Minister gegen Bus und Bahn: 9-Euro-Ticket retten!

Das 9-Euro-Ticket steht vor dem Aus – denn Finanzminister Christian Lindner (FDP) blockiert die Verlängerung. Dabei sind Millionen Menschen begeistert vom günstigen Angebot für Bus und Bahn: Wir Bürger*innen stehen hinter dem 9-Euro-Ticket. Gemeinsam können wir erreichen, dass das auch bei Lindner ankommt, noch bevor das Angebot im August ausläuft.

Günstig, simpel, populär: Das 9-Euro-Ticket übertrifft selbst die optimistischsten Erwartungen. 30 Millionen Menschen haben davon profitiert. Viele lassen das erste Mal ihr Auto stehen und steigen ein in Bus und Bahn – eine riesige Chance für die klimafreundliche Verkehrswende. Doch in fünf Wochen soll alles vorbei sein. Das liegt an Christian Lindner (FDP). Der Finanzminister verweigert das Geld für die Verlängerung.

Kein Wunder, denn Lindner macht Politik für Autos statt für Menschen. Schon in den Koalitionsverhandlungen hat er persönlich die Interessen vom Porsche-Chef durchgeboxt. Jetzt will der Finanzminister auch noch den Nahverkehr ausbremsen und verhindern, dass das beliebte 9-Euro-Ticket bleibt.

Doch das kann ihm gefährlich werden. Denn ausgerechnet bei FDP-Wähler*innen kommt der günstige Nahverkehr gut an. Um das 9-Euro-Ticket zu behalten, muss Lindners Kontra-Haltung jetzt sichtbar werden. Wir fordern gemeinsam mit Greenpeace per Eil-Appell eine Verlängerung und schließlich eine dauerhafte Lösung für starken, günstigen Nahverkehr. Wenn der Appell 100.000 Unterschriften erreicht, ziehen wir mit einem riesigen Porsche-Nachbau vor Lindners Finanzministerium und verlangen: Günstige Tickets statt Geld für Luxuswagen! Bitte unterzeichne auch Du jetzt den Eil-Appell:

„Ein Riesenerfolg“, sagt sogar Lindners Parteifreund Volker Wissing (FDP). Mobil für neun Euro – diese Entlastung spüren Menschen sofort. Ein Nachmittag im Freibad mit der Familie, ein Ausflug zu Verwandten, der Weg zur Arbeit ohne Stau: All das wird für viele mit dem 9-Euro-Ticket möglich. Und der Klimaschutz im Verkehr kommt endlich voran. Denn nicht nur in der Stadt, auch auf dem Land lassen Menschen ihre Autos häufiger in der Garage. Damit die Verkehrswende gelingt, muss der ÖPNV natürlich noch deutlich besser ausgebaut werden.
Teile diesen Blogbeitrag, damit noch mehr Menschen sich für den Erhalt des 9-Euro-Tickets einsetzen: 

7 Kommentare

  • von Sigurd

    Ich halte diese Petition für populistisch.
    Ich bin definitiv kein Freund von Lindner und FDP. Aber zu unterstellen, er wolle das 9-EURO-Ticket abschaffen, ist schlichtweg falsch. Die Aktion ist befristet bis Ende August. Von Abschaffenkann also keine Rede sein.
    Es gibt sehr wohl gut durchdachte, stichhaltige Gründe gegen die 9 EURO. Vieles ist schon genannt. Nicht erwähnt wurde die Personalsituation im ÖPNV. Die Mitarbeiter kriechen nach 3 Monaten auf dem Zahnfleisch, Krankschreibungen sind enorm angestiegen, die psychische Belastung extrem hoch. Das System ist auf eine solche Maßnahme noch nicht vorbereitet – nicht auf der Schiene, nicht auf der Straße, nicht in den Verwaltungen. Und die mannigfaltigen Probleme lassen sich auch nicht mal so nebenbei und auf die Schnelle zu lösen.
    Die Suche nach einer Alternative ist wichtig und dringend, erfordert die Ertüchtigung des ÖPNV, muss bezahlbar sein, aber nicht als Schnäppchen daherkommen. Leistung kostete eben.

  • von Bernhard Kirsten

    Erschreckend, was Gegner des 9-Euro-Tickets hier von sich geben!
    Es gibt kein sinnvolles Argument gegen die dauerhafte Beibehaltung des 9-Euro-Tickets.

    Mit dem 9-Euro-Ticket hat unsere Regierung endlich mal etwas richtig gemacht.
    Kaum jemand wird damit unnötig fahren, aber es erspart vielen die Sorge, sich im Tarif-Djungel zu verirren.

    Ein Ticket für einen Euro pro Tag wäre nicht sinnvoll.
    Ein Ticket für 30 Euro im Monat wäre für viele zu teuer, wenn sie nicht täglich fahren müssen.

