A100: Berlin gegen Beton

Berlin wird wieder geteilt. Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) will die A100 verlängern – um jeden Preis. Friedrichshain, Lichtenberg: Die Betonpiste würde ganze Häuserzüge verschlingen. Die Grünen können die Auto-Partei FDP aufhalten; schließlich hatten sie versprochen, dass es mit ihnen weniger Autobahnen geben würde. Wohnst Du in Berlin? Dann unterzeichne jetzt den Appell.

Eine Schneise der Verwüstung: Geht es nach der FDP, soll künftig eine Autobahn den Osten Berlins vom Treptower Park bis in den Prenzlauer Berg zerschneiden. Der Senat ist gegen den Weiterbau der A100, doch für Autobahnen ist der Bund zuständig. Das heißt: Verkehrsminister Volker Wissing (FDP) könnte jetzt Fakten schaffen – ohne Rücksicht auf die betroffenen Berliner*innen.
Lärm, Abgase, volle Straßen: Schon heute verstopfen viel zu viele Autos Berlin. Mitten in der Klimakrise könnte die Blechlawine durch den Weiterbau der A100 noch größer werden, denn jede neue Straße führt zu mehr Verkehr. Die Grünen hatten deshalb im Wahlkampf einen Baustopp für Autobahnen gefordert; im Koalitionsvertrag konnten sie durchsetzen, dass alle Autobahn-Projekte auf den Prüfstand kommen. Darauf müssen Grüne und SPD nun pochen – und so verhindern, dass der Verkehrsminister die A100 gegen den Willen der Stadt durchdrückt.

Berlin zukünftig Autostadt? 

Um Wissings Vorstoß wieder einzufangen, braucht es jetzt ein schnelles Signal. Bis Montag wollen wir 20.000 Unterschriften zusammenbekommen und der Ampel zeigen: Berlin sagt Nein zur A100. Die Regierung muss den Protest aus der Hauptstadt spüren, damit sie Wissings Autobahn-Pläne stoppt. Entscheide auch Du mit über die Zukunft Deiner Stadt! Unterzeichne deshalb den Appell.

Wird Volker Wissing der neue Andreas Scheuer? Seine bisherige Bilanz ist beschämend: Das Ziel, bis 2030 rund 15 Millionen E-Autos auf die Straße zu bringen, hat er bereits kassiert. Stattdessen fördert der Minister besonders große Spritschlucker mit satten Pendlerpauschalen und TanksubventionenSetzt sich Wissing mit seinem Autobahn-Bau durch, lässt das die Emissionen weiter steigen. Dabei hat Deutschland erst gerade die selbst gesteckten Klimaziele im Verkehr wieder einmal verfehlt.
Viele Menschen in Berlin wünschen sich etwas ganz anderes – eine Stadt mit lebendigen Kiezen, mehr Bussen und Bahnen, sicheren Fußwegen und mehr Platz für Fahrräder. Doch der Verkehrsminister hat andere Pläne: neuer Asphalt, riesige Betonpfeiler zwischen Wohnhäusern und eine Großbaustelle für die nächsten 20 Jahre. Die A100 ist nicht nur eine Gefahr für die Verkehrswende – sie bedroht die lebenswerte Stadt.

Nein zu A100: Für ein lebenswertes Berlin

Auto-Lobbyismus von vorgestern oder klimagerechte Mobilität – in Berlin entscheidet sich die Verkehrspolitik der Ampel. Gemeinsam mit unseren Partnern Changing Cities und ADFC Berlin fordern wir: A100 stoppen und Wort halten beim Klimaschutz. Mach‘ auch Du mit und stelle Dich den Plänen Wissings in den Weg. Unterzeichne jetzt den Appell, gegen die A100 und für ein lebenswertes Berlin!

PS: Die Stadtautobahn ist ein Dinosaurier aus dem letzten Jahrtausend – die Pläne für die A100 sind schon über 60 Jahre alt. Völlig unbeeindruckt von Klimakrise und urbaner Zukunft verteidigt die FDP die autogerechte Stadt. Die Grünen müssen jetzt dagegenhalten und in der Ampel klar machen, dass die Autobahn nicht gegen den Willen der Berliner*innen kommen darf.

1 Kommentar

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Was haben die Grünen versprochen, das glaubt Ihr
    auch noch mittlerweile reden die Grünen wie die
    Anderen Parteien auch, durch diese Regierung steigt
    kein Mensch mehr durch das Deutschland die Klimaziele
    nicht erreicht ist doch klar das E Autos klimafreundlich
    sind ist ein Witz über denn ich nur lachen kann der
    Umweltminister Lis aus Niedersachen will denn Ausbau
    der Erneuerbaren Energie beschleunigen und die Landschaft
    mit Windkraftanlagen voll stellen wenn das Klimaschutz und
    Artenschutz sein soll dann gute Nacht.

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Veröffentlicht von Jassin Braun