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Kippt die SPD beim Atomausstieg?

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Kaum liegen die Pläne der großen Koalition für ein Ausbremsen der Energiewende auf dem Tisch, wird nachgelegt: Altkanzler Gerhard Schröder (SPD) plädiert in einem neuen Buch dafür, den Atomausstieg aufzuschieben. In einem Vorabdruck aus dem Buch zitierte ihn die BILD-Zeitung folgendermaßen:

Ich rechne damit, dass bis zum Jahr 2022 nicht alle Kernkraftwerke abgeschaltet sind. Bis dahin sind es ja weniger als zehn Jahre. Nach meinem Eindruck wird die völlige Umstellung so schnell nicht gelingen; Verbraucher wie Industrie werden revoltieren und die Politik unter Druck setzen, den Termin schon aus Kostengründen nach hinten zu schieben.

Das Schlimme daran ist: Wenn Gabriel und Seehofer weiter an der Energiewende sägen, könnte der „Genosse der Bosse“ sogar recht behalten. Der Einstieg ins Solarzeitalter war die größte historische Leistung von Schröders rot-grüner Regierung. Daran werden sich die Menschen noch erinnern, wenn die Agenda 2010 längst vergessen ist. Doch er selbst und Teile seiner SPD scheinen das nicht zu begreifen – das ist schon fast tragisch. Statt die Energiewende weiter entschlossen voran zu treiben, machen sie Klientelpolitik für die Bosse der großen Kohle- und Atomkonzerne.

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Altkanzler Schröder und die Energiewende

Sind Schröders Äußerungen nur ein Test-Ballon? Kippt die SPD beim Atomausstieg? Jetzt können wir noch eingreifen und eine solche Entwicklung verhindern! Teilen Sie jetzt einfach diese Grafik über die Buttons.
Vizekanzler Sigmar Gabriel hat unseren Vorwurf, er säge am Atomausstieg erst kürzlich noch empört von sich gewiesen. In der Tat hat sich Gabriel in den vergangenen Jahren als wortgewaltiger und kenntnisreicher Kritiker der Atomkraft profiliert. Doch wir haben uns angewöhnt, Politiker vor allem nach ihren Taten und weniger nach ihren Worten zu beurteilen. Und Fakt ist: Setzt sich Gabriel mit seinen Plänen durch, den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu deckeln, dann wird bis zum Jahr 2022 nicht genug Wind- und Solarstrom produziert werden, um die neun derzeit noch in Betrieb befindlichen deutschen Atomkraftwerke ersetzen zu können. Dann wird sich die Frage stellen, entweder Atomkraft durch den Klimakiller Kohle zu ersetzen oder aber die gefährlichen Atomkraftwerke noch länger laufen zu lassen. Das wäre eine Wahl zwischen Pest und Cholera.

Hinzu kommt: Allein in den Jahren 2021/2022 sollen nach dem Atomausstiegs-Gesetz sechs Atomkraftwerke innerhalb von zwölf Monaten abgeschaltet werden. Drei davon stehen in Süddeutschland, zwei in Bayern und eines in Baden-Württemberg. In Bayern macht Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nun plötzlich mobil gegen den Bau neuer Stromtrassen, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden transportieren sollen. Gleichzeitig verhindert er den dezentralen Ausbau der Windkraft in Bayern. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, wohin die Kombination aus Gabriels Deckel für die Wind- und Solarenergie und Seehofers Blockade bei der Windkraft und beim Stromtrassenbau spätestens bis 2021 führen wird: Zu einer neuen Debatte über längere Laufzeiten für alte Schrottreaktoren.

Schröder irrt, wenn er glaubt, es wäre billiger, Atomkraftwerke länger laufen zu lassen. Längere Laufzeiten für Atomkraftwerke machen Strom nicht billiger, sondern nur die Konzerne reicher. Im Gegenteil: Atomkraftwerke – genauso wie Kohlekraftwerke – sind schwerfällige Kraftwerkskolosse, die die wetterbedingten Schwankungen von Wind und Sonne nicht schnell genug ausgleichen können. Das heißt: Je mehr unflexibler Atom- und Kohlestrom die Stromnetze verstopft, desto mehr Stromtrassen und Stromspeicher brauchen wir. Und desto teurer wird es für die Stromkund/innen und Steuerzahler/innen.

