Glyphosat-Aus für 2023, noch wirkungslos

Glyphosat soll zum Ende 2023 von unseren Äckern verschwinden. So hat es das Bundeskabinett schon vor einer Weile beschlossen. Passiert ist bisher nichts. Das "Aus" für Glyphosat muss jetzt Gesetz werden.

Ein verbindliches End-Datum für das Ackergift Glyphosat hat es bisher nicht gegeben. Insofern ist es ein Erfolg, dass sich das Bundeskabinett auf ein Ende des Glyphosat-Einsatzes zum 31.12.2023 verständigt hat. Die Einigung war Teil eines größeren Agrar-Pakets, das Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) und Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) verhandelt haben. 

Der Ausstieg ist noch nicht Gesetz

Dieses Paket wurde zwar im Bundeskabinett beschlossen, muss aber noch durchs Parlament. Dort hat die Unionsfraktion bereits Widerstand angekündigt. Was wie ein Erfolg klingt, ist also vorerst nur ein Etappensieg. Denn noch ist der Glyphosat-Ausstieg nicht Gesetz.

Wir müssen dran bleiben

Ob der Glyphosat-Austieg Gesetz wird und ob der Einsatz von Glyphosat wie im Agrarpaket versprochen auch schon vor 2023 drastisch verringert wird – das hängt davon ab, wie stark der gesellschaftliche Widerstand gegen das Total-Herbizid ist. Deshalb bleiben wir mit unserem Appell dran und machen uns weiter stark für ein möglichst schnelles Ende des Ackergiftes.

28 Kommentare

  • Ich verstehe durchaus dass Glyphosat so einige Vorteile für die Landwirtschaft und der Bahn mit sich führt. Dennoch ist es einfach Fakt dass dieses Zeug unser Grundwasser verseucht und nebenbei unsere heimischen Insekten ausrottet. Wir leben bald im Jahr 2020 und wir sind sicherlich in der Lage eine geeignete Alternative für die Bekämpfung von Unkraut zu finden! Wenn Deutschland das Verbot von Glyphosat nicht verhindert hätte, wäre diese Lösung bestimmt bereits schon lange vor heute in Kraft getreten.

  • liebe Bayern, wir müssen weg vom Glyphosat und anderen Pestiziden, weil das nicht nur unsere Bienen, sondern auch unseren Bauern und generell alle Deutschen mit einer Verkürzung ihrer Lebenszeit bezahlen müssen! Da das Gift auch im Grundwasser landet und somit so ziemlich jeden vergiftet sollte es schon lange verboten worden sein! Schade dass Julia Kloeckner dafür gesorgt hat dass besagtes Gift auch noch in Zukunft verwendet werden soll!

  • Monsanto finanzierte heimlich Glyphosat-Studien. Der lange Arm der Agrarindustrie-Lobby sitzt nicht nur in den Parlamenten, sondern auch in den Universitäten. Das sind Lobbyisten, die Umweltauflagen und Tierschutzbestimmungen ganz im Sinne der Agrarindustrie beeinflussen! Die Universität Gießen muss sich endlich klar zu einem Professor verhalten, der jahrelang unter ihrem Wappen von der Industrie unterstützte Studien publizierte und alles daran setzte, diese Verbindungen zu verschleiern. Da muss sich etwas ändern, aber was weiß ich schon…

  • Ich finde das ist ein absoluter Witz. 2023!? Und bis dahin verseuchen wir weiterhin unser Grundwasser und töten sämtliche Insektenarten? Wenn Deutschland einfach ein bisschen weniger Bürokratie hätte und Dinge „ein wenig“ schneller über die Bühne gehen würden könnten wir vielleicht wieder mit anderen Ländern mithalten. Aber so sehe ich einfach nur schwarz!

  • Der größte Industrielle Glyphosat Verbraucher ist und war die deutsche Bahn. Damals hat Deutschland als einziges Land gegen ein Glyphosatverbot gestimmt. Wenn da mal keine Gelder von der DB an den Staat geflossen sind weiß ich auch nicht! Sollte man mal hinterfragen!

  • von Martin 17

    Wenn ich mir hier die Kommentare so durchlese, dann bekomme ich das Gefühl, dass hier nur Leute schreiben die nicht wissen was Glyphosat ist.
    Hier schreibt sogar einer, dass durch Glyphosat das Grundwasser mit Nitrat verseucht wird. Also bitte informiert euch erstmal, bevor ihr Kommentare schreibt. Sonst muss ich glauben, dass hier nur Deppen unterwegs sind.

  • Die DB möchte ab Ende 2022 auf Glyphosat verzichten. Das wurde auch Zeit! Und alle anderen beschweren sich dennoch. Die DB teilt mit: Sie benutze jetzt heißwasser und UV für die Unkraut vernichtung. Und auf Twitter regen sich die Leute wegen den Tieren im Gleisbett auf, verstehen aber nicht dass Glyphosat die gleichen Folgen hat. Außerderm verseucht Glyphosat unser Grundwasser und das macht Heißwasser nun mal nicht! Ich finde es einen wichtigen und großen Schritt der DB zum Klimaschutz! Und Unkraut muss nun mal auch vernichtet werden! Großes Lob an die DB!

