Ausprobiert: Geht ein Leben ohne Plastik?

Ist ein Alltag ohne Plastik möglich? Eine siebenköpfige Familie hat es ausprobiert. Das Resultat siehst Du in dieser Dokumentation.

von  Anne Beny % Kommentar

Der Verzicht im Alltag ist kaum möglich

Der Gesundheit zuliebe will die Familie vier Wochen auf Plastik verzichten und so die Auswirkungen von Weichmachern und anderen Schadstoffen mindern. Doch schon beim ersten Einkauf wird es problematisch. An der Käsetheke darf der Käse nicht ohne Folie verkauft werden. Klopapier gibt es nur in Kunststoffverpackung und fast alle Gewürze stecken in Plastikdosen.

50 Umzugskartons voller Plastik sortiert Familie Wagner zu Beginn des Experiments aus. Etliche Lebensmittel verschwinden aus dem Kühlschrank, Spielzeug und Unterhaltungselektronik werden eingemottet und sogar Zahnbürsten und Deo müssen weichen.

Ein Leben ohne Plastik: Die Wagners ziehen es durch

Die Familie zieht das Experiment durch: Der Sohn spielt mit Holz, statt Filmabend gibt es jetzt eben einen Spieleabend und die Sahne wird mit Muskelkraft geschlagen.

Vor allem Mutter Ina macht klar, wie schwierig und aufreibend die Zeit ohne Plastik ist:

Es gibt fast nichts, das ohne Plastik ist. Es ist einfach anstrengend. Man kann nicht mal so eben schnell zwischen Arbeit, Kindern, Küche einkaufen gehen.

Das Fazit der Familie zum Ende des Projekts: Auch zukünftig wollen die Wagners weniger Kunststoff im Haus. Ein Leben ganz ohne Kunststoff ist als normaler Verbraucher aber einfach nicht möglich.

Die EU muss handeln

Deshalb muss auch die Politik handeln. Die EU-Kommission will mit ihrer Plastik-Strategie eingreifen und die Plastikflut eindämmen. Aber die Kunststoff-Konzerne drohen den Plan völlig zu verwässern. Durch Protest können wir das noch verhindern.

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Ein Kommentar

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Btr: Ein Leben ohne Plastik
    wen man beim einkaufen auf eingeschweiste Lebensmittel und Plastiktüten
    verzichten würde spart man den Plastikmül ein viele Kaufhäser geben schon
    keine Plastiktüten mehr aber im Baugewerbe, in der Autoindustrie, im Modellbau,
    und im privaten Haushalt,Spielzeug, wird Kunststof verwendet daran wird die
    EU und Politik nichts ändern ob eine Demo und Unterschrieftensamlungen
    etwas bringen wage ich zu bezweifeln

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Veröffentlicht von Anne Beny