10 schräge Requisiten, die sich in unsere Herzen protestiert haben – aber Nr. 6 hat Hausverbot!

Campact wird 10 Jahre alt! Das wird gefeiert am 14. und 15. November beim Kongress "Demokratie braucht Bewegung" in Berlin. Unsere Mitarbeiter haben wir zu dieser Gelegenheit einmal gefragt, welche ihre Lieblings-Requisiten der letzten Jahre waren. Heraus kamen die 10 schönsten, lustigsten und hilfreichsten Requisiten - die wir Euch hier feierlich präsentieren.

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Campact wird 10 Jahre alt! Das wird gefeiert am 14. und 15. November beim Kongress „Demokratie braucht Bewegung“ in Berlin. Gemeinsam mit Euch Campact-Aktiven möchten wir feiern und über die Zukunft nachdenken. Hier anmelden, so lange noch Tickets übrig sind:

Unsere Mitarbeiter haben wir zu dieser Gelegenheit einmal gefragt, welche ihre Lieblings-Requisiten der letzten Jahre waren. Heraus kamen die 10 schönsten, lustigsten und hilfreichsten Requisiten – die wir Euch hier feierlich präsentieren.

1. Trifft den Nagel auf den Kopf: unser CETA-Hammer wurde vor wenigen Wochen in Kanada geschwungen!


Mehr als 300 Demonstranten zogen am 27. September 2014 durch Ottawas Straßen in Richtung Parlament – Schauplatz des EU-Kanada-Gipfels. Mit dem riesigen CETA-Hammer und fast 400.000 Unterschriften unter unserem Appell, begleiteten wir den transatlantischen Demonstrationszug und machen klar – wir Bürger/innen wollen CETA nicht! Weder in Europa, noch in Kanada: Hier geht’s zum Aktionsbericht

2. Unsere bisher gewaltigste Requisite: ein Nachbau des Castor-Transports in Originalgröße!


Karlsruhe im November 2011: „Strahlenschutzexperten“ in weißen Schutzanzügen, mit Mundschutz und Geigerzählern begleiteten den Transport der strahlenden Fracht. Sie forderten die Passanten dazu auf, Fenster und Türen geschlossen zu halten, weil geringe Dosen an radioaktiver Strahlung austreten könnten. So machten wir darauf aufmerksam, dass jeder Castor-Transport eine Gefahr für Mensch und Umwelt darstellt: Hier geht’s zum Aktionsbericht

3. Teurer Quadratmeterpreis: wir versteigerten diese großzügig geschnittene Telefonzelle! Wer würde da nicht zuschlagen?!


Unsere „mobile Wohneinheit“ – eine gelbe Telefonzelle – war in feudaler Lage auf dem Odeonsplatz in München mit Aussicht auf das König-Ludwig-Denkmal aufgestellt. Ausgestattet mit Gießkannen-Dusche, Isomatte und Camping-Klo. Sie illustrierte den dramatischen Mangel an bezahlbarem Wohnraum und wird, wie bei immer mehr Neuvermietungen üblich, im Höchstpreis-Verfahren “versteigert”. Hier geht’s zum Aktionsbericht

4. Massentierhaltung plastisch illustriert: Hühner auf dem Fließband


Am 19. September 2012, vor dem Kanzleramt: Angeekelt werfen Verbraucher/innen Keimfleisch-Attrappen von ihrem Teller auf den Boden. Die Gummihühner, die vorher von den Agrarfabrikanten kräftig mit Antibiotika vollgepumpt wurden, türmen sich auf einem großen Haufen. „Keine Keime auf meinen Teller!“ rufen die Bürger/innen herüber zum Kanzleramt. Ein hörbares Zeichen an die Minister/innen im Gebäude, denen Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ihren Entwurf des Arzneimittel-Gesetzes vorstellt: Hier geht’s zum Aktionsbericht

5. Der große Bruder hört mit: unsere Abhöranlage, samt dreister Spione vor dem Reichstagsgebäude!


Wir haben den von 125.000 Menschen unterzeichneten Appell „Wir lassen uns nicht länger bespitzeln“ am 25. September 2014 an Abgeordnete des NSA-Untersuchungsausschusses übergeben. Doch wir waren nicht allein: Vor unserer aufgebauten beschaulichen Kulisse des Abhörstützpunktes Bad Aibling konnten wir zwei Geheimagenten von NSA und BND bei einem ausgelassenen Datenaustausch beobachten. Gemeinsam machten wir deutlich: Wir wollen, dass endlich Konsequenzen gezogen, die Geheimdienste unter Kontrolle gebracht und die Abhör-Praktiken beendet werden: Hier geht’s zum Aktionsbericht