Die Kosten für die Produktion von Atom- und Kohlestrom sind in ihrer Gesamtheit nicht niedriger als jene von Ökostrom. Der Unterschied: Die Kosten für Atom- und Kohlestrom sind nicht im Strompreis eingepreist, während die Kosten für den Ausbau Erneuerbarer Energien Teil des Strompreises sind. Die indirekten Kosten der Atom- und Kohlestromerzeugung müssen die Steuerzahler/innen und künftige Generationen tragen.

Deshalb: Unterschreiben Sie jetzt unseren Appell an Sigmar Gabriel! Denn wer den Atomausstieg wirklich will, darf die Energiewende nicht ausbremsen!

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Autor*innen

Christine Spannagel

21 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Wenn ich die Aussagen von Schröder oder Hans-Werner Sinn lese und die medial zu beobachtbaren und zunehmenden Versuche, Atomenergie wieder hoffähig zu machen und die Diskussion über längere Laufzeiten erneut auf die Agenda zu setzen, fühle ich mich unmittelbar an 2008-2010 erinnert.
    Wie man inzwischen aufgrund der an die taz und an greenpeace zugespielter vorliegenden und von jedem im Netz abrufbaren PR-Originaldokumente weiß, wurden Agenturen beauftragt, trotz damals bestehenden, gültigen Atomausstiegsvertrags mittels verdeckter PR, bzw. einer flächendeckenden Kommunikationskampagne entlang einer festgelegten Zeitachse gezielt Einfluss zu nehmen auf die öffentliche Debatte. Ziel war es, “die politische-öffentliche Debatte um die Verlängerung der Restlaufzeiten deutscher Kernkraftwerke positiv zu beeinflussen”
    Nachzulesen auf S. 5 der PR-Originaldokumente der Agentur PRGS, die im September 2009 der taz zugespielt wurden.
    https://www.lobbycontrol.de/2009/09/lesenswert-internes-strategiepapier-fur-atomlobby/
    Das Kommunikationskonzept Kernenergie, das für e.on erstellt wurde, war ein Akquisepapier der PRGS, das zwar von e.on nicht beauftragt wurde, jedoch nichtsdestotrotz einen guten Einblick in die Methodik der massiven Einflussnahme der Atomwirtschaft auf die öffentliche Meinung gibt.

    Beauftragt vom atomforum wurde dieses PR-Konzept:
    http://blogs.taz.de/rechercheblog/2011/10/28/atomlobby/

    Eine besonders wichtige Rolle im Kommunikationskonzept spielten hierbei Wissenschaftler und öffentlich bekannte Personen, die sich auf allen Kanälen deutlich und stark für die Atomenergie einsetzen. Ein Stilmittel professioneller Kommunikation.
    The same procedure as every year, James!
    Das Ergebnis dieser flächendeckenden fast zweijährigen Meinungsmanipulation der Bevölkerung ist ebenfalls bekannt:
    http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2010/32009392_kw43_de_atompolitik/

    Man darf gespannt sein, ob sich die Menschen erneut so verschaukeln lassen.

  2. Ich bin der Meinung, dass der Begriff „Kurs“ nur dann zu Tragen kommen kann, wenn ich ein Ziel habe. Wenn ich aber nur den Dingen hinterher laufe, entsteht zwar auch eine Zick-Zack-Linie, die man aber bei Weitem nicht als Kurs bezeichnen kann, sondern lediglich als manifestieren, was andere vorgeben.

    Ich hatte Gedacht, dass mit der großen Koalition vielleicht etwas Kurs in das Regierungsgeschäft kommt. Das aber war meiner Meinung nach eine Illusion. Unsere neuen Abgeordneten beginnen doch schon ihre Pfründe für die Zeit nach ihrer Abwahl zu ordnen.

    Man hat neue Super.Stromtrassen für Deutschland gefordert und unsere Politiker, ohne Abklärung der Sachlage durch Information von anderen Seiten einzuholen, haben schön brav das nachgeplappert, was die Energiekonzerne ihnen suggestierten.

