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Wer soll das bezahlen? Wir brauchen mehr Steuern für Reiche – Theory of Change 23

Schon wieder sind wir in der Krise. Und schon wieder nimmt der Staat Milliarden für Rettungspakete in die Hand. Warum zahlen das eigentlich nie Superreiche, sondern immer wir, die tatsächlich Steuern zahlen? Wie Steuern für reiche Menschen seit Jahrzehnten blockiert oder sogar abgebaut werden, erfährst Du in unserer neuesten Podcast-Folge. Und auch, wie wir das endlich ändern.

Die Grafik zeigt eine Hand von der Seite, die Dominosteine umstößt. Darüber steht der Titel des Podcasts "Theory of Change" und der Folgen-Titel.

Der Club der Reichen und Superreichen wächst seit Jahrzehnten. Trotz aller Krisen haben die reichsten Menschen der Welt ihre Vermögen immer weiter vermehren können.

Du weißt nicht, wie Du den Podcast am besten hörst? Hier erklären wir Dir den Einstieg.

Das liegt auch daran, dass Reiche kaum Steuern zahlen müssen. Die Steuern und Abgaben, die Reiche auf ihre Kapitalgewinne und Vermögen zahlen müssen, sind sogar systematisch abgebaut worden, sagt Gerhard Schick von Finanzwende. Er ist zu Gast bei Campact-Campaignerin Katrin Beushausen im Podcast Theory of Change.

In dieser Folge sprechen die beiden darüber, wie es die Reichen geschafft haben, mehr und mehr Steuern zu umgehen. Und auch über die Frage, wie wir die reichen Menschen endlich wieder dazu bringen, ihren gerechten Anteil an Steuern zu zahlen.
Denn wenn sie weiter drum herum kommen, können wir uns die Reichen bald nicht mehr leisten.

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Infos und Links

  • Doppel-Wumms und hunderte Milliarden: Der Deutschlandfunk listet auf, was die vielen Entlastungspakete der letzten Zeit kosten. Spoiler: Das abzubezahlen wird dauern.
  • Egal wie groß die Krise: In der Vergangenheit haben Superreiche weltweit einfach weiter dazu verdient.

Ein paar weiterführende Artikel zur Frage, wo Investitionen durch den Staat aktuell dringend nötig sind:

  • Die Krankenhäuser sind massiv unterfinanziert, auch weil die Bundesländer ihren Verpflichtungen zu Investitionen nicht nachkommen, schreibt der Tagesspiegel.
  • Viele Schulen sind marode. Sowohl beim Lehrpersonal als auch bei der Ausstattung fehlen Milliarden (Spiegel Online Artikel).
  • Im sozialen Wohnungsbau sind dringend Investitionen notwendig
  • Der Gebäudesektor könnte auch noch einiges an Energie einsparen. Aber es gibt zu wenig Förderung, kommentiert Martin Bornholdt, geschäftsführender Vorstand der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz im Handelsblatt.
  • In den ÖPNV muss Geld fließen, zum Beispiel mit einem würdigen Nachfolger für das 9-Euro-Ticket.
  • Und auch bei der Massentierhaltung und dem Tierwohl muss ein Umbau stattfinden. Auch das kostet Geld.
  • Die Industrieländer haben auch eine Verantwortung gegenüber den Ländern im globalen Süden, die die Auswirkungen der Erderhitzung stärker spüren. Deswegen dürfen sich die reichen Länder nicht um die bereits zugesagten Klimahilfen drücken.

Wie kriegen wir Reiche dazu Steuern zu zahlen?

  • Was wäre, wenn Reiche tatsächlich mehr Steuern zahlen würden, hat Finanzwende hier in einer Übersicht der Steuerprivilegien aufgelistet.
  • Erbschaftssteuer – officially verfassungswidrig again since 2014. Und auch schon lange davor, wie Finanzwende hier schildert.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz war im Wahlkampf für eine Wiedereinführung der Vermögenssteuer. Und er ist es auch immer noch. Aber sie scheitert laut Scholz an der fehlenden Mehrheit in der Bundesregierung – konkret: der Blockade durch die FDP.
  • Dabei wären nach einer Umfrage von Netzwerk Steuergerechtigkeit sogar 62 Prozent der FDP-Wähler*innen FÜR eine Steuer auf große Vermögen. Ja, richtig gelesen. 62 Prozent der FDP-Wähler*innen! Insgesamt sind übrigens drei Viertel der Befragten für eine Vermögenssteuer.
  • Selbst Reiche sind teilweise für höhere Steuern, wie das Bündnis Tax me now zeigt.
  • Dass ausgerechnet die Energiekonzerne von der Ukraine-Krise profitieren, ist ziemlich pervers. Aber man könnte auch was dagegen tun. Zum Beispiel wie unsere Nachbarländer die Übergewinne mit einer Steuer abschöpfen.

Auf die Straße und an die Tastaturen!

  • Hier ein paar mehr Information zur Finanzwende und was sie wollen.
  • Unser Demoaufruf „Solidarischer Herbst“ mit einem breiten Bündnis an Organisationen.

So klappt es mit dem Podcast

Podcasts wurden erfunden, um sie auf einem Mobilgerät wie Smartphone oder Tablet zu hören – als Ohrenfutter beim Putzen, Aufräumen, Bahnfahren etc. Zum Hören empfiehlt sich ein Podcatcher – eine App, die ihre Podcasts verwaltet, speichert, abspielt.

Noch mehr Politik zum Hören? Alle Folgen findest Du hier:

Campact Podcast „Theory of Change“

Auf Apple-Geräten (iPhone, iPad) ist die App „Podcasts“ vorinstalliert. Solltest du ein solches Gerät benutzen, gelangst du über den „Apple-Podcasts“-Button oben in den Podcast in dieser App. Andere beliebte Player auf iOS sind Overcast oder Castro. Wenn du diese Apps nutzen willst, findest du „Theory of Change“ über die Suchfunktion der App, oder du fügst den sog. „RSS-Feed“ des Podcasts hinzu: https://theoryofchange.podigee.io/feed/mp3

Auf einigen Android-Geräten ist ein Podcatcher vorinstalliert, auf anderen nicht. Für Android gibt es die kostenlose Open-Source-App AntennaPod oder das beliebte PocketCasts, das jedoch einmalig Geld kostet. Wenn diese (oder andere solche) Apps installiert sind, findest du „Theory of Change“ über die Suchfunktion der App, oder du fügen den sog. „RSS-Feed“ des Podcasts hinzu: https://theoryofchange.podigee.io/feed/mp3

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1 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Dass die Reichen immer reicher und die Armen
    immer ärmer werden wird sich nicht mehr groß
    ändern , das Leben wird immer teuer die Politik
    versucht jedem gerecht zu werden was sie nicht
    kann, alle wollen von der Regierung unterstützt
    werden, aber keiner fragt wie das finanziert werden
    soll da bei gibt es genug Baustellen sehr wichtig
    wären zb : die Energiewende und so weiter.

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