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Protest: Kraftvolle Momente 2012

28. Juni 2012: Deutschland spielt bei der EM gegen Italien, in der Nachspielzeit fällt das 1:2.
Das ganze Land fiebert am Bildschirm und niemand merkt, was der Bundestag entscheidet.
So haben sich das wohl einige Koalitionspolitiker/innen gedacht – und beschließen an diesem Abend,
dass Datenhändler künftig ungehinderten Zugriff auf unsere Adressen bei den Meldeämtern
bekommen sollen. Fein eingefädelt…

Einzig: So etwas klappt heute nicht mehr! Einige Blogger bemerken die Klientelpolitik für Adresshändler.
In Windeseile verbreitet sich ein Sturm der Entrüstung im Netz. Campact fährt sofort eine Kampagne hoch:
Innerhalb weniger Tage unterzeichnen über 180.000 Menschen unseren Eil-Appell und leiten ihn weiter.
Mit einem Bericht in den Tagesthemen erreicht unsere Forderung nach einem Stopp des neuen
Meldegesetzes das ganze Land.
Für die Regierung bleibt nur eines: Vollbremsung, Rückwärtsgang.


 
 

 
 

 

 

 

 

Über das Internet initiierter Protest kann viel bewegen, wenn wir uns gemeinsam dahinter klemmen.
Wenn ich das Jahr 2012 in Gedanken an mir vorbeiziehen lasse, dann bewegen mich vor allem diese
kraftvollen Momente. Momente, in denen wir gemeinsam eingreifen und für gesellschaftliche Entwicklungen
im Sinne der Bürger/innen eintreten.

Wenn im Januar Zehntausende in Berlin direkt vor dem Kanzleramt für Bauernhöfe statt Agrarfabriken
demonstrieren – und trotz eisiger Temperaturen und Schneetreiben nicht locker lassen. Wenn im März
tausende Campact-Aktive die Telefone in den Staatskanzleien der SPD-geführten Bundesländer nicht
mehr stillstehen lassen, als diese überlegen, dem Steuerabkommen mit der Schweiz zuzustimmen – und sie
tatsächlich davon abbringen!

Wenn im Mai Campact-Aktive in Windeseile Aktionen in den Landeshauptstädten organisieren – und so
mit dafür sorgen, dass die Ministerpräsident/innen überraschend den Kahlschlag bei der
Fotovoltaik-Förderung verhindern. Oder wenn uns Campact-Aktive aus allen Ecken der Republik hunderte
bemalte, leere Töpfe gegen Spekulation mit Nahrungsmitteln zusenden – mit denen wir dann zum
Welthungertag im Berliner Regierungsviertel Alarm schlagen.

Campact ist dann erfolgreich, wenn viele Menschen sich mit einklinken.
Fast 750.000 sind wir mittlerweile, vor eineinhalb Jahren waren wir gerade einmal halb so viele.
Politiker/innen bestätigen uns immer wieder: Es ist die große Zahl der vielen einzelnen Stimmen,
die ein Anliegen für sie wichtig macht. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Mächtigen
weniger Chancen haben, über die Köpfe von uns Bürger/innen hinweg zu regieren.

Unverzichtbar für Campact sind die mittlerweile über 10.000 Förderer/innen.
Sie unterstützen Campact mit einem monatlichen Beitrag von 5, 10 oder auch 20 Euro. So bilden sie
das finanzielle Rückgrat der Kampagnen und machen es möglich, dass wir aus dem Stand Aktionen
starten und mit langem Atem an Kampagnen dran bleiben können. Gerade im Wahljahr 2013, wo um
Steuergerechtigkeit, Agrarpolitik und die Energiewende gerungen wird, ist dies enorm wichtig.

Daher bitte ich Sie heute herzlich: Stärken Sie Campact mit einem regelmäßigen Beitrag!

Werden Sie jetzt Campact-Förderer/in!

Allerbesten Dank für Ihr Engagement für unsere gemeinsamen Ziele im Jahr 2012 vom ganzen
Campact-Team!
Ich wünsche Ihnen alles Gute für das neue Jahr – auf dass wir gemeinsam viel erreichen!

