen Raubtier-Kapitalismus richten, die Soziale Gerechtigkeit und Bewahrung unserer Umwelt fordern, davon abbringen lassen, weiter friedlich aber Zielbewusst weiter zu kämpfen.
    Aufgeblasene zur Schau Stellung politischer Allmacht, die selbst mittelalterliche Monarchen verblassen lässt ist genau so wenig ein Mittel um diese Welt gerechter zu machen als platte dumme Gewalt.

  • von A.

    PS: Ihr müsst euch überhaupt nicht von Gewalt distanzieren. Es gibt keine Sippenhaft. Solange ihr nicht an Gewalt teilnehmt, müsst ihr euch auch nicht distanzieren. Wo kommen wir denn da hin? Das ist völlig vermurkst, dass man sich von Sachen distanzieren muss, für die man gar nicht verantwortlich ist. Campact steht und stand nicht für Gewalt. Die Konservativen müssen sich auch nie von irgendetwas distanzieren. Da wird man gleich in eine Schmuddelecke gedrückt.

    • von Jule

      Interessanterweise zeigt Campact ja mit dem Finger auf /andere/, die nicht an der Gewalt teilgenommen haben, mit der Aufforderung, sich zu distanzieren und drückt /sie/ in die Schmuddelecke. Attac zum Beispiel. Attac steht und stand auch nie für Gewalt. Statt also von vornherein festzustellen, dass der laute Ruf zur Distanzierung an Leute, die nichts mit den Ausschreitungen zu tun haben, per se schon völlig daneben ist, weil er den Protest als Ganzen mit den Ausschreitungen undifferenziert in einen Topf wirft, beeilt sich Campact, zu denen zu gehören, die Distanzierungen einfordern. Zumindest: bemerkenswert. Which side are you on boys, würde Billy Bragg da wohl fragen.

    • von Larson

      So isses! Und wenn wir dann, weil der Schwarze Mob sich in unseren Demo’s so wohl fühlt und wir blöde danebenstehen, polizeiliche Gewürzmischung ins Auge bekommen, schreien wir laut “Die Polizei ist martialisch und provoziert!”.
      Dann wundern wir uns, dass jeder diese Assies ins linke Spektrum schiebt, nur weil die in unseren Demo’s rumstehen…
      Und distanzieren müssen wir uns sowas von garnicht von denen und deren Gewalt!
      Dir würde schwarz auch gut stehen.

  • von Felix

    Danke für die Diskussion. Die riesige Demo am Sa. war letztlich frustrierend, weil kaum davon etwas berichtet wurde. Und die Polizeistrategie war feindlich, das habe ich selbst erlebt. Man ist martialisch aufmarschiert und in die Kundgebung eingedrungen.
    Ich denke wir brauchen auch eine verstärkte Diskussion über die öffentlichen und privaten Nachrichtenmedien. Sie machen immer mehr Hofberichterstattung oder eben Sensationsnebelkerzen.
    Felix

  • Ich schließe mich dem Artikel an, und denke dass es wichtig ist, sich von jeglicher Gewalt und Militanz klar abzusetzen. Gewalt und Randale nutzen nur denen, die den Rechtsstaat nur zu gerne weiter einschränken möchten – lenkt von den eigentlichen Anliegen völlig ab, und schadet so letztendlich nur. Es gibt auch keinen Grund zu einem militanten Auftreten als Schwarzer Block – wie man sieht, zieht das die völlig falsche Klientel an, ich wäre daher sehr dafür, solche Gruppen von unseren Protesten klipp und klar auszuschließen.

    Es scheint aber auch so, dass es bei den Randalen in Hamburg auch Unterwanderungen durch die rechte Szene gegeben hat – was zu der Vermutung Anlass gibt, dass der Vandalismus z.T. ganz bewusst in Szene gesetzt wurde, um dem berechtigten G20-Protest zu schaden. Siehe dazu diesen Artikel bei Heise: “Und wer war noch so im Schwarzen Block in Hamburg?” https://www.heise.de/tp/news/Und-wer-war-noch-so-im-Schwarzen-Block-in-Hamburg-3770308.html

