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Start der Wikileaks-Kampagne: Pressefreiheit schützen!

Angesichts des massiven Angriffs von Konzernen wie Visa, Mastercard, Paypal und Amazon gegen Wikileaks, haben wir heute die Aktion „Pressefreiheit schützen“ gestartet. Die Unternehmen hatten in den vergangenen Wochen die Geschäftsbeziehungen zur Enthüllungsplattform gekündigt. Das Ziel: Sie wollen Wikileaks finanziell austrocknen und verhindern, dass sie weiter skandalöse Geheiminformationen veröffentlicht – etwa über die Kriege in […]

Angesichts des massiven Angriffs von Konzernen wie Visa, Mastercard, Paypal und Amazon gegen Wikileaks, haben wir heute die Aktion „Pressefreiheit schützen“ gestartet. Die Unternehmen hatten in den vergangenen Wochen die Geschäftsbeziehungen zur Enthüllungsplattform gekündigt. Das Ziel: Sie wollen Wikileaks finanziell austrocknen und verhindern, dass sie weiter skandalöse Geheiminformationen veröffentlicht – etwa über die Kriege in Irak und Afghanistan oder die Rolle von Großbanken während der Finanzkrise. Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte spricht von einem Zensurversuch.

Soweit bekannt hat Wikileaks gegen kein Gesetz verstoßen – und es gibt auch keine offizielle Anklage gegen die Organisation. Die Aktion der Unternehmen stellt einen massiven Angriff auf die Pressefreiheit dar – einen Grundpfeiler der Demokratie. Das wollen wir nicht unwidersprochen geschehen lassen: Die Unternehmen müssen ihre Einschüchterungs-Kampagne stoppen!

Unternehmen reagieren, wenn es um ihren „guten“ Ruf geht. Damit Amazon, Visa & Co. den Druck spüren, werden wir den Aufruf mit der Anzahl der Unterzeichner/innen in einer großformatigen Anzeige in der Süddeutschen Zeitung veröffentlichen – genau da, wo auch die Internet- und Kreditkartenunternehmen gerne ihre Werbung schalten.

Man kann über die Plattform und ihren Gründer Julian Assange begründet geteilter Meinung sein. Die Analyse und Veröffentlichung geheimer Dokumente, sowie der Schutz von Informant/innen gehört aber zu den vornehmsten Aufgabe von Journalist/innen. Genau deshalb protestieren jetzt überall auf der Welt Menschen gegen den Zensur-Versuch der Unternehmen, der außerhalb von Gerichten und der politischen Debatte stattfindet. Setzen Sie mit uns ein Zeichen, dass ein solches Vorgehen auch in Deutschland nicht akzeptiert wird!

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Autor*innen

Dr. Günter Metzges, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Erwachsenenpäda­goge. Mitgründer von Campact und lange Zeit Mitglied im geschäftsführenden Vorstand. Vorher: Gründung des Ökologischen Zentrums in Verden/Aller und Mitwirkung in verschiedenen politischen Kampagnen. 2000-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale und Interkulturelle Studien (InIIS) an der Universität Bremen. Dissertation: „NGO-Kampagnen und ihr Einfluss auf internationale Verhandlungen“ (Nomos Verlag, 2006). Alle Beiträge

16 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. un nu junge welt…ewiges kampfblatt…hör ich als geneigter leser etwas…….irgend wie ganz schön schwach was eure „zeitung“ hier so bringt……..ja ja der „richtige“ kampf….einfach nur schade,,
    grüße…der mit dem aufrechten gang….

  2. Dem Kommentar des B.Permanento (warum alias?)kann ich nur zustimmen.
    Ob sich Herr Assange sexuelle Übergriffe erlaubt hat kann ich nicht beurteilen.Wenn ich aber die Aktionen der Kreditkartenkartelle und den von ihnen bezahlten Kanalratten(Geheimdienste)sehe habe ich Zweifel an seiner Schuld.
    Wenn diesen Herren nichts anderes einfällt schnüffeln sie in gebrauchter Unterwäsche.Die Massenmedien(Springer,Murdoch,Burda,Berlusconi,Mohn)goutieren
    das natürlich.Schließlich haben sie ja x-Millionen Torfköpfe „informiert“.Ich kann nicht soviel essen wie ich kotzen will.
    Gut daß es Wikileaks gibt!

  3. Es geht weiter, wieder verliert wikileaks eine Bankverbindung. Visa, Mastercard, Paypal und jetzt die Bank of America: Die Großbank reiht sich bei den Unternehmen ein, die Zahlungen an WikiLeaks sperren. Vielleicht liegt es daran, dass wikileaks als nächstes Ziel eine amerikanische Grossbank anvisierte. Auf der anderen Seite wird man an diesem Beispiel sehen, ob es auch auf Seiten der Banken monopolistische Strukturen gibt. Das wäre wirklich nicht gut.

  4. Ersaunlich ist, wie man in den Kommentaren hier teilweise lesen kann, wie gut die Propaganda-Presse die Gehirne schon gewaschen hat – weder hat Assange sene Informanten verraten noch sind die Veröffentlichungen ungefiltert und auch ist er nicht auf Sensation aus, sondern darauf, einen Krieg zu beenden. Die Leute, die hier diese Fehlinformationen verbreiten, sollten sich aus erster Hand informieren – oder Ihren Arbeitgeber wechseln.

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