    Nun hatten aber unabhängige Wissenschaftler und Sachverständige bewiesen, dass von den drei Strecken nur eine zweckmäßig wäre. Nämlich die von der Nordsee in den Süden. Wenn man die Äußerungen des größten Braunkohle-Energie-Lieferanten Vattenfall richtig interprätiert, so stellt man schnell fest, dass die Trassen aus dem Raum Achen sowie aus dem Raum Sachsen/Lausitz, weit entfernt von jeglichen ‚Windmühlen‘, lediglich dem Transport der Braunkohlenenergie für die Zukunft sichern sollen.

    Wenn Herr Gabriel die Erkenntnisse der Wissenschaftlern an diversen technischen Hochschulen mit der Bemerkung der Unwahrheit zur Seite wischt, so bin ich der Meinung, dass er einem Vorbild aus seiner Partei nacheifert.

    Da war doch mal einer der als Bundeskanzler wehemend für die Gasleitung aus Rußland plädiert hat um sofort nach Beendigung seines Amtes für GASPROM aktiv zu werden.

    Wo fängt Herr Gabriel an, wenn die Wähler feststellen, dass er sie belogen hat? Bei Vatenfall, oder RWE, oder bei Netzbetreibern wie Tennet, Transnet, elira, oder Commerz Real?

    Es gibt keine Zeiten in denen es notwendiger ist unseren Parlamentariern auf die Finger zu schauen, als zu Zeiten in denen solch opositionslose Koalitionen an der Macht sind wie im Augenblick in unserem Land.

    Manfred Blum

  3. Gerade wollte ich quasi das Gleiche schreiben wie Herr Andre Jung ! Danke dafür, daß es noch denkende Mensche wie Sie gibt ! natürlich ist es ausgemachte Unsinn, wegen Fukushima die kernkraft allgemein zu verteufeln. Und das von einer sog. „Physikerin“ ! Um uns herum entstehen in den nächsten Jahren ‚zig KKW und wir dummen D kaufen dann den Strom vom z.B. tschechischen Nachbarn, dessen kernkraft – Technik nicht einmal dem deutsche Standard entspricht !
    Genauso undurchdacht wie die „erneuerbaren Energien“ : Brot für Benzin ? Ein Schlag ins Gesicht der Milliarden Hungernden dieser Welt: Windkraft / Solarenergie ? kann man noch immer nicht speichern, weil infolge der Macht der Öl-Lobby die Speichertechnik auf dem Stand des 19. (JA!) Jahrhunderts stehengeblieben ist. Man google einmal nach den unterdrückten Alternativen nur für Speichertechnologien. Viel schlimmer noch die Unterdrückung der freien Energien, deren Nutzung ebenfalls unterdrückt wird von bestimmten Interessenvertretern.
    Zu CAMPACT sage ich nur : LERNT ERST EINMAL DENKEN ! Eure „Mission“ wird von mir und anderen DENKENDEN Menschen NICHT UNTERSTÜTZT !

  4. Ich kann und will diese Petition nicht mitzeichnen, da ich nach wie vor der Meinung bin das Atomkraft in Deutschland sicher ist und für uns auf lange Sicht die günstigste Art Energie zu gewinnen. Tausende Windräder und Photovoltaikanlagen die unser Umfeld verschandeln nein Danke! Der Rest Europas lacht, baut mehr Atommeiler und verkauft uns den Strom,

    • Son Quatsch. Die Atomkonzerne haben in Deutschland mehr als 300 Milliarden Euro an Subventionen (sprich Steuergelder) erhalten. Und es werden weiter Kosten für die Endlagerung etc. anfallen.

      Btw: Wir haben im letzten (ziemlich kalten) Winter Ökostrom an Fankreich geliefert.

      Lieber eine Photovoltaikanlage im Garten als ein Atomendlager unter einem Garten.

    • Dann kannst du ja den Atommüll bei dir im Keller lagern!!
      Der Atommüll ist das Problem, nicht die Atomkraftwerke.
      Wer Kinder hat muß auch an deren Zukunft denken

    • Dort wo das URAN hergekommen ist, nämlich von ziemlich tief Untertage, da kann der Restmüll auch wieder hin. So einfach ist das.

