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5 Tipps, wie Du Deine Daten im Internet schützen kannst

Sichere Passwörter sind nicht alles – aber ein guter Anfang. 5 Tipps, die jede*r regelmäßig befolgen sollte, um persönliche Daten im Internet zu schützen.

Das Bild zeigt ein aufgeschlagenes Notizbuch, das vor einer Tastatur liegt. Auf der aufgeschlagenen Seite des Buches steht in blauer Tinte geschrieben: "Passwort 1234567". Am unteren Bildrand ist eine Kaffeetasse zum Teil zu sehen.
Eines der am häufigsten genutzten Passwörter und deswegen leider nicht sicher: Die Zahlenreihe 1234567. Foto: IMAGO

Datenschutz im Internet ist enorm wichtig – zu viel kann passieren, wenn Zugangsdaten in die falschen Hände geraten. Aber auch sensible Daten wie Gesundheitsinformationen, Banking-Logins oder sehr persönliche Informationen muss jede*r Internetnutzer*in aktiv schützen. Am 28. Januar ist der EU-weite Datenschutztag und am 1. Februar nationaler „Ändere Dein Passwort“-Tag. Anlässlich dieser beiden Aktionstage haben wir fünf Tipps für Dich aufgeschrieben, mit denen Du ganz einfach Deine Daten im Netz schützen kannst.

Klicke auf einen der Listenpunkte, um sofort zum entsprechenden Abschnitt zu gelangen:

1. Sichere und unterschiedliche Passwörter vergeben

Sichere Passwörter müssen gar nicht viel Arbeit machen. Die zwei wichtigsten Punkte: Komplexe Passwörter verwenden und für jeden Account ein anderes Passwort nutzen. Komplex heißt hier vor allem, eine Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen zu verwenden. Auch sollte man keinen Bezug zwischen dem Passwort und der Plattform oder der Person herstellen können („IchBinSusiAufFacebook“ ist also zum Beispiel trotzdem kein gutes Passwort).

Das Hasso-Plattner-Institut bringt jährlich eine Liste mit den meistgenutzen Passwörtern heraus. Wer seine Passwörter (oder schlimmer: sein einziges Passwort für alle Dienste) in dieser Liste findet, sollte schleunigst etwas unternehmen und seine Passwörter ändern.

Warum gibt es den Datenschutztag am 28. Januar?

Der EU-weite Datenschutztag geht zurück auf eine der ersten europaweiten Richtlinien für den Datenschutz. Sie wurde am 28. Januar 1981 verabschiedet: Die Datenschutzkonvention. Sie sollte in den Vertragsstaaten für alle Menschen sicherstellen, dass ihre Rechte und Grundfreiheiten geschützt werden.

Natürlich wird es immer schwieriger, gute Passwörter zu vergeben und vor allem, sie sich zu merken – denn jeder Online-Shop, jede Plattform und jedes Portal möchte am liebsten seinen eigenen Login mit eigenem Usernamen und Passwort haben. Ein Passwort-Manager kann hier helfen, die Übersicht zu behalten und gleichzeitig Deine Daten sicher zu schützen. Auch der gute alte Kennwort-Zettel ist ok, wenn Du dadurch eher ermutigt bist, komplizierte Passwörter zu vergeben. Wichtig ist dann allerdings: Den Zettel sicher verwahren und nicht etwa aus Bequemlichkeit auf dem Schreibtisch oder in dessen oberster Schublade liegen lassen.

2. Zwei-Faktor-Authentifizierung nutzen

Beim Online-Banking kommt man schon gar nicht mehr um sie herum und auch viele andere Seiten führen sie ein: Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Das bedeutet, dass nicht nur Username und ein Passwort für den Login benötigt werden, sondern auch noch eine weitere Methode, um nachzuweisen, dass sich wirklich die Person einloggen will, der der Account gehört. Das kann eine SMS mit einem Prüfcode an eine hinterlegte Mobilnummer, eine Zertifikatsdatei auf dem Gerät, eine E-Mail mit einem Bestätigungslink oder ein Code aus einer externen Authentifizierungs-App sein, die wiederum mit einem eigenen Prüfcode gesichert ist.

Ja, es ist noch eine App oder noch ein Schritt mehr: Aber wenn dieser Schritt verhindern kann, dass Fremde auf mein Konto, Kreditkartendaten oder andere sensible Informationen zugreifen können, mache ich diesen Schritt gerne. Wenn möglich und angeboten, solltest Du die Zwei-Faktor-Authentifizierung also immer aktivieren.

