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Union ➡️ Opposition

Die Wähler*innen haben entschieden und Armin Laschets Union abgewählt. Doch der wollte trotzdem Kanzler werden. Dafür hätte er FDP und Grüne von einer gemeinsamen Koalition überzeugen müssen. Über 207.000 Bürger*innen forderten die Parteivorsitzenden Annalena Baerbock, Robert Habeck und Christian Lindner auf: "Schickt die Union in die Opposition!" – und waren erfolgreich.

Die Union von Armin Laschet ist abgewählt. Trotzdem will sie in die Regierung. Unser Appell an Gründe und FDP: Hievt CDU und CSU nicht in die Regierung - sondern schiebt sie in die Opposition! Jetzt Appell unterzeichnen. | Grafik: Campact

Bundestagswahl 2021: Armin Laschet hat für die Union das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte geholt. Nur 24,1 Prozent und damit fast neun Prozentpunkte weniger als vor vier Jahren. Es ist die Quittung für jahrelanges Versagen und Blockieren: Klimakrise, Macht der Konzerne, Zulauf für Rechtsextreme, zunehmende Ungleichheit – auf alle großen Herausforderungen antworteten CDU und CSU mit einem Schulterzucken. Die Mehrheit der Wähler*innen wollten die Union deshalb endlich in der Opposition sehen.

Werben um Grüne und FDP

Doch trotz des desaströsen Ergebnisses war unklar, ob der zweitplatzierte Laschet nicht trotzdem Kanzler werden könnte. Noch am Wahlabend warb er bei Grünen und FDP für ein Jamaika-Bündnis. Und diese schlossen nicht aus, den Wahlverlierer ins Kanzleramt zu hieven – ein irreversibler Schaden für unsere Demokratie.

Über 207.000 Bürger*innen forderten letztendlich von Grünen und FDP ein klares Bekenntnis. Mit einem Eil-Appell und Anzeigen in großen Tageszeitungen wendeten sie sich nur wenige Tage nach der Wahl an die Parteivorsitzenden und forderten: „Schickt die Union in die Opposition!“
Und sie hatten Erfolg.

Laschet als Kanzler?

Patzer im Wahlkampf, ein katastrophales Wahlergebnis, durchgesickerte Infos aus den Sondierungsgesprächen – keine gute Ausgangslage für Armin Laschet nach der Bundestagswahl. Trotz allem beschwor er bis zuletzt eine unionsgeführte Regierung. Doch auch der öffentliche Diskurs richtete sich zunehmend gegen einen Kanzler Laschet. Am Ende einigten sich Grüne und FDP auf eine Koalition mit der SPD – und schickten die Union nach 16 Jahren in der Regierungsverantwortung in die Opposition.

Dass nach vier Legislaturperioden Versagen, Blockieren und Verschleppen die Zeichen endlich auf Erneuerung stehen, ist auch ein Erfolg unserer Bürgerbewegung. Daher beenden wir an dieser Stelle unseren Appell.

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Autor*innen

Danny Schmidt

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Die Frage ist eigentlich irrelevant, denn der Herr Scholz
    teilt ja viele „Ambitionen“ mit dem Herrn Laschet.
    Also kein Grund zur Freude!
    Die Deutschen haben gewählt.
    Sie haben gewählt den letzten Zug in die Zukunft
    zu versäumen.
    Keine 5% der Deutschen wollten das große Hütchenspiel,
    die zerstörerische Marktwirtschaft aufgeben weil sie den
    Stacheldraht im Kopf nicht überwinden konnten, aus
    Angst vor der Chimäre einer autoritären Gesellschaft, in
    die sie grade auf eine andere Art mit Hurra und
    Begeisterung hineinlaufen und damit meine ich
    Corona ausdrücklich nicht!
    Die Art wie mit der Krankheit umgegangen wird ist
    bestenfalls ein Zeiger auf Dinge die die Deutschen in den
    letzten 40 Jahren begeistert aufgenommen haben und
    sie sind nach wie vor ganz besoffen von dem
    marktwirschaftlichen Schneeballsystem weil selbst so
    strahlende Systemgewinner wie Aufstocker,
    Gebäudereiniger oder Staudengärtner glauben davon
    zu profitieren.
    Kein Grund zur Hoffnung.

  2. Das die CDU/CSU abgewählt ist gut da mit sie mal
    von ihren hohen Ros herunter kommen, nur von
    der neuen Regierung bin ich auch nicht überzeugt
    wenn ich mir vorstelle das die Regierung vor hat
    Canabis frei zu geben da für habe ich kein Verstäntnis
    das Zeug sollte man in der Biogasanlage verarbeiten
    ob die Anderen Vorhaben in den 4.Jahren gelingen
    wage ich zu bezweifeln.

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