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Erdbebenopfern in Syrien und der Türkei helfen: Aber wie?

Tausende Menschen sind von den Folgen der Erdbeben in der Region zwischen der Türkei und Syrien betroffen. Lies hier, wie Du helfen kannst.

Kahramanmaraş in der Türkei liegt mitten im Katastrophengebiet. Inmitten der Trümmer steht eine Moschee, augenscheinlich unbeschadet. Erfahre hier, wie Du den Menschen vor Ort helfen kannst.
Kahramanmaraş in der Türkei liegt mitten im Katastrophengebiet. Inmitten der Trümmer steht eine Moschee, augenscheinlich unbeschadet. Foto: Tunahan Turhan / IMAGO

Ein starkes Erdbeben erschütterte in der Nacht zum 6. Februar Gebiete im Südosten der Türkei und den Norden Syriens. Das Beben zählt schon jetzt zu einer der schlimmsten Naturkatastrophen der letzten hundert Jahre. Schätzungen gehen von mehreren zehntausend Toten und über hunderttausend Verletzten aus.

Weltweit rufen Hilfsorganisationen zu Spenden auf. „Die Menschen in der betroffenen Region brauchen jetzt dringend Unterstützung“, so die Welthungerhilfe. Die Erdbeben in der türkisch-syrischen Grenzregion träfen besonders jene Menschen hart, die ohnehin in katastrophalen humanitären Verhältnissen leben. Auch hier in Deutschland wollen viele helfen und die Menschen in Syrien und der Türkei unterstützen. Wir zeigen Dir ein paar Möglichkeiten, wie Du Dich für die betroffenen Menschen engagieren kannst.

Sachspenden

Wer Sachspenden wie zum Beispiel Decken, warme Kleidung oder haltbare Lebensmittel abgeben möchte, sollte sich am besten vor Ort in der eigenen Stadt oder Gemeinde informieren. Vor allem Kirchen, lokale Vertretungen von Hilfsorganisationen oder Vereine nehmen Sachspenden entgegen. Wer etwas spenden möchte, sollte sich also am besten lokal informieren, wo Spendenaktionen stattfinden – und vor allem, was genau gebraucht wird, damit nicht wertvoller Lager- und Transportraum verschwendet wird.

Geldspenden an Hilfsorganisationen

Am sinnvollsten sind jedoch, so die einhellige Meinung, Geldspenden an seriöse Hilfsorganisationen. Diese können das Geld dann flexibel einsetzen, um Helfer*innen in das Katastrophengebiet zu bringen, steriles medizinisches Material zu kaufen oder den Transport für Bergungsgeräte wie Kräne oder Bagger zu bezahlen.

Wichtig: Geldspenden sollten nur an seriöse Organisationen überwiesen werden. Weiter unten findest Du eine Auswahl von Organisationen, die sich aktuell im Katastrophengebiet engagieren. Wie Du generell seriöse Organisationen erkennen kannst, liest Du unter anderem hier.

Aktion Deutschland Hilft, Bündnis deutscher Hilfsorganisationen
IBAN: DE62 3702 0500 0000 1020 30
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Türkei und Syrien
Nähere Informationen

Ärzte der Welt e.V.
IBAN: DE06 1203 0000 1004 3336 60
BIC: BYLADEM1001
Deutsche Kreditbank
Stichwort: Nothilfe Türkei / Syrien
www.aerztederwelt.org

DRK e.V.
IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Nothilfe Erdbeben Türkei und Syrien
www.drk.de

Franziskaner Helfen
IBAN: DE63 3702 0500 3802 0230 26
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Erdbeben Syrien Notfallhilfe
www.franziskaner-helfen.de

Humedica
IBAN: DE35 7345 0000 0000 0047 47
BIC: BYLADEM1KFB
Sparkasse Kaufbeuren
Stichwort: Erdbeben Türkei
www.humedica.org

