Essen gerettet und verurteilt: Caro und Franzi wehren sich

Angefangen haben sie zu zweit. Mittlerweile stehen mehr als 150.000 hinter ihnen. Das Ziel von Caro und Franzi: Wer Lebensmittel aus Müllcontainern rettet, darf nicht bestraft werden. Nun ziehen die beiden Studentinnen vor das Bundesverfassungsgericht – unterstützt von WeAct, der Petitionsplattform von Campact. Starte auch Du Deine Kampagne auf WeAct!

von  Olga Perov 4 Kommentare

Verurteilt für ein paar gerettete Tomaten

„Wir können nicht länger zuschauen, wie unsere Lebensgrundlage zerstört wird. Wir wollen etwas verändern!“ So wie Caro und Franzi geht es vielen Menschen. Die beiden Studentinnen aus Bayern engagieren sich gegen Lebensmittelverschwendung.

Im Oktober 2018 starteten sie eine Petition auf WeAct, der Petitionsplattform von Campact. Jetzt ziehen sie sogar vor das Bundesverfassungsgericht. Ihr Ziel: Wer weggeworfene Lebensmittel rettet, darf nicht mehr bestraft werden.

„Wir sind durch ganz Deutschland gereist, um den Justizminister*innen der Länder die Forderung von tausenden Menschen zu überbringen. Essen retten darf nicht länger illegal sein“, sagen Caro und Franzi. Monatelang bereiteten sie mit ihren Anwält*innen die Verfassungsbeschwerde vor, um die Politik zum Handeln zu zwingen. Und das alles neben Studium und Arbeit.

Ohne unsere vielen Unterstützer*innen auf WeAct wäre das nicht möglich gewesen.

Richtig Auftrieb hat der Protest der beiden Studentinnen durch die Petitionsplattform WeAct bekommen. Hier haben Caro und Franzi mehr als 150.000 Unterschriften gesammelt. Und nicht nur das.

WeAct hilft auch dabei, das Thema in den Medien und sozialen Netzwerken groß zu machen, die Unterschriften an Politiker*innen zu übergeben und die Kosten für die Verfassungsbeschwerde zu stemmen. Für Caro und Franzi ist klar: „Ohne unsere vielen Unterstützer*innen auf WeAct wäre das nicht möglich gewesen.“

Für ein paar gerettete Tomaten wurden Caro und Franzi verurteilt – wegen Diebstahls. Gleichzeitig ist es völlig legal, dass jedes Jahr Millionen Tonnen an gutem Essen im Müll landen. Den Studentinnen geht es deshalb längst um mehr als ihren eigenen Fall: Sie streiten für einen politischen Wandel.

Mit WeAct Politik bewegen

Mit ihrem Einsatz sind sie nicht allein. Immer mehr Menschen haben das Gefühl: Die Große Koalition steht für politischen Stillstand. Ob Klimaschutz, Verkehrswende oder Artenschutz – die Anstöße für Veränderungen kommen sehr oft von unten.

Wie Caro und Franzi werden jedes Jahr Tausende Menschen auf WeAct aktiv. Sie schließen sich zusammen und bewegen so Politik im Großen und Kleinen:

Politische Veränderung lebt von Menschen, die den ersten Schritt machen. Starte auch Du Deine Kampagne auf WeAct!

4 Kommentare

  • von Tim

    Ich habe noch nie eine abgeschlossene Mülltonne gesehen…

  • von Thomas

    Finde ich eine gute Aktion

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Das Lebensmittel wek geworfen werden ligt an uns
    Verberaucher,wir kaufen zu viel ein und wenn das
    Haltbarkeitsdatum ab gelaufen ist werden die
    Lebensmittel vernichtet,so lange sich kein Schimmel
    gebilldet hat, kann man da von noch essen in den
    Geschäften werden auch sehr viele Lebensmittel
    vernichtet weil wir Kunden nur die schön und frische
    Ware haben wollen ich möchte nicht wissen wie viel
    in den Gasthäusern und Hotels an Lebensmittel
    vernichtet werden.

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Liebe Caro,Liebe Franzi
    Das Ihr euch gegen die verschwendung von Lebensmittel
    einsetzt ist lobens wert,das so viel Lebensmittel wek geworfen
    werden , ligt an uns Verbraucher selbst wir kaufen zu viel ein
    und klauben wenn das Haltbarkeitsdatum überschritten ist
    mus man die Ware vernichten,in denn Geschäften wirt nur
    die gut aussehende Ware gekauft weil der Kunde nur frische
    Lebensmittel will wirt aussortirt und weg geworfen.

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Olga Perov

Olga Perov studierte European Studies und Internationale Studien/Friedens- und Konfliktforschung. Erste Erfahrungen in der NGO-Pressearbeit sammelte sie bei Reporter ohne Grenzen. Von 2017 bis 2019 war sie Pressevolontärin bei Campact. Seit Oktober 2019 arbeitet sie als Campaignerin bei WeAct.