  5. „In Bayern macht Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) nun plötzlich gegen den Bau neuer Stromtrassen, die Windstrom aus Norddeutschland in den Süden und Solarstrom aus Süddeutschland in den Norden transportieren sollen.“ Diese Behauptung differenziert den wahren Hintergrund zu wenig bis gar nicht: Es geht in Bayern darum, die von Amprion im Auftrag der Bundesregierung geplante Süd-Ost-Gleichstrompassage zu verhindern, weil diese allein für den Transport von Atom- und Braunkohleenergie auf Jahrzehnte geplant ist, nichts mit dem Transport von erneuerbarer Energie zu tun hat, also eine Rolle – Rückwärts für die Ziele der Energiewende bedeutet, allein dem internationalen Energiehandel dient. Und es geht auch darum, dass der dieser neuen, milliardenteueren Trasse zugrunde gelegt Strombedarf widerlegt ist, so von kompetenten Fachleuten, z.B. von Professor Christian von Hirschhausen, Energieexperte vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung. (vgl. Nordbayerische Nachrichten, Montag, 17. 02.2014, HPE S. 37) Deswegen wurde in Pegnitz in Oberfranken eine überparteiliche Bürgerinitiative gegründet, die Energiewende im ursprünglichen Sinn durchsetzen will.

    • das ist vollkommen richtig. Falls diese Trassen gebaut würden, verteuern sich unsere Energiekosten, die schon die höchsten Europas sind enorm. Neuerliche Erkenntnisse besagen, daß diese nicht notwendig sind und nur dazu dienen, den Konzernen die Taschen zu füllen. Aussagen, sie seien notwendig entbehrt jeglicher Grundlage. Wir in Bayern haben nichts von diesem Wahnsinnsprojekt der gekauften Politiker, die den Molloch weiter forcieren wollen. Gekaufte Politiker, die führenden Wissenschaftler belegten, nicht zuletzt im Report München, daß diese Trassen nur dem Energiekonzernen dienen und nicht notwendig sind. Ob sie allerdings verhindert werden können ist fraglich, da solche Projekte von den Bilderbergern beschlossen und von der Loge abgesegnet wurden. Der gemeine Bürger, den die Regierung aufs sträflichste verrät, wird die Zeche bezahlen.

  6. Hallo,
    das Argument – die Verteuerung der Strompreise zu vermeiden“ ist mal wieder eine der
    Lügenausreden, die wir ja generell von der Institution „Politik“ kennen.
    Wenn Strom zu „billig“ ist, dann doch nur deshalb, weil entweder zu hohe Kosten produziert werden, egal aus welchem Grund auch immer – oder weil die kleineren Stromproduzenten mit niederen Preisen, Kunden der Grossen gewonnen haben. Die Grossen haben darauf natürlich die Preisspirale weiter angekurbelt und mit Lockangeboten reagiert. Na ja, wie’s dann weiter ging, wissen wir ja …

  7. Der Genosse der Bosse profitiert persönlich noch immer bestens von seiner grandiosen Millioneneigenjobbeschaffung bei Gasprom, die er noch im würdigen Amt des Kanzlers organisierte. Derweil soll der „Strom“ bezahlbar bleiben müssen. Das aber ist arglistige Täuschung, denn Elektroenergie ist für den Normalbürger bereits unbezahlbar. Teilhabe an Elektroenergie und deren Bequemlichkeiten, die sie mit sich bringt, ist nur noch den Reichsten der Reichen im Überfluss vergönnt. Wenn aber der Normalbürger am „Edelstrom“ spart, wird der sich nur extrem und immer schneller verteuern. Ein Teufelskreis ohne Ende. Schließlich sollen ja die Nobelhobel der Automobilhersteller bezahlbar bleiben, damit die Nobelhobelhersteller nicht noch mehr latente Arbeitssklaven über Subfirmen, beschäftigen müssen. Das sind übrigens alles die von der Agenda 2010 erzeugten grausamen Wunderdinge..Große Visionen oder besser ausgedrückt Spinnereien und arglistige Täuschungen haben fürchterliche irreversible Zustände geschaffen. Die Schäden, die das „Abrissprogramm Agenda 2010“ anrichtete, werden auch in 100 Jahren nicht behoben werden können. Atomenergie? War nicht sogar Engholm, der nach außen große Umweltfreund, für viel Geld ein treuer Berater der Atomlobby?

