Menschenkette am Tagebau Garzweiler: Laschet geht hoch

Nach der Flutkatastrophe spuckt Armin Laschet (CDU) große Töne beim Klimaschutz – und lässt gleichzeitig in Nordrhein-Westfalen weiter Braunkohle abbaggern. Wenige Wochen vor der Wahl wollen wir zeigen, wie Laschets Klimapolitik wirklich aussieht. Mit einer vier Kilometer langen Menschenkette am Tagebau Garzweiler bringen wir sein Klimaversagen in die Schlagzeilen. Bitte komme auch Du zum Kohle-Protest am 7. August!

Nie zuvor ist uns die Klimakrise so nah gekommen. Die Flutkatastrophe hat sie in die Dörfer, Häuser und Leben Tausender Menschen gebracht – mit schrecklichen Folgen. Doch NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) bekämpft die Klimakrise nicht: „Weil jetzt so ein Tag ist, ändert man nicht die Politik“, sagt er. Und beharrt darauf, noch jahrelang klimaschädliche Kohle zu verfeuern. Auf der großen Wahlkampfbühne dagegen verspricht Laschet Erneuerung und Klimaschutz. Und könnte damit durchkommen: In Umfragen liegt die Union vorne.
Vier weitere Jahre, in denen die CDU/CSU den Klimaschutz blockiert und unsere Zukunft aufs Spiel setzt? Das wollen wir verhindern. Dafür ziehen wir an den Tagebau Garzweiler im Rheinland und lassen Laschets falsche Versprechen auffliegen. Wähler*innen in ganz Deutschland sollen wissen: Während Laschet Klimaschutz beteuert, lässt er hier immer noch Braunkohle abbaggern – und heizt damit die Klimakrise weiter an.

Klimaschutz nur auf dem Papier

Der Plan: Mit Tausenden Menschen bilden wir eine kilometerlange Menschenkette entlang des Tagebaus – corona-sicher, mit gelben Bändern in den Händen, die uns trotz Abstand verbinden. Über uns schwebt ein fünf Meter großer Laschet-Ballon, auf seiner Brust prangt: „Klimaschutz bei CDU/CSU? Nichts als heiße Luft!“. Um die Menschenkette zu schließen, braucht es ganz viele Menschen wie Dich! Nur zusammen schaffen wir es, die Aktion auf die Titelseiten im ganzen Land zu bringen.

Reihe Dich ein und mache den Kohle-Protest zum Erfolg. Bitte komme am Samstag, 7. August um 12 Uhr zur Menschenkette am Tagebau Garzweiler.

Die deutsche 1,5-Grad-Grenze verläuft direkt durch den Tagebau Garzweiler – das hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) ausgerechnet. Die Studie zeigt: Wenn wir die Pariser Klimaziele einhalten und noch brutalere Flutkatastrophen in Zukunft verhindern wollen, muss die Kohle im Rheinischen Revier für immer in der Erde bleiben.
Ein klarer wissenschaftlicher Rat – an den sich Armin Laschet und seine Düsseldorfer Landesregierung nicht halten wollen. Erst im März hat die Kohle-Koalition aus CDU und FDP entschieden: Es wird weiter gebaggert. Und zwar noch bis 2038. Laschet setzt damit 17 weitere Jahre auf den Klimakiller Nummer eins. Sehenden Auges riskiert er weitere Überflutungen, Dürren und Hitzewellen und manövriert uns mit voller Kraft tiefer in die Klimakrise.

Menschenkette gegen Klima-Blockierer

All das hindert Laschet nicht daran, sein Bundesland im Angesicht der Flut als Klima-Vorreiter darzustellen. Eine dreiste Lüge, zeigen Analysen. Sich Klimaschützer nennen, aber noch jahrelang Kohle verbrennen lassen – damit lassen wir Armin Laschet nicht durchkommen. Kurz vor der Bundestagswahl setzen wir mit unserer Aktion im Tagebau Garzweiler ein klares Signal: Wer den Klimaschutz blockiert, darf nicht Kanzler werden! Bitte stelle Dich am 7. August an unsere Seite und komme auch Du zur Demo!

PS: Der Mann, mit dem Armin Laschet während der Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Erftstadt feixte, war übrigens RWE-Lobbyist. Mal wieder demonstriert Laschet: Der Kohle-Konzern ist ihm offensichtlich näher als die Menschen im Land. Lasst uns am 7. August gemeinsam gegen seine Kohle-Politik demonstrieren!

4 Kommentare

  • von Klaus Vits

    Hallo,
    leider ärgerliche Organisationsmängel. Es kann nicht sein, dass diejenigen, die früh dort waren und sich weisungsgemäß und sinnvollerweise Lücken in der Kette gesucht haben und sich mit korrektem Abstand eingereiht hatten dann immer wieder von ‚Ornungshelfern‘ aufgefordert wurden weiter nachzurücken, weil sich am Anfang der Kette Spätkommer einfach dort zwischengequetscht hatten.
    Alle paar Minuten quetschen sich einige Personen in die Kette und alle anderen Personen müssen Rucksack, Fahrrad etc. aufnehmen und weitertraben um der mittlerweile penetranten und persönlich werdenden Anmache der ‚Ordner‘ zu entgehen. Wie sinnvoll ist das. Protest ist ok, Organisationsmängel durch Oberlehrerverhalten zu kaschieren nicht.
    Trotzdem: Demos sind wichtig. Bitte aber besser (profihafter) planen.

    • von Campact Team

      Lieber Herr Vits,

      vielen Dank für Ihren kritischen Kommentar und die Anmerkungen zur Demo!
      Wir haben Ihre Beobachtungen an das entsprechende Team weitergeleitet.
      Ein*e Kolleg*in wird sich bei Ihnen melden, sobald Ihr Feedback besprochen wurde.

      Wir hoffen auf Ihr Verständnis und danken Ihnen herzlich dafür, dass Sie gemeinsam mit Campact Politik bewegen!

      Herzliche Grüße
      Ihr Campact-Team

  • von Andrea Jasper

    auch die Klimabewegung braucht prägnante Bilder – nicht zuletzt um in den Medien gesehen zu werden – und es gibt eine Reihe Leute, die bereit sind für die Sichtbarkeit von Aktionen zu spenden.

    Andrea Jasper, Bielefeld

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Wie viell Geld ist für die Laschet
    Luftnummer verbrast worden?
    das steht zu keinen Verhältnis
    so eine Demo kostet schon ein
    eine menge Geld von sparen habt
    Ihr wohl noch nichts gehört,glaubt
    Ihr wirklich das sich Herr Laschet von
    dieser Aktion beeindrucken läst.

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Veröffentlicht von Lea Lenz

Veröffentlicht von Danny Schmidt