Hackathon fürs Klima

Aktivist*innen, Technikfans und Kreative stecken die Köpfe zusammen. Nach 48 Stunden steht das Ergebnis: Projektideen mit der Kraft, die Bundestagswahl zum Wendepunkt fürs Klima zu machen. Wir wollen diese Menschen zu einem Ideen-Sprint zusammenbringen, dem Hackathon „neustart:klima“.

Unser Ziel für 2021: eine neue Regierung, die die Klimakrise als die größte Krise unserer Zeit begreift – und handelt. Dafür muss die Bundestagswahl zur Klimawahl werden; der Klimaschutz im Wahlkampf die öffentliche Debatte bestimmen. Die nächsten Wochen und Monate sind entscheidend. In dieser Phase wollen wir etwas Neues wagen: einen Hackathon mit klugen Köpfen aus ganz Deutschland. Ein virtuelles 48-Stunden-Event für den Klimaschutz. Statt den politischen Entwicklungen hinterherzulaufen, wollen wir als vereinte Klimabewegung selbst die Themen setzen – und die Politik vor uns hertreiben.

Ideen, die fesseln

Was es braucht, sind Ideen, die fesseln: eine politische Aktion, die es auf alle Titelseiten schafft. Eine Kampagne, die die Spitzenkandidat*innen aufscheucht. Ein virales Video, das die öffentliche Debatte beherrscht. Schon im März wollen wir alle online zusammenbringen: kreative Köpfe, Technikaffine und Aktivist*innen aus ganz Deutschland.

Hackathon: Neustart fürs Klima

Wir erwarten junge Menschen, die frisch im Thema sind, ebenso wie erfahrene Expert*innen. Alles ist bestimmt von der Frage „Wie machen wir die Bundestagswahl zum Neustart fürs Klima?“. Teilnehmende stecken sich gegenseitig mit ihren Ideen an und finden Menschen, die das nötige Wissen und Know-how beitragen. Sie entwickeln konkrete Projektideen – bereit zur Umsetzung.

Der Plan für den Hackathon steht – doch dieses Format ist neu für uns und es gibt noch Lücken in der Finanzierung. Damit viele Menschen davon erfahren und mitmachen, wollen wir Werbung in den sozialen Medien schalten. Für einen reibungslosen Ablauf brauchen wir die richtige Software. Und die aussichtsreichsten Projekte sollen eine Startfinanzierung bekommen.

Hackathon unterstützen

App, Kampagne oder Video: Es soll direkt losgehen. Dieses Wochenende wird die CDU ihren Parteivorsitzenden bestimmen. Der Wahlkampf wird rasant an Fahrt gewinnen. Wir müssen also jetzt loslegen!

Viraler Hit entlarvt Anti-Klima-Politik

Die „Zerstörung der CDU“ – mit diesem Video landete der Youtuber Rezo im Mai 2019 einen viralen Hit. In seinem einstündigen Video entlarvte er die Anti-Klima-Politik der Union und brachte sie kurz vor der Europawahl in Erklärungsnot. Das Video erreichte Millionen. Zusammen mit großen Demos und prominenten Aufrufen wurde die Europawahl zur Klimawahl. Mit spürbaren Folgen: Vor kurzem erst hat Brüssel das europäische Klimaziel hochgeschraubt.

Die Bundestagswahl ist eine riesige Chance fürs Klima: Eine neue Regierung kann das Ruder herumreißen und uns endlich auf 1,5-Grad-Kurs bringen. Doch dazu müssen wir wiederholen, was Rezo mit seinem Video gelang: Wir brauchen ungewöhnliche Ideen, neue Formate und nie dagewesene Aktionen, die dem Klima die nötige Aufmerksamkeit bringen – den ganzen Wahlkampf über bis in die Koalitionsverhandlungen.

Die Hackathon-Jury

Diese Ideen sollen vom 19. bis 21. März beim Klima-Hackathon entstehen. Eine Jury kürt die Projekte, die das meiste Potenzial haben. Für sie soll es eine Startfinanzierung geben – und Campact begleitet die Umsetzung. Fest zugesagt für die Hackathon-Jury haben: Klimaaktivistin Luisa Neubauer, Sozialwissenschaftlerin und Klimaaktivistin Imeh Ituen, Frida Frucht vom Peng-Kollektiv, Campact-Vorstand Christoph Bautz und Markus Beckedahl, Mitgründer der Digitalkonferenz Re:Publica.

Bewerbung, Software, Moderator*innen und die anschließende Betreuung der Gewinner-Projekte kosten Geld. Wir haben wenig Zeit und müssen direkt mit der konkreten Planung loslegen. Der Bundestagswahlkampf beginnt. Mit Deiner Unterstützung können wir dieses völlig neue Konzept rechtzeitig starten – und mit der Bundestagswahl die Wende fürs Klima einleiten. Schon mit 5 Euro bringst Du die Klimawahl weit nach vorne!

 

Du willst keine Infos über den Hackathon verpassen? Dann abonniere jetzt den Campact-Newsletter oder folge Campact auf Instagram oder Facebook.

10 Kommentare

  • von Ann-Christin Naumann

    Hallo liebes Compact Team!
    Kann man auch daran teilnehmen?

