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Donnerstag entscheiden die Stadtwerke: Klimakiller oder Klimaschutz?

Die Entscheidung steht unmittelbar bevor: Bauen 22 Stadtwerke gemeinsam ein neues Kohlekraftwerk und versorgen ihre Städten noch für Jahrzehnte mit schmutzigem Kohlestrom? Oder ergänzen sie den Ausbau der Erneuerbaren Energien sinnvoll mit einem flexiblen und hocheffizienten GuD-Kraftwerk auf Gasbasis? Am kommenden Donnerstag treffen sich die Geschäftsführer zur Entscheidung ausgerechnet auf der Baustelle des Kohlekraftwerks in Lünen. Ist das ein positives oder ein negatives Vorzeichen für eine klimaschonende Energiewende?

Postkarten-Übergabe in Moers

Auf der einen Seite könnten sich die Stadtwerke in Lünen schon einaml anschauen, was sie in Krefeld bauen möchten: Der 160 Meter hohe Kühlturm steht schon, das Kesselhaus mit über 100 Metern Höhe ebenfalls. 1,4 Milliarden Euro haben die Stadtwerke hier in eine Technologie verbaut, die nicht einmal die Hälfte der Energie aus der Kohle nutzt.

Postkartenübergabe an ENNI in Moers

Auf der anderen Seite sehen die Stadtwerke ein Kraftwerk, das wohl kaum jemals die Investitionskosten wieder einspielen wird. Denn mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien wird immer weniger Strom aus Kraftwerken gebraucht, die ihre Leistung nicht flexibel an die schwankende Erzeugung aus Sonne und Wind anpassen können. Und sie werden sich an den Protest in ihren Städten erinnern, der sich dagegen wehrt, dass die kommunalen Unternehmen mit dem Geld ihrer Bürger/innen und Bürger weiter auf Klimaschaden setzt. Wie zuletzt gestern in Moers (siehe Bilder), wo 25 Menschen einen Wäschekorb mit Unterschriften an einen überforderten Portier übergaben – denn Stadtwerke-Geschäftsführer Stefan Krämer bebauptete, er sei für die Investitionen seines Unternehmens nicht zuständig.

Postkartenübergabe an ENNI in Moers

Rechtzeitig zur Entscheidung werden auch wir zur Stelle sein und die übrigen Unterschriften an die Stadtwerke-Vertreter überreichen. Außerdem werden wir an unseren Kohlosaurus – halb Dinosaurier, halb Kohlekraftwerk – Geld verfüttern, um den Stadtwerken die folgen einer verfehlten Investitionspolitik vor Augen zu führen.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Ah ha – es werden also, anscheinend, keine kritischen Kommentare in diesem Blog zugelassen.

    Dann bleibt mal mit eurem Systemfreundlichen Blog wo der Pfeffer wächst.

    Schade nur, daß ich an anderer Stelle schon an einer eurer Aktionen teilgenommen habe und mir die Zeit für euren Newsletter nahm.

    Ex und hop

  2. Pingback: Campact Blog | Gute Erfolgsquote gegen Kohlekraftwerk: Stadtwerke Soest steigen aus – Aktionen in Ulm und Jena