Mit herzlichen Grüßen
Ihr Christoph Bautz

PS. Wenn Sie bis zum 10. Januar 2013 Campact-Förderer/in werden, erhalten Sie von uns
als Bestärkung, dass sich politisches Handeln im Kleinen wie im Großen lohnt, das Buch
„Protest – wie ich die Welt verändern kann“.

Ich will Campact-Förderer/in werden!

Falls Sie den Brief oder das Fax bevorzugen, einfach unser Förderer-PDF ausdrucken.

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Protest: Kraftvolle Momente 2012 | INFOZENTRALE

  2. Halllo,

    habt ihr euch schon mal Gedanken gemacht, was mit den Meldedaten passiert, die die GEZ ab 01.01.2013 erhält?

    Könnte es nicht passieren, das hier eine Hintertür geöffnet wurde, und nun die GEZ die Daten verkauft?

    Gruß, A.W.

    • Hallo Herr Wettel,

      nein, wir haben dazu noch nicht recherchiert. Bei der Durchsicht der Mailingliste und der Website vom AK Vorratsdatenspeicherung bin ich auch auf keine Meldungen gestoßen. Wollen Sie dort noch einmal direkt eine Anfrage stellen?

      Beste Grüße

      Fritz Mielert

  3. Wenn leider nicht wenige von denjenigen, die für die Demokratie ihren Beruf ausüben – sei es in Legislative, Exekutive wie auch in Judikative -, doch mehr oder weniger bewusst den eigentlichen Souverän hier im Lande, nämlich das allgemeine VOLK, samt seiner Herrschaft quasi Tag für Tag mit Füßen treten, dann bin ich erleichtert zu wissen,
    dass es u.a. Institutionen wie Campact e.V. gibt, die sich aktiv dafür einsetzen, dass dies – wie oben beschrieben – nicht mehr so leicht geschehen kann.
    Es geht allerdings nicht ohne Mithilfe vieler Bürger!
    Darum unterstütze auch ich, soweit mir möglich, Campact e.V.,
    damit wieder die richtige Balance herrschen kann – indem gemeinsam entschieden versucht wird zu verhindern, dass die Demokratie weiterhin von manchen politisch Verantwortlichen nahezu abgebaut wird …
    Auf ein Neues in 2013!

      • Hallo liebes Campact-Team und liebe Leser.

        Es ist ziemlich lustig mit anzusehen, dass ein großer Teil meiner Bekanntschaft mit Faszination einen Youtube-Clip teilt, auf dem ein junger Mann sich selbst überschätzt und versucht mit seinem Po eine Eisschicht eines Gartenteichs zu durchbrechen. Natürlich gelingt es ihm nicht und wie es scheint, tut er sich bei dem Versuch sogar noch weh. Das wird per Mail, twitter, Facebook, Skype und allen noch so nur möglichen Kommunikationswegen in rasender Geschwindigkeit geteilt. Schickt man einen Campact Link in die Welt, muss man zu tiefst darum bitte, diesen weiterzuleiten. Bei einem jungen, naiven, halbnackten Idioten der sich für sein Ego profiliert braucht es kein bitte und danke – es wird verbreitet wo immer es nur geht. Ich verstehe das bis heute nicht.

        Er durchbricht genauso wenig die Eisschicht wie viele dieser Zuschauer ihre eigenen vier Wände durchbrechen um die Augen aufzumachen – um voll ung ganz für einen Moment um sich zu blicken und zu sehen, dass die digitale Welt in der wir leben einiges bewegen könnte. Ihr beweist es!

        Vorausgesetzt man nimmt sich auch mal 10 Minuten Zeit um zum Beispiel eine Unteschrift zu tätigen, damit uns Bienen erhalten bleiben. Oder eine Energiewende in Deutschland vorangetrieben wird.
        Aber Nein – dieser Artikel hat „viele“ Leser – ein sinnloser youtube-click hat Millionen von Klicks.

        Ich möchte mich für Euer Engagment bedanken und war selbst oft in Berlin auf euren Demos und muss sagen, dass ihr für mich nicht nur authentisch Eure Leidenschaft für Recht und Fairness lebt und auslebt, sondern auch die Ausdauer beweist die nötig ist um eine Veränderung zu erschaffen, die vielleicht nicht nur uns, sondern auch Generationen nach uns ermöglicht in einer gerechteren Welt leben zu dürfen.

        Aus Indien, nah Kalkutta aufrichtigen Dank!
        Alexandros

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