    • von Antonia Becher

      Gerne! Ab Ende Januar ist die Anmeldung zum Hackathon möglich, Sie werden rechtzeitig über den Campact-Newsletter informiert. P.S. Campact nicht Compact – kleiner, aber wichtiger Unterschied;)

  • von Dirk Renschen

    Die Klimakrise (Erderwärmung) beruht überwiegend auf den anthropogenen Eintrag von CO2 in die Atmosphäre durch Verbrennung fossiler Energieträger. D.h. wir haben unsere Atmosphäre zum „Endlager“ des Verbrennungsabfall CO2 degradiert. Wo wir nun das Problem des Eintrags von Stoffen mit kritischen Folgen besser verstehen, sollten wir nicht versuchen, dieses globale Abfallproblem mit einem anderen zu „lösen“ (Kernenergie). Da uns Dank der Sonne Energie im Überschuss auf der Erde zur Verfügung steht und die Solarstromerzeugungskosten mittlerweile niedriger sind als die der Kernenergie, sollte es uns mindestens in der EU gelingen, die Vorgaben von Paris einzuhalten.
    Die Erfahrung zeigt, dass die Politiker dazu motiviert werden müssen. Deshalb finde ich diese Initiative „neustart:klima“ von Compact super und werde sie mit voller Kraft unterstützen!

    • von Antonia Becher

      Vielen Dank für den Zuspruch! P.S. Campact – mit Compact wollen wir nichts zu tun haben;)

  • von Manuel Gross

    Wenn man das 2°C oder gar das 1,5°C einhalten will, ist Kernkraft unabdingbar – dafür gibt es hinreichende Evidenz.
    Die Menschen müssen endlich anfangen, in solchen Fragen auf die Wissenschaft zu hören und zwar unvoreingenommen –
    also nicht nur auf die Fakten, die der eigenen Meinung und Überzeugung entsprechen. Wissenschaft funktioniert so nicht.
    Mittlerweile gibt es neue Generationen/ Konzepte von Kernreaktoren, die so resilient sind, dass Störfälle so gut wie unmöglich sind
    und bei denen radioaktive Abfallprodukte durch Weiterverarbeitung unschädlich gemacht werden.

    Das Thema Atomkraft ist emotional stark aufgeladen – ein klassisches Tabuthema. Wenn man den Klimawandel aufhalten will,
    dann geht es aber nicht ohne. Der Youtube-Kanal „Kurzgesagt“ hat dazu ein sehr gutes Aufklärungsvideo gemacht.

    • von Antonia Becher

      Atomenergie ist eine – durch Wissenschaft und leider auch Praxis belegte – Risikotechnologie. Und kein/e diskutierenswerte/r Ersatz/Ergänzung für die Energiewende.

  • von Martin Züchner

    Zum Thema Versicherung für AKWs: die ist leider nicht bezahlbar…siehe https://www.versicherungsforen.net/portal/de/leistungen/forschung_und_entwicklung_1/studienundumfragen/kkwstudie2011/kkwstudie2011_1.xhtml

    Es würde bei mehreren Milliarden Euro den Betrieb unwirtschaftlich machen, was aktuell ja nicht gilt, da es keine echten Müllgebühren gibt. Ein Irrsinn!

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Man kann bei uns kein Atomkraftwerk mehr bauen
    nur wir haben ein problem,mit der Entlager suche
    weil keiner so ein Lager haben will, nun zu Euch
    ich klaube nicht das sich die Politik groß ändert
    vor der Wahl wird viel versprochen und nichts
    gehalten,wie soll denn eine Regierung aus sehen
    die sich um denn Kliemaschutz kümmert ? Ihr
    denk das alls hop hop im Schweinsgalop gehen soll
    ich möcht nur wissen mit welcher Partei Ihr alle
    Forderungen umsetzen wollt.

    • von Antonia Becher

      Die Klimakrise ist seit den 80er bekannt – leider muss es jetzt „hop hop im Schweinsgalopp“ gehen, sonst erreichen wir unwiderrufliche Kipppunkte im Klimasystem. Das zu verhindern ist Aufgabe der Politiker*innen – in Deutschland und weltweit. Klimaschutz hat bei den Parteien einen unterschiedlich hohen Stellenwert. Das Klimathema im Wahlkampf groß zu machen und Parteien anzutreiben, ist Ziel von „neustart:klima“.

  • von Hans Sobotka

    Es gibt leider immer noch Befürworter der Atomenergie die heute argumentieren: Gerade wegen notwendiger Maßnahmen zum Klimaschutz wäre die Kernenergie derzeit unverzichtbar. Wie bekannt hat die Regierung Merkel zuerst den Atomausstieg von Rot-Grün zurückgenommen, um dann nach Fukushima eine neuen Atomausstieg im Schweinsgalopp (um Wählerstimmen zu erhalten) beschlossen, der typischerweise den AKW Betreibern die Möglichkeit einer Schadensersatzklage bot, den diese auch nutzten und gewannen.
    Man kann und muss aber immer nch fordern, dass die AKW Betreiber einen voll umfassenden Versicherungschutz für eine GAU in Europa nachweisen und bezahlen. Eine Lösung in Deutschland hilft uns wenig, wenn der GAU in Frankreich, Belgien, Tschechien oder sonstwo in der Nachbarschaft stattfindet. Selbst Weißrussland ist nicht weit genug entfernt, um negative Folgen von uns fernzuhalten.
    Also verlangt endlich diese Versicherung, jeder Autohalter kann sich der Haftpflichtversicherung nicht entziehen.

Kommentare sind geschlossen.

Veröffentlicht von Antonia Becher

Antonia Becher weiß als Umweltpsychologin um die Macht der Sprache und hat sie im Bezug auf die Klimakrise wissenschaftlich untersucht. In einer Berliner Werbeagentur lernte sie von der Pike auf wie schlagkräftige Kampagnen funktionieren. Dieses Wissen setzt sie in der Pressearbeit für Ende Gelände und seit Mai 2019 für Campact ein.