EIL: Bolsonaro legt Feuer

Der Amazonas-Regenwald brennt. Die Feuer vernichten einen der wichtigsten CO2-Speicher der Erde. Mit dem Mercosur-Handelsabkommen will der brasilianische Präsident Bolsonaro noch mehr Wald zerstören. Fordere jetzt die Bundesregierung auf, das Abkommen zu stoppen – unterzeichne gleich hier unseren Eil-Appell!

Der Himmel über São Paulo verdunkelt sich. Dicke Rauchschwaden machen den Tag zur Nacht. Hunderte Quadratkilometer Tropenwald brennen im Amazonasbecken. Die Flammen haben es leicht, seit Monaten herrscht Dürre. Doch das Feuer ist keine Naturkatastrophe. Agrarbarone haben die Brände gelegt – für mehr Weidefläche.

Mercosur stoppen – Amazonas schützen

Brasiliens ultrarechter Präsident Jair Bolsonaro lässt sie gewähren: Rindfleisch soll zum Exportschlager in Europa werden. Für größere Rinderherden und mehr Soja-Anbau vernichtet er die grüne Lunge der Erde. Eine Katastrophe für das Weltklima. Die EU hat gerade ein Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Südamerikas ausgehandelt, das die Brandrodung des Urwaldes noch beschleunigt. Es holt billiges Rindfleisch nach Europa.

Das Abkommen ist fertig verhandelt – die EU-Mitgliedsstaaten müssen nur noch zustimmen. Doch es gibt ersten Widerstand. Irland verweigert die Unterzeichnung des Deals, solange Bolsonaro nichts gegen die schwersten Waldbrände seit Jahren unternimmt. Frankreich will nur zustimmen, wenn sich Brasilien zum Klimaschutz bekennt.

Wenn Deutschland auch Nein sagt, hat der Deal in seiner jetzigen Form keine Chance. Fordere Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) auf, das Handelsabkommen zu stoppen – unterzeichne gleich jetzt den Eil-Appell!

Die Urwälder Amazoniens speichern mehr Kohlenstoff als jeder andere Wald der Welt. Doch der brasilianische Präsident sieht im Regenwald vor allem Profit. Er lässt ihn zerstören: mit Kettensägen, Planierraupen – und Feuer. Seit Bolsonaros Amtsantritt hat sich die Geschwindigkeit der Rodungen verdoppelt.

Regenwaldzerstörung für mehr Rindfleisch, Zucker und Gen-Soja

Das Mercosur-Abkommen bringt das Weltklima in ärgste Gefahr. Europa würde noch mehr Autos exportieren – und im Gegenzug seinen Markt für Rindfleisch, Zucker und Gen-Soja aus Südamerika weiter öffnen. Die Folgen sind dramatisch: Aus üppigen Tropenwäldern wird eine triste Agrarwüste. Ein über Millionen Jahre gewachsener Wald verschwindet – für immer. Die indigene Bevölkerung verliert ihren Lebensraum.

Bolsonaro stoppen – das liegt jetzt bei Deutschland. Verweigert das einflussreichste EU-Land seine Unterschrift, muss der ultrarechte Präsident umdenken. Appelliere jetzt an die zuständigen Bundesminister*innen: Sie müssen den Deal ablehnen, um den Amazonas-Regenwald zu bewahren. Unterzeichne bitte unseren Eil-Appell!

PS: Wir sind fassungslos: Brasiliens Präsident beschuldigt Umweltschützer*innen, die Brände im Regenwald selbst gelegt zu haben. Unterzeichne jetzt den Eil-Appell und stoppe das Mercosur-Abkommen!  

11 Kommentare

  • von leeloo

    Einfach nur furchtbar, was in diesem Kopf vom Präsident vorgeht. Er merkt warscheinlich gar nicht, was er da mit der Gesundheit der Menschen und Tiere macht. Während hier Menschen auf die Straße gehen und demonstrieren für mehr Klimaschutz, denkt dieser Mensch nur an Geld und Profit.Er denkt auch nicht über seinen eigenen Lebensraum nach und wie er ihn massiv zerstört, deshalb finde ich sollten wir alle mehr für die Umwelt tun und uns nicht von der Politik niedermachen lassen. Denkt alle an Be free und gebt eure Unterschrift, gegen das Mercosur- Handelsabkommen!!

  • 23.9. 2019 20,32 von Bernd Bruns

    Die Natur ist auf Erden unser aller höchstes Gut
    Was der Mensch immer mehr
    Zerstören tut,
    Das fällt ihm sicherlich nicht schwer.

    Und etwas, das liegt mir hier förmlich auf der Zunge
    Das ist der Wald,
    Das ist doch unsre „Grüne Lunge“,

    Wenn wir diesen weiter jetzt zerstören,
    Werden wir in naher Zukunft bald
    Keinen Vogel mehr in seiner Bäume Höhen
    Zwitschern, sehen
    und auch hören.

    Und da wird sich so mancher dann auch empören
    Und sich verwundert fragen
    Was ist da plötzlich auf unsrer einstmals so grünen Erde nur geschehen ?

  • von Elke Ludwig

    Nein, das wird vorerst nicht ernsthaft beachtet in den Ländern, nur wenn eventuell vor Ort die Menschen aufgeklärt werden! Hilfe der allgemeinen Not“ der Bevölkerung, mit Überzeugungskraft der einzelnen Regierungen, anbieten. In den 70ger Jahren wurden von großen Firmen Aufklärungshelfer und Sozialarbeiter in mehrere Länder geschickt. Das war eine gute Idee, doch die Regierungen behielten das Geld gerne und die „Aufklärer“ konnten kaum die Bevölkerung erreichen. Alles wurde nur „ein Tropfen auf dem heißen Stein“… Die Regierungen sagten damals zu allem JA aber die Gelder wurden für „dümmliche Zwecke“ innerhalb der einzelnen Regierungen ausgegeben. Ausgebildete Helfer und Sozialarbeiter kamen damals sehr entmutigt zurück! Wie will man dort Menschen aufklären? Sie leben in den Tag hinein und nur mit einem Gedanken: Ihre Familien ernähren zu können. Schulen für Kinder der Bevölkerung gibt es kaum und deren Regierungen „kleideten sich von den Spendengeldern in Samt und Seide“!