    Fernsehzwangsgebühren für alle und verdeckt auch noch die Stromkosten dafür! Die Staatlichen machen inzwischen Werbung wie fast alle Privaten; es gibt also keinen vernünftigen Grund für Zwangsgebühren, weil aus der Werbung allein die Finanzierung möglich ist. Wer diese Zwangsgebühren verordnet, der sollte auch zur Übernahme aller Kosten für die diesbezüglich notwendigen Geräte und die dafür notwendige Energie aufkommen müssen. Die Gehälter und Bezüge von Ferrnsehmoderatoren der Staatlichen sollten im besten Fall auf ein Richtergehalt begrenzt werden. Daus würde sich ein riesiges Einsparpotential ergeben.

    Atomstrom aber ist die teuerste Form des erzeugten Stroms,.weil eben auch alle Aufwendungen, von der Erkundung, der Erschließung bis zum Abbau des Urans aus seinen verschiedenen Rohstoffformen und deren Aufbereitung nebst aller Begleiterscheinungen ebenfalls in die Kosten einzurechnen sind. Warum halten aber Polit- und Wirtschaftsbosse immer und unbeirrt zur Atomlobby?.Die teuflische Erzeugung immer neuer und gefährlicherer Nuklearwaffen ist ohne die scheinheilig friedliche Nutzung der Kernenergie zur Strom- und Wärmeerzeugung nicht möglich. So werden die größten „Fördermittelmengen aus dem Topf der Steuerzahler“ dieser Atomlobby zugeführt. Diese Atomlobby hinterlässt unseren späten und letzten Nachfahren auch noch in der 100. oder 1000. oder späteren Generation irreversible Schäden, die sich im Laufe der Zeit durch Kumulation ihrer selbst extrem verstärken, menschliches Leben möglicherweise vollständig vernichten.werden. Die Zauberlehrlinge unserer Zeit sind aber nicht zu bremsen. Der irrsinnige Traum dieser Lehrlinge, auf einem anderen Gestirn den hiesigen tödlichen Verwüstungen zu entgehen, wird sich nicht erfüllen. Auch sie sind auf Gedeih und Verderb auf diese, unsere Erde angewiesen.

    Andererseits muss klar gesagt werden, dass Kohlendioxyd kein Klima-Schadstoff, sondern die unverzichtbare Voraussetzung für das Leben jeglicher grünen Pflanzen ist. Wer aber in verbrecherischer Weise unsere ganze Erde zu Land, zu Wasser und in der Luft verseucht, entwaldet, um mit diesem Wald die Papierindustrie zu füttern, der muss sich nicht über CO2 wundern, dass überflüssig zu sein scheint. Abhilfe kann nur ein riesiges Aufforstungsprogramm und außerdem die industrielle Photosynthese zur Erzeugung von energetisch nutzbaren Rohstoffen schaffen

  8. Man kann nur hoffen, das die Bevölkerung dieses Spiel hoffentlich einmal durchschauen wird.
    Leider sieht es noch nicht danach aus. Wenn man in die Mainstream-Medien schaut haben wir
    ganz andere Probleme.
    Wir brauchen also eine Strompreisbremse, da die Energie so teuer geworden ist und es sich keiner mehr leisten kann. Aha, Atomkraftwerke sollen weiterlaufen evtl. wieder eingeschaltet werden. Verweigert man auch deshalb den Bau neuer Stromnetze für die Windenergie?
    Aber wohin mit dem Müll der AKW? An dem aktuellen Streit um Zwischenlagerplätze erkennt man die ausgefeilte Technik. AKW-Betreiber wollen ihren eigenen Müll nicht zurücknehmen, warum wohl?
    Es wäre dann für jeden sichtbar wer das produziert hat und wer dann auch die Kosten der nicht geklärten Entsorgung tragen muss. Wir jedenfalls nicht!
    Wie hoch ist denn der Anteil des Stromverbrauchs an den gesamten Energiekosten?
    Wenn man diese Frage beantworten soll, wird man zu dem Ergebnis gelangen, das wir auch eine Benzinpreisbremse, eine Heizölpreisbremse, eine Gaspreisbremse………… brauchen.
    Das Wort Energiewende ist nicht korrekt. Es wird uns gar nichts anderes übrig bleiben als es fortzuführen. Es müsste heißen Zukunftsenergie! Das Umschwenken der Politiker ist wohl auch der „guten Arbeit“ der Lobbyisten (legalisierte Korruption) zu verdanken.
    Ich sehe leider nicht das es die Bevölkerung auch nur Ansatzweise stört.
    Gruß
    ein Desillusionierter

