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Minderjährige Flüchtlinge im Hungerstreik

Die taz berichtet in ihrer heutigen Ausgabe von etwa 60 minderjährigen, afghanischen Flüchtlingen, die in München in einen Hungerstreik getreten sind. Sie verlangen Deutschkurse und den Zugang zu Ausbildungsplätzen. Der Flüchtlingsrat Bayern fordert, dass alle minderjährigen Flüchtlinge sofort in einer Jugendhilfeeinrichtung, statt wie zur Zeit in der Münchener Erstaufnahmekaserne untergebracht werden.

Die Verhältnisse in München zeigen ein weiteres Mal, dass die Lage von Kinderflüchtlingen in Deutschland unzumutbar ist. Es braucht einen grundlegenden Politikwechsel, wonach Kinder- und Jugendliche, die nach Deutschland kommen, nicht länger zynisch als innenpolitischer Problemfall betrachtet werden. Es sind nur wenige Jahre in der Kinder- und Jugendzeit, die das ganze weitere Leben maßgeblich prägen. In dieser Zeit braucht es die größtmögliche Unterstützung und Förderung. Denn diese Kinder werden in Deutschland oder in anderen Teilen der Welt die Zukunft gestalten.

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Dr. Günter Metzges, Jahrgang 1971, ist Politikwissenschaftler und Erwachsenenpäda­goge. Mitgründer von Campact und MItglied im dreiköpfigen geschäftsführenden Vorstand. Vorher: Gründung des Ökologischen Zentrums in Verden/Aller und Mitwirkung in verschiedenen politischen Kampagnen. 2000-2003 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Internationale und Interkulturelle Studien (InIIS) an der Universität Bremen. Dissertation: „NGO-Kampagnen und ihr Einfluss auf internationale Verhandlungen“ (Nomos Verlag, 2006).

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  1. Diese Menschen WOLLEN sich hier integrieren und DÜRFEN es NICHT …
    Einige andere WOLLEN es NICHT und SOLLTEN es UNBEDINGT tun …,
    TUN es ABER NICHT, weil nicht wenige unserer deutschen Landsleute es einfach so hinnehmen – aufgrund ihrer Gleichgültigkeit (?), dass an manchen Orten eine PARALELLGESELLSCHAFT entsteht!
    Eine VERKEHRTE Welt ist das. – – –