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Bizarr: Exxon-Chef kämpft gegen seine eigene Firma

Der Energieriese Exxon betont unablässig Fracking sei völlig ungefährlich – und verdient damit Milliarden. Doch ausgerechnet Konzernchef Rex Tillerson protestiert gegen ein Fracking-Projekt nahe seiner Pferderanch in Texas. Er wird wissen, warum.

Was wie Satire klingt, ist absurde Realität. Wie mehrere Medien berichteten, sucht die Exxon-Tochterfirma XTO schon seit längerem nach Rohstoffen in der Umgebung von Bartonville, einem kleinen Ort etwa 50 Kilometer außerhalb der texanischen Metropole Dallas. Exxon-Chef Tillerson und seine Frau besitzen dort eine 33 Hektar große Pferderanch.

Stein des Anstoßes ist nun ein 50 Meter hoher Wasserturm. Den wollen Förderfirmen am Rande seiner Ranch errichten, um den Wassernachschub für das Fracking zu gewährleisten. Lärmbelästigung, Verkehr, Umweltverschmutzung – all das lässt Tillerson offenbar um den Wert seines Grundstückes fürchten. Nach Angaben des Wall Street Journal protestierte Tillerson auf einer Stadtratssitzung gegen den Bau des Wasserturms. Zusammen mit seinen Nachbarn klagt er jetzt gegen die Genehmigung.

Die Reaktionen reichen – wen wundert es – von Empörung bis hin zu ironischem Mitleid. Der Council of Canadians schickte dem Konzernchef gar ein Anti-Fracking-Aktionspaket.

Hilf auch Du dem armen Mann im Kampf gegen seinen eigenen Konzern!

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Campaigner – Chris Methmann, Jahrgang 1981, ist seit über zehn Jahren aktiv in der Umwelt- und globalisierungskritischen Bewegung. Bevor er 2014 zu Campact kam, war er Mitglied im Koordinierungskreis von Attac Deutschland und hat dort zu Themen rund um Globalisierung und Ökologie gearbeitet. Unter anderem hat er die Kongressreihe McPlanet.com mitorganisiert. Chris hat Politikwissenschaft, Jura und VWL studiert und an der Universität Hamburg zu internationaler Klimapolitik, Klimasicherheit und Klimamigration promoviert. Chris auf Twitter folgen: https://twitter.com/chrismethmann

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: In´s eigene Knie geschossen: Fracking-Boss protestiert gegen Fracking | DER WILDECKER

  2. hiermit schlage ich rex für den preis für maximalen realitätsabstand vor.

  3. Ich bin absolut gegen fracking da bislang keiner weiß welche langzeitschäden das für unsere umwelt mit sich bringen kann und ich halte es für höchst gefährlich und unverantwortlich! solch einen massiven eingriff an mutter natur dürfen wir nicht zulassen!!! wir haben nur eine erde und wir sind alle zu 100% von ihr abhängig! hoffentlich begreifen wir das bevor es zu spät ist…..

  4. Ich bin gegen Fracking, denn es gefährdet unser Trinkwasser und ist eine Bedrohung für Menschen, Tiere und Pflanzen.

  5. Als ich ein klenes Mädchen war, lehrte meine Mama mich: „Was Du nicht willst, dass man Dir tu, das füg auch keinem Andern zu“ … Hatten Sie keine Mama, die Sie das lehrte?? :( :)

  6. Ich unterzeichne für Dich und Du kümmerst Dich dafür um meine Haustür. Damit halten wir alles fein sauber.

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