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5 Tipps: Wie Du Mikroplastik meiden kannst

Körperpflege mit Plastik? Klingt seltsam, ist aber Alltag. Denn in Creme, Zahnpasta und Co. verstecken sich oft kleine Kunststoffteilchen. Hier erfährst Du, wie Du Mikroplastik meiden und die Umwelt besser schützen kannst.

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Was ist Mikroplastik überhaupt?

Mit dem Begriff Mikroplastik werden Plastikteilchen bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Häufig sind die Teilchen so winzig, dass man sie mit dem bloßen Auge nicht sehen kann. Enthalten sind sie in Kosmetikprodukten oder entstehen, wenn Plastik zerfällt.

Warum ist Mikroplastik Mist?

Mikroplastik ist überall. Wissenschaftler haben es sogar in der Tiefsee gefunden. Die Tiere, die dort leben, sind kaum erforscht – Plastikpartikel haben sie trotzdem in ihren Körpern.

Das liegt auch daran, dass die Partikel so klein sind, dass Kläranlagen sie kaum herausfiltern können. Deshalb landen sie von unseren Pflegeprodukten zunächst im Abfluss und dann in Flüssen und Ozeanen. Bei Fischen, Robben und anderen Meeresbewohnern sorgt das für erhöhte Sterberaten.

Wir Menschen nehmen die Kunststoffe über unser Trinkwasser und die Nahrung auf. Welche Folgen das für unsere Körper hat, ist unklar.

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#1 Abgeschminkt

Vorsicht bei Produkten, die damit werben, kein Mikroplastik zu enthalten. Für die Hersteller zählen nur feste Plastikteilchen als Mikroplastik. Flüssiges oder gelförmiges Mikroplastik kann deshalb trotzdem enthalten sein. Ob sich in Sonnencremes, Lotionen, Peelings, Zahnpasta oder Make-up, Kunststoffpartikel verstecken, kannst Du im Laden ganz einfach mittels Smartphone-App rausfinden. Hast Du kein Handy dabei, greife einfach zu zertifizierter Naturkosmetik. Die darf kein Mikroplastik enthalten.

#2 Angezogen

Genauso wie von Autoreifen, lösen sich auch von synthetischen Stoffen Kunstoffteilchen. Bei jedem Waschgang gelangen so bis zu 730.000 Fasern ins Wasser. Deshalb trage Klamotten aus natürlichen Stoffen oder benutze einen speziellen Wäschesack, der die Partikel auffängt.

#3 Ausgepackt

Kaufe Produkte, die nicht in Plastik verpackt sind. Das geht besonders gut direkt beim Bauernhof, auf Märkten oder in verpackungsfreien oder -reduzierten Läden. Wo Du solche Läden in deiner Nähe findest, erfährst Du hier. Auch auf dem Markt und in kleinen Gemüseläden sollte man unbedingt auf die üblichen sehr dünnen Tüten verzichten. Sie lassen sich meist nicht mehrfach benutzen und zerfallen besonders schnell zu Mikroplastik. Lieber einen hübschen Stoffbeutel oder Korb mitnehmen.

#4 Abgefüllt

Sind wir unterwegs, ist es bequem Wasser und Limonaden in kleinen Plastikflaschen am Kiosk zu kaufen oder im Vorbeigehen einen Coffee-To-Go mitzunehmen. Danach landen die Flaschen und Becher im Müll oder im Grünen. Das ist total unnötig, denn längst gibt es praktische und schicke Flaschen und Becher zum Nachfüllen. Gerade die nachfüllbaren Trinkflaschen haben sogar zum trendigen Accessoire geschafft.

 #5 Abgefahren

Auch der Abrieb von Autoreifen und Fahrbahnmarkierungen landen mit dem Regen in Gewässern. Das lässt sich ganz einfach verhindern: Lass das Auto einfach mal stehen. Das ist sowieso gesünder. Wenn dein Spaziergang doch mal zu anstrengend wird, nimm einen erfrischenden Schluck aus Deiner nachfüllbaren Trinkflasche.

Wir können noch mehr tun!

Der Drogerie-Riese DM vertreibt unter der Eigenmarke Balea Produkte, die die kleinen Plastikteilchen enthalten. Unter den ca. 75 Produkte mit Mikroplastik finden sich Peelings, Gesichtsreiniger, Augenpflege, Duschgel, Shampoo, Rasierschaum und Co..

WeAct-Petentin Isabelle Braun will das ändern. Mit ihrer Petition möchte sie DM dazu bewegen, diese Produkte aus dem Sortiment zu entfernen. Unterstütze sie dabei und unterzeichne ihre Petition auf WeAct.

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Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.

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4 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Ich finde es unangemessen, in dieser Form gezielt gegen eine Marke vorzugehen, als ob speziell diese Marke besonders schlecht ist. Ich bin mit der Handyapp durch mein Badezimmer gegangen und habe nichts gefunden, wo es nicht drin ist. Teilweise sogar Marken, von denen ich es nie gedacht hätte. Ich habe jetzt angefangen, gezielt die Firmen anzuschreiben.

    • Ich finde es überhaupt nicht unangemessen erst einmal gegen DM vorzugehen. Erst abzuwarten bis man weiss bei welchen Anbietern es auch noch drin ist halte ich gewiss nicht für klug.

    • WoW ! Das nenne ich Eigeninitiative! Fände ich auch hilfreich, wenn du das alles schon rausgefunden hast (Produkte/ Firmenadressen), dass doch gleich auch als Information `unter die Leute`zu bringen.

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