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Der 24-Stunden-Kohleausstieg

Wenn es drauf ankommt, sind die Campact-Aktiven da. Gestern wurde bekannt, dass Sigmar Gabriel zu einem Kohle-Krisentreffen ins Wirtschaftsministerium lädt. Keine 24 Stunden später begrüßten über 100 Bürger/innen die heranfahrende Kohlelobby. Es musste schnell gehen: Seit Tagen schießt die Kohlelobby aus allen Rohren auf Sigmar Gabriels Vorschlag für ein Kohlegesetz, mit dem die klimaschädlichsten Meiler […]

Wenn es drauf ankommt, sind die Campact-Aktiven da. Gestern wurde bekannt, dass Sigmar Gabriel zu einem Kohle-Krisentreffen ins Wirtschaftsministerium lädt. Keine 24 Stunden später begrüßten über 100 Bürger/innen die heranfahrende Kohlelobby.

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Es musste schnell gehen: Seit Tagen schießt die Kohlelobby aus allen Rohren auf Sigmar Gabriels Vorschlag für ein Kohlegesetz, mit dem die klimaschädlichsten Meiler vom Netz genommen werden sollen. Am Donnerstag stellte sich heraus: Sigmar Gabriel lädt seine schärfsten Kritiker/innen heute in sein Ministerium, um einen Kompromiss auszuloten. Auf der Gästeliste stehen die Energieminister der Länder sowie der Chef der Industriegewerkschaft IGBCE.

Uns war sofort klar: Wenn hier nicht auch die Klima-Bewegung Präsenz zeigt, dann hat die Kohlelobby leichtes Spiel, Gabriels Gesetzesvorschlag kurz und klein zu sägen. Mit vereinten Kräften und in einem breiten Bündnis gelang es uns, in weniger als 24 Stunden mehr als 120 Menschen vor das Ministerium zu bringen. Und die ankommenden Minister/innen dürften ganz schön gestaunt haben.

Die Menge skandiert: „Kohle stoppen, Klima schützen!“

„Kohle stoppen, Klima schützen!“ schallte ihnen auf dem Weg zum Ministerium schon von weitem entgegen. Vor der Tür hatte sich ein beeindruckender Pulk gesammelt. Kein Wunder, denn es geht tatsächlich um viel: Auch wenn Gabriels Gesetz noch nicht ausreicht – gelingt es der Kohlelobby, es abzuschießen, dann kann die Regierung ihre Klimaziele einpacken.

Dass innerhalb kurzer Zeit so viele Menschen zusammen gekommen sind, zeigt: Während die Kohlekonzerne hauptsächlich ihre Profitinteressen bedienen, erfährt Klimaschutz breite Unterstützung aus der Mitte der Gesellschaft.

Und das ist bitter nötig: Denn die Kohlelobby schürt gegenwärtig massiv Panik gegen Gabriels Gesetz – ganz so, als ob dann innerhalb von 24 Stunden alle Kohlekraftwerke vom Netz wären und alle Arbeiter/innen auf der Straße stünden. Aber, keine Sorge, liebe Kohlelobby: Das in 24 Stunden zu schaffen, bekommen nicht mal die Campact-Aktiven hin.

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Autor*innen

Dr. Chris Methmann ist Geschäftsführer von foodwatch Deutschland. Vorher hat er bei Campact Kampagnen geleitet. Als langjähriger Aktivist und Campaigner in der Klimabewegung streitet er für ein Ernährungssystem, das die Grenzen unseres Planeten endlich respektiert – und setzt sich dafür ein, dass nur ehrliches, gesundes und zukunftsfähiges Essen auf unseren Tellern landet. Alle Beiträge

4 Kommentare

Kommentare sind geschlossen
  1. Ach der Gabriel. Der blubert immer das, was das Puplikum vor seiner Nase gerade hören will. Am Ende wird doch gemacht was „alternativlos“ nötig ist.

  2. Habe bestimmt gegen den Kohleausstieg gezeichnet.Doch Gabriel ist ein Unsicherheitsrisiko in der POLITIK.Oft schon sagte Er zu einem Thema nein und den Tag darauf wieder Ja.

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