3. Anhänge und Links kritisch hinterfragen

Ist die eigene E-Mail-Adresse einmal in einer verkauften Datenbank oder in einem Daten-Leck gelandet, kann das auch heißen: Unmengen an Spam- und Phishing-Mails. Diese tarnen sich leider immer besser und werden schwieriger zu durchschauen. Deswegen heißt es auch „Augen auf!“ im eigenen Postfach. Gerade E-Mails, die Banken, Paketdienstleister oder Telefonanbieter simulieren, sind bei Betrügern beliebt. Und auch, wenn Du gerade tatsächlich ein Paket erwartest – schau Dir die E-Mail und ihren Absender einmal genau an, bevor Du auf einen Link klickst. Rechtschreibfehler, kryptische Zahlen- und Buchstabenkombinationen in Absender-Adressen oder ein falscher oder fehlender Footer ganz unten in der E-Mail (dort stehen für gewöhnlich Kontaktinformationen, Möglichkeiten zum Abo-Abbestellen und ähnliches) sind meist ein Zeichen, dass es sich um eine Phishing-Mail handelt. Öffne keine Anhänge aus der Mail und folge keinen Links aus einer Mail hinaus, die Dir komisch vorkommt. Blockiere am besten direkt die Absender-Adresse und lösche die Mail.

Das gilt generell für Dateien und Anhänge, egal ob von einem unbekannten oder bekannten Absender. Denn auch wenn eine Datei von einem Dir bekannten Kontakt kommt, könnte das Konto ja gehackt worden sein. Also: Wenn Du nicht eine Datei von einer Person oder einem Dienstleister erwartest, öffne keine Datei aus einer Mail! Falls Dir die Mail komisch vorkommt, kannst Du Dich bei Deiner*m Bekannte*n ja kurz rückversichern, ob er oder sie Dir wirklich etwas geschickt hat.

Bonustipp: Setze Dich für den Schutz Deiner Daten ein!

Daten zu löschen und bestimmten Datenerfassungen widersprechen zu können ist ein Privileg, das wir nur haben, weil es regulierende Gesetze gibt. Ohne die entsprechenden Gesetze könnten Unternehmen und Regierungen mit unseren Daten machen, was sie wollen.

Damit es auch in Zukunft Gesetze gibt, die unsere Daten schützen, müssen wir uns gemeinsam für den Datenschutz einsetzen. Campact fordert als Bürgerbewegung Datenschutz von Industrie und Politik ein. Schließe Dich der Bewegung an, damit wir gemeinsam noch mehr bewegen können!  

4. Updates, Updates, Updates!

Unsere digitalen Endgeräte entwickeln sich ständig weiter – und so auch die Fähigkeiten der Betrüger und Cyber-Kriminellen. Deswegen ist es wichtig, seine Geräte und die darauf vorhandenen Apps immer auf dem neuesten Stand zu halten. Durch System- und App-Updates werden eventuelle Sicherheitslücken geschlossen und Deine Privatsphäre besser geschützt. Denn durch mögliche Lücken können Hacker an Daten wie Fotos, E-Mails, SMS und andere Infos gelangen. Durch die Installation von Updates kann ein Datenklau verhindert werden. Bei den meisten Apps und Geräten lässt sich einstellen, dass sie Updates automatisch ausführen, sobald sie vorhanden sind und eine Internetverbindung gegeben ist.

5. Regelmäßig einen Daten-Frühjahrsputz machen

Mit dem Ende des Winters kommt der Frühling: Zeit für einen (digitalen) Frühjahrsputz! Auch der kann dazu beitragen, Deine Daten im Internet besser zu schützen. Mit dem Frühjahrsputz kannst Du Nutzungsgewohnheiten, automatische Speicherungen oder Logins, verstecke Daten-Speicherungen oder heimlich aktualisierte AGBs hinterfragen und so unnützen Abfragen oder Datenmüll zuvorkommen, die Dein Smartphone oder Deinen PC zumüllen und verlangsamen.

Außerdem beschäftigst Du Dich so automatisch einmal mit all den Diensten, die Du nutzt, und welche Daten sie von Dir speichern oder weiterverwenden. Es ist also ein aktiver Schritt für Deinen privaten und einen gesamtgesellschaftlichen Datenschutz! Was Du alles beim digitalen Frühjahrsputz beachten kannst und eine praktische 10-Punkte-Checkliste findest Du in diesem Beitrag.

Teile diesen Beitrag mit Deinen Freund*innen und Bekannten, damit auch sie geschützt im Internet unterwegs sind!

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Autor*innen

Linda Hopius ist freie Journalistin und schreibt zu den Themen Umwelt und Naturschutz. Dazu arbeitet sie als Naturmentorin in der Wald- und Erlebnispädagogik und berichtet darüber auf ihrem Instagram-Kanal @lindasnaturgeschichten. Für Campact arbeitet sie seit 2024 als freie Journalistin und kümmert sich im Campact-Blog vor allem um Service-Themen. Alle Beiträge

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