  • Einfach nur traurig! Die Welt geht den Bach runter. Aufrüstung, Climate Change und Populisten and der Macht…

  • Einfach der Wahnsinn wie sehr einzelne Personen den Weltfrieden und die „Weltgesundheit“ gefährden können sehe echt schwarz für die Zukunft wenn sich nicht bald grundlegend was ändert !

  • Bolivien hat gerade mit Pomp die ersten Container mit Fleisch nach China exportiert. Über 200.000 ha Wald wurde für die landwirtschaftliche Produktion, vor allem von Soja, zur Brandrodung freigegeben. „Der Spiegel“ titulierte zu Recht: Evo Morales, Boliviens linker Bolsonaro. Nicht nur Großgrundbesitzer brennen, gerade auch die vielen Kleinbauern sind diejenigen die überall auf der Welt Brandrodung praktizieren. Seit 25 Jahren bearbeiten wir das Thema, ohne Brennen wächst alles besser und es bedeutet letztendlich weniger Arbeit für die Pflege der Kulturen. Alternativen gibt es also. Bezüglich der industriellen Landwirtschaft in den Tropen und deren katastrophalen ökologischen Auswirkungen (die landw. Praxis in USA, Kanada und Europa ist auch nicht besser) müsste man dort ansetzen wo es für alle weh tut. Keine Soja mehr für billiges Fleisch verfüttern und Palmöl nur aus ökologisch nachhaltigem Anbau. Auch das gibt es, siehe link.

    https://www.youtube.com/watch?v= =moRmOu634rk

  • von Manina Bowinkelmann

    So lange Bolsonaro an der Macht ist kann man nichts ändern….es macht nur Sinn Druck aufzubauen und dann den Menschen zu helfen etwas Neues aufzubauen. Es gibt so viele großartige Projekte auf der Welt die zeigen dass e funktioniert. Siehe den Film Tomorrow. Seekem in Ägypten ist ein wunderbares Projekt. Es gibt noch viele mehr. Ja und wir müssen bei uns selbst beginnen auf vielen Ebenen. Umweltschutz ist eine vielfältige Aufgabe. Bewusstsein schaffen ist die erste Aufgabe und Aufklärung…..Schulbildung spielt dabei eine besondere Rolle. Aber die Geschichte eines Landes muss auch berücksichtigt werden. Man kann den Menschen in Brasilien keinen Vorwurf machen….wir müssen neue kreative Wege finden und Vorort arbeiten. Es braucht Visionen und Bilder wie die Zukunft sein kann. Das brauchen die Menschen und keine Verbote…..sondern Alternativen. Wie kann es anders werden? Wir müssen aus der Zukunft heraus leben und denken….alte Verhaltensmuster ablegen. Das ist ein langer Weg….

  • Es brennt nicht nur der Regenwald in Südamerika, unsere grüne Lunge. Langsam habe ich das Gefühl, dass auch die Sicherungen bei so manch einem Politiker durchbrennt. Alte und senile Herren, die keine Zukunft mehr haben, setzten die Zukunft der nachfolgenden Generationen auf das Spiel. Natürlich hat jede Wirkung eine Ursache. Das scheint ja das globale Problem zu sein, dass jeder meint, es sei im Recht. Der Westen reglementiert und sanktioniert die sogenannte Dritte Welt und verunglimpfte Schwellenländer, unterdrückt und beutet brutal aus. Auf der anderen Seite werden Handelsabkommen vorbreitet und abgeschlossen, die vielleicht Europa sauberer machen aber den Rest der Welt ins ökologische Chaos stürzen. Warum brennt wohl der Regenwald, was sind die Ursache???

  • von Fritz Lakeport

    Was die Europäer anderen Völkern jahrhundertelang vorgemacht haben, holen die jetzt nach. Leider ist das so und wir sind kein Vorbild für andere Nationen und nach denen mit „Steinen“ zu werfen ist völlig unangebracht. Wir sollten selbst intensiv Aufforstung betreiben und die extensive Landwirtschaft auf ein Mindestmaß reduzieren. Aufforstung ist besser als EU-Stillegungsprämien für nicht genutzte Agarflächen zahlen, denn Aufforstung ist mit der beste Klimaschutz. Durch Bäume werden riesige Mengen an CO 2 gespeichert.

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Das in Brasielien der Urwald brend ligt auch an uns weil wir
    immer billiges Fleisch haben wollen, des halb haben die
    Bauern in Brasielien um mehr Platz für ihre Tiere, und
    denn Anbau für das Futter zu haben Feuer gelegt das
    jetzt auser kontrolle geraten ist wenn man jetzt das
    Handelsabkommen auf Eis legt ist auch keinen geholfen
    es ist zwar richtig dem Presidenten zu sagen das er der
    Umwelt mit seinen Verhalten schadet da zu müssen wir
    erst mal unser Verhalten Ändern.

  • Was soll man dazu nur sagen, oder besser gesagt, schreiben. Es ist eine Sauerei sondergleichen. Jetzt haben alle NGoS die einmalige Chance gemeinsan gegen das Mercusor-Abkommen vorzugehen, jetzt sollten alle mobilisiert werden alle NGoS Europas. Bin gespannt ob da was rüberkommt.

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Veröffentlicht von Lina Gross