Wenn heilige Kühe Plastik fressen: Auf der Spur des Kunststoffs um die Welt

Erfunden wurde es vor über 100 Jahren. Seitdem ist Plastik in die entlegensten Regionen vorgedrungen. Filmemacher Ian Connacher folgt dem Kunststoff auf einer beeindruckenden Reise.

Ich bin einer Plastikspur gefolgt. Sie führte mich hinaus auf die See und danach in einer zweijährigen Odyssee rund um die Welt.

Heilige Kühe fressen Plastikmüll

Dabei wird eines klar: Plastik ist überall. Es schwimmt in den Meeren. Für Vögel, Fische und andere Meeresbewohner sehen die Plastikteilchen richtiger Nahrung zum Verwechseln ähnlich. Deshalb fressen die Tiere Plastik und verhungern mit vollem Magen. Auch entlegene Strände in Hawaii sind voller Plastikmüll. Selbst die heiligen Kühe in Indien fressen Plastiktüten und verenden dann qualvoll.

Gefährlich – auch für Menschen

Natürlich machen die Folgen des Plastikkonsums auch vor Menschen nicht Halt. So zeigte eine Studie der amerikanischen Gesundheitsbehörden, dass jeder getestete Amerikaner Bisphenol A im Blut hatte. Besonders hoch war die Konzentration bei Kindern.

Der Stoff ist zum Beispiel in Kassenbons, Konservendosen oder Plastikgeschirr enthalten. Das Problem: Bisphenol A kann selbst in kleinen Mengen Auswirkungen auf unseren Hormonhaushalt haben.

Viele Menschen kämpfen gegen die Plastik-Flut

Aber der Filmemacher trifft auf seinem Plastik-Trip Menschen, die sich dem Problem annehmen. Unternehmerinnen in Kenia und Indien machen aus Tüten hübsche Taschen und Körbe. Die Bewohner der kleinen Stadt Himachin im Himalaja haben immerhin Plastiktüten einer bestimmten Stärke aus ihrer Stadt verbannt und viele Wissenschaftler/Innen und Unternehmer/Innen arbeiten an umweltverträglichem Plastik.

Die EU muss handeln

Auch die Europäische Union will mit ihrer Plastik-Strategie gegen die Berge von Plastikmüll vorgehen. Doch die Kunststoffkonzerne wollen den Plan aufweichen. Mit unserem Protest können wir das verhindern. Hilf mit und unterzeichne unseren Appell an die EU-Kommission.

0 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

1000 Zeichen verbleiben

Veröffentlicht von Anne Beny