  • von Volker

    Immer wenn ich solche Bilder sehe kommen mir Erinnerungen an die 68 die anti Schah Demonstration, die Akw Nein Bewegung ,die Friedenbewegung und andere Ereignisse aus der Geschichte in den Sinn. Die Argumente und Feindbilder gegen Ausser Parlamentarischen
    Widerstand sind Heute wie Gestern gleich. Wieder steht fest Gewalttäter, Steineschmeisser,Plünderer kommen von “Links”. Das Schreckgespenst der Stalinistischen Diktatur ist ein beliebter Ansatz Neoliberaler Politiker um Opposition eben in diese Richtung zu weisen und zu verhindern. Welche Kühnheit oder Dummheit sollte sonst hinter der Behauptung stehen das Gruppen die einen Tante Emma Laden plündern politisch Motiviert sind. Niemand würde auf die Idee kommen einem Fußball Verein seine randalierenden Hooligans vorzuwerfen im Gegenteil, besteht breite Solidarität für den Verein gegen die Chaoten. Es ist davon auszugehen das der selbe Typus Gewalttäter wie im Fußballstadium auch in Hamburg sein Unwesen trieb.

    • von Klaus

      Bin kein neoliberaler Politiker und sehr froh, einer Diktatur entkommen zu sein.
      Aber Steineschmeißer, Brandstifter und Polizistenangreifer sind für mich KEINE akzeptable Formen außerparlamentarischer Opposition. Kompetenz außerparl. Opposition messe ich an Intelligenz, Ausdauer, Dialogfähigkeit, Gewaltlosigkeit.

      Außerdem sollten wir zwischen Marxisten/Leninisten und Anarchisten/Autonomen unterscheiden.
      Beide würden sich selbst als links bezeichnen, aber Hooligans und Kriminelle kamen im Schatten des Anarchismus. Polizei ist erklärtes Feindbild der Autonomen und Zerstörung sehen sie als Weg der Selbstdarstellung. Somit wären Hooligans/Kriminelle dann die Büttel der Anarchisten und ob jeder Hooligan das Manifest kennt, wäre unerheblich.
      Der Gegensatz zwischen linken Stalinismus und Anarchismus ist ja schon alt. In Hamburg lautet der Vorwurf ja nicht “linker Stalinismus”, sondern “linker Anarchismus”. Wollen Autonome ihre Mitmenschen überzeugen, die eigene Lebensgrundlage zu gefährden?

  • von Meiko Engel

    Die Berichterstattungen,bzw. die Stellungnahmen hier sind mir zu einseitig !

    • von alexandra

      Was hättest du denn gerne anders?

    • von Meiko Engel

      Was ich gerne anders hätte ?!? In erster Linie,dass meine 4 oder 5 vorherigen Kommentare freigeschaltet werden ! Diese spiegeln meine persönliche Meinung zu diesem Thema und enthalten weder etwas illegales noch moralisch verwerfliches ! Aber hier hat man ganz offensichtlich Angst vor Meinungen,die nicht konform mit der Meinung der Seitenbetreiber sind ! Stimmts , Campact-Team ???

      j.durch-den-wald@freenet.de

  • von Meiko Engel

    Gleichzeitig ist der G20-Beschluss viel zu wenig: <<< " Wer will denn eine Erwärmungbremse bis auf ein halbes Grad genau berechnen…geschweige denn Umsetzen ! Zudem müssten "alle" Länder und alle Völker mitziehen ! Wir sparen…China z.b pfeift drauf ! Länder,welche die Ausstoßgrenze überschreiten,müssen halt Strafe zahlen. Ist damit der Umwelt geholfen ? Nein ! Das bringt lediglich Geld in die belgischen Kassen ! "

    Wir finden: eine mutige Aktion des Zivilen Ungehorsams. Denn sie ist vorher öffentlich angekündigt und gewaltfrei. <<< " Da ist wohl jemand Hellseher,ne ? Die Hamburgdemo war auch angekündigt…! Und ziviler Ungehorsam von anders(nicht links)denkenden wird als "Rechtsextrem" oder "Rechtspopulistisch" hingestellt ! "

  • von Schwatte

    Ehrlich gesagt hatte ich das Gefühl das vielleicht Absicht dahinter stecken könnte, das nicht richtig oder rechtzeitig eingegriffen wurde! Sollte hier von den eigentlichen Gipfelthemen abgelenkt werden!?