Save the Children e.V.
IBAN: DE92 1002 0500 0003 292912
BIC: BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Nothilfe weltweit
www.savethechildren.de

UNICEF
IBAN: DE57 3702 0500 0000 3000 00
BIC: BFSWDE33XXX
Bank für Sozialwirtschaft
Stichwort: Erdbeben Türkei/Syrien
www.unicef.de

UNO-Flüchtlingshilfe e.V.
IBAN: DE78 3705 0198 0020 0088 50
BIC: COLSDE33
Sparkasse KölnBonn
Stichwort: Erdbeben
www.uno-fluechtlingshilfe.de

Freund*innen und Verwandte vor Ort unterstützen

Wer Freund*innen oder Verwandte in den entsprechenden Regionen hat, ist sicher daran interessiert, ihnen zu helfen – zum Beispiel, indem man sie nach Deutschland holt. Das ist nicht unmöglich, aber im Einzelfall nicht ganz einfach. Denn die Einreise für türkische und syrische Staatsangehörige ist nur mit Visum möglich. Das Auswärtige Amt hat mit dem Bundesministerium des Innern und für Heimat zwar ein vereinfachtes Visumverfahren abgestimmt – das ist aber immer noch sehr bürokratisch durchsetzt und erfordert viele Unterlagen. Geplant ist die „schnelle Erteilung regulärer Visa“, die dann drei Monate gültig sind.

Verwandte in Deutschland können ihre Angehörigen bei der Antragstellung unterstützen. Das Auswärtige Amt hat hier alle Informationen zusammengefasst.

Indirekt Betroffenen helfen

Du kennst niemanden direkt, der im Gefahrengebiet wohnt, aber hast Personen in Deinem Umfeld, die ihre Verwandten aus dem Katastrophengebiet nach Deutschland holen möchten? Dann frage sie doch mal, ob Du sie im Alltag unterstützen kannst. Der Visum-Prozess ist, trotz Vereinfachung, noch kompliziert genug – eine Entlastung an anderer Stelle kommt dann sicherlich gelegen. Frage, was Deine Freund*innen jetzt gerade für Unterstützung brauchen könnten. Begleitung bei Amtsgängen, Kinderbetreuung, Einkaufen gehen: Hilfe kann sehr individuell sein, aber in so einer angespannten Situation doch helfen.

Denn: Eine starke Gesellschaft hält auch in Krisenzeiten zusammen und unterstützt, wo es eben geht. Über fünf unterschiedliche Wege, um eine robuste, demokratische Gesellschaft zu fördern, kannst Du hier etwas lesen.

Helfen, ja – aber auch auf die eigene Belastbarkeit achten

Die vielen schrecklichen Bilder aus dem Katastrophengebiet erreichen auch uns hier rund um die Uhr. Und auch, wenn die Situation für die Menschen vor Ort nochmal anders schlimm ist: Trauer, Belastung und Wohlergehen sind kein Wettbewerb. Auch für Menschen hier können die vielen traurigen Bilder belastend sein. Deswegen: Achte auch auf Deine mentale Gesundheit und Belastbarkeit! Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, wenn die eigenen Grenzen erreicht sind. Lege zum Beispiel bestimmte Stunden am Tag fest, in denen Du nicht in die Nachrichten schaust und Dir stattdessen etwas Gutes tust. Denn nur, wenn Du selbst gesund und belastbar bist, kannst Du auch anderen effektiv helfen.

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Autor*innen

Linda Hopius ist freie Journalistin und schreibt zu den Themen Umwelt und Naturschutz. Dazu arbeitet sie als Naturmentorin in der Wald- und Erlebnispädagogik und berichtet darüber auf ihrem Instagram-Kanal @lindasnaturgeschichten. Für Campact arbeitet sie seit 2024 als freie Journalistin und kümmert sich im Campact-Blog vor allem um Service-Themen. Alle Beiträge

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