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Nächste Woche: Bürgerlobby – Kernfrage Atomausstieg

Auch wenn die Bundesregierung gleich zwei Kommissionen eingesetzt hat, um eine Entscheidung für die künftige Energiepolitik vorzubereiten: Letztlich müssen die Bundestagsabgeordneten entscheiden, wann der Atomausstieg endlich Realität wird. Wenn das Kabinett voraussichtlich am 6. Juni einen Entwurf für ein neues Atomgesetz verabschiedet, kommt es besonders auf die Abgeordneten von CDU, CSU und FDP an: Reicht ihnen der vorgeschlagene Atomausstieg aus? Oder wollen sie lieber schneller raus aus der Risikotechnologie Atomkraft?

Besonders sensibel reagieren Abgeordnete auf die Stimmung der Menschen in ihren Wahlkreisen. Denn ihnen gegenüber sind die Politiker/innen verantwortlich, ihre Stimme vertreten sie im Bundestag – und letztlich wollen sie von ihnen wiedergewählt werden. Deshalb wollen wir den Abgeordneten in möglichst vielen Wahlkreisen noch vor dem Kabinettsbeschluss die Stimmung unter den Menschen vor Augen führen und sie von einer schnellen Energiewende überzeugen.

Bürgerlobby für die Energiewende: Kernfrage Atomausstieg

Campact-Aktiven haben bundesweit in über 60 Wahlkreisen Aktionen ab nächster Woche organisiert: Per Brief haben wir die Abgeordneten von Union und FDP eingeladen, mit den Bürger/innen ihrer Wahlkreise zu diskutieren. Wo es eine Zusage gab, wollen die Bürger/innen die Abgeordneten in Diskussionen überzeugen: Wir wollen die Energiewende und wir wollen sie jetzt! Haben die Abgeordneten dagegen abgesagt, geben wir trotzdem nicht nach – und haben Aktionen vor den Wahlkreisbüros organisiert als Protest gegen die Absage.

So werden Campact-Aktive der Lobby der Energiekonzerne eine Bürgerlobby entgegensetzen: Statt in den Hinterzimmern wollen wir die Diskussion um die Zukunft der Atomkraft auf die Straße tragen. Kommen Sie zu einer Bürgerlobby-Aktion in Ihrer Nähe!

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Hubert Popp,

    da hast Du völlig Recht… nur die Zahlen stimmen nicht.

    Bereits 1995 hat die NUS Düsseldorf, National Utility Services, ein wichtiges und bekanntes Energie-Unternehmensberatungs-Unternehmen das gegen hohe Honorare schon damals gewerbliche Kunden zur Erzielung niedriger Strompreise durch Vergleiche mit den sog. „Vorversorgerpreisen“ beraten hat, festgestellt:

    „Die Preise für sog. „Massenschuldverhältnisse“ (Anmerkung: so werden wir „Kunden und Verbraucher“ von den Medien-Versorgern gern genannt – also bei Strom, Telefon, Mobil, DSL usw.) sind in

    Deutschland DREIMAL so hoch wie im „europäischem Vergleich“!

    Also wenn wir sagen, daß ein Teil der Milliarden-Gewinne durch die Atomlobby dadurch kommt, indem wir „Massenschuldverhältnisse“ mit undurchsichtigen Methoden „systematisch abgezockt“ (mit mindesten DOPPELT überhöhten Preisen), dann liegen wir mindestens richtig.

    Als Vergleich:

    Zur Zeit als das „C-Netz“ von der damaligen Monopolistin „graue Post“, dann „gelbe Post“, danach „Telekom“ usw. … angeboten war, wäre die mobile, angebrochene Telefonminute bei ca. 3,80 DM – also rechnerisch 1,90 Euro je Minute gewesen (die hätten natürlich 1:1 die vollen 3,80 auch als Euro „genommen“).

    Das heißt, 10x bis 20x soviel wie heute! Mindestens.

    Und da die „Strom-Industrie“ durch ca. 1.000!!! Begriffe die noch immer oft das „Selbe oder Gleiche“ beschreiben – Grundgebühr = Anschlußgebühr = Bereitstellungsgebühr usw. …. den echten Vergleich so intransparent machen wie in keiner anderen Branche, ist uns das echte „vergleichen“ nur durch „jährlichen Wechsel“ in der Praxis möglich.

    „Wanderung der Massenschuldverhältnisse“ um „Wettbewerb durch Druck von unten zu ermöglichen“.

    WO sind hier die Politiker gewesen die sonst für „alles mögliche und unmögliche eine Norm haben“? Wo ist die „Vereinheitlichung“ der „Begriffe“ um „aktiven Verbraucherschutz“ zu ermöglichen?

    Man ist bisher überhaupt nicht daran interessiert, daß wir Verbraucher „durchblicken“. Die Begrifflichkeiten sind absichtlich in dieser Vielzahl um bewußt zu „verschleiern“ und um uns „dumm zu verkaufen bzw. zu „halten“!

    Es ist an der Zeit, die Dinge mit Mut und visionären Ideen als Bürgerbewegung wieder „in den Griff zu bekommen“.

    Mario C. Sachs
    Dachau
    http://www.ubema.de
    sachs@ubema.de

  2. Zu den sogenannten Umstiegskosten muß noch unbedingt
    etwas gesagt werden , hier in 2 Punkten aufgeführt :::

    1.Ein Autrags – Gutachten der Grünen ergab :

    Der Strompreis in Deutschland ist um 30 % zu hoch !

    2. Ein Gutachten der EU-Kommision ergab :

    Der Strompreis in Deutschland ist um 30 % zu hoch !

    Was sagt uns das ::: Wir schlichten Bürger wurden trotz der
    “ Leipziger Strombörse“ nicht abgezockt sondern einfach nur
    nach Watt und Kilowatt betrogen ! Die Leipziger
    Strombörse::; Eine Institution an der die Preise nicht ausspekuliert sondern ausgewürfelt werden und das…. ihr ahnt es schon ::: Immer zugunsten der Monopolisten !
    Auch hier muß sich etwas Grundlegendes ändern , dieses mal aber zu Gunsten der schlichten Bürger ! Eine Vergesellschaftung
    dieses gesamten Energiekomplexes könnte die Lösung
    sein !
    Ich wünsche euch wie immer Aktionen ohne Gewalt ,
    doch mit gewaltiger Stromstärke !
    Hubert Popp