    • von alexandra

      ..auch wenn das so gewesen sein mag (werden wir wohl nie ganz klären können), rechtfertigt das nicht, was passiert ist. Es hat umso deutlicher gezeigt, was passiert, wenn gewalt sich ungestoppt austoben darf..und ist dieses ewige schuldzuweisen nicht auch ein bisschen verlogen,wenn wir ehrlich sind? Sie sollen uns in ruhe lassen und nicht in erscheinung treten, aber wenn wir sie brauchen, sollen sie bitte ganz schnell zur stelle sein und uns helfen.

  • von alexandra

    danke für diesen ausdifferenzierten artikel! hoffe, dass die hamburger autonomen und ihre ‘pressesprecher’ ihn zu gesicht bekommen und den schock von 7/7/17 nutzen, intern und ohne den üblichen opferduktus über ihr gewaltverständnis neu nachzudenken. Dass es keine legitime und sinnvolle gewalt geben kann, hat sich am wochenende so deutlich wie nie gezeigt. die ‘rote linie’ ist eine illusion. ist die gewalt erst entfacht, wirkt sie entfesselnd, ist unkontrollierbar egoman, skrupellos, gierig, brutal. Sie entblößt die fratze, die wir den g20-magnaten vorwerfen.
    verantwortlich sind die akteure, mitverantwortlich sind die agitatoren. dieser verantwortung müssen sie sich jetzt stellen. Wenn ich mich mit meiner megarakete brüste (‘grösster schwarzer block aller zeiten’), muss ich mich nicht wundern, wenn sie gezündet wird und dann sogar- ironie der geschichte- im eigenen viertel einschlägt. gewalt bringt nix- ausser hass von allen seiten und den aufschwung von rechts! halleluja…

  • von Heidi Eppelk

    Ich bin sehr erfreut, eine so klare Distanzierung von jeglicher Gewalt durch campact zu lesen, auch die Ablehnung des “Geschwurbels” drumherum.
    Aber:
    Warum hat es mehrere Tage gedauert,bis ich diese Stellungnahme erhalten habe? Campact reagiert sonst sehr viel zeitnäher auf Probleme.
    Warum wurde der Text zum Thema Gewalt nicht als separate Stellungnahme veröffentlicht? Statt dessen gerät er durch die Einbindung in die -berechtigte-Kriiitk am Vorgehen von Politik und Polizei gefählich in die Nähe des “Verschwurbelns”.

  • von Heidi Eppelk

    Ich war froh, eine so deutliche Form der Distanzierung von jeglicher Form von GEwalt durch campact zu lesen, auch von dem “Geschwurbel” darum.
    Aber:
    Warum kommt dieser Text so spät, mehrere Tage nach den Ausschreitungen ? Ich bin von campact zeitnähere Aussagen gewohnt.
    Ich hätte mir den TExt zur Ablehnung von GEwalt als separate Stellungnahme von campact gewünscht. Durch die nachfolgenden -durchaus richtigen-KOmmentare zu problematischem Verhalten auf SEiten von Politik und Polizei gerät die Ablehnung von Gewalt wieder in die GEfahrenzone des “Verschwurbelns”

  • von Ivi

    Endlich mal eine differenzierte Stellungnahme !!!! Gut, dass es Euch gibt !!!! Gut, dass Ihr Euch einmischt !!!!! Gut, dass Ihr Euch nicht entmutigen lasst !!!! Weiter so!!!!

  • von Achim Woelky

    Danke.
    lieben Gruß
    Achim Woelky

  • von Helmut Schwarzenberger

    Über diese klare Stellungnahme von Campact zu den Ereignissen von Hamburg freue ich mich.
    Ich hatte ernsthaft erwogen, nach Hamburg zu fahren und friedlich mit dafür zu demonstrieren, dass die Politik, die diese 20 wirtschaftlich stärksten Staaten machen, nicht zum Wohle der Menschen auf dieser Erde beiträgt.
    Ich sehe, dass noch einige Demonstrationen stattfinden müssen, um die führenden Politiker endlich zu einem Umdenken zu bringen.
    Ich habe noch nie eine Demonstration organisiert und angeführt. Aber es sollte doch möglich sein, dass sich friedliche Demonstranten vor Ort klar von gewalttätigen, vermummten Gestalten distanzieren. Ich vermute, dass in Hamburg das martialische Auftreten der Polizei eine solche Trennung von Kriminellen und Bürgern, die ihre Freiheitsrechte wahrnehmen, eher verhindert hat. Auch die Medien haben mit ihrer Bildberichterstattung mit dazu beigetragen, dass von Hamburg fast nur der Krawall in Erinnerung bleibt und nicht die politische Aussage.