    • Alle Kosten, die durch den Sektor Kernenergie entstehen, sollten.auch von den Betreibern der Reaktoren getragen werden müssen, damit die Subventionierung des Nuklearsektors aus Steuermitteln aufhört. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Kosten wahrheitsgemäß und ungeschönt in voller Höhe erfasst, abgerechnet und transparent ausgewiesen werden. Daran ist aber niemand in unserer Regierung interessiert. Schädigungen durch die verschiedenen Arten der Kernstrahlung werden arglistig verharmlost oder einfach bestritten. Das war so und wird auch so bleiben. Ausnahmen davon gibt es nur, wenn es um Strahlung bei den Russen, Chinesen oder anderen „unliebsamen Partnern“ geht.

    • Hallo Herr Debus,
      das mit den Energienetzen sehen Sie meines Erachtens nach etwas falsch. Denn interessant wäre höchstens die Mitteltrasse von der Nordsee in den Süden. Allerdings ist es nicht bewiesen, dass die vorhandenen Netze nicht ausreichen würden.
      Wenn Sie sich die Planungen der drei großen Trassen einmal genauer ansehen, dann werden Sie ganz schnell, unter Einbeziehung der Kommentare von Vattenfall, feststellen, dass die West- und die Osttrasse lediglich zur Verteilung der Braunkohleenergie aus der Lausitz und Sachsen, sowieaus dem Raum Achen dient.
      Wer die Stromtrassenforderungen unterstützt, sollte sich erst einmal über die Untersuchungen freier Institute informieren, das Gelesene verarbeiten und nach einer gründlichen Meinungsbildung seine Stimme erheben.
      Wenn ein Herr Gabriel sagt, dass die Untersuchungen dieser Institute nicht stimmen, so fällt mir sofort ein Herr aus der gleichen Partei ein, der die Gaslieferungen aus Russland in seinem Amt als Bundeskanzler mit viel Energie beführwortete und heute für sich mit seiner Lobbyarbeit für diesen Verein nicht schlecht Kohle macht.
      Wo fängt Herr Gabriel an, wenn der Wähler von ihm genug hat? Bei Vattenfall? Oder bei REW, EnBW, oder den Netzbetreibern Telnet, Commerz Ral, oder elia?
      Wenn man gegen dieses politische Schierentheater in Berlin vorgehen möchte, dann richtig. Hoffen auf das Begreifen des Sachverhalte durch die große Masse ist eine Illusion.
      Schauen wir doch einmal: Gemeckert wird überall. Aber wo war der Protest als unser Exkanzler in die Gaswirtschaft wechselte. Wo war der Protest als Herr Koch gegen den Willen des Volkes seine Startbahn West baute und dann gleich in den Baukonzern Billfinger wechselte um seine Pfründe zu beziehen? Was haben die Medien, die sogenannte vierte Gewalt in Form von ARD, ZDF und Co. ferig gebracht? Diese Medien haben zwar mit einigen Sekunden Sendezeit davon berichtet. Aber das wars dann auch. Für ihre Gebührenerhöhungen hatten sie wesenlich mehr Zeit geopfert. So arbeitet unsere Legislative, die sogenannte vierte Gewalt, für den Bürger. Es iat immer schlecht, wenn man monitär an die Gewaltigen gebunden ist.
      Unsere „Volksvertreter“ in Berlin wissen schon, warum sie ein effektives Korruptionsgesetz verhindern; Egal welcher Coleur sie sind. Allerding sollte man nicht vergessen, dass unsere Abgeordneten das Korruptionsgesetz in einer der letzten Sitzungen „extrem verschärft haben“. Kenner der Materie bezeichnen dieses Gesetz allerdings als eine Lachnummer.
      Man sieht: Es gibt noch viel zu tun. Packen wir’s an. Leider gibt es aber noch zu viele Bürger deren Slogan es ist: „Es gibt viel zu tun. Warten wir’s ab.
      Gruß
      Manfred Blum

  9. der strom der linksgrünen kommt wie üblich aus der steckdose. deshalb brauchen sie keine AKW. ihnen reicht windenergie. die ist zwar nicht speicherfähig, was dazu führt, daß die meisten windkraftanlagen abgeschaltet sind, um eine netzüberlastung zu verhindern, aber fakten haben die linksgrünen gutmenschen ja noch nie interessiert. z.b. das faktum, daß deutschland von ländern umgeben ist, die voll auf atomenergie setzen und sich freuen werden, wenn sie uns ihren atomstrom teuer verkaufen können.
    wie dumm sind die linksgrünen eigentlich?

