In 7 Minuten erklärt: So landet Plastik auf Deinem Teller

Winzig klein und kaum zu erkennen – Mikroplastik. Doch es steckt fast überall drin. Ob in Shampoo, Duschgel oder Creme, die kleinen Plastikpartikel belasten unsere Umwelt und gefährden unsere Gesundheit.

Trotz der bekannten Risiken: Der Einsatz von Mikroplastik ist in den letzten Jahren kaum zurückgegangen. Zahlreiche Kosmetika wie Bodylotions oder Peelings enthalten Plastik – sowohl in winzigen Partikeln, aber auch in flüssiger Form. Und das auf Kosten von Mensch und Umwelt, das macht der Beitrag des SWR deutlich. 2014 kündigten zahlreiche Kosmetikhersteller an, auf die Verwendung von Mikroplastik zu verzichten.  

dm verspricht Verbesserung

Auch die Drogeriekette dm hatte verkündet, die “Plastikteilchen” nicht weiter in ihren Körper- und Zahnpflegeprodukten der dm-Marke zu verwenden. Als Alternative werden die Kunststoffpartikel durch “natürliche und nachwachsende Rohstoffe ersetzt”, hieß es.

Ist das Plastik aus dm-Produkten verschwunden?

Doch auch wenn der Drogeriemarkt wei­test­ge­hend auf feste Kunststoffpartikel verzichtet, setzt er noch immer flüssiges Plastik ein. Als synthetische Polymere wird das Plastik als Füll- und Quellstoff sowie Glanzmittel benutzt. Das betrifft nicht nur dm-Produkte: Im Jahr 2016 soll jede dritte Sonnencreme, jedes vierte Duschgel, jede fünfte Gesichtscreme und jedes zehnte Make-up auf dem Markt entweder Mikro- oder Flüssigplastik beinhaltet haben.

Unsichtbar bedeutet nicht unschädlich

Die vergangenen Jahre zeigen: Der Einsatz von Plastik ist kaum zurückgegangen. Das hält der Umweltexperte Prof. Dr. Gerd Liebezeit für einen Skandal und eine Gefahr für uns Menschen. An flüssigen und an festen Plastikpartikeln lagern sich Schadstoffe wie Pestizide an, erklärt er im Beitrag des SWR. Wenn diese von Muscheln oder Fischen gefressen werden, landen sie schlussendlich auf unseren Tellern – und damit in unseren Körpern.

Kein Plastik in unseren Hygieneartikeln!

Plastik und Nachhaltigkeit passen nicht zusammen. Und die Drogeriekette dm wirbt gerade mit ihrem umweltbewussten Image – so verzichtet die Kette laut Selbstbeschreibung zum Beispiel beim Heizen und Kühlen der Märkte auf fossile Brennstoffe und liefert ihre Produkte ausschließlich per E-Truck aus. Doch trotz des Versprechens auf Mikroplastik zu verzichten, verwendet dm immer noch Kunststoffe in flüssiger und fester Form in ihren Balea-Produkten.

WeAct-Petitentin Isabell Braun will das ändern. Mit ihrer Petition möchte sie dm dazu bewegen, diese Produkte aus dem Sortiment zu nehmen. Unterstütze sie dabei und unterzeichne ihre Petition.

Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.
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6 Kommentare

  • von Wetterau Susanna

    Ja unwahrscheinlich eigentlich. ICh bin sehr dankbar für diese Aufklärung. .Wir sollten alle mehr auf die Bestandteile achten.., denn der Verbraucher bestimmt den Markt .

  • von Georg Hausmann

    Was bitte bedeutet hier Plastik? Die Monomere von Polymeren? Ich jedenfalls verstehe nicht, was gemeint sein könnte. Da gibt es auch noch „Handy-Strahlen“. Die sehe ich täglich zu tausenden mit dem Gerät in der Hosentasche („Sterilität“?) oder zur „Krebserzeugung“ am Gehirn. Ausserdem gehen Plastikpartikel aus den Gehäusen in den menschlichen Körper über oder Flammschutzmittel und Weichmacher. Schaut mal auf eure Kleidung. Ist da alles Natur, selbst wenn Baumwolle “ draufsteht, was ist alles mit dieser „Baumwolle“ passiert? Vor Angst sollten alle Nackig rumlaufen und ohne Handys und ohne Schuhe und ohne Geld, denn das ist ganz voller Keime.

  • Wieso muss man so viel Duschgel nehmen?
    Ich brauche nur eine kirschgrosse Menge!

  • von Thibault

    Zum waschen nimmt doch lieber Seife. Hält um einiges länger, ist besser für die Haut und ist um einiges besser für die Umwelt. Am besten dann Savon de Marseille oder Savon d’Alep.

    • von Gert Krautkrämer

      Tatsächlich: Waschen kann man sich mit der einfachsten Seife und Rasieren geht auch, wenn man wie früher zum Aufschäumen einen geeigneten Rasierpinsel benutzt, der bei guter Qualität und sorgsamer Benutzung gut 20 Jahre halten kann!

    • von Karl Rimpel

      Für Leute mit wenig Kohle oder schlichterem Naturell sei die Aufzählung noch um die gute,alte Kernseife ergänzt.

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Torge Marschalk

Veröffentlicht von Judith Joel