    • von Florian Farnung

      Ich glaube nicht, dass sich diese hier schon öfter thematisierte Abrennung der gewaltbereiten durch die Polizei durchführen lässt, da es nicht nur schwarz und weiß gibt. Der Übergang ist fließend. Ich denke, diese Trennung muss von den Demonstranten selber ausgehen. Veranstaler sollten den Mut aufbringen, gewaltbereiten eine Absage zu erteilen.

  • von Gisela Willer

    Ich unterschreibe 100%ig Ihren Artikel!!!

  • von Haugg Josef

    Ich sehe nur einen Fehler der Hamburger Polizei. Die hätten alle Vermummten vom schwarzen oder irgenwelchem Block sofort rausziehen sollen,
    m.W. gibt es bei Versammlungen ein Vermummungsverbot. Warum das nicht passiert ist?
    Vermutlichist da viel Knast-Zeit verschenkt, vieleicht wären auch künftige Randale oder Attetate verhindert worden. Warum?
    Manchmal geht mir, bestimmt auch vielen Hamburgern, die Demokratie ganz schön auf den S…

    Insgesamt sehe ich Demo´s sehr kritisch.
    Ob Verdi, Bahn, Flieger, u.a., die Demonstrationen haben immer mehr Volksfestkarakter, ich warte nur noch auf Würstchenstand und Bierbude am Wegrand.
    Da frage ich mich, was soll das? Was bringt das?
    Wenn Jeder, der Demos anmeldet und mitträgt, z.B. Kaution für des Chaos das zurückbleibt, hinterlegen müsste, wäre zumindest für´s Aufräumen der
    Steuerzahler entlastet.

    Warum haben Demonstanten das Recht, meine Urlaub, meine Geschäftsreise zu sabotieren, wie steht´s mit meinem Recht auf Reisen oder Urlaub ?

    • von Franz Krug

      Alle Polizisten im Kampfeinsatz sind vermummt. Der schwarze Block hat die Randale nicht provoziert; es war die Polizei, die auf Eskalation gesetzt hat. Und genau das wird gern unter den Tisch gekehrt. Die Randale vor der Roten Flora kann man nicht einfach dem schwarzen Block zuschreiben. Das war schon übel. Aber: Provokateure gibt es überall.

  • von Peter Strobl

    Auch ich bin der Meinung, dass die 75.000-Personen-Demo UND VOR ALLEM DEREN BOTSCHAFTEN in den Medien VIEL ZU KURZ KAM!
    Wenn Ihr zum Einsenden von Bildern oder Video-Sequenzen aufrufen würdet, könnte man auf diese Weise noch einen kleinen
    Überblick über die Themenvielfalt zusammenstellen und zum Beispiel über VIMEO ins Netz stellen.
    Ich fände wichtig, dass VIELE BÜRGER erfahren, welche Politik mit veränderten Zielen friedliche Demonstranten sich erhoffen!!!

    Klasse finde ich, dass Ihr diese Türe zum Kommentieren aufgemacht habt!

    Lieben Dank für Euer Engagement!

    Peter Strobl

  • von Kurg

    Die Polizei wurde nur für die Sicherung der Politiker des G 20 Gipfels eingesetzt.
    Weitere Sicherungen wurden nicht genug bedacht. Das Vermummungsverbot wurde nicht genug
    beachtet. Es sollten alle Vermummten und Gewalttätigen grundsätzlich in Gewahrsam genommen
    und die Daten aufgenommen werden. Hoffentlich lernt unsere Polizei und vor allem die Beamten , die für diese
    Einsätze verantwortlich sind, dazu.
    Dies ist auch wichtig für die Sicherheit unserer Polizeibeamten.