    Finanzieren lässt sich das Ticket und der dringend benötigte Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs ganz einfach durch eine ganz große Reform der KFZ-Steuer, die große und schwere Fahrzeuge wesentlich stärker belasten sollte, und kleine sparsame begünstigen sollte…

  • von W. Pester

    9-Euro-Ticket hat zahlreiche Nachteile!
    Schreiben Sie doch auch von übervollen Zügen, vom Mangel an Sitzplätzen, von abgewiesen Reisenden, von füllungs-bedingten Verspätungen – von der Fahrrad-Mitnahme ganz zu schweigen. Und denken Sie auch mal an die Belastungen für das Bahn-Personal in solchen Situationen.
    Unter diesen Problemen leiden insbesondere die Leute, die auf die Bahn angewiesen sind. Manche von denen sind sogar aufs Auto umgestiegen, weil dies weniger Stress bedeutet. Müssen Leute einfach nur so zum Spass mit der Bahn rum fahren, nur weil das Ticket fast nichts kostet. Muss der Steuerzahler den größten Teil einer Bahnfahrt bezahlen, vielleicht für eine Fahrt die ohne das Billig-Ticket garnicht gemacht würde.
    Ich bin passionierter Bahnfahrer und natürlich für günstige Tickets. Aber ihr Preis sollte angemessen sein und zumindest so hoch, dass nicht die derzeitigen negativen Wirkungen so exzessiv auftreten.
    Also bitte nicht so einseitig argumentieren.

  • von Alexander Michael Schmidtke

    Meine Unterschrift bekommt ihr! Eine Studie in München zeigte, dass Leute das 9-Euro-Ticket mögen, die öffentlichen Verkehrsmittel mehr nutzen und das das Auto öfter daheim bleibt. Darauf lässt sich prima aufbauen!

    https://www.tum.de/die-tum/aktuelles/pressemitteilungen/detail/37526

  • von Hans-Joachim Hauschild

    Was nützt mir das 9 Euroticket wenn Züge über voll sind
    oder gar nicht fahren, wie man seit Jahren weis ist die Bahn
    in kein guten Zustand, zu einem fehlt der Bahn Personal
    zum andern sind die Gleise auch schon in die Jahre kommen
    wie soll es zur Verkehrswende kommen wenn gegen denn
    Bahnausbau demonstriert wird und die meisten Busse fahren
    noch mit Diesel.

  • von Thomas Freund

    Da bin ich ausnahmsweise mal bei Lindner. Das 9€ Ticket hat nicht dazu geführt, dass die Menschen ihr Auto stehen lassen, sondern nur dazu, dass die Züge hoffnungslos überfüllt sind, weil die Leute zusätzlich die Öffentlichen nutzen, ist also klimapolitisch und energiepolitisch ein voller Reinfall.
    Sinnvoller wäre es Subventionen auf Energie/Benzin sozial gerechter zu staffeln- die reichen Vielfahrer in ihren großen Villen oder Luxusappartements brauchen nun wirklich keine subventionierte Energie, profitieren aber wieder einmal überdurchschnittlich von den Vergünstigungen und werden so sicher nicht zum Energiesparen gebracht, während sozial schwache Schichten durch die gestiegenen Lebensmittel- und Energiepreise zusätzlich belastet werden. Eine solche Petition würde ich gerne unterzeichnen.
    MfG
    Thomas Freund

  • von Bettina Danek

    Sehr geehrter Herr Braun,
    Ich bin über 60 Jahre alt und habe einen krebskranken Mann. Seit diesem unsäglichen Ticket sind uns alle Möglichkeiten genommen, mal irgendetwas zu unternehmen: die Züge sind derart überfüllt, dass auch eine Maske nicht mehr vor einer Corona-Infektion schützen kann. Vielen Dank! Die wenige Zeit, die mein Mann vielleicht noch hat, dürfen wir nun zuhause sitzen. Alles, was wir an Ausflügen dieses Jahr geplant hatten (Ludwigsburger Barock, Lindau, mal wieder zu den Wasserspielen in Kassel) – kann man sich als Risikoperson glatt abschminken. Vielen Dank!
    Warum kann man nicht ein Ticket zu den Konditionen zu einem realistischen Preis anbieten? Ich würde vorschlagen, da mal zu unseren Nachbarn inm Österreich zu schauen! Runde 1000,- Euro im Jahr für alle Strecken und Verkehrsmittel – da kann an nur sagen: Tu felix austria!
    Mit freundlichen Grüßen Bettina Danek c/o Frankfurt University of Applied Sciences, Nibelungenplatz 1, 60318 Frankfurt am Main

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert

1000 Zeichen verbleiben

Veröffentlicht von Jassin Braun