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Teurer Deal: Stuttgart zeigt, was Griechenland mit der Wasserprivatisierung droht

Steigende Preise, marode Leitungen und Jobabbau: Stuttgart hat die Lektion aus der Wasserprivatisierung gelernt – Griechenland könnte das noch bevorstehen.

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Wasserprivatisierung: der Hit aus den Neunzigern

Ende der Neunziger war die Privatisierung kommunaler Anlagen in Deutschland populär. Dieser Trend machte nicht halt vor der Wasserversorgung. Kläranlagen, Wasseraufbereitungsanlagen, Kanalisationen und Co. wurden verscherbelt, um die Kassen von Städten, Gemeinden und Kommunen zu füllen.

Auch in Stuttgart wurde die Wasserversorgung schrittweise in die Verantwortung privater Unternehmen übergeben.

Das Problem dabei: Privatwirtschaftliche Unternehmen müssen Gewinne erwirtschaften. Die Folgen hatte man in anderen Städten bereits erfahren.
In Berlin wurde Personal eingespart und weniger Wartungs- und Erneuerungsarbeiten durchgeführt. Der Wasserpreis stieg trotzdem. In London führte die Wasserprivatisierung zu so vielen Rohrbrüchen, dass die Hälfte des Wassers einfach versickerte.

Jetzt hiergegen Wasserprivatisierung unterzeichnen

Stuttgarts teures Geschäft

Torge Marschalk Wasser als Luxusgut? Wie Griechenland gezwungen wird, seine Wasserwerke zu privatisieren

Wasser ist Menschenrecht – keine gewöhnliche Handelsware. Doch in Griechenland sollen die zwei größten Wasserwerke privatisiert werden – damit drohen die Preise für Wasser zu steigen.

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Ähnlich erging es auch den Stuttgartern: Personal wurde eingespart und die Wasserkosten stiegen. Die Erhöhung des Wasserpreises fiel so saftig aus, dass sogar das Kartellamt einschritt.

Als die Wasserversorgung wieder in die öffentliche Hand überführt werden sollte, stritten EnBW und Stadt vor Gericht, denn mit bis zu 700 Millionen Euro forderte das Unternehmen das Vier- bis Fünffache des einstigen Verkaufspreises. Ein teures Geschäft.

Nichts auch Deutschlands Fehlern gelernt

Obwohl man in Deutschland die Privatisierung der Wasserversorgung teuer bezahlt hat, soll auf Druck von Deutschland und der Europäischen Union auch die Wasserversorgung in Griechenland in die Hand privater Konzerne überführt werden.

Deshalb hat Imcke Meyer eine Petition auf WeAct gestartet, mit der sie die EU-Kommission und die Deutsche Bundesregierung dazu auffordert, in Griechenland nicht weiter die Privatisierung des Wassers zu verlangen. Unterstütze sie dabei:

Unterzeichne hier die WeAct-Petition an Bundesfinanzminister Schäulbe und EU-Kommissionpräsident Juncker

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Diese Petition wurde auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact, gestartet. Es ist also keine Kampagne von Campact. Da Campact aber die Ziele der Petition unterstützt, möchten wir Dich auf die Kampagne hinweisen.WeAct Logo

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3 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Erst nehmen sie uns das Wasser…….und später die Luft zum atmen..,..und das schizophrene daran ist……wir werden ihnen dankbar sein, für all ihre milden Gaben :(m

  2. In Indien z.B. wurden die Wasservorraete an multinationale Konzerne verhökert. Mit fatalen Folgen für die Bevölkerung. Diese ärmsten der Armen müssen nun das Trinkwasser aus Plastikbehaeltern teuer kaufen, was sie nicht können. Die Kinder und Tiere werden vergiftet. Der Grundwasserspiegel fällt. Das Land wird zur Wüste. So war es doch auch mit der Privatisierung der Bahn und der Post. Eine Vernachlässigung der Sicherheut, Ver-
    spaetungen, Service usw. All das kennen wir.
    Originaere Aufgaben, sollte der Staat grundsätzlich wahrnehmen und behalten. z.B.
    Gesundheitswesen, Exekutive wie Polizei und Justiz, oeffentl. Verwaltung, Finanzwesen. Niemand anders als der Staat sollte sich um Wälder, Grund und Boden, Luftreinhaltung und sauberes Trinkwasser kümmern duerfen.
    Bestehende Missstände müssen zurückgeführt werden auch durch Verstaatlichungen. Eigentum verpflichtet, sollte wieder den rechten Stellenwert be-
    kommen, der ihm zusteht. Abgeordnete, steht zu eurem geleisteten Eid!

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