    • von Peter Strobl

      DIESE MEINUNG VON DIR TEILE ICH VON A BIS !

  • von Gisela Maiß

    Vielen Dank, Christoph und Felix, für diese kluge Zusammenfassung und Analyse der Ereignisse und das klare Statement von campact. Dadurch hat sich auch in meinem Kopf einiges der Bilder und Beiträge der letzten Tage geordnet. Wie auch viele andere schon geschrieben haben, kennzeichnet ihr damit einmal mehr den Weg und die Methoden von campact, auf die Herausforderungen der Politik zu reagieren, auch wenn es mühsam ist. Danke an das ganze Team und lasst euch nicht entmutigen! Meine Unterstützung habt ihr.

  • von Wawczyniak

    Aufgrund des Textes, der Sachverhalte und Ursachen unzulässig verknüpft, möchte ich meine Fördermitgliedschaft zum frühesten Termin kündigen. In 1000 Zeichen war es mir nicht möglich, mich differenziert mit dem Text auseinander zusetzen.

    Telefonisch konnte ich Sie auch nicht erreichen. Wie ich gestern schon geschrieben habe, möchte ich auch keine Newsletter mehr erhalten. Als Altonaer habe ich die G20 Tage ganz anders erlebt.

    Grüße

    Wawczyniak

    • von daniela

      gerne würde ich Ihre erlebnisse lesen, da Sie vor ort waren.
      würde mich ehrlich interessieren.

  • von Janine Behrens

    Liebe Blog-Community,
    wir freuen uns über Eure rege Beteiligung am Thema. Aufgrund der Fülle der Kommentare schaffen wir es nicht, zeitnah auf Fragen zu antworten. Wir bitten um Euer Verständnis.

    Auf die häufigsten Fragen findet Ihr in den FAQs Antwort: https://support.campact.de/de/kb/g20

    Der Campact-Blog ist ein Ort, an dem sich Campact-Aktive austauschen. Bitte bleibt fair und sachlich in der Diskussion, auch wenn mal jemand nicht Eurer Meinung ist. Für Beleidigungen, Gewaltandrohungen, Verschwörungstheorien oder Meta-Kommunikation ist hier kein Platz. Wir behalten uns vor, in diesem Sinne Kommentare zu löschen.

    Viele Grüße
    das Campact-Team

  • von Thomas Geiger

    Vollkommen richtig: Krawalle und Gewalt schaden enorm, da derartige Ausschreitungen dann ausschließlich im medialen Fokus stehen. Die berechtigten Zweifel an solchen Treffen gehen dabei völlig unter. Die Politik muss daraus lernen, dass es einfach keinen Sinn macht solche Veranstaltungen in einer Großstadt im Zentrum abzuhalten. Wir friedlichen Kritiker der G-20-Politik müssen uns zudem öffentlich noch klarer gegen Chaoten und Randalierer abgrenzen. Und last but not least: Vertrauen wir nicht darauf, dass die Mächtigen die notwendigen Änderungen beschließen und durchsetzen. Wir sind alle täglich gefordert uns nachhaltig zu verhalten.
    Apropos: Das Pariser Klimaabkommen wird aus meiner Sicht hoffnungslos überschätzt. Verträge ohne klare und durchsetzbare Sanktionen nach Verstößen sind wirkungslos. Das wäre so wie wenn wir in Deutschland das Strafgesetzbuch abschaffen würden und allein auf den guten Willen aller Bürger bauen wollten, illusorisch !

  • von Günther Schermelleh

    So ein Affentheater wie G20 (oder ähnlich) – wer braucht das eigentlich in dieser Form?
    Die Kosten dafür sind doch völlig aus dem Ruder gelaufen!
    Warum können die Politiker sich nicht (z. B.) auf einem Flugzeugträger oder Kreuzfahrschiff treffen?
    Da hätten es Chaoten schwer, Verwüstungen anzurichten.
    Und wenn wieder nix bei den Treffen herauskäme, dann hätten die Politiker wenigstens mal wieder miteinander geredet.
    Wie sagte doch noch Max Liebermann?: Ich kann gar nicht so viel fressen, wie ich kotzen möchte. …