    • Was meinen die totalen Gegner jeder vernünftigen Alternative, warum sich inzwischen die Energie- und Ölkonzerne vor die verschiedensten alternatven Möglichkeiten der Energieerzeugung spannen? Windenergie, da ist die Kraft-Wärme-Koppelung nicht möglich? Man schaue einfach auf Pilotanlagen, wie sie bei Prenzlau oder anderswo bereits arbeiten..

      Die veralteten Krücken von Atomanlagen müssen einfach nur weg, wenn nicht immer neue und schlimmere Katastrophen eintreten sollen. Die Endlagerfrage ist weltweit in Wahrheit ungelöst. Neue Formen der Erzeugung von Nuklearenergie, die kaum Risiken in sich bergen sollen, stecken vorerst in unüberwindlichen Sackgassen. Kernenergie ist aber unverzichtbar, solange man auf Nuklearwaffen nicht verzichtet, denn nur für diese teuflischen Waffen benötigt man als friedliche Tarnung den vorgeblich billigen, aber in Wahrheit extrem teuren Atomstrom.

      Derzeitig gibt es auch in unserer Republik noch keine ordentliche Modultechnik in unseren Reaktoren, die den reibungslosen und ungefährlichen Austausch der einzelnen Module bei Ermüdung der Materialien ermöglicht. Starker Strahlung ausgesetztes Material ermüdet extrem schnell. Wohin aber mit den massenhaften Abfällen?.Schießen wir die ins All, zum Mittelpunkt der Erde oder einfach auf jene, die anderenfalls mit Meuchelmord-Drohnen umgebracht werden sollen, für deren Anschaffung sinnlos Unsummen ausgegeben worden sind?

      Frage: Welcher Wirkungsgrad bleibt beim Stromtransport über 800 Kilometer übrig? Was ist aus den Stadtwerken geworden, die auf ihren Investitionen sitzen bleiben und somit in die Schuldenfalle tappen? Die Stromerzeugung vor Ort ist unumgänglich, wenn Stromtransport über lange Wege nicht sinnlos sein soll. Will man vielleicht dickste Kupferleitungen oder gar Supraleiter verlegen, die keiner bezahlen kann? Welche Masten sollen aber dickste Cu-Leitungen tragen, wenn man an große Schnee- und Eislasten denkt? Erdkabel wären die Lösung, doch die wurden sofort aus Kostengründen verworfen. Es naht also der Tag immer schneller, an dem eine Kilowattstunde einen Euro und mehr für einen Normalverbraucher kosten wird. Die Nobelhobelhersteller bekommen dann im Gegenzug eine Kilowattstunde für 2 – 8 Cent?.

      Ich gehöre nicht zu den Linksgrünen.

    • Sehr geehrter Herr Skirziepietz,
      Ich möchte Ihre Zeilen nicht weiter kommentieren. Es würde mich dennoch interessieren welche Einstellung der Dinge gegenüber Sie hätten , wenn wir unser eigenes Harrisburg, Tschernobil oder Fukushima am Reihn mit einem der französischen AKW’s hätten. Ausreichend AKW’s haben sie ja hingestellt. Sollten Sie weit genug vom Rhein entfernt wohnen, geben Sie sich keinen Illusionen hin. Nach Tschernobil waren selbst im nördlichen Schweden die Pilze verstrahlt.

      Der Grund für den Stillstand von Windkraftanlagen ist weniger die Überlastung der Netze, als viel mehr die Tatsache, dass die Eigentümer kein Interesse daran haben, die vorhandenen Netze auf die neuen Anforderungen auszubauen. Mit neuen Netzen machen sie mehr Kohle.

      Ich bin zwar keiner Ihrer „linksgrünen“, würde Ihnen aber trotzdem empfehlen, Ihre Meinung gründlich zu überdenken um sich dann noch einmal über mangelnde Inteligenz zu äußern. Wenn’s geht mit der Kunst des Klein- und Großschreibens.