6. Fossile Energie einmal anders: Der Kohlosaurus treibt bei uns schon seit Urzeiten sein Unwesen!


Hausverbot für den Kohlosaurus: Wenn er keine Kampagnen-Auftritte hat, wohnt er in unserem Requisitenlager in Verden – damit er hier nicht auch noch Schaden anrichten kann! ;-) Anzutreffen war der Kohlosaurus schon in ganz Deutschland, und kürzlich sogar bei einer Menschenkette zwischen Polen und der deutschen Lausitz. Zu sehen ist er hier beim Energiewende-Gipfel, wo er sich wild auf ein Windrad stürzte: Hier geht’s zum Aktionsbericht

7. Seit der Privatisierung der Deutschen Bahn werden falsche Spielchen gespielt – zu diesem Anlass schufen wir “Bahnopoly”!


Unter dem Motto „In vollen Zügen gegen die Bahnprivatisierung!“ klärten am 24. Oktober 2007 in über 80 Städten Campact- und Attac-Aktive Bahn-Fahrgäste in Zügen und auf Bahnsteigen über die Folgen einer Bahnprivatisierung auf. Neben den Flyer-Aktionen und Massen-Mails wurde beim SPD-Parteitag in Hamburg ein riesiges Bahnopoly-Feld mitsamt Riesen-Mehdorn aufgebaut. Hier geht’s zum Aktionsbericht

8. Das berühmte gelbe X ganz groß: unsere Aktion gegen Gorleben als Endlager


Das gelbe X ist mittlerweile in der Anti-Atom-Bewegung ein bekanntes Symbol. Wir platzierten es in einer 10 Meter hohen, aufblasbaren Version am 1. März 2012 mitten auf der Straße vor dem Umweltministerium, dazu gab es ein Menschenkette und ein Trommelkonzert auf Atommüllfässern. An diesem Tag übergaben wir der Staatssekretärin von Norbert Röttgen (CDU) 60.000 Unterschriften gegen ein Endlager in Gorleben: Hier geht’s zum Aktionsbericht

9. Ein Bett für Snowden, das ist immer frei!


Nicht nur vor dem Bundestag, sondern auch in Hamburg, München, Köln, Dresden, Kiel und Bielefeld wurden am 5. Juni 2014 auf zentralen Plätzen Betten für den Edward Snowden aufgestellt. Der Whistleblower aus den USA deckte den NSA-Abhörskandal auf und befindet sich derzeit in Russland im Asyl. Zweidrittel aller Deutschen möchten, dass Snowden vor dem NSA-Ausschuss als Zeuge aussagt: Hier geht’s zum Aktionsbericht

10. Ganz schön widerlich: Die Fracking-Spritze, die mit giftigen Chemikalien unser Grundwasser verseucht!


Auch ein Requisit aus unserer aktuellen Kampagne gegen Fracking schaffte es in die Top 10. Die Fracking-Spritze illustriert wunderbar die Gefahren von Fracking. Bewundern konnte man unsere Fracking-Spritze unter anderem am 5. Juni 2013 vor dem Bundestag. Der Anlass war ein Gesetzentwurf zum Thema Fracking: Hier geht’s zum Aktionsbericht

Gemeinsam feiern: Campact wird 10 Jahre alt!

10 Jahre Campact! Wir blicken zurück auf viele verrückte Aktionen, große und kleine Erfolge und unzählbare Erfahrungen. Mit einem kleinen Team haben wir damals angefangen – mittlerweile sind wir über 1,5 Millionen. All das wäre nicht möglich gewesen ohne unsere Unterstützer, Aktionsteilnehmer, Spender, kurz: ohne Euch. Wir finden es ist an der Zeit, dass wir uns alle mal persönlich kennenlernen. Meldet Euch jetzt zum Jubiläumskongress am 14. und 15. November an und feiert mit uns 10 Jahre Demokratie in Aktion. Wir sehen uns in Berlin!