  • von Christina Dobslaw

    Ich bin sehr froh, dass Campact sich intelligent und gewaltfrei für politische Ziele einsetzt, die die Regierenden nicht im Blick haben – zum Wohle der Menschen, denen eine einflussreiche Lobby fehlt, um ihre Interressen vertreten zu können. Es ist extrem schade, dass die Gewalttäter unter den Demonstranten Campacts Bemühungen, friedlich und konstruktiv für bessere Lösungen zu demonstrieren, im Grunde vergeblich gemacht haben, weil die Gewalt alles andere überschattet hat. Ich kann nicht sagen, wie man verhindern kann, dass Vermummte destruktives Chaos anrichten und Menschen verletzen. Ich habe jedenfalls keinerlei Verständnis für diese Personen.
    Danke für diese inhaltlich sehr gute “Bittere Bilanz”! Wir hätten es uns anders gewünscht, aber ich denke, was passiert ist, zeigt, dass solche Großereignisse nicht der richtige Ort sind, um konstruktive Kritik anzubringen.
    Das nächste Mal also weniger explosive Anlässe nutzen, für mehr Erfolg!

  • von Carola Dengel Hamburg

    Es gab in Hamburg mehr als 30 Demos in der Gipfel-Woche, mitten in der Stadt und nicht irgendwo in der Wildnis. Wer also demostrieren wollte, konnte es ohne Ende.
    Daß ein Bereich um den Tagungsort abgesperrt war, bedeutete keine Einschränkung meines Rechtes auf die Demo-Freiheit, sondern dem Schutz der Tagungsteilnehmer vor Gewaltattacken. Daß Gewalttäter diese Gipfelwoche für ihre Straftaten nützen würden, war auch klar. Den Sicherheitsbehörden lagen entsprechende Erkenntnisse vor.
    Daß sich diese Gewalttäter unter die Demo “Welcome to Hell” und unter die Vermummten mischen würden, war auch jedem klar. Wer also meinte, gerade an dieser Demo teilnehmen zu müssen, war blöd oder fahrlässig und nahm es inkauf, die Arbeit der Polizei zu beeinträchtigen. Das Marodieren (“Gewalt gegen Sachen” =? ) in der Stadt war keine Reaktion auf das Verhalten der Polizei, sondern Taktik der Stadtguerilla. Fast 600 verletzte Polizisten, durch Moltw. Cocktails, Flaschen , Steine, Brandsätze, Stahlkugeln

  • von Hans-Werner Balling

    Der “Schwarze Block”, das ist doch CDU/CSU, oder? ;-)

  • von Michael Held

    Das ist ein sehr klarer, umsichtiger und kluger Beitrag, der auch ein paar Schwerpunkte unseres weiteren Engagements aufzeigt.
    Um so unverständlicher ist Eure Reaktion auf Bürgerbündnis 2017 – der Fahrplan für den nächsten Bundestag. (siehe Facebook oder homepage).

    Gruß
    Michael Held

  • von Jakob Friderichs

    Vielen Dank für diesen umfangreichen und guten Text !! Auch die klare Ansage zu den Ausschreitungen hat mir gefallen. Hier auch die Grünen zu nennen war richtig (und ich selber bin Grünen Wähler und ein alter Anarcho ; ).
    Bitte weiter so !!
    Gruss,
    Jakob

  • von Siegrun Kuberski

    Ich finde es sehr gut ,das es Attack und Campact e.V. gibt.Sie sprechen mir aus der Seele.Man kann nicht alle über einen Kamm scheren,wie man so schön sagt.Die Randalierer denken doch nicht nach,über Gewalt da schon.Die ganze Aufmerksamkeit geht dann zu Ihnen (Randalierer).Die Mitbürger,die nachdenken warum sie demonstrieren bleiben leider zum Teil auf der Strecke.Den Kommentaren kann man sich zum größten Teil anschließen.Weiter so

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Felix Kolb

Dr. Felix Kolb, Jahrgang 1973, ist Politikwissenschaftler. Er promovierte an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Nach der Beendigung seines Studiums beteiligte er sich als Pressesprecher am Aufbau von Attac. Zusammen mit Christoph Bautz gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung. Er arbeitet als Geschäftsführer bei Campact.