      Mit freundlichen Grüßen

      Manfred Blum

  10. Die Große Regierungskoalition steht wohl FÜR Gentechnik und GEGEN Energiewende?
    Nicht einmal ZWEI Monate im Amt, was hat die Bundesregierung demnächst noch so Schönes an unliebsamen Überraschungen für uns Bürger parat, während sie der entsprechenden Wirtschaft ja durch ihr Verhalten deutlich entgegenkommt – auf die Art und Weise gewissermaßen Geschenke macht?
    Legt sie dieses politische Handeln aus Überzeugung an den Tag oder hat sie vielmehr falsche Berater an ihrer Seite – sogenannte Einflüsterer, die vor allem wirtschaftskonform sozusagen sind?
    Wie sagte Frau Merkel einmal sinngemäß:
    Die Demokratie soll marktkonform sein …
    Dann wissen wir ja, woher der Wind kommt.
    Die Wirtschaft zahlt – und bestimmt hier im Lande, wie es wohl tatsächlich scheint, –
    und damit es irgendwie einen legalen Touch bekommt, kommt die Politik ins Spiel und spielt im Grunde nur eine vordergründige Rolle, während die Wirtschaft zwar mehr oder weniger im Hintergrund steht, aber durchaus die Fäden – oder besser gesagt die Zügel (!) – ganz fest in der Hand hält – und sagt, wo es lang geht!
    Wie viele Unternehmen profitieren bereits von den Industrierabatten?!
    Dann wird die Ausnahmeregelung immer mehr zur Regel – UND die Regel zur Ausnahme …
    Welch eine Idiotie?!
    Ich habe wirklich den Eindruck,
    Frau Merkel ist nicht, wie vom US-Wirtschaftsmagazin Forbes dargestellt, die mächtigste Frau der Welt, NEIN
    die Macht liegt in Wahrheit in den Händen der Wirtschaft,
    deren Lobbyisten – von ihr quasi ausgesandt – Tag für Tag unsere Politiker stets und ständig umgarnen zu scheinen, damit schließlich die ureigensten Interessen der Wirtschaft auch tatsächlich durchgesetzt werden können …
    Was zählt schon der Wille des Volkes?! Ganz klar, dass verstärkt Klientelpolitik betrieben wird.
    Die Politik steht zwischen Bürger und Wirtschaft … Es ist schwer, den Spagat zu halten, um beiden gerecht werden zu wollen, man kann unmöglich beiden Herren dienen.
    Letztlich läuft es darauf hinaus, den Wirtschaftsinteressen zu folgen, wobei doch einiges für die Politik herausspringen kann – Sie verstehen, was ich meine?!
    Denn, was wäre beim Volk schon zu holen, welches bei diesem Spiel nicht gerade gute Karten aufzuweisen hat?
    Überlegen Sie mal, warum gibt es wohl in Deutschland kein Antikorruptionsgesetz …?
    Es hat sicherlich einen Grund …

    Energiewende-Stopp = Atomausstiegs-Stopp = KEIN Klimawandel-Stopp!

    … Unsere Kinder und Kindeskinder werden eines Tages im Nachhinein danken –
    dafür,
    was unsere derzeitige (Bundes)Politik an vermeintlich Gutem getan und demzufolge entsprechende Weichen gestellt hat … –
    Gut gemeint? Auf jeden Fall – schlecht gemacht!

    • Es geht also nur um das paradoxe HIN & HER nach unserem Kanzler Schröder, dessen Markenzeichen es war, immer das Gegenteil seiner Versprechungen zu tun. Hat er nun seine würdigen Nachfolger bekommen? Inzwischen ist Frau Dr. Merkel in einem unsäglichen Zickzackkurs verhaftet, sie ist Spielball der nationalen und globalen Wirtschaft. Sind auch unsere jeweiligen Regierungen unserem Grundgesetz verpflichtet? Seit 2000 verfestigt sich bei mir der Eindruck, dass die Mächtigen über dem GG stehen. Grundrecht ist also nur noch das, was der Wirtschaft und den Reichsten der Reichen dient. Aber unsere Wirtschaft boomt/“brummt“, weil Millionen Minijobs für die Betroffenen zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel einbringen.

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