Campact, das steckt dahinter

Wer finanziert eigentlich Campact? Wie haben sich Campact-Aktive 2016 politisch engagiert? Für welche Kampagnen wurde am meisten gespendet? Und: Welcher Kaffee wird im Verdener Campact-Büro getrunken? Antworten zu diesen und weiteren Fragen finden alle Interessierten im Transparenzbericht 2016.

von  Felix Kolb 2 Kommentare
Transparenz gehört für unsere Bürgerbewegung zum demokratischen Fortschritt dazu. Daher sehen wir es als Pflicht, mit gutem Beispiel voranzugehen: Knapp 1,9 Millionen Menschen haben 2016 Politik bewegt. Der Transparenzbericht zeigt, für welche Themen sich die Aktiven stark gemacht haben und wie ihr Engagement finanziert wurde.

Transparenzbericht 2016

Dabei erfüllen wir nicht nur die Leitlinien der “Initiative Transparente Gesellschaft”, denen wir uns verpflichtet haben, sondern gehen noch weiter: Mit ausführlichen Berichten über unsere Kampagnenarbeit und Einblicke in den Alltag im Verdener Campact-Büro.

Hier können alle Interessierten den Transparenzbericht online lesen – einfach auf das Bild klicken und das PDF durchblättern:

 

Das haben Campact-Aktive 2016 erreicht

Wie sieht lebendige Demokratie aus? Das hat unsere Bürgerbewegung im letzten Jahr eindrucksvoll gezeigt: 320.000 Bürger/innen gingen zeitgleich in sieben Städten gegen TTIP und CETA auf die Straßen und wehrten sich so gegen undemokratische Handelsabkommen. Gemeinsam haben wir außerdem Ausdauer gezeigt: Nach vier Jahren Kampagne wurde Fracking im Schiefergestein 2016 endgültig verboten. Und dank unseres blitzschnellen Protests gegen Neonikotinoide blieben diese bienentötenden Pestizide verboten.

Campact wächst weiter

Das Engagement und die Tatkraft der Campact-Aktiven hat uns im letzten Jahr besonders beeindruckt. Sie trotzten bei Aktionen und Demonstrationen selbst Kälte und strömenden Regen. 9.250 Aktive informierten bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Berlin über die Positionen der Parteien zu TTIP und CETA, indem sie Türhänger verteilten.

Und unsere Bürgerbewegung ist weiter gewachsen: Ende 2016 informierten sich knapp 1,9 Millionen Menschen über unseren Newsletter und dank dem Einsatz unserer Aktiven ist unsere Reichweite in den sozialen Medien so groß wie noch nie: Ein Facebook-Beitrag von Campact erreichte durchschnittlich über 640.000 Personen.

Das Fundament unserer Unabhängigkeit

Seit vielen Jahren verzichtet Campact auf öffentliche Fördermitteln und geht keine Unternehmenspartnerschaften ein. Als Bürgerbewegung setzen wir auf partizipative Schwarmfinanzierung, die uns stark macht und unsere Unabhängigkeit schützt: 83,5 Prozent aller Spenden und regelmäßigen Förderbeiträge im letzten Jahr kamen von Menschen, die im gesamten Jahr unter 250 Euro an Campact gegeben haben.

Campact Transparenzbericht 2016Unsere Erfolge haben wir in besonderer Weise unseren Förderinnen und Förderern zu verdanken. Ihre Beiträge machen den Großteil der Einnahmen im Jahr 2016 aus (54,7 Prozent) und lassen uns unabhängig und wirksam für gesellschaftlichen Wandel eintreten.

Wer Campact regelmäßig fördert, gibt unserer Bürgerbewegung Planungssicherheit, lässt uns blitzschnell Kampagnen starten und langfristig an politischen Zielen dranbleiben. Sei auch Du dabei und fördere Campact mit einem regelmäßigen Beitrag.

Hier kannst Du die Förderungserklärung als PDF ausdrucken und uns per Brief oder Fax zuschicken.

2 Kommentare

  • von Hans-Joachim Hauschild

    op man gegen CETA auf die Strasse geht oder es fält ein Sack
    Reis um das Abkommen mit Kannada ist so gut wie fertig verhandelt
    und wird im kommend Jahr in kraft treten

  • von Thomas Teichmann

    Durch eine Nachricht von attac habe ich vom Aktionstag gegen CETA am 9. September gehört. Ruft Campact dazu noch auf ? Es wird Zeit, meine ich. Viele Grüße – Thomas

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Felix Kolb

Dr. Felix Kolb, Jahrgang 1973, ist Politikwissenschaftler. Er promovierte an der FU Berlin über die politischen Auswirkungen sozialer Bewegungen. Nach der Beendigung seines Studiums beteiligte er sich als Pressesprecher am Aufbau von Attac. Zusammen mit Christoph Bautz gab er den Anstoß zur Gründung der Bewegungsstiftung. Er arbeitet als Geschäftsführer bei Campact.