Siemens zündelt in Australien

Inmitten der Feuer-Katastrophe will der deutsche Siemens-Konzern in Australien an der größten Kohle-Mine der Welt bauen - ein Verbrechen an Klima und Umwelt. Doch in Kürze treffen sich die Aktionär*innen von Siemens. Ihnen wollen wir zeigen: Dem Konzern droht ein teures PR-Debakel, sollte er den Auftrag durchziehen. Jetzt zählt jede Unterschrift. Bitte unterzeichne den Eil-Appell!

Australien brennt. Es wüten die schlimmsten Buschbrände in der Geschichte des Kontinents. Die Klimaerhitzung – sie wirkt schon jetzt fatal. Und ausgerechnet im australischen Carmichael (Queensland) soll die größte Kohle-Mine der Welt entstehen. Doch ob dieses Umwelt-Verbrechen geschieht, entscheidet ein deutsches Unternehmen: Siemens.

Mega-Kohle-Mine in Australien: Es hängt an Siemens

Alles hängt nämlich an einem kleinen, aber entscheidenden Detail: der Signaltechnik für die Transport-Bahnen. Sie sollen die Kohle von der Mega-Mine zum Hafen transportieren. Von dort will sie der Adani-Konzern verschiffen, um sie in Indien zu verbrennen.

Das Brisante ist: Alle Unternehmen, die diese Signaltechnik weltweit anbieten, haben abgewunken. Bis auf Siemens. Konzern-Chef Joe Kaeser verkündete: Wir machen das.

Unsere Chance: Die Siemens-Hauptversammlung

Doch wir haben eine letzte Chance, den üblen Deal zu verhindern: die Hauptversammlung von Siemens am 5. Februar in München. Zusammen mit Fridays For Future wollen wir dort einen großen Protest starten. Schon jetzt sind viele Aktionär*innen alarmiert. Sie befürchten, dass das neue, angeblich so ökologische Image des Konzerns total ramponiert wird.

Wenn Tausende vor Ort sind und sich mindestens 150.000 Bürger*innen hinter unseren Eil-Appell stellen, könnten wir die Sache noch drehen. Bitte unterzeichne jetzt – und leite den Appell auch an Freund*innen weiter.

Die Hauptversammlung in München ist eine große Chance. Aber selbst, wenn wir die Mega-Mine dort nicht stoppen können, ist unser Protest ein wichtiges Signal. Es geht an alle Großkonzerne: Investitionen in die Zerstörung des Klimas bedeuten PR-Desaster und Image-Schaden!

Anderen Unternehmen war das Projekt zu heiß

Etliche Unternehmen haben das bei der Adani-Mine schon verstanden: Sie zogen sich zurück. Auch die Deutsche Bank beendete vor drei Jahren ihre Beteiligung – nach einer gemeinsamen Kampagne von Campact-Unterstützer*innen mit unserer Schwester-Organisation GetUp in Australien und dem WWF. Damit scheiterte die Finanzierung der Adani-Mine durch große Banken. Das Projekt ist nur noch am Leben, weil die reaktionäre australische Regierung mit einem Milliarden-Kredit einsprang.

Und auch bei der Signaltechnik für die Kohle-Bahnen lief es ähnlich: Wegen der Proteste wollen Alstom und Hitachi Rail nicht liefern. Jetzt ist nur noch Siemens übrig.

Mit dem deutschen Konzern hängt die ganze Mega-Mine am seidenen Faden. Hilf jetzt mit, Siemens noch umzustimmen – mit Deiner Unterschrift.

Auch das Great Barrier Reef ist bedroht

Übrigens: Die größte Kohle-Mine der Welt bedroht auch das Great Barrier Reef. Das Naturparadies ist bereits jetzt schwer angeschlagen. Der Kohlehafen der Mine liegt direkt am Riff – und der Schiffsverkehr könnte weiteren riesigen Schaden anrichten. Lass uns diesen Irrsinn jetzt gemeinsam stoppen.

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Veröffentlicht von Luise Neumann-Cosel

Luise Neumann-Cosel organisierte gewaltfreien Widerstand gegen Atommüll-Transporte, war Referentin für Energiepolitik und Campaignerin bei der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt. Bevor sie im Mai 2017 zu Campact kam, hat die studierte Geoökologin die Genossenschaft BürgerEnergie Berlin gegründet, um das Stromnetz zu kaufen.

Veröffentlicht von Christoph Bautz

Christoph Bautz ist Diplom-Biologe und Politikwissenschaftler. Er gründete 2002 gemeinsam mit Felix Kolb die Bewegungsstiftung, die Kampagnen und Projekte sozialer Bewegungen fördert. 2004 initiierte er mit Günter Metzges und Felix Kolb Campact. Seitdem ist er Geschäftsführender Vorstand. Zudem ist er Mitglied des Aufsichtsrats von WeMove, der europaweiten Schwesterorganisation von Campact, sowie der Bürgerbewegung Finanzwende.