  • Ganz Ehrlich: Dieses Gift sollte es schon längst verboten sein! Dass es überhaupt verlängert wurde grenzt doch schon an Körperverletzung!

  • Heute vor 2 Jahren hat Christian Schmidt (#CSU) die Glyphosat-Verlängerung „allein“ auf den Weg gebracht. Gegen jede Absprache. Folgen für ihn: keine. Außer: inzwischen sitzt er im Aufsichtsrat der DeutscheBahn. Die ist übrigens Deutschlands größter Glyphosatverbraucher. Bei solchen Entscheidungen sollte ein Mehrheitsverfahren agewandt werden und kein Veto.

  • Unser Grundwasser geht zur Grunde und wofür das ganze? Kann mir jemand sagen wofür dieses Glyphosat überhaupt gut ist?

  • Meiner Meinung nach sollte es schon lange verboten sein. Es kann doch nicht sein, dass es nun wieder verlängert wird, obwohl die Sache eindeutig klar ist. Ich hoffe da ändert sich noch ganz schnell etwas.

  • @Dabiel Warum Glyphosat weg muss? Weil es unser gesamtes Grundwasser mit nitrad verseucht und Insekten tötet die dafür sorgen dass wir leben können! Da gibt es haufenweise Studien drüber!

  • Es ist einfach lächerlich und unfassbar, wie lange wichtige Änderungen aufgeschoben werden!

  • …sollte schon längst verboten sein. Da fehlt Konsequenz.

  • von Dabiel

    Warum muss Glyphosat weg? Bis jetzt gibt es nur eine einzige unabhängige Studie die beweist das Glyphosat gefährlich ist(die einzige unabhängige Studie die es gibt) *info kommt aus diesen Video https://youtu.be/2K0TAphTfaI von mailap
    Oder ist da was falsches dran?

  • Fakt ist doch dass die Bauern für mehr Mitspracherechte in der Agrarpolitik demonstrieren

    Fakt ist auch: Wegen dreckigstem Lobbyeinfluss des mächtigen Bauernverbands ist unser Grundwasser nitratverseucht, Glyphosat vergiftet unsere Insekten, Biodiversität geht kaputt und Tierwohl wurde zu einer Farce

  • Bayer braucht Glyphosat, sonst geht der Laden aufgrund der Massenklagen in den USD pleite. Allein deswegen wird unsere Politik wieder einlenken… ist doch klar!

  • Ich als Landwirt muss sagen ich benutze schon seit langem kein Glypohsat mehr und es geht genauso! Jeder der etwas anderes sagt hat einfach nur keine Ahnung wie es richtig geht! Früher ging es ja auch! Wie Kai schon sagt wir machen uns über den Brexit lustig uns selber machen wir genau das gleiche immer weiter aufschieben!

  • 2023!?!?!? Das ist lächerlich! Wit töten damit alles ab was uns Menschen am Leben hält! Solche Verbote müssen sofort in Kraft treten! Da Muss Deutschland einfach mal durchgreifen und klar zeigen dass wir bei sowas als gutes Beispiel voran gehen können! Wir entwickeln uns langsam wirklich zu einem Armenland.

  • von Pascal Keimel

    Hey ho

  • Ja sehe das wie Kai Rieman, irgendein Weg wird sich immer finden lassen um das Gift weiter zu verbreiten.

  • Unglaublich, dass man hier nicht die Augen aufmacht und merkt was dies auch nachhaltig für einen Schaden anrichtet.

  • Einfach nicht konsequent genug der Umgang mit Glyphosat und auch anderen hochgradig gefährlich dingen. It´s all about the Money -.-

  • Dass es überhaupt verlängert wurde, war wirklich eine Frechheit!

  • Solle Entscheidungen dauern wie immer viel zu lange! Kann man nicht einfach mal auf den Punkt kommen und etwas rasch beschließen?

  • Meiner Meinung nach sollte es schon längst verboten sein, dass es überhaupt verlängert wurde war eine frechheit !

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Ihr fordert das man mit dem Glypohsat aufhören soll,
    und das möglichts schnell ich frage mich machmal op
    sich von Campact mal jemant mit Landwirten ein Gespräch
    über diese Prolmatik geführt hat es geht auch schon um mehr
    als nur um das Insekten sterben in der vergangen Woche haben
    Landwirte gegen die neue Düngeverortnug die von der Regierung
    beschlossen wurde demonstriert zu dieser Verortnug ist es gekommen
    weil die EU Deutschlan mit einer Vertragschtrafe gedroht hat wenn
    nicht das Grundwasser von denn zu hohen Nietrat und Nietrit belasstungen
    befreit werden.

  • Ist am Ende wie beim Brexit eine verlängerung nach der anderen :)

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Lynn Gogolin-Grünberg