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3 Fragen an … Friederike Gravenhorst, Soli-Demo-Organisatorin

Friederike Gravenhorst ist Campaignerin bei Campact. Der Oktober ist für sie besonders aufregend – denn sie ist an der Organisation der bundesweiten Demos zum „Solidarischen Herbst“ beteiligt. Was es dabei alles zu beachten gibt und warum die Demos so wichtig sind, erklärt sie hier.

Das Foto zeigt Campact-Campaignerin Friederike Gravenhorst. Sie hat eine rote Jacke an, auf der links das Campact-Logo in Weiß zu sehen ist. Sie hält ein Mikorfon in der Hand, in das sie hineinspricht. Das Foto wurde bei einer Aktion von Campact aufgenommen.
Campaignerin Friederike Gravenhorst bei einer Campact-Aktion im vergangenen November. Foto: Paul Lovis Wagner / Campact [CC BY-NC 2.0]

Krieg und Energiekrise machen das tägliche Leben für viele von uns unbezahlbar. Doch faire Entlastungen und das Ende der fossilen Abhängigkeit lassen auf sich warten, während rechte Spalter immer lauter hetzen. Campact steht deswegen für einen solidarischen statt „heißen“ Herbst ein: Am Samstag gehen deutschlandweit Tausende für Solidarität, Entlastungen und die Energiewende auf die Straßen.

Friederike Gravenhorst organisiert die Demos mit und weiß deshalb ganz genau, was in der Vorbereitung und in der Arbeit im Bündnis aus großen, landesweit handelnden Organisationen wichtig ist.

Warum sind diese Demos so wichtig?

10 Prozent. So viel teurer wird das Leben gerade durchschnittlich. Das macht Essen, Kleidung und Heizkosten für Millionen Menschen unbezahlbar – denn der Lohn bleibt meistens gleich. Die Antwort der Zivilgesellschaft auf diese Preisexplosionen muss Solidarität sein. Das heißt vor allem: Faire Entlastung für alle, die es brauchen. Massive Investitionen, damit wir aus der fossilen Falle von Gas und Öl rauskommen. Das schaffen wir nur mit solidarischen Steuern von den Reichsten und Konzernen.  

Was ist das Wichtigste, dass Du bei der Organisation von so großen Demos mitbringen musst?

Man muss Vertrauen haben können. Große Bühnen in sechs Städten, Leute, die Tausende Plakate aufhängen oder Flyer verteilen: Für jeden Schritt auf Demos brauchen wir ein starkes Netzwerk. Diese Zusammenarbeit funktioniert nur mit guter Absprache und Vertrauen ineinander. Das geht natürlich viel leichter, wenn man demoerfahrene Gewerkschaften wie ver.di und GEW oder langjährige Partner wie Greenpeace, den BUND, den Paritätischen, Finanzwende, Volkssolidarität und attac im Bündnis hat. Mindestens zwei Mal in der Woche stimmen wir alles ab: Wo Geld fehlt, wie möglichst viele Leute von den Demos erfahren oder wie wir für Sicherheit sorgen, wenn Tausende mit uns demonstrieren. 

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Und was mir ganz praktisch hilft: Öfter mal zum Telefon greifen. Viele Absprachen funktionieren so am besten. Ich habe noch nie so viel telefoniert wie in den letzten Wochen.

Was kann man noch tun, um den Herbst solidarisch zu machen – außer natürlich, zur Demo zu gehen?

Bringt Freund*innen mit! 😉

Aber ernsthaft: Dieser Herbst und Winter werden hart. Unsere Solidarität miteinander darf sich nicht auf eine Demo beschränken. Wenn ihr könnt, unterstützt die Tafeln, unterstützt lokale Initiativen, seid nachsichtig mit den Menschen um euch herum. Für diesen Winter werden wir viele kleine Akte der Unterstützung brauchen.


Die Demos finden am 22. Oktober in insgesamt sechs Städten statt – über ganz Deutschland verteilt. Lies hier alle Infos zu Orten, Zeiten und Hinweisen und lade Deine Freund*innen ein, mit Dir auf die Demo zu gehen!

Alle Infos zu den Demos
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Autor*innen

Linda Hopius ist Journalistin und seit 2021 Online-Redakteurin bei Campact. Vorher hat sie sich in NRW in den Bürgermedien im Medientraining und für mehr Bürgerbeteiligung engagiert. Im Campact-Blog kümmert sie sich vor allem um Service-Themen. Alle Beiträge

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